CH112176A - Verfahren zur nassen Verkohlung von Pflanzenmaterial. - Google Patents
Verfahren zur nassen Verkohlung von Pflanzenmaterial.Info
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Description
Verfahren zur nassen Verkohlung von Pflanzenmaterial. Bei der üblichen Trockendestillation von Pflanzenmaterial, insbesondere von Holz, wird durch die schlechte Wä.rmeleitungs- fä.higkeit des Holzes, mehr aber noch die jenige der Lufthüllen zwischen den Holzteil chen eine Überhitzung des Holzes und der aus dem Holz entstehenden Stoffe unvermeid lich. Man hat die Verwandlung .des Holzes in Kohle zwar auch in einem wässerigen Medium, aber nur durch Zuhilfenahme hoher Temperaturen und hoher Drucke von 100 bis 211 Atmosphären zuwege geb.ra:cht.
Es wurde nun gefunden, dass es möglich ist, mit sehr viel geringeren Drucken auszu kommen, wenn man gemäss vorliegender Er findung das zu verkohlende Pflanzenmaterial mit einer konzentrierten Salzlösung in einem Druckgefäss auf Temperaturen von<B>150'</B> bis <B>300'</B> C erhitzt. Man kann dabei der Salz lösung noch eine kleine Menge Säure zuset zen. Mit diesem Verfahren wird es möglich, eine Verkohlung, beispielsweise von Holz, bereits bei 200 bis 220' durchzuführen, wo bei der Druck etwa. 9 Atmosphären beträgt.
Ma.n kann sogar schon bei 150 bei länge rem Erhitzen eine beginnende Verkohlung des Holzes beobachten. Bei dem Verfahren wird kein Teer erhalten, sondern nur wässe rige Destillate, weiche reich an Essigsäure und Methylalkohol sind. Von diesen Stoffen erhält man Ausbeuten, welche über die bei der Trockendestillation des Holzes gewöhn lich erhaltenen weit hinausgehen.
Auf diese Weise wird es. möglich, alle Arten von pflanz lichem Abfall in kohlige Substanzen, ge gebenenfalls unter Gewinnung hochwertiger organischer Stoffe, zu verwandeln. Beson- ders eignet sich das Verfahren für die Ver arbeitung von Holzabfall und Torf auf Holz kohle, beziehungsweise Torfkohle.
Als Salz lösung kann man zum Beispiel eine konzen trierte Chlorca.loiumlösung oder die soge- nannte Kaliendlauge, das heisst eine Ab- gangal.auge des Kaliindustire, verwenden.
Zur Durchführung des Verfahrens wer den beispielsweise Holzabfälle völlig mit der konzentrierten Salzlösung, gegebenenfalls un ter Zusatz von -sehr kleinen Säuremengen (etwa 1 % des Holzgewichtes), durchtränkt, worauf die Erhitzung im Druckgefäss zu der oben geschilderten Verkohlung führt. <I>Beispiel:</I> 100 kg Kiefernholzabfälle werden in einem Kocher mit 400 kg .einer etwa 35 bis 40 %igen Kaliendlauge übergossen und im Verlauf von 3 bis 4 Stunden auf 170 bis 180 aufgeheizt. Das Holz soll nicht nur, von der Salzlauge durchtränkt werden, sondern diese soll auch die Zwischenräume zwischen den Holzstücken ausfüllen.
Bei dieser Tempera tur wird mit einem Druck von anfangs 6 bis 8 Atmosphären ungefähr 4 Stunden lang destilliert. Das Destillat, von dem etwa 150 Liter erhalten werden, enthält Essigsäure und Methylalkohol, die in üblicher Weise durch fraktionierte Destillation usw. aus der Flüssigkeit angereichert werden. Man erhält auf 100 kg Holzgewicht berechnet 8 kg Essigsäure und 2 kg Methylalkohol, daneben gewisse Mengen von Furfurol und wasserlös lichen Ölen von hellgelber Farbe (etwa. 2 bis 3 kg).
Nach beendeter Destillation wird der Druck völlig abgeblasen und die Chlormag- nesiumlauge durch Zufluss von reinem Was ser aus dem Kocher verdrängt, worauf nach abermaligem Waschen die gebildete Kohle in einer Ausbeute von 65 'o des Ausgangsmate rials dem Kocher entnommen werden kann. Die Kohle hat eineci durchschnittlichen Heiz wert von 6000 bis 7(i00 Kalorien mit 2 bis 3 % Asche.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur nassen Verkohlung von Pflanzenmaterial, dadurch gekennzeichnet, dass man (las zu verkohlende Material mit konzentrierter Salzlösung , in einem Druck gefäss auf Temperaturen von 150 bis<B>300'</B> erhitzt. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Salzlösung eine kleine Menge Säure zugesetzt wird.
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1924
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