CH116811A - Verfahren zum Zersetzen von Alkalichloriden. - Google Patents

Verfahren zum Zersetzen von Alkalichloriden.

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CH116811A
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A-G Salzwerk Heilbronn
Theodor Lichtenberger
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Salzwerk Heilbronn A G
Theodor Lichtenberger
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  Verfahren     zum    Zersetzen von     Alkaliehloriden.       Man hat bereits vorgeschlagen,     Alkali-          ehloride    mit Wasserdampf in Gegenwart von  Tonerde bei hohen Temperaturen zu zersetzen,  wobei Salzsäure und     Alkalialuminat    entstehen.  Es ist aber bisher nicht möglich gewesen,       Alkalichloride    in einfacher Weise in technisch  wertvolle Produkte überzuführen.

   Gemäss der  vorliegenden Erfindung lässt man Wasserdampf  bei Temperaturen von 500-600   C auf ein  Gemenge von einem     Mol.    Tonerde und sechs       Mol.        Alkalichlorid    einwirken, worauf man das  entstandene     Alkalialuminat    mit Kohlensäure  behandelt, so dass     Alkalikarbonat    und Ton  erde entstehen, die von neuem zur Alkali  chloridspaltung benutzt wird. Wenn man Ton  erde und     Alkalichlorid    in dein angegebenen  Verhältnis mischt, so erhält man eine Masse,  die selbst beim Erhitzen auf hohe Temperatur  nicht schmilzt.

   Beim Blasen mit Wasserdampf  geht schon bei der verhältnismässig niedrigen  Temperatur von 500-600   C die Spaltung  des     Alkalichlorids    unter Bildung von Alkali  aluminat und Salzsäure intensiv vor sich.  



  Durch das Mischen von Tonerde und Al-         kalichlorid    kann eine sehr gleichmässige und  innige Vereinigung beider Körper erhalten  werden, was für die Behandlung mit Wasser  dampf von wesentlicher Bedeutung ist. Schliess  lich treten bei der Temperatur von 500 bis  600 o C keine Verluste an     Alkalichlorid    auf.  Bei     AnwendunghoherTemperatur    dagegen sind       dieseVerluste    unvermeidlich und sehr erheblich.  



  Wenn man Mangan-, Kupfer-,     Chrom-          oder        Magnesiumsalze    zusetzt, so kann man  die Umsetzung in erheblichem Masse beschleu  nigen. Es kommen insbesondere die Karbonate  der genannten Metalle zur Anwendung. Man  kann auch Verbindungen anderer Metalle be  nutzen, die ähnlich wie Mangan, Kupfer und  Chrom mehrere Oxydationsstufen bilden und  deren Chloride bei Temperatursteigerung in  Gegenwart von Wasserdampf nicht beständig  sind, also bei dem vorliegenden Verfahren  auch nicht gebildet werden, zum Beispiel  Uran oder     Vanadium.    Die zur Beschleunigung  der Reaktion dienenden Stoffe werden in  Mengen von 1-10      /o    des Gemisches von       Alkalichlorid    und Tonerde zugesetzt.

        Bei der Einwirkung von Wasserdampf  von 500-600   C auf das Gemenge von Ton  erde und     Alkalichlorid        -wird    sofort Salzsäure  abgespalten, während als     Rückstand    ein alka  lisch reagierender Körper verbleibt, der aus       Alkalialuminat    besteht.  



  6     NaC1        +    A1203     -@--    3 H20 --  2 A1     (ONa)    3     --j-    6     HCl.     



  Es ist vorteilhaft für das Gelingen der  Reaktion, dass durch Arbeiten bei 500 bis  600   ein Schmelzen des innigen Gemenges  von     Alkalichlorid    und Tonerde im Verhältnis  6     NaCI    : 1 A1203 vermieden und ein poröser       Körper    gebildet wird, der den Wasserdampf  ungehindert     hindurchtreten    lässt     urrd    eine  grosse     Oberfläche    darbietet.  



  Das     Alkalialuminat    kann nach folgender  Gleichung durch Kohlensäure ohne Schwie  rigkeit in     Alkalikarbonat    und Aluminium  hydroxyd oder Tonerde zerlegt werden       2Al(ONa)s+3C02@-3H20=     3     Na2C0s        -+-    2 Al     (OH)3-          Diese    Tonerde kann unverändert zur Spal  tung neuer Mengen     Alkalichlorid    verwendet  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Zersetzen von Alkalichlo- riden mit Wasserdampf in Gegenwart von Tonerde bei hohen Temperaturen, wobei Salz säure und Alkalialurrrinat entstehen, dadurch gekennzeichnet, dass man Wasserdampf bei Temperaturen von 500-600 C auf ein Ge menge von einem 1M1. Tonerde und sechs Mol. Alkalichlorid einwirken lässt, worauf man das entstandene Alkalialuminat mit Kohlensäure behandelt und hierbei Alkali karbonat und Tonerde erhält, die von neuem zur Spaltung des Alkalichlorids benutzt wird.
    UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Metallsalz zusetzt, um die Reaktion zu beschleunigen. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Mangansalz zusetzt. 3. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gelzenrrzeichnet, dass man ein Kupfersalz zusetzt. 4. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Chromsalz zusetzt. 5. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Magnesium salz zusetzt.
CH116811D 1924-03-19 1925-02-11 Verfahren zum Zersetzen von Alkalichloriden. CH116811A (de)

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