CH114910A - Poröses Füllmittel für Behälter zur Aufspeicherung von Gasen, insbesondere Azetylen. - Google Patents
Poröses Füllmittel für Behälter zur Aufspeicherung von Gasen, insbesondere Azetylen.Info
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Description
Poröses Füllmittel für Behälter zur Aufspeicherung von Gasen, insbesondere Azetylen. Die Erfindung betrifft ein poröses Füll- mittel für Behälter zur Aufspeicherung von Azetylen oder andern Gasen, sei es direkt oder mittelst Flüssigkeiten.
Dasselbe umfasst Stücke, zum Beispiel Kugeln, die wenigstens zum Teil aus einem fein zerteilten, zum Bei spiel faser- oder pulverförmigen oder körni gen porösen Stoff und einem geeigneten Bindemittel hergestellt sind und einen losen, fein zerteilten, zum Beispiel ebenfalls faser- oder pulverförmigen oder körnigen, porösen Stoff, der zum Ausfüllen der Zwischenräume zwischen den Stücken im Behälter dient. Ein derart zusammengesetztes Füllmittel wird allen Bedingungen gerecht, die hinsichtlich der Porosität und der Explosionssicherheit an ein solches Mittel gestellt werden können.
Um den erwähnten Stücken die erforder liche Festigkeit zu geben, kann man unter Umständen der Masse, aus der sie hergestellt werden, einen zähen, faserförmigen Stoff, beispielsweise Asbest, zusetzen.
Als ein für das Füllmittel nach der Er findung besonders geeigneter Stoff ist Kieselgur zu erwähnen. Die Herstellung einer aus diesem Stoff bestehenden Masse kann in der Weise erfolgen, dass Kieselgur mit einem Bindemittel gemischt wird, ge gebenenfalls unter Zusatz eines faserigen Verstärkungsstoffes, so dass sich ein Teig bildet, der dann in Stücke von gewünschter Grösse zerteilt und zum Erstarren gebracht wird. Zum Ausfüllen der Zwischenräume kann lose Kieselgur verwendet werden, die finit den Stücken innig gemischt wird.
Die Menge der zugesetzten gieselgur muss so gewählt werden, dass sie das Zusammensinken des in den Behälter eingefüllten Füllmittels bei der Beförderung des Behälters oder all gemein nach Ablauf einer gewissen Zeit ver hindert, das heisst die Zwischenräume zwi schen den Stücken müssen vollständig mit Kieselgur ausgefüllt werden. - Die erforder liche Menge loser Kieselgur richtet sich nach der Form und Grösse der Stücke und kann durch Versuche festgestellt werden.
Das Mischungsverhältnis der genannten Stoffe kann wie folgt gewählt werden: Kieselgur 500 bis 1000 gr Zement 250 bis 500 gr. An Stelle des Zementes kann 400 bis 500 --r Zinkoxyd und 100 bis ?00 gr Zinkchlorid verwendet werden. Ge\yebenenfalls können 10 bis 100 gr As best zugesetzt werden.
Zur Ausfüllung der Zwischenräume genügt zirka 30 Kiesel- Die erwähnte Mischung des fein zer teilten Stoffes mit dem Bindemittel kann in einer Mischmaschine ausgeführt werden, die mit einer die Masse zerteilenden Vor- riehtung in Form von Stäben oder derglei chen versehen ist, so dali die Mas:
@c gleich- zeitig in Stücke von gewünschter Grösse zer teilt wird, wobei das Mischen, beziehungs weise das Zerteilen zweckmässig bis zum Er starren des Bindemittels fortgeseizi: wird. Es ist dabei nicht notwendig, den Slücken gleiche Grösse oder regelmässige Form zii geben.
Die verwendeten Stücke, zum Beispiel Kugeln, brauchen nicht durcligängi,r aus einem fein zerteilten, also zum Beispiel faser- oder pulverförmigen oder körnigen Stoff zii bestehen.
Beispielsweise können diese Stücke auch so hergestellt werden, dass ein Kern aus einem porösen Stoff in Kugel- oder an derer Gestalt mit einer Schicht von faser- oder pulverförmigem oder körnigem Stoff mit Hilfe eines Bindemittel:
umkleidet wird. Als Kern kann irgend ein poröser Stoff -Verwendung finden, beisliiels%veise Holz kohle, die sehr porös ist,
infolge ihrer Sprö- digli#eit jedoch nur schlecht allein als Füll mittel für die hier in Betracht kommenden Zwecke verwendet werden kann. Als LTin- kleidungsstoff derartiger Iicrnstüche ist Kieselgur mit einem Bindemittel besonders @@eeignet. Hierbei kann auf zirl;
, 10 Liter Holzkohle das oben beispielsweise angegebene Mischungsverhältnis zwischen Kieselglir und Bindemittel kommen.
Für das Anbringen der ITmkleidun- werden beispiels\veise mit. 'NZTiisser angefeuch- tete Holzkohlestücke von geeigneter Grösse zusammen mit Kieselgur oder einem andern frier- oder pulverförmigen oder körnigen 'Stoff und einem Bindemittel in eine Misch-
EMI0002.0083
maschine <SEP> einaebraeht.
<SEP> wobei <SEP> während <SEP> des
<tb> Mischens <SEP> die, <SEP> Kohlestiieke <SEP> mit <SEP> einer <SEP> Schicht
<tb> aus <SEP> diesem <SEP> Stoff <SEP> umkleidet <SEP> werden. <SEP> die <SEP> von
<tb> dem <SEP> Bindemittel <SEP> fest--(,halten <SEP> wird. <SEP> Auch <SEP> in
<tb> diesem <SEP> Falle <SEP> kann <SEP> dem <SEP> Unil-ileidtingsstoff'
<tb> (-in <SEP> Verstä <SEP> rkungsstoff <SEP> zugesetzt <SEP> werden. <SEP> G(' wünschtenfalls <SEP> können <SEP> die <SEP> Kernstiiclz(- <SEP> durch
<tb> Abschleifen <SEP> in <SEP> einer <SEP> Trommel <SEP> oder <SEP> dergIei cben <SEP> bearbeitet <SEP> werden. <SEP> Die <SEP> so <SEP> gebildeten
<tb> Stücke <SEP> werden <SEP> dann <SEP> mit <SEP> einem <SEP> losen.
<SEP> po rösen, <SEP> frier- <SEP> oller <SEP> pulverförmigen <SEP> oder <SEP> hör nigen <SEP> Stoff, <SEP> wie <SEP> liieselgur, <SEP> gemischt <SEP> und
<tb> in <SEP> der <SEP> beschri(_benen <SEP> Weise <SEP> in <SEP> den <SEP> Behälter
<tb> eingefüllt, <SEP> wobei <SEP> das <SEP> Mischen <SEP> dur <SEP> Stück( und <SEP> des <SEP> losen <SEP> Stoffes <SEP> innerhalb <SEP> oder <SEP> ausser halb <SEP> des <SEP> Behälters <SEP> ;tnsgeführt <SEP> werden <SEP> kann.
<tb>
Als <SEP> Beispiele <SEP> für <SEP> faserförmige <SEP> Stoffe,
<tb> die <SEP> sich <SEP> für <SEP> das <SEP> Füllmittel <SEP> nach <SEP> der <SEP> Er findung <SEP> eignen. <SEP> sind <SEP> Asbest. <SEP> Zellulose. <SEP> Seide
<tb> oder <SEP> andere <SEP> für <SEP> Füllmittel <SEP> von <SEP> Behältern
<tb> zur <SEP> Aufspeichr#riuitg <SEP> von <SEP> (iaseii <SEP> bekannte
<tb> Faserstoffe <SEP> zu <SEP> (erwähnen. <SEP> Als <SEP> körnige <SEP> oder
<tb> pulverförmige <SEP> Stoffe <SEP> sind <SEP> ausser <SEP> Kieseldur
<tb> noch <SEP> 7,iegelnielil. <SEP> Bini:
tuin <SEP> oder <SEP> ähnliche
<tb> Stoffe <SEP> @iiizufülireii. <SEP> Alle <SEP> di(#se <SEP> Stoffe <SEP> kön nen <SEP> entweder <SEP> für <SEP> Stücke <SEP> oder <SEP> als <SEP> Zwischen füllstoffe <SEP> verwendet <SEP> werden. <SEP> Als <SEP> Binde mittel <SEP> sind <SEP> Zement, <SEP> Zinkchlorid <SEP> oder <SEP> der gleichen <SEP> zu <SEP> nennen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Poröses Füllmitt@#l für Behälter zur Auf speicherung von Gasen, insbesondere Azety len, gehennzeiclin-@t durch Mücke, die wenig stens zum Teil ;ius einem fein zerteilten, porösen Stoff und einem Bindemittel her gestellt sind, und durch einen losen, fein zer teilten, porösen Stoff, der die im Behälter entstehenden Zwi;chenräumc zwischen den Stücl#:en ausfüllt. LTNTERANSPRüCHE 1.Poröses Füllmittel nach Patentanspruch. dadurch gehennzei(@hnet, dass die Stucke durch einen zähen, faserförmigen Stoff verstärkt sind. ?. Poröses Füllmittel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stücke aus einem Kern aus porösem Stoff mit einer Umkleidung eines fein zerteilten, porösen Stoffes mit Bindemittel bestehen.i. Poröses Füllmittel nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umklei dung durch einen zähen, faserförmigen Stoff verstärkt ist. Poröses Füllmittel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stücke wenigstens teilweise aus Kieselgur und einem Bindemittel bestehen. 5. Poröses Füllmittel nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kiesel- ur ein zäher, faserförmiger Verstärkungs stoff zugesetzt ist. t,. Poröses Füllmittel nach Unteranspruch 2, dadurch ekennzeichnet, dass die Umklei <B>en</B> Jung wenigstens teilweise aus Kieselgur und einem Bindemittel besteht. 7.Poröses Füllmittel nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Um kleidungsmasse aus Kieselgur ein zäher, faserförmiger Verstärkungsstoff zugesetzt ist. B. Poröses Füllmittel nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kerne aus Holzkohle bestehen und mit Kiesel gur und einem Bindemittel umkleidet sind, wobei lose Kieselgur zum Ausfüllen der Zwischenräume dient.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE114910X | 1924-05-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH114910A true CH114910A (de) | 1926-05-17 |
Family
ID=20294070
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH114910D CH114910A (de) | 1924-05-27 | 1925-03-24 | Poröses Füllmittel für Behälter zur Aufspeicherung von Gasen, insbesondere Azetylen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH114910A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1012941B (de) * | 1954-10-18 | 1957-08-01 | Knapsack Ag | Verfahren zur gefahrlosen Aufbewahrung von tiefkalten fluessigen Azetylen-Loesungen |
-
1925
- 1925-03-24 CH CH114910D patent/CH114910A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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