CH323527A - Vorrichtung zum Einführen einer vorbestimmten Menge eines Systeminsekticides unter die Bodenoberfläche - Google Patents

Vorrichtung zum Einführen einer vorbestimmten Menge eines Systeminsekticides unter die Bodenoberfläche

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CH323527A
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Spencer Hartley Gilbert
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Fisons Pest Control Ltd
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Description


  



  Vorrichtung zum Einführen einer vorbestimmten Menge eines   Systeminsekticides    unter die   Bodenoberfl#che   
Im   Kampf    gegen die   Pflanzensch#dlinge    werden seit einiger Zeit mit gutem Erfolg sogenannte Systeminsekticide verwendet, das sind Giftstoffe, welche in den Saftstrom der   Pflanzenblatter und-wurzeln    eintreten und die Pflanzen so während mehrerer Wochen für die Insekten giftig maehen können.

   Wenn naeh diesem Verfahren   Pflanzungen    grösserer Pflanzen, wie von   Kakaobäumen    oder   Kaffee-      str#uchern,    aber auch kleinere Pflanzen in   Treibhäusern und Frühbeeten und    Topfpflanzen behandelt werden sollen, ist es wünsehenswert, den Wurzeln jeder einzelnen Pflanze eine richtig bemessene Menge des In  sekticides zuzuf#hren.   



   Bekannte Systeminsektieide sind z. B. : l.. Verbindungen mit der   folgenden allge-    meinen Strukturformel
EMI1.1     
 worin   Rl,      R2,    R3 und R4 je eine   Alkyl-oder      Zybloalkylgruppe mit nicht    mehr als 8 Koh  lenstoffatomen,      Ri    und   Rg a. ber auch    ein Wasserstoffatom bedeuten können und X ein Fluoratom oder die Azidogruppe N3 darstellt.
2. Verbindungen der allgemeinen Struk  turformel    :
EMI1.2     
 worin   Ri-R4    die gleiche Bedeutung haben wie oben.



   Andere wichtige Insektieide weisen die folgende allgemeine Strukturformel auf :
EMI1.3     
 worin Ri und R2 eine Alkylgruppe mit nicht mehr als 8 Kohlenstoffatomen darstellen und R3 eine Alkylkette bedeutet, welche durch ein oder mehrere S-oder 0-Atome unterbrochen sein kann. Ein Beispiel einer solchen   Verbin-    dung ist das Diäthyl-äthylmereaptoäthyl-thiophosphat, formuliert als    (C2H50)    2P (S)   OC2H4SC2H5    oder  (C2H5O)2P(O)SC2H4SC2H5
Da die verwendeten   Insekticide    auch   f#r    den Menschen starke Gifte darstellen, sollten sie dem Verbraucher in einer Form abgegeben werden, welche ein   Lagern imd Anwenden    ohne unzulässige Risiken ermöglicht.



   Das vorliegende Patent betrifft eine   Vor-    richtung, mit welcher giftige Stoffe ohne Gefahr in Einheiten   vorbest. immter Grosse abge-    teilt und diese verpackt, transportiert und in den Boden eingeführt werden können. Die erfindungsgemässe Vorrichtung besteht aus einem Schaft, der   stars    genug ist, um in den Boden getrieben werden zu können, und einem daran befestigten   Endstüek,    welches das eine Ende des Schaftes umgibt, wobei dieses Endstüek mindestens teilweise aus einer vorbestimmten Menge eines Systeminsekticides besteht und mit einem plastischen Material überzogen ist, welches sich in annehmbarer Zeit in der   Bodenfeuchtigkeit    auflöst.



  Beim Gebrauch kann diese Vorrichtung mit dem Endstüek nach unten in den Boden getrieben werden.



   Ferner betrifft das Patent ein Verfahren zur Herstellung der genannten Vorrichtung, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man zwecks Herstellung des Endstüekes ein gegen Wasser genügend beständiges Systeminsek  ticid    mit Wasser und einer Flüssigkeit aufnehmenden, erhärtbaren Substanz   anmacht,    das hierbei gebildete plastische Material in die gewünsehte Form bringt und dann   erhär-    ten lässt.



   Es ist von Vorteil, am obern Ende des Schaftes eine Ose oder einen Haken anzubringen, welehe den doppelten Zweck haben, die Handhabung der Vorrichtung zu erleichtern und das Anbringen einer Etikette zu ermöglichen, um die Stelle zu markieren, wo das In  sekticid    in den Boden eingeführt worden ist.



   Das Kopfende des Schaftes ist   vorzugs-    weise mit Einbuchtungen oder Kerben zur besseren Befestigung des   Endstüekes    versehen. Es kann auch zum Festhalten des   End-    stüekes als einfaeher oder doppelter Haken ausgebildet sein oder eine andere, das Festhaften erleichternde. Form aufweisen.



   Das Endstüek kann aus einem festen Insektieid hergestellt werden, das einen geeigneten Schmelzpunkt aufweist (z. B. Bis-iso  propyl-amino-fluoro-phosphin-oxyd,    Smp.



  65  C), indem das Kopfende des Sehaftes in die geschmolzene Substanz getaucht, wieder herausgezogen und die anhaftende Schmelze erstarren gelassen wird. Die Menge der das   Endstüek    bildenden Substanz kann durch die Eintauchtiefe und die Viskositätseigenschaften der Schmelze beeinflusst werden, weleh letztere wiederum von der Temperatur und der   Beimisehu. ng    inerter Füllstoffe abhängig sind. Eine grössere mechanische Festigkeit kann erzielt werden, indem der Schmelze Asbestfasern oder   ähnlieh    faserige Fiillstoffe zugesetzt werden.



   Das erstarrte   Endstüek    wird mit einer dünnen Schicht aus plastischem Material überzogen, das naeh dem Trocknen eine glatte Oberfläche ergibt und sich in der Bodenfeuchtigkeit in annehmbarer Zeit auflöst, dagegen nicht so hygroskopisch sein darf, dass eine Lagerung in feuehter Atmosphäre unmöglich wird. Geeignete Materialien sind Gummiharze und   Gelatine. Auch Zellulose-       aceta. tphthala. te oder Zelluloseaeetatbutyrat-    phthalat sind verwendbar, vorausgesetzt, dass die gebrauchten   Insektieide    keine   Losungs-    wirkung auf   diese Überzugsstoffe ausüben.   



  Das   Giftstoffendstüek    kann in eine   Losung    eines Überzugsmaterials getaucht und dann getrocknet werden. Die Herstellung   des Über-    zuges kann aber auch durch Aufspritzen oder auf, eine andere geeignete Weise erfolgen. Um die Neigung zu. Rissbildung zu verringern. kann der Lösung   des #berzugsmaterials auch    ein faseriger Füllstoff, wie Asbest oder Baumwollinters, zugesetzt werden.



   Wenn das verwendete   Insekticid    eine Flüssigkeit ist, kann es in eine inerte, feste Trägersubstanz eingearbeitet werden. Man kann z. B. einen porösen, zementartigen Körper herstellen und diesen den Giftstoff aufsaugen lassen. Das so erhaltene   Endstiiek    kann auf gleiche Weise wie bei der Verwendung eines festen   Insekticides    mit einem wasserlöslichen Überzug versehen werden.



   Eine gute Methode zur   Herstellung    von   Endst#cken,    welche flüssige, unter neutralen Bedingungen   stabile Insekt, icide enthalten      (z.    B. Bis-dimethylamino-fluorophosphin-oxyd oder   Bis-dimethylamino-phosphonanhydrid),    besteht darin, hydraulischen Gips (Pariserpflaster) mit einer wässerigen   Losung des    In  sekticides    zu vermischen und die Mischung   erstarren ZU lassen.   



   Auf die gleiche Weise kann ein wasserlösliches, gegen Wasser mässig, aber nicht auf die Dauer stabiles Insektieid (wie   Dimethyl-       amino-monoisopropylamino-fluorophosp hin-    oxyd oder   Dimethylamino-monoisopropyl-    amino-azido-phosphinoxyd) verarbeitet werden, vorausgesetzt, dass man die erhaltenen Endstücke anschliessend trocknet.



   In Wasser nicht oder nur wenig losliche   Insekticide    (etwa Stoffe mit der vorstehend angegebenen Strukturformel III) können in wässerige Emulsionen übergeführt und dann in gleieher Weise verarbeitet werden.



   Auf 100   g    trockenen,   hydraiilischen    Gips werden vorzugsweise bis zu 25 g flüssiges Insektieid verwendet. Ist die   Giftstoffmenge    er  heblieh    grosser, so lässt die Härte des Pro  duktes zu wünschen übrig, und    es können erhebliche Mengen des Insektizides   ausge-    sehwitzt werden.



     Uni    eine bearbeitbare Paste zu erhalten, muss eine grössere Wassermenge zugestzt werden, als sie zur Umwandlung des Kaliumsu] fat-hemihydrates in das Dihydrat erfor  clerlich    ist. Bevorzugt wird eine Mischung aus
100 Teilen Gips,    20    Teilen flüssigem   Insektieid    und
50 Teilen Wasser.



     Das Mischen muss rasch erfolgen,    da die Mischung   sehnell    abbindet. Man taucht das Kopfende eines hölzernen Stabes in die Mi  sehung oder giesst diese    in eine Form, in welche das   gekerbte    Ende   eines Drahtst#ckes    eingelegt wurde, und lässt sie dann erstarren.



   Ein anderer Weg zur Herstellung eines festen Endstückes ist der folgende   :   
Zu einer   Gummiharzlosung    in Wasser wird das wasserlösliche   Systeminsekticid    zugesetzt und dann in die Mischung ein mineralischer Füllstoff (Kieselgur oder Kaolin) eingearbeitet, bis eine ziemlich steife Paste entsteht. Ein in die   Paste getauchtes    Drahtende überzieht sich mit einer dünnen Schicht, welche in trockener Atmosphäre etwa in einer halben Stunde genügend trocknet und   er-      h#rtet,    um. ein abermaliges Tauchen zu   erlau-    ben. Auf diese Weise kann in mehreren Schichten die gewünschte Stoffmenge aufgetragen werden.

   Das gebildete   Endst#ck    ist nicht so hart wie der unter Verwendung von Gips hergestellte, doch reicht die Festigkeit für den vorgesehenen Verwendungszweck aus, wenn er in beschriebener Weise mit einem Überzug versehen wird.



     Einegeeignete    Tauchmischung hat die folgende Zusammensetzung :   Bis-dimethylamino-fluoro-    phosphin-oxyd 30 Gewiehtsteile Wasser 20   #    Gummiarabicum 3   #    Kaolin 25  
Die Herstellung der erfindungsgemässen Vorrichtung ist einfach, ungefährlich und billig. Keine komplizierten maschinellen Vorrichtungen sind erforderlich. Die fertigen Stäbe können leicht in Schachteln verpackt, transportiert und gelagert werden. Infolge ihres Gewichtes und ihrer beträchtlichen Länge gehen sie nicht leicht   unbeachtet    verloren.



   Um zu verhüten, dass die Vorrichtung zu einem andern als dem vorgesehenen Zweck verwendet wird, kann dem die äussere Schicht bildenden Material noch ein Farbstoff und eine unangenehm riechende Substanz (z. B.



     Äthyl-isothiocyanat)    sowie ein schlecht  sehmeckender    Stoff (z. B. 2-Merkapto-benzthiazol) zugesetzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Vorrichtung zum Einf#hren einer vorbestimmten Menge eines Systeminsekticides unter die Bodenoberfläche, dadurch gekenn- zeichnet, da# sie aus einem zum Eintreiben in den Boden genügend starken Schaft und einem daran befestigten, das eine Ende des Schaftes umgebenden Endstüek besteht, welehes wenigstens zum Teil aus einer varbestimmten Menge des Insekticides besteht und mit einem plastischen Material #berzogen ist, das sieh innert annehmbarer Zeit in der Bo denfeuchtigkeit aufl#st.
    UNTERANSPR#CHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Endstiiek aus einem festen Systeminsekticid besteht.
    2. Vorrichtung na. ch Patentanspruch 1 und Unteransprueh l, dadurch gekennzeichnet, dass das Endstüek aus Bis-isopropylamino- fluorophosphin-oxyd besteht.
    3. Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Endstiiek aus einem festen, inerten Träger und einem darin verteilten flüssigen Systeminsekticid besteht.
    4. Vorrichtung naeh Patentansprueh I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeiellnet, dass das Endst#ck als flüssiges Insekticid- Bis-dimethylamino-fluorophsophin-oxyd enthält.
    5. Vorrichtung nach Patentanspruch 1 und Unteransprueh 3, dadurch gekennzeich- net, dass das Endstüek als flüssiges Insekticid Bis-dimethylamino-azidophosphin-oxyd ent h#lt.
    6. Vorrichtung nach Patentanspruch I und Unteransprueh 3, dadurch gekennzeich- net, dass das Endstüek als flüssiges Insekticid Dimethylam@no - monoisopropylamino - fluorophosphin-oxyd enth#lt.
    7. Vorrichtung nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich- net, dass das Endstüek als flüssiges Insekticid Bis-dimethylaminophosphono-anhydrid ent hält.
    8. Vorrichtung nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich- net, dass das Endstiiek als flüssiges Insekticid Dimethylamino-monoisopropylamino-azido phosphin-oxyd enth#lt.
    9. Vorrichtung naeh Patentanspruch I und Unteransprueh 4, dadurch gekennzeich- net, dass das Endstüek als flüssiges Insekticid Di#thyl-#thylmerkapto#thyl-thiophosphat ent h#lt.
    10. Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das plastisehe #berzugsmaterial ein Gummiharz ist.
    11. Vorrichtung nach Patentanspruch I@ dadurch gekennzeichnet, dass das plastische Überzugsmaterial aus Gelatine besteht.
    12. Vorrichtung nach Patentanspruch I@ dadurch gekennzeichnet, dass das plastische #berzugsmaterial ein Zelluloseacetat-phthalat ist.
    13. Vorrichtung naeh Patentanspruch I. dadurch gekennzeichnet, dass das plastische Überzugsmaterial ein Zelluloseaeetat-butyrat- phthalat ist.
    PATENTANSPRUCH II Verfahren zur Herstellung der Vorrich- tung nach Patentanspruch I, dadurch gekenn- zeichnet, dass man zweeks Herstellung des Endst#ckes ein gegen Tasser genügend be ständiges Systeminsekticid mit Wasser und einer Flüssigkeit aufnehmenden, erhärtbaren Substanz anmacht, das hierbei gebildete plastische Material in die gewünsehte Form bringt und dann erhärten lässt.
    UNTERANSPR#CHE 14. Verfahren naeh Patentansprueh II, dadurch gekennzeichnet, dass man als Flüssig- keit aufnehmende, erhärtbare Substanz Gips verwendet.
    15. Verfahren naeh Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man als Flüssig- keit aufnehmende, erhärtbare Substanz ein Gemiseh aus einem mineralischen F#ller und Gummiharz verwendet.
CH323527D 1952-06-16 1953-06-15 Vorrichtung zum Einführen einer vorbestimmten Menge eines Systeminsekticides unter die Bodenoberfläche CH323527A (de)

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