CH113731A - Verfahren zur Kondensation von Salzsäuregasen. - Google Patents
Verfahren zur Kondensation von Salzsäuregasen.Info
- Publication number
- CH113731A CH113731A CH113731DA CH113731A CH 113731 A CH113731 A CH 113731A CH 113731D A CH113731D A CH 113731DA CH 113731 A CH113731 A CH 113731A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- hydrochloric acid
- sulfuric acid
- gases
- condensation
- free
- Prior art date
Links
- VEXZGXHMUGYJMC-UHFFFAOYSA-N Hydrochloric acid Chemical compound Cl VEXZGXHMUGYJMC-UHFFFAOYSA-N 0.000 title claims description 64
- 239000007789 gas Substances 0.000 title claims description 19
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 10
- 238000009833 condensation Methods 0.000 title claims description 8
- 230000005494 condensation Effects 0.000 title claims description 8
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N Sulfuric acid Chemical compound OS(O)(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 60
- 238000001816 cooling Methods 0.000 claims description 12
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-L Sulfate Chemical compound [O-]S([O-])(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-L 0.000 claims description 9
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Chemical compound O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 8
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-M hydrogensulfate Chemical compound OS([O-])(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-M 0.000 claims description 5
- 230000005684 electric field Effects 0.000 claims description 4
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 3
- 239000002253 acid Substances 0.000 claims description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 6
- 229910021653 sulphate ion Inorganic materials 0.000 description 6
- 239000003595 mist Substances 0.000 description 3
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 3
- 238000001556 precipitation Methods 0.000 description 3
- 239000012716 precipitator Substances 0.000 description 3
- 239000000571 coke Substances 0.000 description 2
- RZVAJINKPMORJF-UHFFFAOYSA-N Acetaminophen Chemical compound CC(=O)NC1=CC=C(O)C=C1 RZVAJINKPMORJF-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 101100400378 Mus musculus Marveld2 gene Proteins 0.000 description 1
- 238000010521 absorption reaction Methods 0.000 description 1
- 238000009835 boiling Methods 0.000 description 1
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 1
- 230000008021 deposition Effects 0.000 description 1
- 238000004821 distillation Methods 0.000 description 1
- 239000013505 freshwater Substances 0.000 description 1
- 238000012856 packing Methods 0.000 description 1
- 239000007858 starting material Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B7/00—Halogens; Halogen acids
- C01B7/01—Chlorine; Hydrogen chloride
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
- Electrostatic Separation (AREA)
Description
Verfahren zur Kondensation von Salzsäuregasen. Sowohl bei der an sich bekannten Bisul- fatfabrikation, wie bei der ebenfalls bekann ten Sulfatfabrikation sind Temperaturen üb lich, bei denen ein Gasgemisch, bestehend aus Luft (bei Bisulfat ca. 30 Vol. %, bei Sulfat ca. 70-75 Vol. %), Salzsäuregas und den aus der Schwefelsäure entstehenden Wasser dämpfen entsteht.
Arbeitet man beispiels weise bei der Sulfatfabrikation mit einer 90 %igen Schwefelsäure, so würde sich, wenn das Wasser restlos mit der bei dem Prozess mit überdestillierenden Schwefelsäure ver bunden wäre, eine ca. 17 %oige Schwefelsäure in dem Gemisch von Salzsäuregas und Luft befinden. Tatsächlich liegen nun die Verhält nisse so, da.ss aus einer dfinnen Schwefelsäure bei der Destillation nur Wasserdampf ab destilliert und erst bei einer Konzentration von 75-80 % Schwefelsäure mitgerissen wird.
Die entstehende Salzsäure wäre so gut wie unverkäuflich, wenn man nicht den gröss ten Teil der Schwefelsäure schon vor der Kondensation der Salzsäure aus dem Gasge misch abschiede. Dies geschieht bisher da durch, dass die Gase möglichst weitgehend heruntergekühlt und alsdann durch Koks- filtex geleitet werden. An der Oberfläche des Koks findet eine Verdichtung der Schwefel- säurenebel statt, und infolge der Kühlung erhält ;man in diesen Kokskästen gleichzeitig eine hochkonzentrierte Salzsäure mit einem Gehalt von 10 % Schwefelsäure und mehr.
Eine restlose Entfernung der Schwefelsäure gelingt<B>um</B> so schwerer, je höher die Reak tionstemperatur in der Bisulfat- bezw. Sulfat schale ist, so dass bei der Bisulfatfabrikation die entstehende Salzsäure noch einen Gehalt von 0,1-0,2 % und bei der Sulfatfabrikation je nach dem Verfahren einen Gehalt von. 0,2 bis 1 % S-03 aufweist. Bekanntlich lässt sich eine Salzsäure selbst mit einem geringen Ge halt an Schwefelsäure für manche Zwecke der Technik nicht gebrauchen.
Hinzu kommt, dass die beigegebene Schwefelsäure für an dere Zwecke, bei denen man sie als Haupt ausgangsmaterial unbedingt benötigt, ver loren ist. Die in Betracht kommenden Men gen Schwefelsäure spielen immerhin eine recht erhebliche Rolle.
Die vorliegende Erfindung weist einen Weg, um die Schwefelsäure weitgehend aus den zur Kondensation gelangenden Salzsäure gasen abzuscheiden. Man bedient sich dabei der Eigenschaft in Nebelform befindlicher Flüssigkeiten, im elektrischen Hochspan nungsfeld in tropfbar flüssiger Form nieder geschlagen zu werden. Erfindungsgemäss werden die entstehenden. Salzsäuregase zu nächst durch Schwefelsäureberieselung auf eine die Kondensation einer nur untergeord neten Menge Wasserdampf bewirkende Tem peratur heruntergekühlt und alsdann durch ein elektrisches Hochspannungsfeld ge schickt.
Man hält die Temperatur so, dass eine Schwefelsäure von höherer Konzentra tion gewonnen wird, die zudem den Vorteil besitzt, sehr sal:zsäurearrn zu sein, so dass sie unmittelbar wieder dem Sulfatprozess zuge führt oder anderweitig benutzt werden kann. Dabei kann die Temperatur, sowie abhängig von dieser die Menge des aus der Pfanne stammenden und mit der Schwefelsäure nie dergeschlagenen Wassers in weiten Grenzen schwanken.
Im allgemeinen kann man in der elek trischen Abscheidungskammer bei jeder be liebigen Temperatur arbeiten, die unter dem Siedepunkt der Schwefelsäure liegt und bei welcher eine praktisch salzsäurefreie Schwe felsäure erhalten wird. Die Konzentration der Säure ist um so höher, je höher die Tempe ratur in dem elektrischen Hochspannungsfeld gehalten wird. Man wird deshalb praktisch bei einer möglichst hohen Temperatur arbei ten, einerseits weil elektrische Niederschlags vorrichtungen gegen hohe Temperaturen un empfindlich sind, und anderseits deshalb, weil die Schwefelsäure dann salzsäurefrei er halten wird.
Die Kühlung der aus dem Sulfatofen kom menden Salzsäuregase geschieht am besten mit Schwefelsäure von derjenigen Konzen tration, wie man sie im elektrischen Nieder schlagsapparat zu erhalten wünscht. Bei spielsweise wird die aus dem Niederschlags apparat kommende Schwefelsäure auf etwa 20 % abgekühlt und aus dem Vorratsbehälter auf einen mit Füllkörpern versehenen Kühl- turm geschickt in einer solchen Menge, da.ss die mit zum Beispiel 400 Grad eintretenden Gase auf etwa 120-150 Grad abgekühlt werden.
Die Schwefelsäure soll mit einer Temperatur von etwa, 150 Grad aus dem Ap parat ablaufen, um sie salzsäurefrei zu erhal ten; sie fliesst darauf durch einen Kühler in den Vorratsbehälter zurück und von neuem in den Umlauf ein. Der Zuwachs an Schwe felsäure geht in die Sulfatfabrikation zurück..
Es ist wichtig, bei einer solchen Tempe ratur zu arbeiten und die Gase so warm zu halten, dass der grösste Teil des Wassers aus dem System heraus in die Salzsäurekonden- sation :mit überführt -wird.
Die Gase gehen mit einer Temperatur von z. B. 120-150 Grad in den Nieder schlagsapparat, in dem eine dieser Tempera tur entsprechende Schwefelsäure niederge schlagen wird.
Die Gase verlasen den elektrischen Nie derschlagsapparat und werden nunmehr wei ter heruntergekühlt, zweckmässig ebenfalls durch direkte Berieselung, und zwar in die sem Falle mit konzentrierter Salzsäure. Die von dem Kühlturm ablaufende Salzsäure wird vorteilhaft in einem Schlangenkühler weitgehend abgekühlt und aus dem Vorrats behälter durch eine Umlaufpumpe wieder auf den Kühlturm gedrückt. Am besten ist die Menge der umlaufenden Salzsäure so ge wählt, dass eine solche Temperatur der ab laufenden Salzsäure ergeben wird, dass man eine Salzsäure mit 30-33 % HC, erhält, also bei etwa 25-30 Grad.
Da in diesem Kühl turm gleichzeitig die Hauptkondensation der Salzsäure stattfindet, so wird oben auf dem Turm noch so viel frisches Wasser hinzu gegeben, als zur Erzielung einer 30-33 /eigen Salzsäure notwendig ist.
Gegebenenfalls wird hinter diesen Kühl turm noch ein zweiter Absorptionsturm an geschlossen, aus dem eine weitere Nieder schlagung der aus dem ersten Kühlturm hinausgelangenden, sehr stark salzsäurehal tigen Gase stattfindet.
Vom Kühlturm aus kann man die Gase in eine zweite Hochspannungskammer leiten. Der bei der intensiven Berieselung in dem Turm sich ergebende wässerige Salzsäure nebel wird in diesem zweiten Hochspannungs feld völlig niedergeschlagen. Diese so gewon nene Salzsäure geht in den ersten Salzsäure behälter und läuft mit auf den Kühlturm.
Die Vorteile des geschilderten Verfah rens liegen auf der Hand, insbesondere der wesentliche Umstand, dass es eine praktisch schwefelsäurefreie Salzsäure liefert und die ausgeschiedene Schwefelsäure restlos wieder verwendbar macht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Kondensation von beim Bisulfat- oder Sulfatprozess entstehenden Salzsäuregasen, dadurch gekennzeichnet, dass die Salzsäuregase durch Berieseln mit Schwe felsäure auf eine die Kondensation einer nur untergeordneten Menge Wasserdampf be wirkende Temperatur abgekühlt und durch ein elektrisches Hochspannungsfeld geschickt werden, in dem die Schwefelsäure in tropf- bar flüssiger Form niedergeschlagen wird bei einer Temperatur, dass sieb als Nieder schlag eine praktisch salzsäurefreie und für andere Zwecke wieder verwendbare Schwefel säure ergibt,während die Salzsäuregase schwefelsäurefrei abziehen und durch wei tere Abkühlung verdichtet werden: UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die schwefelsäure freien Salzsäuregase durch Berieselung mit kalter Salzsäure und Wasser gekühlt und kondensiert werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass restierende, schwefelsäurefreie .Salz säuregase in einem zweiten Hochspan nungsfeld völlig niedergeschlagen werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM82297D DE410181C (de) | 1923-08-13 | 1923-08-13 | Kondensation von Salzsaeuregasen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH113731A true CH113731A (de) | 1926-02-01 |
Family
ID=7319269
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH113731D CH113731A (de) | 1923-08-13 | 1924-08-12 | Verfahren zur Kondensation von Salzsäuregasen. |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT101315B (de) |
| CH (1) | CH113731A (de) |
| DE (1) | DE410181C (de) |
-
1923
- 1923-08-13 DE DEM82297D patent/DE410181C/de not_active Expired
-
1924
- 1924-08-11 AT AT101315D patent/AT101315B/de active
- 1924-08-12 CH CH113731D patent/CH113731A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT101315B (de) | 1925-10-26 |
| DE410181C (de) | 1925-02-26 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| CH113731A (de) | Verfahren zur Kondensation von Salzsäuregasen. | |
| DE1153733B (de) | Verfahren zur Rueckgewinnung von Ammoniak aus Kokereigasen | |
| DE1014136B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Gemisches aus Wasserstoff und Stickstoff, dessen Wasserstoff durch eine Zerlegung von Koksofengas unter Anwendung von Kuehlung unter Druck gewonnen ist | |
| DE2931353A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur gewinnung von reinem chlorcyan | |
| DE610449C (de) | Herstellung von Schwefelsaeure nach dem Kontaktverfahren | |
| DE751909C (de) | Verfahren zur Wiedergewinnung von Schwefelsaeure aus Abfallsaeure z. B. der Erdoelraffination | |
| DE610503C (de) | Verfahren zur gleichzeitigen Zerlegung von verfluessigten Gasgemischen und anderen Fluessigkeitsgemischen mit mehr als zwei Bestandteilen durch Rektifikation | |
| DE621453C (de) | Verfahren zum Zerlegen von Gasgemischen, wie Koksofengas | |
| AT116046B (de) | Verfahren zum Konzentrieren bzw. Destillieren von Wasserstoffsuperoxydlösungen. | |
| DE596591C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Fluessigkeitsdaempfen | |
| DE1061304B (de) | Verfahren zur Reinigung von Roestgasen zur Herstellung von Schwefelsaeure | |
| CH288158A (de) | Verfahren zur Herstellung von Chlorwasserstoff. | |
| DE470429C (de) | Zerlegung von Gasgemischen | |
| DE319992C (de) | Verfahren zur Zerlegung von Luft oder anderen Gasgemischen | |
| DE856034C (de) | Verfahren zum Aufarbeiten des aus der Regenerierstufe fuer Alkalicarbonat-Bicarbonat-Waschloesung abgetriebenen Gas-Daempfe-Gemischs | |
| DE4012145A1 (de) | Verfahren zur fraktionierenden vorkuehlung von kokerei-rohgas | |
| CH213243A (de) | Verfahren zur Gewinnung von reinem Wasserstoffperoxyd. | |
| DE485053C (de) | Herstellung von Wasserstoffperoxyd durch kathodische Reduktion von Sauerstoff | |
| DE457230C (de) | Verfahren zur restlosen Entfernung des Ammoniaks aus Destillationsgasen | |
| DE2917974A1 (de) | Verfahren zur fluessigchlorgewinnung | |
| DE602922C (de) | Verfahren zum Ausscheiden von Gemischanteilen hoher Loesungstension, z. B. Schwefeldioxyd, aus feuchten Gasen | |
| AT141124B (de) | Verfahren zur Gewinnung von Lösungen aus festen, in einem Gas enthaltenen Schwebekörpern, insbesondere Salzen. | |
| DE458887C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Abscheidung von Schwebekoerpern aus elektrisch isolierenden, insbesondere gasfoermigen Fluessigkeiten im elektrischen Hochspannungsstromfeld | |
| AT17451B (de) | Verfahren zur Darstellung von Azeton. | |
| DE636981C (de) | Verfahren zur Umsetzung von Alkalichloriden mit ueberschuessiger Salpetersaeure |