CH114786A - Sicherheitseinrichtung, betätigt infolge von Ausschaltvorgängen in Ein- oder Mehrphasennetzen. - Google Patents

Sicherheitseinrichtung, betätigt infolge von Ausschaltvorgängen in Ein- oder Mehrphasennetzen.

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CH114786A
CH114786A CH114786DA CH114786A CH 114786 A CH114786 A CH 114786A CH 114786D A CH114786D A CH 114786DA CH 114786 A CH114786 A CH 114786A
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Haftung Siemens- Beschraenkter
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Siemens Schuckertwerke Gmbh
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  • Control Of Eletrric Generators (AREA)

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  Sicherheitseinrichtung, betätigt infolge von     Ausschaltvorgängen    in Ein-     oder          IVIehrphasennetzen.       Schaltvorgänge in Wechselstromnetzen,  die bestimmte     Leitungs-    oder Netzteile tren  nen, haben sehr oft     Betriebsbedingungen    in  den     auseinandergerissenen    Teilen zur Folge,  die ein Anzeigen dieses Schaltvorganges not  wendig machen, oder die in Abhängigkeit  von diesem     Schaltvorgange    weitere     Schalt-          oder    Regelvorgänge oder andere betriebs  technische Massnahmen zur Erreichung oder  Aufrechterhaltung eines beabsichtigten Be  triebszustandes erfordern.

   Es ist bekannt,  solche vom Ausschalten abhängigen Vor  gänge durch Schliessen oder Öffnen von     Xon-          takten    zu erreichen; die zwangsläufig mit  dem ausfallenden Schalter gekuppelt sind.  Es sind auch Einrichtungen bekannt, die die  notwendigen Massnahmen dadurch veranlas  sen, dass die unzulässigen Betriebszustände,  zum Beispiel Spannungserhöhung,     Wirk-          leistungsüberschuss        usw.,    in den abgeschal  teten Netzteilen festgestellt werden und  bei denen in Abhängigkeit von dieser Fest  stellung die beabsichtigte, durch den Schalt-         vorgang    notwendig gewordene Betriebsmass  nahme veranlasst wird.  



  Diese bekannten Einrichtungen haben  einerseits den Nachteil, dass sämtliche in  Betracht kommenden Schalter, die zwischen  zwei bestimmten Netzteilen oder zwischen  zwei bestimmten Maschinen liegen, mit sol  chen Vorrichtungen ausgerüstet werden müs  sen, oder es müssen sich erst unzulässige Be  triebszustände eingestellt haben, wenn durch  ihre Feststellung Betriebsvorgänge ausgelöst  werden sollen.  



  Tritt in einem Wechselstromnetz eine  Trennung von Netzteilen auf, so laufen  beide Teile selbständig mit eigenem     Blind-          leistungs-    und     Wirkleistungsausgleich    weiter.  



  Wenn der Schalter im Augenblick des       Ausschaltens    irgendwelchen Ström, das heisst  irgendwelchen Blind- oder     Wirkleistungs=          übergäng    -unterbrochen hat, so wird die  Wirk- und Blindleistungsbilanz in beiden  Netzteilen gestört.

   Man kann erfahrungs-           #emä.ss    annehmen, dass eine solche Ausschal  tung nicht vor sich geht, ohne     da.ss    eine, wenn  auch noch so kleine Wirkleistung dabei     un-          terbrochen    wird, oder dass wenigstens der  Schalter im Falle des     Nichtausfallens    in kür  zester Zeit nach dem Schaltvorgang     eine          @-ewisse        Wirkleistung    geführt hätte.

   Infolge  dessen entsteht mit Sicherheit in dem einen  -Netzteil ein     Energieüberschuss,    in dem an  dern aber ein     Fehlbetrag    an Energie; beide       \verden    zwar im günstigsten Falle von den  Reglern der in beiden Netzteilen arbeiten  den     Kraftmaschinen    wieder ausgeglichen;  (lies kann aber     erst        geschehen,    nachdem sich  die gestörte Wirkleistungsbilanz auf die  Drehzahl der     Kraftmaschine    und damit auf  den     Kraftmaschinenregler    ausgewirkt hat..

    Vorbedingung für einen solchen     Regelvor-          (,Vang    ist deshalb stets eine Veränderung der       Winkelgeschwindigkeit    der Kraftmaschine       und    damit eine Veränderung der Winkel  geschwindigkeit des     -Spannungsvektors.        LTn-          mittelbar    nach dem Ausschaltvorgang eilt  also der Spannungsvektor des einen Netzteils  vor, der andere nach.  



  Nach der Erfindung soll nun die nach  dem Schaltvorgang     auftretende        jt'iril@elver-          cIniebung    zwischen den     Spannungsvektoren     der voneinander abgeschalteten Netzteile in  einer Einrichtung wirksam gemacht werden.  Zur Feststellung dieser Winkelverschiebung  können zum Beispiel     Drehspuleninstrumente     nach Art der     Leistungsfaktormesser    benutzt  werden. Es     können    auch Relais verwandt  werden,     iie    zwei     Spannungsspulen    haben.

    Jede Spule     hängt    an einem Netzteil, beide  Spulen sind so geschaltet,     dass    sich ihre     NVir-          kungen    aufheben, wenn die Netzteile ver  bunden sind. Tritt eine     Winkelverschiebmig     der beiden Spannungsvektoren auf, so ist       keine    vollständige gegenseitige Aufhebung  der     Spulenwirkungen    vorhanden, der Relais  anker wird aus seiner Ruhelage bewegt und  kann durch eine     rneelianische    oder elektrische  Festhaltevorrichtung zum Verweilen in der       Anzeigestellung    gezwungen werden.

   Bei einer  Winkelverschiebung von 180   tritt sogar bei       solchen    oder ähnlich 'gebauten Apparaten    eine voll unterstützende Wirkung beider     Spu-          lensysteme    auf.  



  Diese     Vorrichtungen    zur Feststellung des  Ausschaltvorganges können natürlich ohne  weiteres dazu benutzt werden, Signalein  richtungen, wie Lampen, Glocken,     Hupen     usw., in Tätigkeit zu setzen; sie können  aber auch     irgendwelche    andern Schalt-, Re  gel- oder sonstigen Betriebsvorgänge auslösen.

    Arbeitet zum Beispiel in dem einen Netz  teil ein     Wasserturbinengenerator,    dessen  Turbine keinen     Drehzahlregler    hat, so be  steht die     (lefahr,    dass er bei Ausfall der       Kupplung    mit dein grösseren Kraftwerk die  Frequenz seines Netzteils hochtreibt und  alle Motoren     rnizulässig        beschleunigt.    In  diesem falle     bann    auf die beschriebene Meise  in Abhängigkeit vom     Vorgange    nach dem  Ausschalten das Absperrventil     dieser-Wasser-          turbine    verstellt werden.

   Auch bei Genera  torsätzen, die mit Drehzahlregler arbeiten,  kann ein Ausfallen der Kupplung Gefahren  bringen, wenn der Generator dadurch stark  entlastet wird und infolge     Fehlens    eines  Schnellreglers     durch    den verminderten     Ohm-          sehen        Spannungsabfall    eine starke Spannungs  erhöhung eintritt. In diesem Falle könnte  die Erregung des Generators in Abhängig  keit vom     Vorgange    nach dem Ausschalten  beeinflusst     werden.     



  Eines der bedeutendsten Anwendungs  gebiete der Erfindung ist die Regelung des       Blindleistungsüberscliusses    in abgeschalteten  Netzteilen. Unterbricht nämlich der Schal  ter einen grösseren     Blindleistungsfluss,    so  steigt die Spannung des     bisher    Blindleistung  liefernden Netzteils     erlieblicln    an, gefährdet  sämtliche     Beleuchtungseinrichtungen    und ver  hindert das Ausfallein der Spannungsauslöser.  Dies ist besonders dann unangenehm, wenn  in den Blindleistung erzeugenden, abgeschal  teten 'Netzteilen keine Wirkleistung erzeugt  wird.

   In diesem Falle kann nach der Er  findung nach Ausfallen des Kupplungs  schalters sofort ein     Zusammenbrechen    der       Blindleistungserzeugung    im abgeschalteten  Netzteil erreicht werden, zum Beispiel da  durch,     dass    bei Ansprechen der     Einrichtung.         welche die Winkelverschiebung der Span  nungsvektoren in den abgeschalteten Netz  teilen feststellt, ein Relais betätigt wird,  das den Erregerstromkreis der     Blindleistungs-          masehine    unterbricht.  



  Der wesentlichste Vorzug der Erfindung  liegt aber vielleicht in folgendem: Steht  zum Beispiel in einem Leitungsnetz am  Punkte der grössten Entfernung von dem  Kraftwerk eine     Blindleistungsmaschine,    so  gefährdet das Ausfallen irgend eines der       vielen        hintereinanderliegenden    Schalter, seien  es     Sammelschienenschalter    oder solche an  Transformatoren, die abgeschalteten Netz  teile, denn in jedem Falle wird der Wirk  leistungserzeuger vom     Blindleistungserzeuger     getrennt.

   Werden die beiden Anschlüsse der  die Winkelverschiebung feststellenden Vor  richtung in möglichst grosser Entfernung,  das heisst einmal an der     Blindleistungs-          maschine,    das andere Mal an dem Generator  angebracht, so werden mit einem einzigen  Apparat und mit nur zwei Leitungen sämt  liche trennenden Schaltvorgänge in diesem  Netz erfasst.  



  In Anlagen, in denen die Gefahr  momente durch verschiedene Maschinen, das  heisst durch verschiedene Wirk- oder Blind  leistungsmaschinen bedingt sind, kann eine  Zusammenstellung von mehreren Relais oder  sonstigen feststellenden Vorrichtungen an-    geordnet werden, die unter sich so geschaltet  sind, dass die verschiedenen möglichen     Ge-          fahrkombinationen    von einem der Relais usw.  erfasst werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung, die zur 'Wirkung kommt infolge von Ausschaltvorgängen in Ein- oder Mehrphasennetzen, dadurch gekenn zeichnet, dass die nach dem Schaltvorgang auftretende Winkelverschiebung zwischen den Spannungsvektoren der voneinander ab geschalteten Netzteile in der Einrichtung wirksam ist. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe Be triebsvorgänge auslöst. 1.
    Einrichtung nach dem Patentanspruch, gekennzeichnet durch Relais mit zwei Spannungsspulen, von denen jede an einem Netzteil liegt, wobei die Spulen so geschaltet sind, dass sich ihre Wirkungen aufheben, wenn die Netzteile verbunden sind.
CH114786D 1924-06-27 1925-05-18 Sicherheitseinrichtung, betätigt infolge von Ausschaltvorgängen in Ein- oder Mehrphasennetzen. CH114786A (de)

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