CH114442A - Bürstvorrichtung an Sprengwagen. - Google Patents

Bürstvorrichtung an Sprengwagen.

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CH114442A
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road
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Inventor
Kesselschmiede Eduard Linn Und
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Linnhoff Eduard Maschf
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      Bürstvorrichtnng    an     Sprengvagen.       Die Erfindung bezieht sich. auf     Bürst-          vorrichtungen    an Sprengwagen, insbesondere       Teersprengwaben.    Bekanntlich bringt man  hinten an diese     Wagen    eine     Bürstvorrich-          tung    an, durch welche die aus dem davor  liegenden     Sprengrohr    austretende Flüssigkeit  über die ganze Breite der Landstrasse gleich  mässig verteilt werden soll.

   Während die  Oberfläche städtischer Strassen im wesent  lichen eine wageechte Ebene bildet, sind  Landstrassen zumeist ausgefahren, so dass sie  grosse Unebenheiten aufweisen, oder es ist  der Landstrasse absichtlich eine gewölbte  Oberfläche     begeben,    um sie durch selbst  tätiges     Abfliessenlassen    des     Regenwassers     trocken zu halten.  



  Bei den bisher gebräuchlichen     Bürstvor-          richtungen    für Sprengwagen war die gleich  mässige Verteilung der     Sprengflüssigkeit    mir  für ziemlich ebene Strassen möglich, bei un  ebenen Strassen bilden sich zwischen Bürste  und Strassenoberfläche Lücken, durch wel  che zu viel     Sprengflüssigkeit        hindurchtritt.          Insbesondere    bei der     Besprengun-    von Lancl-         strassen    mit Teer macht sich dieser     Übelstand.     sehr fühlbar.  



  Nach der Erfindung ist dieser Nachteil  dadurch behoben, dass die in der Höhenrich  tung unabhängig voneinander nachgiebig ge  lagerten und quer zum Wagen     aneinander-          gereihten    Teile einer mehrteiligen Bürste an  ihren Haltern um angenähert in der Längs  richtung des Wagens liegende Achsen lose  drehbar sind.

   Die mehrteilige Bürste kann  sich dann allen Unebenheiten und Quer  schnittsprofilen der Landstrasse selbsttätig  anpassen, da jeder Bürstenteil sich nicht nur  nach Massgabe der Erhöhungen und Vertie  fungen der Strasse, welche diese in ihrem  Längsschnitt aufweist, einstellen kann, in  dem er gehoben wird oder sich entsprechend  senkt, sondern es kann auch jeder Bürsten  teil sich nach Massgabe der Erhöhungen oder  Vertiefungen einstellen, welche die Strasse  in ihrem Querschnitt aufweist, indem er sich  um die in der Längsrichtung des Wagens  liegende Achse dreht.

   Die restlose     Abbür-          stung    der     Lstndstrasse    und damit die gleich-      mässige     Verteilung    der Sprengflüssigkeit,  insbesondere die Gleichmässigkeit der aufzu  tragenden Teerschicht ist hiermit gesichert.  



  Bei     Schrubbermaschinen    zur Reinigung       des    Strassenpflasters hat man bereits     vorge-          sohlagen,    den     Schrubber    aus mehreren Tei  len     zusammenzusetzen,    die     unziibliängig    von  einander in der     Höhenrichtung;        naeligiel.ig     gelagert und quer zum Wagen     aneinander-          gereilit    sind.

   Die     Schrubber    können aber  ausser der Auf- und     Abbewegung    nur noch  eine Drehung um quer zum Wagen liegende  Achsen ausführen, um grösseren,     wagrecht     wirkenden Widerständen auszuweichen, eine  Anpassung der Bürste an das Querprofil der  Strasse findet aber nicht statt.  



  Ein Ablaufen der Sprengflüssigkeit, ins  besondere des Teers, nach den Strassenrinnen  hin kann nach Möglichkeit dadurch v     erhin-          dert    werden, dass die mehrteilige Bürste die  Gestalt eines die konkave Seite nach dem       Wagen    zukehrenden Bogens erhält, wie sie  für Strassenkehrmaschinen zum Sammeln des  Schmutzes in der Mitte der Bürste bekannt  ist. Um dabei das restlose Abbürsten der  Strasse zu sichern, können die Achsen, um  welche die Bürstenteile lose drehbar sind,  durch den     Krümmungsmittelpunkt    des er  wähnten Bogens gehen.

   Bei dieser     Ausge-          #ztaitung    des     Sprengrohres    und     Lagerung;     der Bürstenteile können diese sich allen Un  ebenheiten der Landstrasse anpassen, ohne       dass        ein        zu        schnelles        Ablaufen        der     insbesondere bei stark gewölbten Stra  ssen, stattfinden kann.  



       Urn    durch     Anpassung-    des     Bürstendruckes     an die jeweilige Beschaffenheit der Spreng  flüssigkeit, insbesondere des Teers, die Stärke  der aufzutragenden Schicht in bequemer  Weise regeln zu können, können ferner die  Bürstenteile an Hebeln     angelenkt    sein, .die  im Bereiche des Standortes des Bedienungs  niannes der Sprengvorrichtung verschiebbare       Relastungsgewichte    tragen.

   Der Bedienungs  mann kann dann durch Verstellung des     Ge-          wiclites    bei der Fahrt des     Wagens    den     Bür-          stendruck    dem jeweiligen Zustande der         Sprengflüssigkeit    anpassen, der bei der     Be-          sprengung    mit Teer von der jeweiligen       1'Jufl.teniperattir        abhängt.     



  Auf der     Zeichnung    ist eine beispielsweise  Ausführungsform eines mit der     Bürstenvor-          richtung    nach der     Erfindung    ausgerüsteten       Teerspren;wagens    dargestellt.  



       Fig.    1 ist die teilweise schematisch ge  zeichnete Seitenansicht des hintern Teils des       Teersprengwabens:        Fig.    ? ist: die     Stirnan-          siclit    zu     Fig.    l:     Fig.    3 ist ein     Querschnitt     nach der Linie     A-B    der     Fig.    l;

       Fig.        -1    bis  6 zeigen die mehrteilige Bürste nach     Fig.    3       bei    verschiedenen     Betriebslagen    in grösserem       Massstabe.     



  An dem Rahmen     a    des     Wagens,    in wel  chem der Teerkessel b gelabert ist, ist seit  lich vom Kessel je ein abwärts     gebogene:-          Träger    c befestigt, der am     obern    Teil mit  einem Lagerbock     d    versehen ist. In     diesem     Lagerbock ist     um    den Zapfen c>     drehbar    ein       Hebel    j'     gela;@ert,    dessen Ende ein     lä.n,),s%-cr-          schiebbares        Belastungsgewicht        g    trägt.

   Zwi  schen Gewicht     y    und     Drehpunkt    e des He  bels     f    ist ein .Stiel     1i.        angelenkt,    der an     sei-          neim        untern.    Ende eine Bürste     i.'        bezw.    i\  trägt.

   Die aus den beiden Bürstenteilen i.',     i\     bestehende     Gresamtbürste    hat die Gestalt. eines  seine konkave     Seite    nach dem     ZVagen        zii     kehrenden Bogens, dessen     @Iittelpunl;t    X     alsu     unter dem Kessel     liebt.    Die Bürsten i.',     i      sind daher im     CT'rundriss    gewölbt     (Fig.        3)     und an ihrer Stossstelle nach einer     Gehrun;

  s-          linie        k    geschnitten, um     IAcken    zu vermei  den. Die Träger     c    sind am untern Ende  durch ein als     Stand    für den Bedienen     Ts-          inann    der     Sprengvorrichtung    dienende  Blech     I    miteinander fest verbunden.

   Die  Stiele     b    sind mit     Vierkantteilen        in        durch     rechteckige     Offnungen   <I>n</I> des Bleches<I>I</I> hin  durchgeführt, so dass die Bürsten i',     i\    keine  Drehungen um die Stiele     ausführen    können,  also in der     Z\'agrechtcben@    ihre gegenseitige  Lage beibehalten.  



  An den Stielen     lr    sind die     BürsteiAörper     o     ang;#clenl;t,    und     zwar        tim        wagrechte    Bol  zen     h        lo.:c#        (lrelihar,        deren        Achsen        Y-Y              durch    den Mittelpunkt des     Kreises    gehen,       nach        wclcliem    die Bürsten- gewölbt sind.  Diese Achsen liegen daher nahezu in der  Längsrichtung des Wagens.

   Das dicht vor       den    Bürsten i',     i=    angeordnete Sprengrohr  r für dein Teer ist der bogenförmigen Ge  stalt der     Bürsten    angepasst und wird von  zwei     Zuleitungsrohren    s getragen, die an  den am Kessel     h    befestigten     Dreirvegha.hn   <I>t</I>       angeschlossen    sind. In der Mitte des     Spreng-          rohres   <I>r</I> ist eine Scheidewand     u    vorgesehen,  so dass im Bedarfsfalle nur eine Strassen  hälfte oder nur ein schmaler Weg geteert;  werden kann.

   Jeder Bürstenteil i'     bezvv.    i2       kann    zu diesem Zwecke; in von der Strasse v       abgehobener    Lage     (Fig.    2) festgestellt wer  den.  



  Beim Teeren einer Landstrasse     v    wird  durch den auf dem Tritt     d    befindlichen Be  dienungsmann der flüssige Teer aus dem ir  gendwie beheizten Kessel     h    in das     Spreng-          rohr    r gelassen, aus dem er auf die Strasse  <I>v</I> fliesst, wobei er durch die Bürsten<I>i',</I>     i2     gleichmässig verteilt wird. Erhöhungen und  Vertiefungen, welche die Strasse in ihrem  Längsschnitt aufweist, kann sich die zwei  teilige Bürste dadurch anpassen, dass sich  die Bürstenteile unabhängig , voneinander  heben und senken können.

   Die gleichmässige  Verteilung des Teers wird aber auch durch  Erhöhungen öder Vertiefungen im Quer  schnittsprofil der Landstrasse v nicht ge  stört, da. sich die Bürstenteile i',     i2    in im we  sentlichen senkrechten     Querschnittsebenen     der Strasse drehen können.  



  Hat zum Beispiel die Landstrasse v das  aus     Fig.    9. ersichtliche     Querschnittsprofil,    so  dreht sich der Bürstenteil il, um den Bolzen  p, bis die nachgiebigen Borsten     möglichst.     gleichmässig zur Anlage gekommen sind.       Fig.    5 zeigt eine stark gewölbte Landstrasse,  bei. der sich beide Bürstenteile il,     i2    entgegen  gesetzt zueinander um die Bolzen p drehen.       Fig.    6 zeigt eine in der     Mitte    stark ausge  fahrene Landstrasse und veranschaulicht die  Selbsteinstellung der Bürstenteile.

   Hierdurch  ist die lückenlose     Abbürstun        g    der Landstrasse  v und damit die Gleichmässigkeit der aufge-         tragenen        Teerschicht    bei jedem Querschnitts  profil der Strasse gewährleistet.  



  In der Regel haben die Landstrassen die  aus     Fig.    5 ersichtliche Wölbung, um das  Regenwasser schnell in die .Seitenrillen ab  laufen zu lassen. Beim Teeren     derLandstrasse     ist ein zu schnelles Ablaufen des Teers nach  den Strassenrinnen durch die bogenförmige  Ausgestaltung des Sprengrohres     r    und der  zweiteiligen Bürste il,     i2    verhindert, da die  Enden des Sprengrohres und der Bürste  dem Wagen zugekehrt     sind.    und somit Stau  flächen für den Teer bilden, der abwärts  strömen     will.    Durch diese Stauflächen wird  die Strömungsgeschwindigkeit des Teers ver  kleinert, so dass er Zeit findet, sich auszu  breiten.

   Durch die bogenförmige     Ausbildung     des     .Sprengrohres        r    ist dafür     gesorgt,    dass der  Bürste auf ihrem ganzen     innern    Umfange  die gleiche Teermenge zugeleitet wird.  



  Der Druck mit dem die Bürstenteile il,     i'     auf der Landstrasse v aufliegen, hängt hier  bei von dem Moment ab, das durch das Be  lastungsgewicht     g    und seinem Abstand vom  Drehpunkt e des Hebels f gebildet ist. Da der  Grad der Dünnflüssigkeit des aus dem     Spreng-          rohr        r        austretenden    Teers von der jeweiligen  Lufttemperatur abhängt, muss der Bedie  nungsmann diesen Druck während des Teerens  regeln können.

   Er braucht zu. diesem Zwecke  nur die in Reichweite neben ihm befind  lichen Gewichte g der beiden Bürstenteile       züx        verschieben.    Ist bei warmem Wetter der  Teer sehr dünnflüssig, so schiebt er die  Gewichte g nach dem Wagen zu, damit die  Bürsten il,     i2    nur mit leichtem Druck auf  der Landstrasse v aufliegen. Ist der Teer  dickflüssig, so schiebt er die Gewichte nach  dem Ende der Hebel     f    hin, wodurch der  Bürstendruck vergrössert wird, so dass auch  nur eine Teerschicht der gewünschten Stärke  aufgetragen wird.  



  Die mehrteilige Bürste kann natürlich aus  einer grösseren Anzahl von Einzelteilen be  stehen, die unabhängig voneinander heb- und  senkbar sind und sich um Achsen einstellen  können, die in der     Längsrichtung    des     Wa-          lcyens    liegen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Bürstvorrichtung an Sprengwagen, ins besondere Teersprengwagen, .mit einer mehr teiligen Bürste aus in der Höhenrichtung unabhängig voneinander nachgiebig gelager ten und quer zuin Wagen aneinander gereih- ten Teilen, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürstenteile an ihren Haltern um angenähert in der Längsrichtung des Wagens liegende Achsen lose drehbar sind.
    ZTNTERANSPRüCHE 1.. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die mehrteilige Bürste und das Sprengrohr die Gestalt eines die konkave Seite nach dem Wagen zu kehrenden Bogens haben und die Ach sen, um welche die Bürstenteile lose dreh bar sind, durch den Krümmungsmittel- punkt des Bogens gehen. \3. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Bürsten teile an Hebeln angelenkt sind, die im Bereiche des Standortes des Bedienungs mannes der Sprengvorrichtung verschieb bare Belastungsgewichte tragen.
CH114442D 1924-08-12 1925-04-30 Bürstvorrichtung an Sprengwagen. CH114442A (de)

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