CH115403A - Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Leiters mit gleichförmig verteilter induktiver Belastung. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Leiters mit gleichförmig verteilter induktiver Belastung.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Leiters mit gleichförmig verteilter . induktiver Belastung. - Krarupleiter, das heisst Leiter mit gleich förmig verteilter induktiver Belastung, wer den zur Zeit ausnahmslos in der Weise her gestellt, dass der ferromagnetische Belastungs stoff als Draht oder Band in der zur Errei chung der gewünschten Induktivität des Lei ters erforderlichen Schichtdicke um den Kup ferleiter gewickelt wird. Dabei muss das Be- wicklungsmaterial genügend fein dimensio niert sein,
um den in der Belastungsschicht auftretenden Wirbelströmen einen .genügen den Widerstand entgegenzusetzen. Das Zie hen oder Walzen des Belastungsmaterials auf sehr geringe Stärken ist aber umständ lich, und die Bewicklung des Leiters mit der artig dünn dimensioniertem Material erfor dert bei der begrenzten Tourenzahl der Be- wicklungsmaschinen sehr viel Zeit.
Nachtei lig ist ferner, dass eine derartige Bewicklung nicht dicht am Leiter anliegt; dadurch kommt die ferromagnetische Schicht ausserhalb der magnetisch wirksamsten Zone zu liegen; ausserdem können entstehende Hohlräume bei Tiefseekabeln zum Bruch der Isolation füh- ren. Schliesslich ist man bei der Auswahl des ferromagnetischen Stoffes auf hochduk- tile Legierungen - angewiesen, während die nicht schmied-, walz- und ziehbaren Legie rungen für das Verfahren nicht in Frage kommen.
Man hat auch vorgeschlagen, den f erro- msgnetischen Stoff elektrolytisch auf den Leiter aufzutragen. Dieses Verfahren führt aber zu einer ganz ausserordentlichen Er höhung des Verlustwiderstandes, sä dass es schon aus diesem Grunde unanwendbar er scheint. Zudem ist dieses. Verfahren gerade bei gewissen Eisenlegierungen, die bei den in Frage kommenden geringen Feldstärken eine hohe Permeabilität besitzen, nicht ausführbar.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfin dung bildet ein Verfahren zur Herstellung eines Krarupleiters, das dadurch gekennzeich net ist; dass der Belastungsstoff in flüssiger Form durch Aufspritzen auf den elektrischen Leiter aufgetragen wird.
Metallspritzverfahren sind an sich be kannt. Ihre Anwendung auf das vorliegende Gebiet ist jedoch neu und bietet Vorteile, die sich mit den zur Zeit üblichen Herstellungs verfahren; nicht erzielen lassen. So erlaubt das Spritzverfahren die Anwendung jeder beliebigen, auch nicht duktilen Legierung als Belastungsstoff. Die chemische Zusammen- setzung des Belastungsstoffes hat aber be kanntlich auf die magnetischen Eigenschaf ten zuweilen einen ausserordentlich hohen Einfluss.
Soll zum Beispiel die als hochmagnetisch bekannte, aber sehr spröde 8 %ige Eisen- Siliziumlegierung Anwendung finden, so wird man etwa, so vorgehen, da.ss zwei Eisen elektroden mit 5 % bezw. 11 lo Si-Geh-alt, die je für sich bearbeitet sind, in einer Wärmequelle kontinuierlich abgeschmolzen und -auf den Leiter aufgetragen werden, so dass die erhaltene Legierung 8 % Si enthält.
Bearbeitba.re Legierungen kann man ent iveder vorher fertigstellen oder aber ihre Grundstoffe nur mechanisch, in Form von langen Bändern, Stäben usw., vereinigen, um sie erst kurz vor dem Auftragen zusammen zuschmelzen.
Das Spritzverfahren gestattet weiter, die Schichten zur Herabsetzung der Wirbel stromverluste beliebig dünn aufzutragen. Ist mit Rücksicht auf die verlangte Sestinduk- tivität eine grössere Dicke der Belastungs- hülle erforderlich, so werden zweckmässig mehrere Schichten übereinander auf den Lei ter, zwecks Erzielung grösserer Gleichmässig- l@eit der Hülle, aufgebracht.
Zur Herabsot- zung der Wirbelstromverluste können dann die einzelnen Schichten durch isolierende Zwischenschichten voneinander getrennt wer den. Als Isoliermaterial eignen sich beson ders Lacke oder Flussemaille.
Es ist ohne Belang für das Verfahren, ob als Leiter ein ungeteilter oder ein gelitzter Draht zur Anwendung kommt. Ebensogut lässt sich ein aus einem runden Mittelleiter und einer Anzahl von Formdrähten bestehen des Leitergebilde von kreisrundem Quer schnitt: verwenden. In allen Fällen liegt der Belastungsstoff dicht auf der Aussenfläche auf.
Um ein Eintreten der in dem Leiter flie ssenden Ströme in die ferromagnetischen Schichten völlig auszuschliessen, können diese in der Längsrichtung durch rings um den Leiter verlaufende Liic.ken unterbrochen wer den. Dabei ist es z-#vecl#.mässig, die verschie denen Schieht.en nicht an den gleichen Stel len zu unterbrechen, so dass sie einander überlappen. plan vermeidet dadurch gleich zeitig ,jede magnetische Streuung.
Im CTegensatz zu den heute üblichen Ver fahren lässt sich auch für sehr lange Leiter leicht eine solche Auftragung des Belastungs stoffes erzielen, dass die Induktivität pro Längeneinheit überall gleich ist.
Zu diesem Zwecke wird vorteilhafterweise der Auftra- gungsvorgaaig in seiner Wirkung auf die Selbstindukticn durch ble_sung verfolgt und die Auftragung nur so jveit fortgesetzt, bis der gewünschte Induktivitätswert erreicht ist.
Zeigt es sich, dass das aufgespritzte Me tall Gase ausgenommen hat, so lassen sich diese in bekannter Weise durch Erhitzung austreiben. Ebenso lasen sich die der V er- besseiun.g der magnetischen Eigenchaften der Hülle dienenden Glühverfahren anwen den, wenn als Isolierstoff zwischen den ein zelnen ferromagnetisclen Schichten ein liitze- beständiges und gegenüber dem- ferroma.gne- tischen Stoff neutrales Mittel,
wie zum Bei spiel Emaille, Verwendung findet.
Da" Gefüge der aufgetragenen Schicht ist von der Auischleuderungsgeschwindigkait abhängig und daher in gewissen Grenzen re gelbar. Ganz dichte Schichten können er zielt werden, wenn der Leiter nach der Auf tragung des Eelastungsstof'f.'es durch -Walzen paare oder eine Ziehvorrichtung geführt wird.
Im folgenden ist angegeben, wie das den C'regenstand der Erfindung bildende Verfah ren beispielsweise durchgeführt werden kann.
Der zu belastende Kupferleiter wird mit gleichmässiger Geschwindigkeit von einer Vorratstrommel durch eine Anzahl von Nam- mern geführt, in. denen die einzelnen Arheits- gäiige, Auftragen des ferroma.gnetischen Stifffes und der Isolierschichten, Ausglühen und Ahhühlen, vorgenommen werden. In den Auftragekammern werden zum Beispiel meh- 3 ere Spritzdüsen rings um den Leiter ange ordnet.
Die Auftragung von Isolierlack kann mittelst gewöhnlicher Spritzpistolen. erfol gen. Für Emaille lassen sich die bekannten Schoopschen Einrichtungen verwenden.
Die Spritzvorrichtungen für die Eisenlegierung können beispielsweise einen elektrischen Lichtbogen enthalten, der zwischen den aus dem aufzutragenden Metall bestehenden hlektroden unterhalten wird; das schmel zende Metall wird alsdann durch ein mag netisches Gebläse im Vakuum oder durch einen Luft- oder Gasstrom auf, den Leiter aufgetragen. Diese Spritzverfahren sind für andere Zwecke an sich bekannt, und ein näheres Eingehen ist daher nicht erforder lich.
Die Kammern für die Auftrabggung der Isolation und des Eisens wechseln miteinan der ab; soll der Leiter in einem Arbeitsgange fertiggestellt werden, so sind so viele Kam mern vorzusehen, dass die gewünschte Zahl von Schichten erreicht wird. Die Durchzugs geschwindigkeit ist dann so zu bemessen, dass die erforderliche Schichtstärke entsteht.
Den <B>1</B> chluss bilden nötigenfalls eine Einrichtung zum Verdichten des Gefüges des ferroma.gne- tischen Stoffes, etwa aus mehreren Walzen paaren bestehend, sowie eine Muffel, in der der Leiter bei bekannter oder durch Versuche festzustellender günstigster Temperatur er hitzt wird. Bringt man die Zugvorrichtung in Abhängigkeit von einer Messvorrichtung;
die von der Induktivität des aus der Vorrich tung heraustretenden Leiterstückes beein- flusst wird, so kann man den ganzen Vorgang selbsttätig gestalten und erhält einen völlig gleieliförmig belasteten Leiter.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines elektri- sehen Leiters mit gleichförmig verteilter in duktiver Belastung, dadurch gekennzeichnet, dass der Belastungsstoff in flüssiger Form durch Aufspritzen auf den elektrischen Lei ter aufgetragen wird. UNTIJRAN SPRtrCHP 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss der Belastungsstoff aus einer Legierung besteht, deren Grund stoffe vor der Auftrabgung zusammen geschmolzen werden. 2.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundstoffe der den Belastungs stoff bildenden Legierung miteinander zu nächst -mechanisch verbunden und dann kontinuierlich in dem Masse zusammen geschmolzen werden, in dem die Auftra- bung fortschreitet. 3. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass der Belastungsstoff in meh reren Schichten aufgetragen wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass zwischen Leiter und Be lastungsstoff, wie mich zwischen je zwei Schichten des letzteren eine isolierende Schicht aufgebracht ist. 5. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die Belastungsschichten durch rings um den Leiter verlaufende Unterbrechungen in der Längsrichtung ge teilt werden. 6. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch Bekenn zeichnet, da die Belastungsschichten der art geteilt werden, dass die Sehichten ein ander überlappen. 7.Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis G, dadurch gekenn zeichnet, - dass- die Auftragung der sämt lichen Belastungstoff- und Isolierschieh- ten an einem gleichmässig schnell fort bewegten Leiter in einem einzigen Ar beitsgange vorgenommen wird.
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