CH113806A - Ortsbewegliche Dampfkraftanlage. - Google Patents

Ortsbewegliche Dampfkraftanlage.

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CH113806A
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Haftung Schmidt Beschraenkter
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Schmidt Sche Heissdampf
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  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description


      prtsbewegliehe    Dampfkraftanlage,    Die Erfindung     betrifft    eine ortsbeweg  liche Dampfkraftanlage, die insbesondere für  Lokomotiven geeignet ist. Für     Lokomotiven     kommt ausschliesslich der     Rauchröhrenkessel     zur Verwendung, der für Betriebsdrücke über  16 Atmosphären jedoch nicht     in        Betracht    fällt.

         Wenn    man daher bei. ortsbeweglichen An  lagen, insbesondere     bei    Lokomotiven, zu ho  lien     Driieken    von 30 und mehr Atmosphären  übergehen will, so ist man gezwungen., den       Heizröhrenkessel    durch ein anderes Kessel  system zu ersetzen. In dieser Hinsicht sind  mehrere brauchbare Vorschläge gemacht  worden, die jedoch den Nachteil aufweisen,  dass sie so erhebliche Änderungen des Kes  selsystems bedingen,     da.ss    sie nur für neue  Lokomotiven, nicht aber für Umbauten in  Betracht kommen.

   Die Erfindung beseitigt  nun diesen     Übelstand.    Sie besteht     .darin,     dass eine Feuerbüchse als selbständiger Hoch  druckkessel für Betriebsdrücke von minde  stens 30 Atmosphären ausgebildet ist, wäh  rend ein zweiter Kessel zur Erzeugung von       Dampf    für Betriebsdrücke bis zu 20 Atmo-         sphären    dient. Dabei ist die Antriebsmaschine  als Zwei- oder     Mehrfach-Expansionsmaschine     eingerichtet, deren Hochdruckstufe der er  zeugte Hochdruckdampf und deren Nieder  druckstuf e der in dem zweiten Kessel er  zeugte niedriger gespannte Dampf zugeführt  wird. Für den zweiten Kessel wird vorteil  haft ein     Heizrohrkessel    gewählt.

   Eine be  stehende Lokomotive für die üblichen Be  triebsdrücke von 15 bis 16 Atmosphären lässt  sich bei Ausführung von deren Kessel- und  Maschinenanlage im Sinne der Erfindung  leicht in eine     H.ochdrucklol@omotive    umwan  deln. Hierzu wird vor den     Heizrohrkessel     eine als Hochdruckkessel ausgebildete Feuer  büchse vorgeschaltet und zum Beispiel vor  die Zylinder ein oder mehrere Hochdruck  zylinder     vorgebaut,    beziehungsweise die     Zv-          linder    werden durch neue ersetzt.

   Von der  Feuerbüchse     wird    dann der hochgespannte  Dampf dem oder den Hochdruckzylindern  zugeführt, in dem oder in denen erstere auf  den Anfangsdruck der bestehenden Maschine,  also zum Beispiel auf 16 Atmosphären, eilt-      spannt wird. Der Abdampf wird dann mit  dem vom     Heizrohrk        essel    kommenden Dampf  vermischt und in eine weitere Stufe     bezw.     weitere Stufen der     14Taschiiie    geleitet.

       Eine          derartig    ausgebildete neue Hochdruckloko  motive erfordert keinerlei     wesentliche    Ver  änderungen der bisherigen Bau- und Be  triebsweise und bringt trotzdem eine Mehr  leistung von 25 bis 35 %,     beziehungsweise     eine entsprechende     Brennstoffersparnis    ge  genüber den jetzt im Betrieb befindlichen  Lokomotiven. Ein Umbau vorhandener Lo  komotiven in Hochdrucklokomotiven ergibt  noch immer eine     Brennstoffersparnis    von       \?0    %.

   Das     Gewicht    der Lokomotive wird  nicht wesentlich erhöht und sonstige     Schwie-          rigkeiten    in bezug auf die Kessel- oder Ma  schinenanordnung ergeben sich nicht.     Dee     bei     Maschinen    mit hoher Anfangsspannung  Wünschenswerte Zwischenüberhitzung lässt  sich, bei Verwendung der Dampfkraftanlage  gemäss der Erfindung, bei Lokomotiven sehr  leicht auch mit Feuergasen durchführen, da  bei diesen die durch die Raumfrage beding  ten Schwierigkeiten, wie sie sich bei orts  festen Maschinen ergeben, nicht vorhanden  sind. Die Dampferzeugung kann durch mit  telbare oder unmittelbare     Beheizung    erfol  gen.

   Die Erfindung lässt sich nicht nur bei  Lokomotiven, sondern auch bei andern     orts-          bewegliehen    Dampfkraftanlagen, zum Bei  spiel solchen von Lokomobilen,     Schiffen,     Fahrzeugen aller Art anwenden.  



  In der Zeichnung ist die Erfindung in  einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht,  und zwar zeigt:     Fig.    1 einen Längsschnitt  durch eine Lokomotive,     Fig.    2 einen     Quer-          schnitt    nach der Linie 1-1, und     Fig.    3  einen Querschnitt nach der Linie 2-2 der       I'ig.    1.  



  Die dargestellte Lokomotive besitzt eine  Feuerbüchse<B>A</B> und einen     Heizrolirkessel    B.  Die Feuerbüchse A ist als unabhängiger  Hochdruckkessel ausgebildet, und zwar für  Betriebsdrücke von wenigstens 30 Atmo  sphären. Die obere Grenze dieser Drücke  kann sehr hoch gewählt werden und sich  rum     Beispiel    auf     8O    und mehr Atmosphären    belaufen. Die     Feuerbiiclise    enthält eine An  zahl     Verdampfungsrohre    d, die in obere     Sam-          melrohre        g    und in untere     Sammelrohre    f  münden.

   Die obern Sammelrohre     g    sind mit  einer     Heizeiiiriclitiiiig        li        verbunden,    die in     dem     Wasser-     bezw.        Dampfbehälter        e    des     Hor_h-          druclikessels    angeordnet ist. Der untere Teil  der Einrichtung     1o,    ist mit Behältern     k        ver-          bunden,    von denen Leitungen     i    in die untern  Sammler<I>f</I> führen.

   Ein in den Teilen<I>f, g,</I>     cl,     <I>h.. k, i</I>     umlaufend!    s Mittel, zum Beispiel Was  ser, macht also     einen    Kreislauf.  



  Der im     Hochdruckkessel    _1 erzeugte  Dampf wird vor dem Eintritt in die Hoch  druckstufe der     Antriebsmaschine    in einem  besonderen     Überhitzer    C überhitzt, während  der im Langkessel B, der einen Betriebsdruck  von bis zu etwa.     ?il    Atmosphären haben kann.       erzeugte        Dampf        vor    seinem Eintreten in eine  mittlere oder die untere Druckstufe der     @n-          triebsina.schine    in einem zweiten     Überhitzer,     D, überhitzt wird.

   Von dem     Dampf-Wasser-          behälter        e    der Feuerbüchse     _1    führt eine Lei  tung l nach dem     Nassdanipfkasten        ml    des       Überhitzers   <B>C</B>     (Fig.    3), während der     Fleiss-          3ampfkas:teii        1112    dieses     Überhitzers    durch  eine Leitung     ii    mit den Hochdruckzylindern  E     der    Antriebsmaschine verbunden ist.

   Der  im     Langkessel    B erzeugte Dampf von nie  derem     Drueli        wird    durch eine Leitung s,  die in den Dom des Kessels B führ, dem       Überhit.zer    D     zugeführt    und gelangt aus dem       Überhitzer    nach     den        #N'iederdruckzvlinclern        T     durch Leitungen     p,    an welche sich je eine  von den     Hochdrurhzvlindern    E kommende  Leitung o anschliesst.

       7n    den Leitungen         sind    in der     Strömungsrichtung    des     Nieder-          druclzdampfes    vor den     Einmündungsstellen     der Rohre o     Piiclischlagventile        .x    angebracht.  Von den     Niederdruckzvlindern    F führen Lei  tungen     (r        naeli    dem Blasrohr     r.     



  Der Behälter     e    ist mit einem Sicherheits  ventil t versehen, welches durch eine Lei  tung     rt    mit     ilerri    Kessel<I>B</I> derart verbunden  ist, dass ein im Behälter c entstehender       Drucküberschuss    an den Kessel B     abgegeben          werden    kann.           II    ist eine Speisepumpe, welche das im  Kessel B befindliche Kesselwasser zum Teil  durch Leitung v entnimmt und durch Lei  tung w nach dem Hochdruckkessel     !1    als  Speisewasser drückt. Die     Kesselsteinaus-          scheidungen    erfolgen also schon zum grossen  Teil im Kessel B.  



  In dem soeben beschriebenen Ausführungs  beispiel wird für den im Kessel e zu er  zeugenden Dampf mittelbare     Beheizung    ver  wendet. Es ist dies natürlich nur ein Aus  führungsbeispiel; man kann ebensogut den  Dampf durch unmittelbare     Beheizung    ge  winnen.  



  Die Betriebsweise der soeben     geschilder-          ten    Dampfkraftanlage ist folgende:  In der Feuerbüchse A wird durch die  strahlende Wärme und die Heizgase der in  der Kreislaufeinrichtung<I>d, f, q,</I>     h.,   <I>i,</I>     1c    um  laufende Wärmeträger derart erhitzt, dass  durch Abgabe von     Wärme    durch die Heiz  einrichtung h. in dem Kessel e hochgespann  ter Dampf erzeugt wird. Die Heizgase gehen  bei dem Verlassen der Feuerbüchse A durch  die Heizrohre des Kessels B nach der Rauch  kammer der Lokomotive und verlassen diese  durch den Schornstein.

   In dem Kessel B,  in dem der     Wasserspiegel    niedriger steht als  im Wasser- und Dampfraume e des Hoch  druckkessels A, wie aus     Fig.    1 hervorgeht,       wird    niedrig gespannter Dampf erzeugt. Ist  der Kessel B für einen Betriebsdruck von  etwa 16 Atmosphären, also dem heute übli  chen Druck     bei:    Lokomotivkesseln, bestimmt,  so empfiehlt es sich, diesen Druck für       wöhnlich    etwas geringer zu halten, zum Bei  spiel auf 13 Atmosphären.

   Wenn nämlich  im Dampfbehälter     e    der Feuerbüchse     eine          grUlere    Dampferzeugung herrscht, als den  Betriebsverhältnissen entspricht, so     kann          durchl    das Ventil t und die     Leitung        it    der  überschüssige Dampf an den Kessel B abge  geben werden. Dieser wirkt also     ;als    Speicher.

    Die durch die Heizrohre des Kessels B gehen  den Heizgase dienen nicht nur zur Dampf  -     erzeugimg,    sondern auch zur Überhitzung  sowohl     des    vom Hochdruckkessel A,     sowie     vom     Nriederdruckkessel    B kommenden Damp-         fei.    Im Ausführungsbeispiel ist der     Überhitzer     D als     Gross-Rauchrohrüberhitzer,    der     Über-          hitzer    C als     Klein-Rauchrohrüberhitzer    aus  gebildet.

   Es steht jedoch nichts im Wege,  auch für den zur Überhitzung des niedrig       gespannten    Dampfes dienenden     Überhitzer     zum Beispiel einen     Klein-R.auchrohrüber-          hitzer    oder einen     Rauchkammerüberhitzer     zu verwenden. Der von den Hochdruck  zylindern E kommende Abdampf wird in der  Leitung     h    mit dem vom     Überhitzer   <I>D</I> kom  menden Dampf des Kessels B vermischt und  geht dann in die Zylinder F     (Fig.    3), von  denen er durch die Leitung q nach dem  Blasrohr     r    geht.

   Die in den Leitungen p  angeordneten     Rüekschlagvent.ile    x     verhindern     ein Eindringen     des    von den     Hochdruck-          Zylindern    kommenden Abdampfes in den       Überhitzer   <I>D</I> und den Kessel<I>B,</I> falls dieser  Abdampf aus irgend einem Grunde einen  Druck besitzen sollte, der höher ist als der  Druck im Kessel B.

   Auf diese Weise wird  der     Vorteil    erreicht, dass das im Abdampf  der Hochdruckstufe enthaltene Öl nicht in  den     Überhitzer    gelangt und dort     festbremit,     sondern gleich zur     Schrnürung    der     Nieder-          druchstufe    ausgenutzt wird. Ferner geht die  in dem Abdampf enthaltene Überhitzungs  wärme nicht verloren, was eintreten würde,  wenn der Abdampf mit dem     Sattdampf    oder       Wasseriullalt    des Kessels B in Berührung  kommen würde.

   Vielmehr wird durch die  Mischung des aus dem Kessel B und Über  hitzer D' kommenden     Niederdrückdampfes     mit dem Abdampf der Hochdruckstufe eine  gute Überhitzung des in die Niederdruck  zylinder     eintretenden    Dampfes erreicht. Die       Rückschlagventile    ergeben auch eine gewisse       selbsttätige    Regelung der Dampflieferung  aus dem Kessel B zu     dent        Niederdruckstufen.     



  Die als     Hochclruclikessel    dienende Feuer  büchse A nimmt ungefähr den Raum .der  heute üblichen Feuerkiste ein. Sollte sieh  eine Vergrösserung dieses Raumes als not  wendig erweisen, so könnte der Kessel B  entsprechend     verkürzt    werden. Die Umkehr  enden der     Überhitzer    bei entsprechender Be  messung der Heizfläche der Feuerbüchse      können ohne Nachteil bis nahe an die hin  tere     Rohrwand    des Kessels     B'    reichen, so dass  ausreichende Überhitzung des     Dampfes    bei  der Kessel erhalten werden     kann.     



  Wie bereits oben     ausgeführl-,        kann    die  Erzeugung des hochgespannten Dampfes in  der Feuerbüchse sowohl durch     unmittelbare,     wie durch     mittelbare        Beheizung    erfolgen.  Zur Überhitzung des     Dampfes    des Hoch  druckkessels, wie des     Niederdruckkessels     können     verschiedene        Ausführungsformen    von  Heizrohr- oder     Rauchkammerüberhitzern    ver  wendet werden.

   Die     Antriebsmaschine    der  Dampfkraftanlage kann     sowohl    eine     Expan-          sions-Kolbenma.schine    mit     zwei    oder mehr       Expansionsstufen,    als auch eine Turbine  sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Ortsbewegliche Dampfkraftanlage, insbe- sondere für Lokomotiven, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Feuerbi:
    iclise als selbstän diger Hochdruckkessel für Betriebsdrücke von mindestens 30 Atmosphären ausgebildet ist, während ein zweiter Kessel zur Erzeu gung von Dampf für Betriebsdrücke bis zii etwa. ?0 Atmosphären dient, und dass die Antriebsmaschine als Zwei- oder Mehrfaeh- Etpansionsmaschine eingerichtet ist,
    deren Flochdruckstufe der erzeugte Hochdruel@- da.mpf und deren Niederdritckstufe der in dem zweiten Kessel erzeugte niedriger -e- spannte Dampf zugeführt wird. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> EMI0004.0041 1. <SEP> Dampfkraftanlage <SEP> nach <SEP> Pateiit < < nsl>i-u(#li, <tb> dadurch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> bei <SEP> Trennung <tb> der <SEP> Wasser- <SEP> und <SEP> Dampfraume <SEP> des <SEP> Feuer büchskessels <SEP> und <SEP> des <SEP> zweiten <SEP> Kessels <SEP> der <tb> Wasserspiegel <SEP> im <SEP> Hochclrucl.:l@essel <SEP> höher <tb> liegt <SEP> als <SEP> im <SEP> zweiten <SEP> Kessel.
    ?. Dampfkraftanlage nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass ein erster 1'berhitzer zum Überhitzen des iin Hoch- druchhessel (_l) erzensten Dampfes und ein zweiter Cberhitzer zum Überhitzen des im Niederdruckkessel erzeugten Damp fes vorgesehen ist,
    wobei jeder überhitzer zwischen dem zugehörigen Dampferzeuger und der zugehörigen Druchstufe der Ma schine liegt. 3.
    Dampfkraftanlage nach Patentanspruch und Untera.nsp.rucli ?, bei welcher der zweite Liesel als 'Ieizi>olii@l;essel (B) au.- gebildet ist. dadurch gehcnnzeichnct, dass der vom Hoclidruelzkessel (A) erzeugte Frischdampf in einem Merhitzer (G') überhitzt wird, dessen Elemente in Heiz rohren üblichen Dui-ehmessers angeordnet sind, w;
    ihrend die I'berhitzung des im Heimolirkessel (B) (.rzeugten Dampfes in einem üüierhitzer (D) erfol@-t, dessen Ele mente in enveitertun Heizrohren vor gesehen sind. .l. Dampfkniftanlage naeli Patentanspruch und Unteranspruch ", dadurch gekenn zeichnet,
    dass in der zur Niederdruckstufe der Antriebsmaselüne führenden Dampf- leitung: Rücksehlagventile angeordnet sind, welche den Übertritt des Abdampfes der Hoehdrucktufe der Maschine in den Niederdrucküberhitzer und damit in den Nieclerdrucl;l;essel verhindern. Dampfkraftanlage nach Patentanspruch.
    dadurch gekennzeichnel, dass die Erzeu gung des hochgespannten Dampfes durch mittelbare Beheizung erfolgt.
CH113806D 1924-01-28 1924-12-27 Ortsbewegliche Dampfkraftanlage. CH113806A (de)

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