CH114450A - Verfahren zum sogenannten Trockenpressen von geformten Gegenständen in der Tonwaren- und Zementindustrie. - Google Patents
Verfahren zum sogenannten Trockenpressen von geformten Gegenständen in der Tonwaren- und Zementindustrie.Info
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Description
Verfahren zum sogenannten Trockenprossen von geformten Gegenständen in der Tonwaren- und Zementindustrie. In der Ton-##,arenilid-uistrie (keramischen Industrie), wozu hier auch die Herstellung von Mauersteinen, Fliesen usw., gerechnet wird, #verden die geformten Gegenstände ge- wöhnlich aus plastischem Material mit einem Wassergehalt von zum Beispiel 20 bis<B>35</B> Volumenprozeut hergestellt. Sind die Gegen stände verhältnismässig dick, z. B. über<B>6</B> cm, so ist das Trocknen der geformten Gegen stände vor dem Brennen schwierig und vor allen Dingen zeitraubend. Ausserdem treten hierbei arössere Formänderungen auf. Das Bestreben ist daher darauf<B>e,</B> richtet, "e verhältnismässig trockenes Material zu ver arbeiten und dies in F ormen zu pressen. Dickere Gegenstände aber liessen sich nicht gut pressen, weil die geformten Gegenstände bereits nach kurzer Zeit rissen. Man vermu tete, dass die zwischen den Materüalteilchen eingeschlossene zusammengepresste Luft den Zusammenhang wieder vernichtete -und presste daher stufenweise, so dass nach dein Vorpres- sen der Luft- Gelegenheit geboten wurde, gro ssenteils zu ent%veiehen. Aber auch auf die- sein Wege wurde ein guter Erfolg nicht er zielt. Weiter hat man, besonders bei der Herstellung von Mauersteinen, versucht, die Luft dadurch entweichen zu lassen, dass man in den Pressformen Schlitze oder Löcher vor sah, oder diese Formen als Lamellen auf baute. Schliesslich hat man sooar den Vor schlag gemacht, in einem stark luftverdünn ten Raume zu pressen. Diese Vorschläge sind praktisch aber nicht durchführbar, aus dem Grunde, dass das feuchte Material die Eut- lüftungsöffnungen verstopft. Gemäss der Erfindung wird die Luft aus dem feuchten, losen Material vermittelst des durch Erwärmung des Naterials erzeugten -Wasserdampfes grossenteils ausgetrieben und werden die geformten Gegenstände aus dem warmem Material gepresst. Man kann das lose Material (Ton, Lehm, Chamotte oder sonstige zum Brennen geeig nete Stoffe bezw. Gemische) nach entspre chender Vorbereitung bis zu einem Wasser gehalt von<B>5</B> Volumenprozent bef ei--ichten und das eini,#,ermasseii feuchte Gemisch bis zur t# starken Wasseräampfentwicklung erhitzen. Hierzu genügt eine Temperatur von<B>5,5 '</B> bis <B>60 ' C.</B> Unter besonderen Umständen, zum Beispiel wenn es sich um sehr dünne stände handelt, kann man selbst mit noch niedrigeren Temperaturen ein gutes Ergebnis erzielen. Der auf diese Weise entwickelte W; asserdampf verdrängt so viel Luft, dass der Rest beim Pressen keinen Schaden anrichten kann. Das Wasser kann man vorteilhaft mit- iAst eines künstlichen Nebels in die Masse einführen. Auch kann man Sattdampf oder überhitzten Dampf verwenden und hierdurch gleichzeitig die gewünschte Temperatur er reichen. Bereits feuchtes Gemisch kann man in einem Rührapparat. in einer mit einem Heizmantel versehenen Fürderrinne oder auf ,onstige Weise erhitzen. Selbstverstäudlieh kann die Erwärmung des Materials ka-um Schwierigkeiten bereiten. Verwendet man eine bei gewöhnlicher Temperatur arbeitende Befeuehtungsvorriell- tung, so lässt man zweckmässig das Material nach dessen Befeuchtuno, eini-e Zeit stehen. damit das _N,#7asser sieh gleichmässig durch die Masse verteilen kann. Befeuchtet man mit Dampf, so sorgt der Wasserdampf dafür, dass die Feuchtigkeit schnell sämtliche Räunie 7wisehen den Teilchen füllt. Die Menge der in das zu pressende Mia- terial einzuführenden Wärme ist verhältnis- n ,' älli -, klein und kann durch die niedrigen Temperaturen ohne viel Kosten erzeugt wer den. Die noch warmen geformten Gegen stände können unmittelbar in den Ofen ",-e- el bracht werden, so dass die künstliche Troek- nung sofort beginnen kann. Ist 'das 3.Iaterial durch starkes Dampfen ganz entlüftet worden, so kann es unter Um ständen nach der Pressunig so dicht sein, dass die Trochnung bis ins Innere des Gegenstan des zu langsam erfolgen Nvürde. Es empfiehlt sieh dann, sofern die fertige Ware dies zu- lässt, teilweise eiiii"rmassen grobkörniges tD el Material zu verwenden, welches auch im ge- pressten Zustande etwas porös bleibt. Es ist klar, dass das neue Verfahren auch in der Zementindustrie, nämlich für die Her- z;tollung der Ziegel, Anwendung finden kann.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zum sogenannten Trocken pressen von geformten Gegenständen in der Tonwaren- und Zementindustrie, dadurch ge kennzeichnet, dass das feuchte, lose Material erwärmt wird, bis der Wasi#erdanipf die Luft grossenteils ausgetrieben hat. und dass das 31.aterial darauf in warinem Zustande" (r resst ep wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL114450X | 1924-10-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH114450A true CH114450A (de) | 1926-04-01 |
Family
ID=19775222
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH114450D CH114450A (de) | 1924-10-17 | 1925-05-04 | Verfahren zum sogenannten Trockenpressen von geformten Gegenständen in der Tonwaren- und Zementindustrie. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH114450A (de) |
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1925
- 1925-05-04 CH CH114450D patent/CH114450A/de unknown
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