CH314487A - Verfahren zur Herstellung von S-Guajazulen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von S-Guajazulen

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CH314487A
CH314487A CH314487DA CH314487A CH 314487 A CH314487 A CH 314487A CH 314487D A CH314487D A CH 314487DA CH 314487 A CH314487 A CH 314487A
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guaia
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Joos Bernhard Dr Chem
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Joos Bernhard Dr Chem
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von S Guajazulen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von S-Guajazulen   (I).    Die   ehemische    Konstitution von 1 ist : durch   Plattner und Mitarbeiter    (Helv. 32,   4137,      2452, 2464    ;   1949)    durch Synthese sichergestellt worden. Es handelt sieh um 1, 4-Dimethyl-7-isopropyl-azulen der Formel
EMI1.1     

Während die Herstellung anderer Azulene durch Synthese oder ihre Gewinnung aus Na  turprodukten    sehr schwierig oder sehr kostspielig ist, gelingt es,   I    verhältnismässig einfaeh und aus einem preislich günstigen Rohmaterial, dem Guajakholzöl, herzustellen.

   Die   ehemischen    Grundlagen dieses Verfahrens gehen aus einer Arbeit von Ruzieka und Mitarbeiter   (Helv.    6, 855 ; 1923) hervor. Demnaeh erhält man aus dem Guajakholzöl durch Kochen mit Ameisensäure ein Produkt, dessen Dehydrierung mit Schwefel ein intensiv blau gefärbtes öl mit Siedepunkt 130 bis   1600 C bei 1. 2 mm ergibt,    Das Verfahren gemäss Erfindung basiert auf dieser Methode und ist dadurch gekennzeichnet, dass man Guajakholzöl in Gegenwart von   Sehwefel    auf max.



     220       C    erhitzt und das Reaktionsgemisch anschliessend destilliert, wobei ein etwa   20  /e      Gsuaaazulen    enthaltendes Produkt erhalten wird.



     Zweelmässigerweise    wird wie folgt vorgegangen :
10 kg Guajakholz¯l werden in einem Behälter mit   3-4    kg Schwefel auf   130       C    erwärmt. Von dieser Temperatur an wird die Erwärmung sehr langsam fortgesetzt, bis eine spontane Temperatursteigerung im   Reaktions-    gemisch bemerkbar wird. Bei max.   220       C    wird die Heizung entfernt und ein   Stickstoff-    strom in das Reaktionsgefäss eingeleitet.

   Zwei Reaktionen laufen nebeneinander ab : Die Wasserabspaltung aus dem tertiären, im Guajakholzol enthaltenen Alkohol Guajol unter Bildung von   Guajen    und die Dehydrierung desselben zu I gemäss der Reaktion :
EMI1.2     
 
EMI2.1     

Der Stiekstoffstrom dient zum leichteren Abtreiben des Wasserdampfes, welcher sonst ein   lästiges    Stossen und. Spritzen im Reaktionsgemiseh hervorrufen würde. Zudem muss das Reaktionsgefäss überall eine Temperatur über 100  aufweisen, damit kein Kondenswasser in das   Reaktionsgemiseh    zurüekfliessen kann.

   Die Entfernung von Wasserdampf kann statt durch Einleitung von Stickstoff auch durch ein geringes Vakuum von   200-400    mm er  leichtert    werden ; das Vakuum darf aber nicht so hoeh sein, dass Teile des Reaktionsgemisches zu destillieren beginnen. Mit   dem Wasser-    dampf zusammen entsteht durch die Dehydrierung aueh Schwefelwasserstoff, welcher in   Wasehgefässen    oder   Trockentürmen    als Alkali-, Erdalkali-oder Metallsulfid gebunden wird.



   Die spontane   Temperatursteigerung    im Reaktionsgemisch hört bald auf, und die Heizung wird fortgesetzt bis zu max.   220       C.    Die Heizung wird so reguliert, dass die   gleich-    mässige Entwicklung von Schwefelwasserstoff gesichert wird. Wenn die   Gasentwieklung auf-    hört, wird die Heizung abgestellt, bis die Temperatur auf etwa 120    C    sinkt. Jetzt wird das Reaktionsgemisch unter Vakuum, bei 1 bis 20 mm abdestilliert. Als Destillat wird ein   tiefblaues    Öl gewonnen, 6-7 kg mit etwa 20 Gehalt an I.

   Das Destillat wird in der   fünf-bis    zehnfaehen Menge   Petroläther    gelöst, mit Natronlauge von sulfidartigen Ver  unreinigungen    befreit und mit Wasser neutral gewaschen. Nachher wird die   Petroläther-    lösung mit 10-15 Liter   62 /Nger Schwefel-    säure intensiv   durchgemiseht,    bis das Azulen in Form einer   Additionsverbindung    von der Säure aufgenommen ist und der   Petroläther    die blaue Farbe verliert. Die Verbindung I befindet sieh nun von Nebenprodukten und Verunreinigungen befreit in der   Sehwefel-    säure.

   Dieser wird nun unter   energischem    Rühren so viel Eis und Natronlauge zugefügt, dass als Endergebnis eine etwa 7 /oige, mit Natriumsulfat gesättigte Schwefelsäure entsteht. Dureh die Verdünnung wird das Azulen aus der   Additionsverbindung freigesetzt und    befindet sieh nun in Form einer Emulsion.



  Aus dieser Emulsion wird das Azulen mit 5 bis 10 Liter reinem   Petroläther    ausgezogen und nach der Regenerierung des   Petroläthers    destilliert. Bis auf einen lleinen   Vor-und    Naehlauf destilliert das reine I bei 167 bis   169 C lmter 12mm Vakuum.    Die Ausbeute beträgt je nach Qualität des verwendeten   Guajakholzols 10-15"Ah   
Bei dem Verfahren gemäss Erfindung wird also die Wasserabspaltung und die Dehydrierung in einem   Arbeitsgang durehgeführt.    Die erzielte Ausbeute ist gleich oder höher als bei der Herstellung in zwei Stufen. Die Reinigungsoperationen können in einer Sehüttel  vorriehtung    durehgeführt werden.

   Als Endprodukt wird durch Destillation reines   (99"/)    Guajazulen gewonnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von S-Guajazulen aus Guajakholzol durch Wasserabspaltung aus dem darin enthaltenen Guajol unter Bildung von Guajen und Dehydrierung desselben, dadurch gekennzeichnet, dass man das Guajakholzol in Gegenwart von Sehwefel auf max. 220 C erhitzt und das Reaktionsgemiseh anschliessend destilliert, wobei ein etwa 200/o Guajazulen enthaltendes Produkt erhalten wird.
    UNTERANSPRtCHE 1. Verfahren nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass das durch die Entstehung von Wasser bedingte Stossen und Spritzen des Reaktionsgemisehes während der Einwirkung von Schwefel durch Einleiten von Stiekstoff in das Reaktionsgefäss verhin dert wird.
    2. Verfahren nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass das bei der Einwirkung des Schwefels entstehende Wasser durch ein Vakuum von 200-400 mm entfernt wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zurückfallen von Kondenswasser in das Reaktionsgemisch dadurch verhindert wird, dass alle Teile des Reaktionsgefässes auf einer Temperatur von über 1. 00 C gehalten werden.
CH314487D 1953-01-29 1953-01-29 Verfahren zur Herstellung von S-Guajazulen CH314487A (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP4047003A1 (de) 2021-02-18 2022-08-24 UMICORE AG & Co. KG Metallkomplexe mit 4-h-, 6-h- oder 8-h-dihydroazulenyl-liganden und deren verwendung
WO2022175112A1 (de) 2021-02-18 2022-08-25 Umicore Ag & Co. Kg Edelmetallkomplexe mit dihydroguajazulenyl-liganden und deren verwendung
EP4098643A1 (de) 2021-06-01 2022-12-07 UMICORE AG & Co. KG Edelmetallkomplexe mit dihydroguajazulenyl-liganden und deren verwendung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP4047003A1 (de) 2021-02-18 2022-08-24 UMICORE AG & Co. KG Metallkomplexe mit 4-h-, 6-h- oder 8-h-dihydroazulenyl-liganden und deren verwendung
WO2022175111A1 (de) 2021-02-18 2022-08-25 Umicore Ag & Co. Kg Metallkomplexe mit 4-h-, 6-h- oder 8-h-dihydroazulenyl-liganden und deren verwendung
WO2022175112A1 (de) 2021-02-18 2022-08-25 Umicore Ag & Co. Kg Edelmetallkomplexe mit dihydroguajazulenyl-liganden und deren verwendung
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