CH113739A - Verfahren zur Herstellung von Klebstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Klebstoffen.

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CH113739A
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    • C09J161/00—Adhesives based on condensation polymers of aldehydes or ketones; Adhesives based on derivatives of such polymers
    • C09J161/04—Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only
    • C09J161/06—Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only of aldehydes with phenols
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08L—COMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L2666/00—Composition of polymers characterized by a further compound in the blend, being organic macromolecular compounds, natural resins, waxes or and bituminous materials, non-macromolecular organic substances, inorganic substances or characterized by their function in the composition
    • C08L2666/02—Organic macromolecular compounds, natural resins, waxes or and bituminous materials
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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  Verfahren zur Herstellung von Klebstoffen.    Es     wurde    die überraschende Beobachtung  gemacht, dass man zu neuen     Klebstoffen    ge  langt, wenn man die als Kunstharze be  zeichneten     Phenolaldehydkondensationspro-          dukte    mit Eiweisskörpern im weitesten Sinne  mischt.  



  Man kann zum Beispiel irgendwelche ge  eignete     Phenolaldehydkondensationsprodukte     entweder in Lösung oder in natürlicher flüs  siger Form mit     Proteiden    mischen. Am wirt  schaftlichsten verwendet man als     Phenolalde-          hydkondensationsprodukt    das flüssige Erzeug  nis, welches bei Einwirkung von Formal  dehyd auf     Rohkresol    als     Anfangskondensa-          tionsprodukt    entsteht.

   Von Kondensations  produkten kommen solche von     Phenolen    nicht  nur mit     aliphatischen,    sondern auch mit aro  matischen Aldehyden, wie zum Beispiel     Ben-          zaldehy    d oder auch Aldehyd abspaltenden  Verbindungen in Betracht. Derartige Kon  densationsprodukte können unter kräftigem  Rühren zum Beispiel in flüssigen Leim ein  laufen gelassen werden.  



  Dabei kann es     zwecktnässig    sein, die er  wähnten Kondensationsprodukte zusammen  mit Schutzkolloiden zu     verwenden,    als welche    zum Beispiel Lösungen von Gummi     arabikum,          Dextrin,    Glyzerin, Glukose, Pflanzenleime wie  Stärkekleister,     Agar-Agar,        Seealgenleim,    Lö  sungen von Seife,     Resinaten,        Linoleaten,     Kautschuk und     Ölemulsionen    usw. verwend  bar sind.  



  Das erhaltene Produkt, meist eine durch  sichtige viskose Masse, ist von Sirupkonsis  tenz, sehr klebrig und lässt sich mit Wasser,  Alkohol,     Pyridin,    Aminen sowie Anilin, an  organischen,     aliphatischen    oder Lösungen aro  matischer Säuren verdünnen. Es eignet sich  vorzüglich zum Leimen von Sperrholz oder       Fournieren.     



  Das Leimen mit dem Erzeugnis erfolgt  zweckmässig unter einem Druck von 15-20  Atmosphären auf den     Quadratcentimeter    und  bei einer Temperatur von 110-120 . Die  Dauer dieser Druckwirkung richtet sich nach  der Dicke der Platten. Bei 1 mm dicken  Holzplatten genügt eine Pressung von 6 Mi  nuten.

   Es ist jedoch nicht nötig, einen hohen  Druck und eine so hohe Temperatur anzu  wenden, um den Leim zu erhärten und ihn  wasserfest zu machen, denn er erlangt diese  Eigenschaft nach einiger Zeit, wenn er in      dünnen Schichten unter natürlichen Verhält  nissen lagert, oder wenn die Holzplatten     an     den Flächen, die mit dein Leim in Verbin  dung kommen, mit anorganischen Säuren vor  behandelt werden.     Exotische    Hölzer, die sich  oft wegen ihres Ölgehaltes     nür    schwer leimen  lassen, wie zum Beispiel     Toaklrolz,    und vor  der-     Leimung    vorbehandelt werden müssen,  lassen sich mit dein neuen Klebstoff ohne  jegliche Vorbereitung     leimen.     



  Der     flüssige    Leim kann nach den be  kannten Verfahren hergestellt werden, leichter  wird er jedoch erhalten, wenn     mal)    den festen,  gepulverten Leim in verdünnten Säuren so  lange quellen lässt, bis er sich auflöst und  die Lösung darin auf     dein    Wasserbad zur  richtigen     Konsistenz    eindampft. Die über  schüssige Säure kann man durch     Alkalien,     Erdalkalien, Ammoniak oder organische Basen  neutralisieren.

   Nimmt man zur Verflüssigung  Phosphorsäure oder     Bromwasserstoffsäure    oder  irgend eine Säure,     deren    Salze als     Flamm-          schutzmittel    dienen und     neutralisiert    dann  mit anorganischen Basen oder andern     Mitteln,     wie zum Beispiel Zinkoxyd, so wird der solche  Salze enthaltende Leim eineu     Klebstoff        liefern,     der das damit geleimte Holz vor dein Eilt  flammen schützt.  



  Der schnellste und billigste Weg, den ge  nannter) als beispielsweisen     Ausgangsstoff    die  nenden Leim herzustellen, ist wohl dessen  Erhitzen mit Wasser unter     mässigem    Druck.  Wieviel Wasser und welche Zeit dazu be  nötigt werden, hängt     voll    den Eigenschaften  des Leimes ab, es müssen daher die günstigsten  Bedingungen durch Versuche festgestellt wer  den. Ein guter Lederleim lässt sich in eine  für die beabsichtigten Zwecke geeignete Lö  sung bringen, wenn er mit der doppelten       Menge    Wasser     irn        Autoklaven    unter Rühren  auf etwa     130"    während 2 Stunden     erhitzt     wird.

   Werden die Temperatur- oder Zeit  grenzen     beträchlich    überschritten, so gellt die       Hydrolysierung    des Leimes zu weit und ein  grosser Teil der     Klebkraft        gellt    verloren.

   Vor  teilhaft ist es, einen kleinen Prozentsatz     voll     Ingredienzien     rnr    Wasser zu lösen, um die       heaktinwdauer    oder die Temperatur zu er-    niedrigen, in     welch    letzterem Falle     rnan        lIe-          thylalkolrol    oder Azeton dem Wasser-     zusetzt,     die den gewünschten Druck bei     niedrigerer     Temperatur ergeben und eine     z(r    weit gehende       AufSchliel.;ung    des Leimes verhindern.

   Der  artige Ingredienzien sind zum Beispiel     anr-e          Alkalisalze    wie     'NaHC'03,        NaHSO::.        1aH50i.     ferner     Natriulnacetat.        Nat@iumhypoch@o@it@i@-          sulrg,        NaHS.        Na-,S.        Borax.        @\'asserglaslüsung.          Resinat-,        Lilloleat-        oder        Seifenlösungen.        NH:;

  .          NH,HS,    N     11iCL.        C'.lrlor@lzall@.        C'a'OHL,.        CaC'1",          Ba/OHi,        Z@C"l@.        @I@h,        3Ig50i,        NH.rHC'0        :;

  .     das durch     C'()2    -     Abcpaltulrg    beim     Erhitzen     die nötige     Spainrung        bei        niedrigerer        Teniper-zt-          tur    liefert,     Alhalisalze    vier     aromatischen        Sul-          fosüuren,        Dextrin.        (=-lul;

  ose,        Glyzerin.        Azetirl.          Arnylalkolrol,        1'vridin,        Cllykoh@@ll,        C'alciuni < t-          zetat,    Phenol, deren Homologe oder die     --\-apil-          tole    und deren     alkalische        Lilstrngerl,        Arnido-          phenol    und Anilin und deren     Homologe,        Di-          phenylanlin.        Plretlyletrcliarnine,

          Na.plrt@-lanrilie.          Sulfosäuren        und    deren Salze     von        aromatisellen     Aminen, Terpentin,     H-0-,    und     Karbarnid.     



  Leime     laqsen    :ich schnell     verflüssigen        durch     Erhitzen     derselben    auf denn     Wasserbade        mit     der doppelten     Menge        eillelwässerigen        Lesung.     die     10-2(l    "o     @@C'1@    oder     (_'aC1-,        entli#ilt.    Eine       Verflüssigung    mit     t@ilwei#er        IIwdrol@,

  ieruny     voll Leim     ohne        dauerndes    Erhitzen tritt ein,  wenn man eine frisch     gesclinrolzerre        Leinilü-          sung    vor dem     Erkalten    mit     (>len,        L@;slrtrgeit          voll    Seife.     Glukose,        Fruktose,        Dextrill.        (Tunl-          nri        arabikum,        St-i,rke    oder mit     Azetin,        NI-I:

  ",          Pyridin    oder einer     Mischung    der beiden Flüs  sigkeiten.     NH@HS,        Anilin,        o-Toluidin,        Anlei-          seil-.        I@ssigsliure.        Dlilchsiiure,        Oxalsitlu-e,    Zi  tronensäure.     Weirrs,itlre    oder anderen organi  schen     Siurerl,        A.rrrylazetat    oder     Anrrlallzoliol     versetzt.

   Der erhältliche     flüssige    Leim hat  den Vorteil,     beim        Vermischen    mit     einem          Plrelrolaldelrydl@onderrsationspro(Ilrl,:t        nicht    ge  füllt zu     werden.     



  Als zweiten     Ausgangsstoff        kann    man     eile     solches     Phelrolalclehydl@ondelrsationspr@odul-zt     verwenden, das sich' billig herstellen     liisst.          wenn        rnan        Hvpochlorite    als     Katalvstttorelr     verwendet,     wodurch        die    Kondensation sehr       beschleunigt    wird.

   Wird     zunr        Beispiel    C'hlor-           kalk    benützt, so tritt 'die Kondensation in  der Regel schon in der Kälte ein und kann  ohne Erwärmung     durchgeführt        werden.    Wird  auf einer     Temperatur    von     90-100o    gebracht,  so ist das für unsern Zweck erforderliche       Kondensatöl    oft schon im Verlaufe von 15     1lli-          nuten    gebildet. Man erhält ein sehr kle  briges 01, das mit     flüssigem    Leim einen  sehr kräftigen Klebstoff liefert.

   Es liegt auf  der Hand, dass man mit andern Zusätzen in  irgend einem Stadium der Darstellung ge  wünschte Eigenschaftsänderungen erzielen  kann, wie zum Beispiel erhöhte Elastizität oder  kürzere     Abbindezeit.    Ein Zusatz von Blut  albumin oder Kasein kann dem     Klebstoff    eine  dickere Konsistenz geben; man kann zu  diesem Zwecke auch anorganische Pulver wie       ZnU,        Kieselgur,    Graphit oder Holzstaub ver  wenden.  



  In manchen Fällen lässt sich der als Aus  gangsmaterial angewendete     Proteinstoff,    falls  er beim Vermischen mit dem     Phenolaldehyd-          kondensationsprodukte    gefällt wurde, verflüs  sigen, indem man das Gemisch mit starker       Säure    wie Phosphorsäure oder Essigsäure  stehen lässt. Man erhält eine dicke Flüssig  keit, die sich mit Alkohol verdünnen lässt.  



  Das aus flüssigem Leim und flüssigem       Phenolaldehydkondensationsprodukt    herge  stellte Produkt lässt sich für viele Zwecke  verwenden, wie durch Versuche festgestellt  wurde. Es lassen sich zum Beispiel sehr  feste Isolierplatten herstellen, wenn     Pulpe     mit dem neuen Klebstoff angerührt und in  einer Heisspresse erhitzt wird.

   Derselbe kann  durch anorganische gefärbte Pulver in farbige  Kitte     verwandelt    werden, die zum Kitten von  Porzellan und Glas oder für plastische     111as-          sen    Anwendung finden würden, und durch  seine Wasserfestigkeit nach mässigem     Er-          hitzeir    kommt er für alle Industrien in Be  tracht, wie zum Beispiel die Bürsten- und       Sehleifsteinfabrikerr,    die wasserfeste Klebstoffe  benötigen.

   '  Ob     zwar    die Verhältnisse, Bedingungen  oder Zusätze     mannigfaltig    geändert werden  können,     mögen    die     folgenden    Beispiele zeigen,  wie die     Erfindung;    ausgeführt werden kann.    <I>Beispiel 1:</I>  Man lässt 500 Teile     40 /oigen    Formal  dehyd in 1000 Teile     Rohkresol    (97     "/o),    das  sich in einer mit Doppelmantel, Deckel und  Rührwerk versehenen Pfanne befindet und  langsam gerührt wird, einlaufen und setzt  dann nach und nach     feinstgepulverten    Chlor  kalk zu. Die Temperatur wird auf etwa 90   gehalten.

   Die Reaktion beginnt sofort und  ist in der Regel     innerhaib        '/s    Stunde be  endet. Das Rühren wird dann unterbrochen  und die Mischung so lange stehen gelassen,  bis sieh eine vollständige Trennung des     Kon-          densatöls    von der     darüberstehenden,    wässerigen  Flüssigkeit ergeben hat.

   Das heisse 01 lässt  man in einen     Rührbottich    laufen, in dem  sich der heisse flüssige Leim befindet, der  etwa in folgender Weise bereitet wird  24 Teile     Natriumbikarbonat    werden in  2000 Teilen Wasser in einem mit Dampf  mantel und Rührwerk versehenen     Autoklaven     gelöst und unter Rühren werden in die Lö  sung 1200 Teile gepulverter Lederleim ein  geführt. Der;     Autoklav    wird dann geschlos  sen, die Temperatur auf etwa 130  gebracht und  der Inhalt durch 2     1/2-3    Stunden fortwährend  gerührt. Derselbe wird dann in     oberwähnten     mit     Rührwerk        versehenen    Bottich gepresst  oder abgelassen.

   In die heisse     Leimlösung     gelangt unter Rühren das     Kondensatöl    und  es bildet sich eine äusserst klebrige Flüssig  keit, die allenfalls     rnit    Alkohol,     Amylalkohol,     Essigsäure,     Acetin    oder andern geeigneten  Lösungsmitteln verdünnt werden kann.  



  Für besondere Zwecke, bei Erzeugung  von Sperrholz, das Kochen oder Dämpfen  behufs Formung ausgesetzt wird, wird ein  Kitt, der nachfolgender Vorschrift     angefertigt     werden kann, die nötigen Eigenschaften be  sitzt.    <I>Beispiel 2</I>    1000 Teile feingepulvertes Blutalbumin  werden in eine Lösung von 110 Teilen Harn  stoff in     1.100    Teilen Wasser     eingerührt    und  eine Stunde gut     durchgerührt.        Hau    erhält  eine klebrige homogene     1fIasse,    die man in      den abgekühlten flüssigen Leim, der wie oben  angegeben bereitet wurde, einfliessen lässt  und eine Viertelstunde gut durchmischt.

   Dann  lässt man das ebenfalls abgekühlte     Konden-          satöl,    allenfalls verdünnt, zulaufen, mischt  eine halbe Stunde gut durch, bis sich eine  blaugraue, homogene sehr klebrige Masse ge  bildet hat, die ihre Konsistenz stets beibe  hält und daher jederzeit gebrauchsfertig ist.  



  Um dem Leim einen hohen Grad von  Elastizität     zrr    erteilen, kann man     Kautschuk     oder     Faktis    verwenden, die man entweder  in Lösung dem flüssigen Leim zusetzt oder       rnan    verfährt in folgender Weise:

    <I>Beispiel 3</I>  30 Teile Kautschuk werden mit 120 Teilen       Dekalin    oder anderen geeigneten Lösungs  mitteln in einem mit Kühlrohr und Rührwerk       versehenen    Gefäss erhitzt und dann 210 Teile       Rohkresol        (97        %)        zugesetzt.        Nach        vollstän-          diger    Mischung werden 60 Teile     Paraformal-          dehyd    nach und nach zugesetzt und die Tem  peratur 3 Stunden auf 120-130  gehalten.

    Es bildet sich eine sehr viskose, dicke     Blasse,     die noch heiss in 600 Teile flüssigen Leim  unter fortwährendem Rühren einlaufen ge  lassen wird. Mau erhält eine äusserst klebrige  Flüssigkeit, mit welcher eine sehr elastische       Leimung    erzielt wird.  



  <I>Beispiel 4:</I>  140 Teile     Faktis,    der aus Leinöl oder  aus chinesischem     Holzöl    erhalten wird, wer  den gelöst, indem man sie in eine Mischung  von 350 Teilen     Rohkresol    mit 300 Teilen  alkoholischer     NaOH        (enthaltend10%        Na0H)     1     r/_        Stunden    unter     Rückfluss    kocht. Unter  Rühren werden nun 300 Teile 40o;     oiger    Formal  dehyd nach und nach zugesetzt und die       .Mischung    2 Stunden weiter erhitzt.

   Es ent  steht eine     seln#    klebrige braune Flüssigkeit,  die man in 1000 Teile     flüssigen    Leim unter  kräftigem     Rühren    einlaufen lässt. Das End  produkt das nach     halbstündigem    Rühren er  halten wird, ist eine gelbe sehr     klebrige    Flüs  sigkeit.

           Beispiel     100 Teile     Faktis    werden in 4011 Teilen       alkoholischer    10%iger     NaOH    in     reit    Rück  flusskühler und Rührwerk     versehenem    Gefäss  bis zur Lösung erhitzt, der Alkohol     abdestil-          liert    und der Rückstand irr Wasser gelöst.

    Zur Lösung wird     verdünnte    Schwefelsäure  bis zur schwach sauren Reaktion zugesetzt  und das     abgeschiedene    klebrige Öl durch  wiederholtes     Waselren    mit     kaltem    und heissem  Wasser neutral     gewaschen.    30 Teile dieses  Öls werden mit 250 Teilen     Rohkresol        er-          lritzt    und zu der Lösung 60 Teile     Paraformal-          dehyd    nach und nach zugesetzt.

   Naeh drei  stündigern Erhitzen hat sich eine sehr kle  brige, ölige     Flüssigkeit    gebildet, die unter  Rühren in 700 Teile     warmen,    flüssigen Leim       einlaufen    gelassen wird. Das gebildete End  produkt ist eine klebrige, gelbe Flüssigkeit.       Beispiel        li:     Ein Teil Seife wird in 5 Teilen     lreil)en     Wassers gelöst     arid    diese Lösung     rnit    5 Teilen       Kondensatöl    solange gerührt, bis die Mischung  vollkommen     emulgiert    ist.

   Diese wird dann  in heisse     Leimlösung    laufen gelassen und in  einer Mühle solange gemahlen, bis eine     lroi          mogene    Blasse von     Sirupkonsistenz    gebildet  ist. Diese     l-isst    sich mit heissere Wasser  verdünnen.  



       I'ei.hiel   <I>i</I>  Ein Teil     Kondensatöl        wird        reit    einem  Teil flüssigere oder Kaltleim gut gemischt  und diese Mischung zu einem Teil frisch be  reiteter     heiher    Leimlösung zugeführt. Es  bildet sich eine     transparente,    sehr klebrige  Flüssigkeit, welche reit heissere Wasser, Essig  säure,     Ameisensäure.    Milchsäure oder aroma  tischen     Aminen    und organischen Basen     ver-          dünnt    werden     kann.     



       l@eiapiel        .s:     Mine     Stärkelösung    wird bereitet,     indem     man Stärke mit einer gleichen Menge Wasser  anrührt und den Teig unter gutem Rühren           zii    5 Teilen kochenden Wassers zusetzt. Um  die Klebkraft zu erhöhen, kann man diesem  Kleister eine     Natroulaugelösung    zusetzen.  Mit diesem Stärkekleister werden gleiche  Teile     Kondensatöl    gut verrührt und die  Mischung dann in eine starke Lösung von  Blutalbumin oder zu einer heissen Leimlösung  eingerührt. Sollte die letztere in der Kälte  gelatinieren, so wird sie leicht durch gelindes       Erwärmen    auf dem Wasserbad wieder ver  flüssigt.  



       Beispiel   <I>9:</I>  Eine Lösung von Gummi     arabikum    wird  mit gleicher Menge     Kondensatöl    gut verrührt,  wobei sich eine sehr klebrige Flüssigkeit  bildet. Diese wird in eine konzentrierte Blut  albuminlösung laufen gelassen und in einer       Mühle    dann gut vermahlen. Man erhält eine  dicke, äusserst klebrige Masse, die sich mit  Wasser verdünnen lässt.  



  Die flüssigen Kitte; die aus     Kondensatölen     und     Proteiden    oder     Proteoiden    mittelst Schutz  kolloiden oder Emulsionen erhalten werden,  werden beim Erhitzen über 110  fest und  liefern eine     sehrstarkeVerleimung.    Es     istklar,     dass andere     Ingredienzien    zugesetzt werden  können, um die Kitte zu Zwecken, für welche  sie verwendet werden sollen, geeignet zu  machen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Klebstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man die als Kunstharze bezeichneten Kondensationspro dukte aus Phenolen und Aldehyden mit Ei weisskörpern im weitesten Sinne mischt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die als Kunst harze bezeichneten Phenolaldehydkonden- sationsprodukte zusammen mit Schutzkol loiden zur Mischung verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die als Kunst harze bezeichneten Kondensationsprodukte in Gestalt von Emulsionen zur Mischung verwendet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Kondensa tionsprodukt verwendet, das durch Kon densation eines Phenols mit Aldehyden bei Gegenwart von Chlorkalk erhalten wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man solche Protein stoffe zur Mischung verwendet, die einer Hydrolysierung-unter Druck bei Gegenwart von Ingredienzien unterworfen worden sind, die einen zu weitgehenden Abbau be grenzen. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Proteinstoffe vor ihrei# Verwendung in einer wässerigen Lösung von Harnstoff löst.
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