CH114008A - Verfahren zur Darstellung von therapeutisch verwendbaren Lösungen der merkurierten Sulfosalicylsäure (1 : 2 : 5). - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von therapeutisch verwendbaren Lösungen der merkurierten Sulfosalicylsäure (1 : 2 : 5).

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CH114008A
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sulfosalicylic acid
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Chemosan Aktiengesellschaft
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Chemosan Ag
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  Verfahren zur Darstellung von therapeutisch verwendbaren Lösungen der     merkurierten          Sulfosalicylsäur    e (1 : 2 : 5).    Die vorliegende Erfindung bezweckt die  Gewinnung medizinisch brauchbarer Lösungen  der     nierkurierten        Sulfosalicylsäure          (cooH    : OH.     so3H    -1: 2 :     5).     



  Es ist bekannt, zu     salicylsulfosaurem    Queck  silber zu gelangen, das, im Gegensatz zu dem       salicylsauren    Quecksilber des Arzneibuches       (Hydrar-gyrum        salicylicum        basicum)    bis zu  einem gewissen Grad in Wasser löslich ist.  Zu dieseln Zwecke wurden die durch Kochen  von     Sulfosalicylsäui-e    und Quecksilberoxyd und  Wasser entstehenden schwer löslichen oder  unlöslichen Verbindungen in überschüssigen  Alkalien aufgelöst, aus welcher Lösung das  gesuchte löslichere     Alkalisalz    alsdann durch  Fällung mit Alkohol oder durch Eindampfen  in fester Form gewonnen wurde.

   Insofern  bei diesem bekannten Verfahren von der freien       Ogybenzoesiilfosäure    ausgegangen worden ist,  hat man einen bedeutenden Überschuss von  Quecksilber in die Reaktion eingebracht.  



  Später ist dann vorgeschlagen worden,  die     Merkurierung    der     Oxybenzoesulfosäure     und ihrer Homologen in saurer Lösung zu    bewirken, wobei sich Quecksilberverbindungen  der Ausgangssäuren ergeben sollen, die in  Wasser leicht löslich sind.

   Tatsächlich erge  ben die auf diese Weise in kristallinischer  Form gewonnenen freien     Karbonsäuren    beim  Zusammenbringen mit Wasser äusserst vis  kose     E        mulsionen.    Auch wenn die freie Säure  mit     Alkalilauge    oder Ammoniak versetzt wird;  entstehen unter Salzbildung nur diese galler  tigen Massen; der Zusatz von Kochsalzlösung  zu der freien Säure bewirkt die Entstehung  einer sehr trüben Lösung,     aus    der sich nach  einiger Zeit weisse     Nädelchen    abscheiden, die  die ganze Masse zum Erstarren bringen. Es  ist daher mit Hilfe dieses Verfahrens nicht  möglich, zu klaren dünnflüssigen Lösungen  zu gelangen, die sich für Injektionszwecke  eignen würden.  



  Es wurde nun gefunden, dass sich das  Gel der     merkurierten        Sulfosalicylsäure    1:2:5,  die bei Ausführung der     Merkurierung    in Ge  genwart eines Überschusses der Säure ge  wonnen wird, nach genauer Neutralisation       dissolvieren,    das heisst durch Zusatz von neu-           tralen    Salzen in echte Lösungen von unbe  schränkter Dauer überführen lässt.

   Die durch       Merkurierung    in saurer Lösung dargestellte       merkurierte        Sulfosalicylsäure    1 ; 2 : 5 hat die  Neigung zu     gallertieren.    Dabei entstehen Gele,  die nach sorgfältiger Neutralisation mit Al  kali durch     Dissolvierung    mit Hilfe von Neu  tralsalzen augenblicklich dünnflüssige echte  Lösungen liefern, wobei ein direkter Über  gang des Gels in die     molekulardisperse    Lö  sung stattfindet, ohne dass hierbei eine Phase  stabil kolloidaler Zerteilung zur Beobachtung  gelangt. Zur     Hervorrufung    der beschriebenen  Wirkung sind zahlreiche     Neutralsalze    geeig  net, so z. B.

   Chloride,     Bromide,        Jodide    und       Rhodanide    der Alkalien und des Ammoniums;  schwächer wirken     Erdalkalisalze,    ferner Phos  phate und     Azetate,    wogegen Nitrate und Sul  fate unwirksam zu sein scheinen. In dieser  Weise ergeben sich sehr reine Lösungen,  deren Viskosität nahe der des Wassers liegt  und die einen bedeutend höheren Queck  silbergehalt aufweisen, als alle bisher     lier-          stellbaren    wässerigen Lösungen der fraglichen  Quecksilberderivate.  



  Es ist nicht wesentlich, ob die Neutral  salze vor oder nach der Neutralisation der  freien Säure oder auch erst beim     Einengen     der     Salzlösung    zugesetzt werden; hingegen  ist es wesentlich, dass eine     Abscheidung    der       Alkalisalze    durch Eindampfen vermieden wird,  da sich diese in nicht     dissolvierbare    Queck  silberverbindungen umzulagern scheinen.

   Wäh  rend 100     cm3    der eingangs beschriebenen Lö  sung bis höchstens 3,8     gr    organisch gebun  denes Quecksilber (als Metall bestimmt) ent  halten, liefert das vorliegende Verfahren Lö  sungen mit einem Quecksilbergehalt von etwa  4 bis 5     gr,    die auch bei sehr starker Ein  engung keinen Niederschlag von quecksilber  haltigen Verbindungen ausscheiden; so dass  man durch weiteres Einengen leicht Lösun  gen erhalten kann, die 6 % organisch gebun  denes Quecksilber (als Metall bestimmt) und  darüber enthalten und dabei dauernd klar  bleiben.

   Dampft man hingegen die neutrali  sierte Lösung ohne Zusatz der geeigneten       Neutralsalze    ein, so erhält man einen Rück-    stand, der nur zu einem geringen Teil in  Lösung geht und auch durch nachträgliche  Behandlung mit     Neutralsalzen    nicht löslicher  wird.

   Geht man vom     Mononatriumsalz    der       Sulfosalicylsäure    (statt von der Säure selbst)  aus und kocht dieses mit einem Unterschuss  von Quecksilberoxyd, so bleibt gleichwohl  die     dissolvierende        Wirkung    zugesetzter     Neu-          tralsa.lze    aus, so dass nur die Annahme mög  lich ist, dass die     Merkurierung    in Gegenwart  freier     Oxy        benzoesulfos-I@ui#e    vor sich gehen  muss, um zu der nach der Koagulation zum  Gel der Dissolution in     Neutralsalzen    zugäng  lichen     Quecksilberverbindung    zu gelangen.  



  Das Verfahren wird beispielsweise wie  folgt ausgeführt:  Die     Sulfosalicylsi;iure    1 : 2 : 5 wird in be  kannter Weise eierkuriert, indem man 100     gr     in 1 Liter Wasser löst und mit 50     gr    frisch  gefälltem Quecksilberoxyd auf dem Wasser  bade erwärmt. Die     entstandene    Quecksilber  verbindung wird von der unveränderten     Sul-          fosalicy1säure    in     geeigneter    Weise,     zum    Bei  spiel durch Waschen     ini#,    Alkohol, befreit.

    Das in dieser Weise erhaltene Ausgangspro  dukt wird in heissem Wasser gelöst und mit  Hilfe eines Indikators (von der     Wasserstoff-          ionenempfindlichkeit    des     Methylorange)    mit       Natriumhydroxyd    genau neutralisiert. Es er  gibt sich eine Lösung, die bei der     Abkühlung     in eine dicke Gallerte übergeht. Diese letz  tere kann durch Zusatz geringer Mengen von       Neutralsalzen,    zum Beispiel von 2     gr    Am  moniumchlorid, in eine klare und auch bei  weiterem Einengen klar bleibende gelbe Lö  sung übergeführt werden.

   Zu demselben Er  gebnis kommt     nian,    wenn 100 Teile des Aus  gangsproduktes, also der von der unverän  derten     Sulfosalicylsäui-e    getrennten Queck  silberverbindung, vor der Neutralisation, also  als freie Säure     finit    etwa 1,3 Teilen festen       Animoniumchlorids    versetzt und erst hernach  neutralisiert und eingeengt werden, oder wenn  das     Neutralsalz    erst während des     Einengens     zugefügt wird.  



  Schliesslich hat es sich als vorteilhaft er  wiesen, physiologische Kochsalzlösung oder  physiologische Salzgemische (wie z. B. Rin-           ger-Lösung    oder das unter dem Namen     "Nor-          moral"    in den Handel gebrachte Elektrolyt  gemisch) als     Dissolvatoren    zu benutzen; weil  dies für die therapeutische     Verwendung    der  Präparate von Wert ist.

   Wählt     marr    zum  Beispiel eine Kochsalzlösung der physiologi  schen Konzentration von 0,7  /o, so werden  2 cm' eines neutralisierten     Merkurisulfosalicyl-          säuregels    von 1,1     cm3    dieser     Lösung        dissol-          viert.     



  Die Tierversuche und klinischen Erfah  rungen haben gezeigt, dass die Toxizität der  nach dem     ivorliegenden    Verfahren gewonne  nen Lösungen von     merkurierter        Sulfosalicyl-          säure    1:2:5 bedeutend kleiner ist, als die  der     bekannnten    Salze     merhurierter        Oxybeir          zoesulfosäuren.    Sie bieten ferner den Vorteil,  dass sie keine Reizerscheinungen und sonstige  Nebenwirkungen verursachen und ohne den  Zusatz von anästhesierenden Mitteln zu In  jektionen benutzt werden können, da sie     keine     Schmerzen hervorrufen.

   Der weitaus höhere  Gehalt an Quecksilber ist bereits betont  worden.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH</B> Verfahren zur Darstellung von therapeu tisch verwendbaren Lösungen der merkurier- ten Sulfosalicylsäure. (1:2:5), deren Mer- kurierung in Gegenwart eines Überschusses von freier Sulfosalicylsäure (1:2:5) vorge nommen wurde, dadurch euekennzeichnet, dass die merkurierte Sulfosalicylsäure (1:2:
    5) mit Natriumhydroxyd neutralisiert und durch Zusatz von Neutralsalzen dissolviert, das heisst in molekulardisperse Lösung übergeführt wird. ÜNTERANSPRt1CHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die merkurierte Sul- fosalicylsäure (1:2:5) nach Bewirkung . der Gelbildung mit Natriumhydroxyd neu tralisiert und durch Zusatz von Neutral salzen dissolviert wird. , 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die merkurierte Sulfosalicylsäure (1 :2: 5) zuerst mit Na triumhydroxyd neutralisiert und erst hier auf die Gelbildung bewirkt, worauf das Gel mit Neutralsalzen dissolviert wird. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatz der dissol- vierenden Neutralsalze vor der Neutrali sation der merkurierten Sulfosalicylsäure (1 : 2:5) mit Natriumhydroxyd erfolgt. 4.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass physiologische Salz gemische als Dissolvatoren benutzt werden. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass physiologische Koch salzlösung als Dissolvator benutzt wird.
CH114008D 1922-08-17 1923-07-23 Verfahren zur Darstellung von therapeutisch verwendbaren Lösungen der merkurierten Sulfosalicylsäure (1 : 2 : 5). CH114008A (de)

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