CH288158A - Verfahren zur Herstellung von Chlorwasserstoff. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Chlorwasserstoff.

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CH288158A
CH288158A CH288158DA CH288158A CH 288158 A CH288158 A CH 288158A CH 288158D A CH288158D A CH 288158DA CH 288158 A CH288158 A CH 288158A
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Von Der Bey Wilhelm Ing Dipl
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Krebs & Co Ag
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B7/00Halogens; Halogen acids
    • C01B7/01Chlorine; Hydrogen chloride
    • C01B7/07Purification ; Separation
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Description


  Verfahren zur Herstellung von Chlorwasserstoff.    Gegenstand der     Erfindung    ist ein Verfah  ren zur Herstellung von Chlorwasserstoff mit       einem        Gehalt        von        99        bis        100        %        HCl,        aus        mit     andern Gasen oder Dämpfen verdünntem       IICl-Gas,    z.

   B. von durch chemische Zerset  zung von Chlornatrium erhaltenem, verdünn  tem technischem Chlorwasserstoff, mit einem       11C1-Gehalt    von beispielsweise über 50     Volum-          prozent.     



  Die rasche Entwicklung der Kunststoff  industrie hat einen rasch ansteigenden Bedarf  an reinem Chlorwasserstoff gezeitigt, welcher  meistens durch     Vereinigung    von Chlor und  Wasserstoff synthetisch erzeugt wird. Überall.  dort, wo die Vorbedingungen für die Gewin  nung von Chlor und Wasserstoff aus einer       Alkali-Chlorid-Elelktrolyse    ungünstig sind, be  steht aber die Notwendigkeit., den Chlorwasser  stoff auf andere Art und Weise     zit    gewinnen,  beispielsweise durch chemische Zersetzung von  Chloralkali.  



  An Orten, wo die Vorbedingungen für die  Herstellung zur Chlor- und     Wasserstoffer-          zeugung    durch     Elektrolyse    nicht gegeben sind,  war man bisher für die Erzeugung von hoch  konzentriertem     HCl-Gas    auf die Hilfe mecha  nischer Öfen angewiesen, wobei zu .diesem  Zwecke in einer Spezialretorte auf die     Erzeu-          guti-    von     Bisulfat    gearbeitet werden musste,       uni    ,hochprozentiges     HCl-Gas    zu erhalten.

   Es  ist. leicht. zu ersehen, dass bei diesem Verfah  ren der Verbrauch an Schwefelsäure sehr    hoch ist, oder es muss in     einem    nachgeschalte  ten mechanischen     Sidfatofen    die     Restsäure     im     Eisulfat    mit der entsprechenden Menge  Kochsalz     vermischt    auf verdünntes     HCl-Gas          (60-70        %)        verarbeitet        werden.     



       Zach    dem heutigen Stand der     Salzsäure-          teehnik    liefert der gebräuchliche mechanische       Sulfatofen    einen rohen Chlorwasserstoff nur  in einer Konzentration von 60 bis etwa 80 0/0.  Das Problem besteht also darin, aus verdünn  tem     Chlorwasserstoff    auf rationellem Wege  die Ballaststoffe, z. B. Luft, Wasserdampf  usw., möglichst vollständig zu entfernen.  



  Es     wurde    durch eingehende Versuche ge  funden,     dass-    die Möglichkeit besteht, unter  bestimmten Arbeitsbedingungen aus einer  wässerigen Salzsäure praktisch<B>100</B>     o/aigen     Chlorwasserstoff in einem kontinuierlichen  Verfahren zu     gevrinnen.        Überraschenderweise          zeigte    sich, dass in einer     Rektifizierkolonne     aus wässeriger Salzsäure ein ausserordentlich  reiner Chlorwasserstoff abgetrieben werden  kann, welcher insbesondere den Ansprüchen  der Kunststoffindustrie in jeder Weise ge  nügt.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist da  durch gekennzeichnet, dass man aus dem ver  dünnten     HCl-Gas    in einer     Salzsäure,    deren  Konzentration dem     azeotropischen    Gemisch       (20        %        HCl)        entspricht,        HCl        absorbiert,

          die     so erhaltene höher konzentrierte Salzsäure der  Destillation und Rektifikation unterwirft und      nach Abtreibung eines nahezu 100     o/oigen          HCl-Gases    die     azeotropische    Restsäure nach  Kühlung zur neuerlichen Absorption von     HCl     aus dem verdünnten     HCl-Gas    Verwendung  findet find so     aufkonzentriert    dem Bleiehen       Kreislaufprozess    neuerdings unterworfen wird.  



  Bei der technischen Durchführung des  erfindungsgemässen Verfahrens wird gewöhn  lich     zur    Herstellung des verdünnten Gases mit  einem     HCl-Gehalt    von z. B. 60 bis 80     Volum-          prozent    durch Zersetzung von Chlornatrium  mit Schwefelsäure ein mechanischer Sulfat  ofen üblicher Konstruktion verwendet.  



  In der Absorptionsanlage wird     vorzugs-          weise        eine        wässrige        Salzsäure        von        33        bis        35        %          HCI    hergestellt.  



  Sowohl in der Absorptionsanlage wie in  der     Rektifizierkolonne    werden     zweckmässig     als Konstruktionselemente für den Wärme  austausch solche aus     graphithaltigem    Mate  rial verwendet, wie solches z. B. unter den  Markenbezeichnungen      Karbat,         Dikarbon      oder      Igurit     bekannt ist.  



  Zur Abtreibung des Chlorwasserstoffes in  der     Rektifizierkolonne    ist die vom     Sulfatofen          -elieferte    Abwärme ausreichend.  



  Die von der Absorptionsanlage gelieferte  kalte Salzsäure wird     zweckmässig    im Gegen  strom zur Abkühlung der     Destillationsrüel,:-          stände    vor ihrer Rückführung zur Absorp  tionsanlage verwendet.  



  Zur     Übertragung    ,der Abwärme des Sulfat  ofens auf die     Rektifizierkolonne    eignen sich  flüssige     1Tedien        wie    z. B. Heizöl,      Dowtherm           (Markenprodukt)    usw.  



  Die von der Absorptionsanlage gelieferte       kühle    Salzsäure kann auch zur     Abkühlung     und Entwässerung des von der     Rektifizier-          kolonne    gelieferten nahezu 100     o/oigen    Chlor  wasserstoffgases im Gegenstrom dienen. Der  restliche Wassergehalt des abgekühlten Chlor  wasserstoffes wird nach Entnahme aus dem  Kreislauf vorteilhaft durch Waschen mit kon  zentrierter     Seli #efelsäure    entfernt.  



  Die mit. einem     Sulfatofen    arbeitende Aus  führungsform des erfindungsgemässen Ver  fahrens     ist    den bisher bekannten Methoden       zur    Konzentrierung von verdünntem Chlor-    Wasserstoffgas wirtschaftlich überlegen, da der  ganze Wärmebedarf durch die Abwärme des       Sulfatofens    gedeckt werden kann.  



  Beim erfindungsgemässen Verfahren wird  der     zwangsweise    Anfall einer oft unerwünsch  ten wässerigen Salzsäure in grossen     -Mengen     vermieden; anderseits gestattet. das erfin  dungsgemässe Verfahren auch eine erwünschte  Produktion von wässeriger Salzsäure, weil  diese in gewollter     Henge    dem Kreislauf ent  nommen werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur kontinuierlichen Herstel lung von Chlorwasserstoff mit. einem Gehalt von 99 bis 100 % HCl aus mit andern Gasen oder Dämpfen verdünntem HCl-Gas, dadurch gekennzeichnet, dass man aus dem verdünnten I3Cl-Gas in einer Salzsäure,
    deren Konzen- tration dem azeotropischen Gemisch (20 % HCI) entspricht., HCl absorbiert,
    die so erhal tene höher konzentrierte Salzsäure der Destil lation und Rektifikation unterwirft und nach Abtreibung eines nahezu 100 o/aigen HCl- Gases die azeotropische Restsäure nach Küh lung zur neuerlichen Absorption von HCl aus dem verdünnten HCl-Gas Verwendung findet. und so aufkonzentriert dem gleichen Kreis laufprozess neuerdings unterworfen wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1.. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sowohl an der Ab- sorptions- sowie an der Destillations- und Rektifikationsapparatur als Wärmeaustausch mittel graphithaltiges Material Verwendung findet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, .da durch gekennzeichnet, dass mechanische Öfen zur Erzeugung des verdünnten HCI.-Gases verwendet. werden und die Abwärme dieser Öfen durch flüssige Wärnieüberträger für die Destillation der höher konzentrierten Salz säure ausgenutzt wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Kühlung des zur Absorption zurückkehrenden azeotropi- sehen Gemisches die von der Absorption kom- tuende gekühlte, konzentrierte Salzsäure im (legenstrom Verwendung findet. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Kühlung und Troeknung des die Rektifizierkolonne verlas- senden, nahezu 100o/oigen HCl-Gases die von der Absorption kommende gekühlte, konzen trierte Salzsäure im Gegenstrom Verwendung findet.
CH288158D 1950-10-31 1950-10-31 Verfahren zur Herstellung von Chlorwasserstoff. CH288158A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3642285C1 (de) * 1986-12-11 1988-06-01 Huels Troisdorf Verfahren zur Aufarbeitung von Rueckstaenden einer Chlorsilan-Destillation
CN117619272A (zh) * 2023-12-01 2024-03-01 浙江瑞亨电子材料有限公司 一种高纯氯化氢的制备设备以及生产工艺

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3642285C1 (de) * 1986-12-11 1988-06-01 Huels Troisdorf Verfahren zur Aufarbeitung von Rueckstaenden einer Chlorsilan-Destillation
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