CH113306A - Verfahren zum Abdichten von Druckwasser-Leitungsstollen. - Google Patents
Verfahren zum Abdichten von Druckwasser-Leitungsstollen.Info
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Description
Verfahren zum Abdichten von Druckwasser-Zeitungsstollen. Die vorzüglichen Eigenschaften des Leh mes als Dichtungsmaterial sind durch Beob- nchtungen in der Natur erwiesen. Doch echeute man sich bis heute vor ausgiebiger Anwendung dieses Stoffes zum Abdichten im Stollenbau, weil er in der. Technik mit Aus nahme der Ziegelei- und Tonwarenindustrie bezüglich seiner chemischen und physikali schen Eigenschaften als Dichtungsmittel zu unbekannt ist.
Kennzeichnend für das neue Verfahren ist das Auftragen einer geschlossenen Lehm sehicht als Abdichtung. Diese Schicht liegt bei. standfestem Gebirge unvermittelt auf dem rohen Fels, bei nicht standfestem auf der innern Wandung eines Druckprofils, das zum Beispiel aus armiertem oder nicht ar miertem Beton bestehen kann. Durch An bringen einer innern Guss- oder Stampfbeton- schicht schützt man das weiche, zähe Dich tungsmaterial vor dem Wegspülen durch das fliessende Stollenwasser.
In beiliegender Zeichnung ist das vor liegende Verfahren in zwei Ausführungsbei- spielen erläutert. Fig. 1 stellt einen Stollenquerschnitt in standfestem Gebirge dar. Den Betonarbeiten vorausgehend wird die ganze rohe Felsober fläche zuerst mit Druckwasser .(Hydranten- Anlage) abgespült, also gereinigt und dann mit knetbar weichem, sandfreiem Lehm aus gestrichen. Die Vertiefungen und Löcher ei halten selbstverständlich am meisten Mate rial, wodurch die ehemals eckige und zackige Form des Profils in eine ausgeglichene, weniger schroffe übergeht.
Mit andern Wor ten: Es wird das sogenannte Überprofil beim Felsausbruch anstatt durch teuren Be ton nach älteren Methoden mit dem erstens billigern und zweitens dazu noch abdichten den Lehm oder Ton ausgefüllt. Dabei ist es zum ersten Mal möglich die hauptsächlich im Scheitel und auch anderswo gefürchteten, so wohl dem flüssigen, wie auch dem Stampf beton unzugänglichen Hohlräume, weil sie nach oben liegen, durch Ausstopfen mit die ser plastischen Masse zum Verschwinden zu bringen. Ein Herunterfallen des Lehmes im Scheitel ist wegen seiner hohen Klebrigkeit ausgeschlossen. Für den nun inwendig folgen den Betonmantel b hat man die Gewissheit, dass er überall satt anliegt, ausgenommen im Scheitel, dessen Hohlraum c man nachträglich durch Zementeinspritzen schliesst.
Dadurch erscheinen Lehm und Beton wie an den Fels angegossen.
Fig. 2 zeigt im Gegensatz zu Fig. 1 die Anwendung des Verfahrens bei nicht stand festem Gebirge. Von innen heraus muss zuerst in den zerrütteten Felsschichten den als Ge birgsdruck bekannten äussern Kräften durch Einbauen eines starken, armierten oder nicht armierten Druckprofils f in Beton oder Mauerwerk entgegen gearbeitet und diese unwirksam gemacht werden. Ist auf diese Weise die bedrohte Stollenstrecke: gegen Ein bruch gesichert worden und haben die not wendigen Zementeinspritzungen in die Hohl räume d stattgefunden, so erfolgt nun im Schutze des Druckprofils das Auftragen der Lehmschicht a und deren Einschliessen durch den Betonmantel b.
Durch eine weitere Ze menteinspritzung im Scheitel füllt man den dort einzig möglichen Hohlraume c zwischen Lehm und Beton auf und erhält dadurch ei nen ringsum satt anliegenden Betonring.
Die natürlicherweise zu erwartenden Risse im nicht zugfesten Material der Beton mäntel sind .in beiden Fällen ungefährlich. Das eingeklemmte plastische Material, der Lehm oder Ton wird unter dem allseitig wir kenden Druck des Wassers sowohl in die Risse des Felsens wie auch in. die des Be tons gepresst und versperrt jenem den Durch gang. Folglich bleibt der Druckstollen was serdicht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Abdichten von Druck wasserleitungsstollen, dadurch gekennzeich net, dass beim Auskleiden des Stollens eine geschlossene Schicht Lehm aufgetragen wird, die vor dem Wegspülen durch das fliessende Stollenwasser durch Auskleiden mit einem Betonmantel geschützt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH113306T | 1925-04-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH113306A true CH113306A (de) | 1926-05-17 |
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ID=4372459
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|---|---|---|---|
| CH113306D CH113306A (de) | 1925-04-24 | 1925-04-24 | Verfahren zum Abdichten von Druckwasser-Leitungsstollen. |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH113306A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2420326A (en) * | 1942-03-20 | 1947-05-13 | O'donnell James | Sewage disposal |
| US3213505A (en) * | 1962-09-17 | 1965-10-26 | Ausnit Steven | Slider |
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1925
- 1925-04-24 CH CH113306D patent/CH113306A/de unknown
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