CH116469A - Schaltungsanordnung in Fernsprechanlagen. - Google Patents

Schaltungsanordnung in Fernsprechanlagen.

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CH116469A
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Inventor
Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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  • Use Of Switch Circuits For Exchanges And Methods Of Control Of Multiplex Exchanges (AREA)

Description


  Schaltungsanordnung in     Fernspreehanlagen.       Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf eine Schaltungsanordnung in Fernsprech  anlagen für eine Gruppe von gleichwertigen,       vielfachgeschalteten,    selbsttätigen Schalt  werken, die in freier Wahl eine Leitung aus  suchen.  



  Die Erfindung besteht darin, dass die Zahl  der     Vielfaehleitungen    in den in der     Such-          richtung    aufeinanderfolgenden Schaltstellun  gen wenigstens in einem gewissen Kontakt  bereich derart wechselt, dass beim. Grösser  werden der Zahl der     Vielfachleitungen    die  Zunahme     geringer-    ist als beim     Kleinerwerden     die Abnahme.   Zur Bewältigung der     Vermittlung    einer  bestimmten Anzahl von Gesprächen in  der Hauptverkehrsstunde sind Verbindungs  leitungen erforderlich, deren Zahl von der  Grösse des Gesamtverkehrs und von der Art  der Unterteilung des     Vielfachfeldes    abhängt.

    Es ist schon lange bekannt, dass einer Gruppe  von anrufenden Leitungen eine Anzahl von  abgehenden Leitungen in der Weise zur Ver  fügung gestellt wird,     dass    nur einzelne der    abgehenden Leitungen allen anrufenden Lei  tungen erreichbar sind, während die Mehr  zahl der abgehenden     Leitungen    nicht für alle  anrufenden Leitungen verfügbar ist. Die  Leistungen dieser sogenannten gestaffelten       Vielfachfelder    sind     bekannt    und schon des  öfteren veröffentlicht worden, zum Beispiel  in einem Aufsatz von Mag Langer in der       "Elektrotechnischen    Zeitschrift", 1924, Heft       11,    Seite 203 bis 208.  



  Unter Zugrundelegung     dieser_Erkenntnis     sollen nun durch die vorliegende Erfindung  die Leistungen von gestaffelten Vielfach  feldern durch einen besonderen Aufbau der       Vielfachschaltung    über das bisher bekannte  Mass hinaus gesteigert werden.  



  In den Abbildungen sind die Vielfach  leitungen je einer Kontaktreihe für eine An  zahl gleichwertiger Wähler, zum Beispiel  für die Gruppenwähler einer bestimmten  Gruppe schematisch dargestellt. Die     Abb.    1  zeigt ein Beispiel für ein bisher gebräuch  liches gestaffeltes     Vielfachfeld    einer Gruppe      von 1? Wählern, während in der     Abb.    2  als Ausführungsbeispiel der Erfindung eine  neue Art der Staffelung von     Vielfachfeldern     ebenfalls für eine Gruppe von 12 Wählern  dargestellt ist.  



  In den bisher gebräuchlichen Staffeln,  welche beispielsweise     gemäss    der     Abb.    1 ge  bildet sein können, nimmt die Anzahl der       vielfachgeschalteten    Kontakte mit dein Ab  suchen der Kontakte im Kontaktfeld der  Wähler von einer Anfangslage zu, so dass  die später abgesuchten Leitungen über eine  grössere Anzahl von Wählerkontakten viel  fachgeschaltet sind als die vorhergehenden.  Es gehen also aus den letzten Schaltstellun  gen der -Wähler weniger     Vielfachleitungen     ab als aus den ersten.

   Man hatte beispiels  weise bei 12 gleichwertigen Verbindungs  einrichtungen, das heisst bei einer Gruppe  von 12 Wählern, welche in der     Abb.    1 mit  I bis     KII    bezeichnet. sind, in einem Kontakt  feld von je 10 Kontakten in den ersten vier  Schaltstellungen 1 bis 4 die     Kontakte    je       zweier    Wähler     vielfachgesalialtet,    während  in den Schaltstellungen 5 bis 8 die     Kontakte     von je 6 Wählern und in den letzten beiden  Schaltstellungen 9 und 10 sämtliche Kon  takte der 1? Wähler einer     Gruppe    vielfach  geschaltet sind.

   Durch die Zusammenfassung  mehrerer kleiner Gruppen zu einer grösseren  Gruppe (drei Gruppen in Stellung 4 zu einer  Gruppe in Stellung 5 und zwei Gruppen  in Stellung S zu einer Gruppe in Stellung 9  zusammengefasst) wird eine erheblich bessere  Ausnutzung der Verbindungsleitungen der       '-leinen    Gruppe erzielt. Denn die in den  kleinen Gruppen auftretenden Verkehrs  seliwankungen werden durch Zusammenfas  sung der kleinen Gruppen zu einer grösseren  Gruppe ausgeglichen, so dass in den kleineren  Gruppen nur so viel Verbindungsleitungen  vorgesehen zu werden brauchen, als zur     Be-          wäItigung    des     Duxchschnittsverkehrs    erfor  derlich sind.

   Der in der Hauptverkehrsstunde  in den einzelnen kleinen Gruppen nicht     be        wäl-          tig-te-'erkelir    geht dann auf die nachfolgende  grössere Gruppe über. w o ein Ausgleich der  Belastung eintritt.    Allgemein     muss    bei der Zusammensetzung  und Teilung von     Verkehrsgruppen    berück  sichtigt werden, dass die     Verkehrsschzv        ankung     im allgemeinen in jeder Gruppe eine andere ist,  d. h., dass die Hauptverkehrsstunden der ein  zelnen kleinen Gruppen zu verschiedenen Zei  ten liegen.

   Werden nun mehrere Teilgruppen,  deren Höchstverkehr zeitlich verschieden ist,  zu einer     --rösseren    Gruppe     zusammengefasst.     so     erfolgt    ein Ausgleich des Verkehrs, und  die Verkehrsschwankungen in der     "rossen     Gruppe sind     bedeutend    geringer als die der  einzelnen     Teihruppen,    so dass man bei rich  tiger Bemessung des     Vielfaelifeldes,    welches  sich in     bekannter        @i'cisc>    auch rechnerisch  feststellen lässt, eine gute Ausnutzung sämt  licher Leitungen erzielen kann.

   Bei diesen  grossen Gruppen braucht man nur den     Ge-          smtliauptv        erlielir    bei der Berechnung der  Leitungszahl zu berücksichtigen. Es wird  also beim     Durchschnittsverkehr    der grösste  Teil der Verbindungsleitungen in Benutzung  sein, so dass nur ein sehr geringer Teil der       Verbindungsleilungen    nicht voll ausgenutzt  wird. Diese     Ausnutzung    der     Vielfachleitun-          gen    ist für die     Mirtschaftlichkeit    einer Fern  sprechanlage von     grosser    Bedeutung.

   Will       inan    die Zusammensetzung oder Aufteilung  der     Verkehrsbelastungen    von     Vielfachleitungs-          gruppen        rechnerisch    erfassen, so muss man  bei der     Aufteilung    einer grossen Gruppe zu  der dem Teilungsverhältnis entsprechenden  Belastung der Teilgruppen noch einen von der       errösserenchzvankun-    in der     'Peilgruppe        ab-          gigen        -Prozentsatz          häng        hinzufügen,     um die     Belastuner    zu erhalten,

       welche    für die       Berechnung    der Leitungszahl der Teilgruppe  massgebend ist.     Diese    Erkenntnis ist schon       lange    bekannt, so dass an dieser Stelle     nielit     näher     darauf    eingegangen werden soll.

    Umgekehrt kann man von der Belastung der  Teilgruppen einen Abzug machen, wenn eine  Anzahl Teilgruppen zu einer grossen Gruppe  zusammengesetzt wird, da die     Veri-ehr:s-          sch         -ankungen    der     giessen        Gruppr@        nielit        gleieli     der Summe     cler        Verkehrsschwankungen    der       Teilgruppen    ist.  



  Es hat sich nun auf rechnerischem Wege      und durch Versuche herausgestellt, dass bei       bestimmter    Gestaltung des     Vielfachfeldes    die .  Leistung desselben erheblich über das bis  her bekannte Mass gesteigert werden kann,  so dass eine bedeutend bessere Ausnutzung  der einzelnen     Vielfachleitungen    erreicht  wird.  



  In der     Abb.    2 sind beispielsweise in der       Suchstellung    1 die Kontakte von je vier       \@\ < ihlern    I bis IV einer aus 12 Wählern I  bis     KII    bestehenden Gruppe, in     Such-          stellung    2 die Kontakte von je zwei Wäh  lern, in Suchstellung 3 die Kontakte sämt  licher 12 Wähler, in Stellung 4 die Kontakte       von    je sechs Wählern, in Stellung 5 die     Kon-          talite    von je vier Wählern,. usw., vielfach  geschaltet.  



  Zur Schaffung einer derartigen Anord  nung haben die schon weiter oben erwähn  ten Erkenntnisse geführt, welche sich auf  die Zusammenfassung und Teilung von Ver  kehrsbelastungen in gestaffelten Vielfach  feldern beziehen. Auf     rechneriscbem    Wege  und durch Versuche wurde nämlich fest  gestellt, dass die Zuschläge bei Aufteilung  einer grossen Gruppe klein und die Abzüge  bei Zusammenfassung mehrerer Teilgruppen  zu einer grösseren Gruppe gross     werden,    wenn  beim Weiterschreiten im     Vielfachfeld    in der       Suchrichtung    bei Zunahme der Anzahl viel  fachgeschalteter Kontakte von einer Schalt  stellung zur nächsten die Zunahme schnell  erfolgt,

   und bei Abnahme der Anzahl viel  fachgeschalteter Kontakte beim Weiterschrei  ten von einer Suchstellung zur nächsten die  Abnahme langsam erfolgt.  



  Diese Massnahme ist in den Schalt  stellungen 1 bis 6 durchgeführt. So erfolgt  bei Zunahme der     Vielfachleitungen    von  Schaltstellung I nach 2 die Zunahme lang  sam, indem eine Gruppe in     Stellung    1 in  zwei Gruppen in Stellung 2 unterteilt wird.  Dasselbe Prinzip ist für die Schaltstellun  gen 3 bis 6 verfolgt worden, indem eine  Gruppe in Stellung 3 in zwei Gruppen in  Stellung 4, eine Gruppe der Stellung 4 in    11/2 Gruppen der Stellung 5, eine Gruppe  der Stellung 5 in     11/3    Gruppen der Stel  lung 6 aufgeteilt wurden.

   Bei Abnahme der       Vielfachleitungen    in den einzelnen Schalt  stellungen dagegen soll gemäss der- Erfin  dung die Abnahme schnell     erfolgen.    Dieses  geht beim Übergang von Schaltstellung 2  nach 3 aus der     Abb.    2 hervor. Die sechs  kleinen Gruppen der Stellung 2 sind zu einer  einzigen Gruppe in der Stellung 3 zusammen  gefasst.  



  In den Schaltstellungen 6 bis 10 der       Abb.    2 ist diese Massnahme nicht streng  durchgeführt worden, obwohl natürlich auch  die Staffelung dieser Schaltstellungen in der  durch die Erfindung angestrebten Weise vor  genommen werden könnte. Da jedoch die  ersten Schaltstellungen am stärksten belastet  sind, so können schon durch die Anordnung  nach dem Ausführungsbeispiel erhebliche  Verbesserungen in der Leistung des Vielfach  feldes erzielt werden. So wurde durch Rech  nung und Messung festgestellt, dass die Zu  nahme der Leistung eines nach der     Abb.    2  aufgebauten     Vielfachfeldes    gegenüber der  Leistung der bekannten     Vielfachfelder        (Abb.     1)     121/    % betrug.

   Man kann daher eine An  lage, deren Wähler mit     Vielfachfeldern    nach       dieser    Staffelung versehen sind, mit     121/a          weniger    Wählern ausrüsten als Anlagen,  in welchen die bisher gebräuchlichen Staf  feln verwendet werden. Wird diese neue Art  der Staffelung auch auf die letzten Schalt  stellungen des Wählers angewendet, so wird,  wie sich aus     Berechnungen.    und Messungen  ergeben hat, eine Leistungssteigerung bis zu  20 % erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schaltungsanordnung in Fernsprechan lagen, für eine Gruppe von gleichwertigen, vielfachgeschalteten, selbsttätigen Schalt werken., die in freier Wahl eine Leitung aussuchen, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahl der Vielfachleitungen in den in der Suchrichtung der Wähler aufeinanderfolgen- den Schaltstellungen wenigstens in einem gerissen Kontaktbereich derart wechselt, dass beim Grösserwerden der Zahl der Vielfach- leitungen die Zunahme geringer ist als beim I%leinerwerden die Abnahme.
CH116469D 1924-08-18 1925-08-10 Schaltungsanordnung in Fernsprechanlagen. CH116469A (de)

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CH116469D CH116469A (de) 1924-08-18 1925-08-10 Schaltungsanordnung in Fernsprechanlagen.

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