Fördereinrichtung für Massengüter mittelst Förderrinnen. Erfindungsgemäss erfolgt die Förderung von Massengütern mittels Rinnen dadurch unter besonders geringem Kraftaufwand sehr einfach und bei grösster Schonung des Gutes, dass die fördernde Rinne vibrierende Bewe gungen ausführt. Unter einer vibrierenden Bewegung sind hierbei solche Schwingbe wegungen zu verstehen, deren Schwingungs weite nicht grösser ist als 10 mm und deren minutliche Schwingungszahl mindestens 500 beträgt. Im praktischen Betrieb werden diese Grenzwerte jedoch meist nicht erreicht. Es wird vielmehr in der Regel die Schwingungs weite nur nach wenigen Millimetern be messen, dafür aber die minutliche Anzahl der Schwingungen möglichst hoch, also etwa mit 1000 bis 1500 in der Minute gewählt.
Derartige rasche Vibrationen heben die Reibung des Fördergutes in der Rinne so vollständig auf, dass das Fördergut über der Förderfläche zu schweben oder zu fliessen scheint. Dies ist auch die Ursache für die äusserst grosse Schonung der Massengüter während der Vorwärtsbewegung. Die neue Förderrinne eignet sich daher besonders für solche Güter, welche an sich, zum Beispiel durch ihre Feuchtigkeit, zusammenbacken, wie Betonmasse, oder welche bei der Fortbe wegung in üblichen Rinnen die Neigung zeigen, sich zusammen zu ballen, wie dies beispielsweise bei Mehl oder Formsand der Fall ist. In der neuen Förderrinne erfahren derartige zum Zusammenballen neigende Massengüter im Gegenteil sogar eine Locke rung, so dass die neue Rinne beispielsweise unmittelbar zum Aufbreiten von Formsand oder dergleichen benutzt werden kann.
Da durch die raschen Vibrationen das Fördergut, wie erwähnt, in der Rinne schwebt, so genügt, wenn die Vibrationen etwa in wagrechter und vorzugsweise in der Förderrichtung erfolgen, eine Abwärtsnei gung der fördernden Fläche um nur wenige Grade gegenüber der wagrechten, um bereits eine gute Fördergeschwindigkeit zu erreichen.
Es ist jedoch auch möglich, mit der Rinne, und zwar mit einer im Vergleich zii dem geringen Kraftaufwand grossen Ge schwindigkeit wagrecht oder sogar aufwärts zu fördern, wenn auf die Rinne Vibrations- schwingungen mit elliptischen Bahnen Über tragen werden.
Solche Vibrationsbewegung begünstigt die Förderung besonders dann, wenn die lange Achse der Ellipse etwa in der die För- derrichtung enthaltenden lotrechten Ebene, und zwar zweckmässig unter einem Winkel von 10 bis 30 Grad gegenüber der Horizon talen geneigt liegt, während die Grösse der kurzen Ellipsenachse weniger wichtig ist und gegebenenfalls auch bis auf Null verringert werden kann. Zur Aufstellung derartig vi brierender und wagrecht oder aufwärts för dernder Rinnen können demnach auch die an sich bekannten geneigten Pendelstützen ver wendet werden, deren Neigungswinkel zweck mässig je nach der Eigenart des Fördergutes zwischen 60 und 80 Grad gegenüber der Horizontalen liegt.
Durch die eben beschrie bene Form der Bewegung und die Art der Lagerung wird bei der Vibrationsbewegung der Rinne dem Fördergut ausser der Beschleu nigung nach vorn, also in der Förderrichtung, auch noch eine Aufwärtsbeschleunigung ge geben, die das Loslösen des Gutes von den Rinnenwänden bewirkt und hierdurch eine dem Fliessen ähnliche Bewegung des Förder- gutes hervorruft. Zweckmässig liegt das Ver hältnis der vertikalen Beschleunigung zur horizontalen Beschleunigung in den Grenzen 1 : 2 bis 1 : 6, je nach der Eigenart des För- dergutes.
Wenn auch zum Antrieb der Rinne, also zur Erzeugung der Vibrationen, beliebige mechanische oder dergleichen Einrichtungen dienen können, so ist es doch bei den hohen minutlichen Schwingungszahlen zweckmässig, die Förderrinne, die an sich starr ist, als Masse in ein schwingungsfähiges System einzugliedern, wobei dann vorteilhaft der die Vibrationen erzeugende Antrieb der Rinne in Resonanz oder Resonanznähe mit der Eigenschwingungszahl des die Rinne ent haltenden schwingungsfähigen Systemen er folgt. Durch diese Antriebsart wird der Ener- gieverbrauch der Rinne besonders stark ver mindert.
Die Federung der schwingungsfähigen Gebildes, dem die Rinne als Masse angehört, kann entweder durch die Stützung der Rinne selbst, zum Beispiel mittelst federnder Pen delstützen erfolgen. Diese Art der Federung und Stützung empfiehlt sich insbesondere für leichte Rinnen, kleine Fördermengen und bei Anbringung des die Vibrationen erzeugenden Antriebes unmittelbar an der Rinne selbst. Oder es kann die Abfederung in eine beson dere Antriebsmaschine verlegt werden, wäh rend die Rinne selbst nur auf schwachen Stützen ruht, welche im wesentlichen nur das Rinnengewicht und das des Fördergutes zu tra gen vermögen.
Diese Anordnung hat den be sonders für lange Rinnen wichtigen Vorteil, dass das Fundament nicht mit den Federreak tionen belastet wird, also leichter ausgeführt werden kann, während die Federreaktionen auf den einen Punkt, nämlich die An triebsmaschine konzentriert sind, also nur diese selbst ausreichend fundamentiert zu werden braucht.
Es ist aber auch möglich, die Rinne auf leichten, fundamentlosen Stützen zu lagern, die keine nennenswerte Federung, also auch keine Federreaktionen aufweisen, und trotz dem von der Konzentrierung der Federung an einer besonders fundamentierten Stelle abzusehen. Dies wird dadurch möglich, dass an der Rinne unter Federwirkung eine Masse in der Förderrichtung schwingbar ge lagert ist, die durch periodische Impulse in Schwingungen versetzt wird, welche unter Vermittlung des hierbei entstehenden Feden rückdruckes die Rinne in Schwingungen gleicher Taktzahl versetzen. Die Zahl der periodischen Impulse stimmt zweckmässig mit der Eigenschwingungszahl des aus der Rin nenmasse, der Federzung und der schwingen den Masse bestehenden Systemes überein, oder liegt in der Nähe dieser Zahl.
Durch diese Anordnung der Antriebsmasse gegen über der Masse der Rinne selbst wirken sich clie sämtlichen auftretenden Federkräfte un mittelbar in der Rinne, und zwar an der An- triebsstelle aus, ohne dass überhaupt Feder kräfte, und dies sind die am schwierigsten aufzufangenden Kräfte, in die Stützung der Rinne und in das Fundament gelangen. Diese Art des Antriebes und der Abfederung ist um so wichtiger, mit je höheren Schwin gungszahlen die Rinne arbeitet. Bei dieser Art des Antriebes und der Federung kann jedoch die Rinne selbst bei beliebig hohen Schwingungszahlen ohne besonderes Fun dament überall aufgestellt werden. Sie ist auch jederzeit transportabel.
Ein weiterer grosser Vorteil dieser An triebsart besteht darin, dass der Betrieb der Rinne hierdurch so gut wie vollständig un empfindlich gegen Schwankungen in der Beschickung der Rinne ist. Dies ist bei der Anwendung der Resonanz zwischen Antriebs impuls und der Eigenschwingungszahl des schwingungfähigen Gebildes besonders wich tig. Denn bei Anwendung des eben beschrie benen Federreaktionsantriebes kann die Rinne, trotz stark wechselnder Belastung durch das Fördergut, also trotz starker Ände rung der aus dem Rinnen- und dem Förder- gutgewicht bestehenden Masse, nicht aus dem Resonanzgebiet herauskommen.
Wenn man die Rinne selbst gegen das Fundament ab federn würde, so würde eine Vergrösserung der Belastung die Eigenschwingungszahl we sentlich herabdrücken, während eine Ent lastung der Rinne einer Erhöhung der Eigen schwingungszahl gleichkommt. Läuft nun der Antriebsmotor mit stets gleichbleibender Drehzahl, wie dies im Betrieb meist der Fall ist, so wird es, wenn nicht der Federreak tionsantrieb verwendet wird, sehr schwer, die Rinne in Resonanz zu halten. Bei dem oben beschriebenen Federreaktionsantrieb bildet dagegen die Rinne mit ihrem Förder- gut nur gewissermassen die Grundmasse, gegen welche sich die in Resonanz schwin gende, beispielsweise 1/10 bis 1/20 der Rinnen masse betragende Antriebsmasse stützt.
Es beeinflusst nun die Eigenschwingungszahl der Antriebsmasse nur sehr unwesentlich und praktisch in vernachlässigbarem Masse, ob die Rinnenmasse 20 oder 40 mal so gross ist wie die Antriebsmasse selbst.
Es kann nun auch erreicht werden, dass sich die Leistungsfähigkeit der Rinne stei gert, je grösser die Beschickungsmenge ist, und zwar wenn das Antriebssystem so abge stimmt wird, dass beim Leerlauf der Rinne die Schwingungsamplituden des Antriebs- systemes noch nicht den erst bei Resonanz auftretenden Maximalwert erreicht haben. Wird die Rinne belastet, so sinkt die Dreh zahl, bei welcher die Resonanz auftritt. Die Abstimmung kann nun so gewählt werden, dass die Eigenschwingungszahl des Antriebssystemes bei voll belasteter Rinne mit der Betriebsdrehzahl der An triebsschiene übereinstimmt.
Auf diese Weise wird erreicht, dass die Antriebsmasse und damit auch die Rinne selbst um so grö ssere Schwingungsausschläge ausführt, also um so stärker fördert, je mehr die Rinne be schickt wird, eine Erscheinung, die für den praktischen Betrieb sehr erwünscht ist.
Zur Erzeugung der Vibrationen können an sich Antriebsimpulse beliebiger Art die nen. Sehr zweckmässig und einfach wird der Antrieb und die Erzeugung beliebig hoher Impulse dann, wenn die Impulse durch Flieh kräfte von Wuchtmassen erzeugt werden, de ren Achse im schwingungsfähigen Gebilde gelagert ist und deren Impulszahl zweck mässig mit der Eigenschwingungszahl des schwingungsfähigen Gebildes übereinstimmt oder in der Nähe dieser Zahl liegt. Der An trieb dieser Wuchtmasse selbst kann ent weder durch einen mitschwingenden Motor (wie Elektro- oder Pressluftmotor, der fest in die schwingende Rinne eingebaut ist), oder zum Beispiel mittelst eines Riemens oder mit einer Kardan- oder biegsamen Welle von einer ortsfesten Antriebsmaschine aus erfol gen.
An Stelle rotierender Wuchtmassen können die Vibrationsimpulse auch durch hin- und hergehende Massen erzeugt werden, wobei es jedoch 'besonders bei der Verwendung der Resonanz zwischen der Impulszahl und der Eigenschwingungszahl des schwingungsfähi- gen Gebildes wichtig ist, die hin- und her gehende Masse mittelst einer Steuerung zu beherrschen, welche auf Beibehaltung der Resonzschwingungszahl hinwirkt.
Von den zahlreichen möglichen Ausfüh rungsformen der Fördereinrichtung sind auf der Zeichnung sechs schematisch als Beispiele veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt als erste Ausführungsform in Bruchstücken eine lange Rinne mit meh reren Antriebsstellen und verschiedenen La gerungsmöglichkeiten bei unmittelbarer fe dernder Abstützung der Rinne; Fig. 2 veranschaulicht die zweite Ausfüh rungsform, bei welcher die Förderrinne mit einer geschlossenen Maschine zur Erzeugung von Vibrationen verbunden ist; Fig. 3 und 4 stellen als dritte Ausfüh rungsform eine regelbare, die Vibrationen er regende Vorrichtung im Längs- und Quer schnitt dar; Fig. 5 zeigt als vierte Ausführungsform schematisch eine Rinne mit Federreaktions antrieb bei Wuchtmassenimpuls; Fig. 6 erläutert in einem Diagramm die zweckmässigste Abstimmung des Antriebs- systemes dieser Rinne;
Fig. 7 veranschaulicht als fünfte Ausfüh rungsform eine Art der Steuerung einer zum Antrieb dienenden schwingenden Masse bei Pressluft, Dampf oder dergleichen als An triebsmittel; Fig. 8 und 9 zeigen als sechste Ausfüh rungsform von der Seite gesehen und im Grundeiss teilweise im Schnitt eine elektro magnetische Antriebsart für die schwingende Masse und die Steuerung derselben; Fig. 10 ist ein Schaltungsschema zu der Anordnung nach Fig. 8 und 9.
Auf der linken Seite der Fig. 1 ist die fördernde Rinne 20, welche die vibrierende Bewegung ausführt, mehrfach mittelst Blatt- 21 an stehenden Blattfedern 22 aufge hängt, die in geeigneter Weise bei 23 ver ankert sind. Das Fördergut beliebiger Art wird bei 24 der Rinne zugeführt. Soll die meist zur Verfügung stehende Drehbewegung zum Antrieb der Rinne, das heisst zum Her vorrufen der Vibrationen verwendet werden, so zeigt Fig. 1 eine besonders zweckmässige Form. Hier trägt die Unterseite der Rinne Lager 25, in welchen ein scheibenförmiger Drehkörper 26 gelagert ist, der eine bei 27 angedeutete Wuchtmasse besitzt. Der Kör per 26 wird von der Antriebsstelle 28 aus mittelst Riemen 29 in rasche Drehungen ver setzt.
Der rechte Teil der Fig. 1 zeigt eine La gerung der Rinne, bei welcher die fördernde Rinne nicht in der Förderrichtung geneigt zu sein braucht, sondern wagrecht oder gar schräg aufwärts führen kann. Dieser rechts liegende Rinnenteil 20, an welchem, ähnlich wie am linken Teil, ein Schwingungserreger 26 mit Wuchtmasse 27 unmittelbar hängt, ist durch wenigstens angenähert lotrecht ste hende Federn 30 einem Gestell 31 gegenüber derart abgefedert, dass die Rinne Schwin gungen in im wesentlichen wagrechter Rich tung ausführt. Anderseits ist das Gestell 31 durch entsprechende, wenigstens angenähert wagrecht liegende Federn 32 gegenüber dem Fundament so abgefedert, dass dieses Ge stell 31 lotrecht zu schwingen vermag.
Bei der in Fig. 1 dargestellten langen Rinne ist es empfehlenswert, mehrere Vi- brationsantriebe vorzusehen, wobei es notwen dig ist, alle Antriebe 28 durch Wellenlei tungen 35 zu kuppeln, auf welche der An triebsmotor 36 arbeitet. Die Kupplung muss so erfolgen, dass die Antriebe synchron laufen, und dass die sämtlichen Schwingungserreger 26, 27 in Phase umlaufen. Ein Teil 37 des Rinnenbodens ist, falls die Rinne zum Auf bereiten oder Sortieren des Gutes Verwen dung findet, als Sieb ausgebildet, derart, dass die feineren Teile der Fördermasse sich bei 38 absondern, während das grobe Gut bei 39 die Rinne verlässt.
In dem Beispiel der Fig. 1 sind noch mehrere andere Aufberei- tungs- und Entnahmestellen 40 nacheinander in der Rinne angebracht, die einzeln durch Schieber verschliessbar sind.
Wird, wdilirencl der linke nur schwach von rechts nach links geneigte Teil der Rinne 2o vibriert, Fördergut beliebiger Art bei 24 der Rinne zugeführt, so bewegt sich dieses Gut unter grösster Schonung in Richtung des Pteils 20. Da die Rinne einschliesslich des Fördergutes die Hauptmasse eines schwin gungsfähigen Systemes bildet, dessen Fede rung im wesentlichen aus den Blattfedern 22 besteht, so wird der Kraftaufwand zur Er zeugung der Vibrationen dann besonders ge ring, wenn die Zahl der die Vibrationen er regenden Impulse mit der Eigenschwingungs zahl des schwingungsfähigen Gebildes über einstimmt.
Hierbei liegt diese Zahl über 500 in der Minute, erreicht aber oft auch 1000 und selbst auch 1500 in der Minute, da sich die Leistungsfähigkeit der Rinne sehr we sentlich mit der minutlichen Vibrationszahl steigert. Zur Erzeugung derartiger rascher Vibrationen eignet sich bei Verwendung von Energie mit drehender Bewegung der in Fig. 1 dargestellte Wuchtmassenantrieb. Wird der Körper 26 in rasche Drehungen versetzt, so bringt die Fliehkraft der Wuchtmasse 27 das gesamte federnde und schwingungsfähige System in schnelle Vibrationen, wobei der Kraftaufwand bei oder in der Nähe der Re sonanz zwischen der minutlichen Impulszahl der Masse 27 und des aus der Rinne 20 und den Federn 22 bestehenden schwingungs fähigen Systemes am geringsten wird.
Um den Takt des Schwingungsimpulses der Wuchtmasse 27 mit der Eigenschwin gungszahl des Schwingungsgebildes 20-22 in Übereinstimmung zu bringen, ist die Federkonstante der Federung des Gebildes regelbar eingerichtet. Um die Eigenschwin gungszahl des Schwingungsgebildes zu än dern, ist die Grösse der schwingenden Masse durch Zu- und Abschalten von Masse, zum Beispiel auch durch Regelung der Zuführung des Fördergutes, bei 24 veränderlich. Ebenso ist das Trägheitsmoment des Massensystemes, dem die Rinne 20 angehört, bezüglich der bei 23 liegenden Schwingungsachse durch Ände rung der Länge der Feder regelbar.
Ebenso ist die Drehzahl des Wuchtmas senkörpers 26, 27 und damit die Impulstakt zahl dieses Antriebes in weiten Grenzen der- art regelbar, dass die Impulstaktzahl je nach Belieben mit dem Schwingungsgebilde 20 bis 22 in Resonanz kommen kann oder auch nicht. Will man nämlich die Schwingungs weite der Rinne 20 ändern, so ist es ein sehr wirksames und einfaches Mittel, die Eigen schwingungszahl des Gebildes, dem die Rinne 20 als Hauptschwingungsmasse angehört, oder die Impulstaktzahl des Schwingungser regers 26, 27 derart zu verändern, dass sie nicht mehr übereinstimmen. Hierdurch ist selbst bei gleichbleibender Wuchtmassenwir kung eine Änderung der Schwingungsweite innerhalb grosser Grenzen nach dem Grade der Verstimmung zwischen dem Schwin gungserreger 26, 27 und dem Schwingungs gebilde 20-22 möglich.
Durch die Art der Abfederung des in Fig. 1 rechts dargestellten Teils der Rinne 20 macht dieser Teil eine elliptische Wegkurve, wie dies bei 34 angedeutet ist. Das Verhält nis der langen zur kleinen Achse dieser ellip tischen Vibrationen ist zweckmässig durch Änderung der für die elliptische Wegkurve massgebenden Faktoren regelbar. So kann die Wahl dieser Faktoren so getroffen sein, dass die grosse Achse der Ellipse unter einem Winkel von 10 bis 30 Grad gegenüber der Horizontalen geneigt ist, wobei gegebenen falls die kleine Achse der Ellipse beliebig klein gewählt werden kann.
Statt der in Fig. 1 dargestellten Blatt federstützung kann die Rinne 20 auch auf Stäben stehen und durch Gelenke mit ihnen verbunden sein. Die Stäbe können lotrecht oder auch zweckmässig geneigt stehen nach Art der für Förderrinnen an sich bekannten Pendelstützen. Ebenso kann statt des darge stellten scheibenförmigen Körpers ein belie biger anderer Antriebskörper verwendet wer den. Bei kürzeren Rinnen, insbesondere sol chen unter 40 Meter Länge, genügt es, nur eine Antriebsstelle vorzusehen.
Anstatt den Schwingungserreger, wie dies Fig. 1 , veranschaulicht, an die Förderrinne 20 anzusetzen, welche als Hauptmasse des Schwingungsgebildes 20-22 dient, ist es häufig zweckmässiger, das Sehwingungsge- bilde selbst einschliesslich des Schwingungs erregers als in sich geschlossene Maschine auszubilden und an diese je nach dem Bedarf eine oder mehrere Förderrinnen anzuschlie ssen. Hierdurch kann auch bei diskontinuier lichem Betrieb mehrerer Rinnen eine einzige, zweckmässig transportable Antriebsmaschine für Inbetriebnahme aller dieser Rinnen be nutzt werden.
Fig. 2 zeigt schematisch ein derartiges Ausführungsbeispiel. In einem Gehäuse 41 ist eine Masse 42 angeordnet, die mittelst Lenker 43 geradegeführt wird, deren eines Ende federnd gegenüber dem Gehäuse 41 ge lagert ist. Mit der Masse 42 ist eine Feder 44 gelenkig verbunden. In dieser Masse 42 befindet sieh der Vibrationsantrieb, der als Elektromotor 45 mit geeignet angeordneter regelbarer Wuchtmasse ausgebildet ist.
Diese Maschine 41, 42, 43, 44, 45, die ein in sich geschlossenes und daher transpor tables Ganzes bildet, vereinigt das Schwin gungsgebilde und den Schwingungser reger derart in sich, dass bei Ingangsetzen des Motors 45 der Körper 42 in rasche, vibrierende Bewegungen gerät. Mit dieser Antriebsvorrichtung ist eine Rinne 20 mit- telst eines Blechbandes 47 beweglich ver bunden; die Rinne steht in an sich bekannter Weise auf schrägen Pendelstützen 46. Diese Pendelstützen 46 brauchen also in der Haupt sache zum Tragen der Rinne 20 und des För- dergutes zu dienen.
Sie sind demnach mit dem Fundament nur leicht verbunden, da sie keine Federkräfte übertragen, während die Aufnahme des Federrückdruckes in der An triebsmaschine 41 bis 45 konzentriert ist, so dass nur diese Maschine ein starkes Funda ment nötig hat. Statt durch die Führung der Masse 42 mittelst Ellipsenlenker können auch beliebige andere Lenker oder überhaupt eine beliebige andere Führung vorgesehen sein.
Eine besonders zweckmässige und auch während des Betriebes gut regelbare Ausbil dung des Schwingungserregers 26, 27 ist in Fig. 3 und 4 im Längs- und Querschnitt dar gestellt. Das Gehäuse 48 dieses Schwingungs- erregers ist als Riemenscheibe ausgestaltet. Im Innern ist ein die Wachtmasse bildender Gleitstein 49 derart angeordnet, dass sieh dessen Lage in achsialer Richtung nicht än dert, während er sieh radial zum trommel- förmigen Grehäuse 48 verschieben kann.
Zu diesem Zweck sind im Gleitstein 49 in zwei zur Drehachse der Trommel symme trischen und parallelen Ebenen je eine schräge Nut 50 angebracht, in welche zwei Ansätze oder Nasen 51' einer in der Trommel kon zentrisch zu deren Achse gelagerten hohlen Welle oder Hülse 51 eingreifen. Diese Welle 51 nimmt an der Drehung des Gehäuses 48 und des Gleitsteines 49 teil. Im Innern dieser Welle 51 und konzentrisch zur Trommel achse ist eine Spindel 54 gelagert, die mit- telst eines auf dieser Spindel aufgekeilten Schneckenrades 55 und einer auf einer Kar danwelle 56 sitzenden (nicht dargestellten) Schnecke von einer beliebigen Stelle aus ge dreht werden kann.
Durch die Drehung die ser Spindel 54, welche zwischen dem Schnek- kenrad 55 und einem Bund 54' in ihrem La ger 54" achsial unverschieblich gehalten ist, verschiebt sieh eine auf das Gewinde dieser Spindel geschraubte Mutter 52 in achsialer Richtung, da diese Mutter 52 mittelst eines langen im Gehäuse sitzenden Federkeils 52 an der Drehung gehindert wird. Zwischen dieser Mutter 52 und der sieh mit dem Trom melgehäuse 48 drehenden hohlen Spindel 51 befindet sich ein doppeltes Druckkugellager 53, welches die achsiale Bewegung der nicht rotierenden Mutter 52 auf die mit der Trom mel rotierende hohle Welle 51 überträgt.
In folge der achsialen Verschiebung dieser hoh len Welle 51 bewegen sieh ihre in die Nuten 50 des Gleitsteines 49 greifenden Ansätze 51' in diesen Schrägnuten 50 und drücken hier durch den Gleitstein 49 radial nach aussen oder innen, so dass sieh der Schwerpunkt des die Wuchtmasse bildenden Gleitsteines nach aussen oder innen verlagert und damit die Wirkung der rotierenden Wuchtmasse erhöht oder abschwächt. Auf diese Weise kann die Impulsstä.rhe des rotierenden Schwingungser regers während des Betriebes der Rinne von einem Arbeitsstand aus sehr fein geregelt werden.
Eine Rinne, bei welcher keine Kräfte des Antriebes, besonders auch kein Federrück druck durch ihre Abstützung auf das Fun dament zu übertragen werden braucht, zeigt beispielsweise Fig. 5.
Die Rinne 20 ruht in an sich bekannter Weise auf schrägstehenden Führungsstützen 46, die so schwach bemessen sind, dass sie im wesentlichen zum Tragen und Führen der Rinne ausreichen, ohne eine nennenswerte Federung zu besitzen.
An einer beliebigen geeigneten Stelle der Rinne 20 ist ein Gehäuse 57 für eine in der Förderrichtung hin und her bewegliche Masse 58 angebracht. Diese Masse ist gegen über der Rinne 20 durch geeignet gewählte einstellbare Federn 59 abgestützt und zu gleich geführt, derart, dass die schwingbar gelagerte Masse 58 und die Rinnenmasse ein Schwingungssystem mit ausgesprochener Eigenschwingungszahl bildet.
Als Schwingungsantrieb der Masse 58 dient in dem Beispiel der Fig. 5 eine Wucht masse 60, welche mittelst eines in der Masse 58 selbst gelagerten Elektromotors 61 in Drehung versetzt wird und hierbei nach Art der Fig. 3 und 4 radial verstellbar ist.
Wird nun diese schwingende Masse 58 in oder in der Nähe der Eigenschwingungszahl in Schwingungen versetzt, so bringt der Stützdruck der Feder 59 auch die Rinne 20 selbst in Schwingungen gleicher Taktzahl. Hierbei heben sich die durch die Schwin gungen hervorgerufenen Kräfte nach aussen im wesentlichen auf, derart, dass nach aussen nur sehr schwache Kräfte übertragen zu werden brauchen. Aus diesem Grunde fallen auch die sonst, namentlich bei schweren, in Resonanz arbeitenden Rinnen notwendigen starken Stützfedern und die auf das Fun dament wirkenden Tragkräfte fort. Die Ab stützung der Rinne hat also lediglich auf das Eigengewicht der Rinne und ihre För- derlast Rücksicht zu nehmen.
Ein Antrieb der Schüttelrinne 20 gemäss Fig. 5 ist nicht nur besonders einfach und gestattet, wie erwähnt, die Schüttelrinne ohne jede Fundamentierung aufzustellen, sondern ist auch bei gleichbleibender Motor drehzahl deswegen ohne weiteres verwend bar, weil die Eigenschwingungszahl des die Masse 58 und die Federung 59 enthaltenden Schwingungsgebildes von der Grösse der För- derlast nahezu unabhängig ist. Hierbei wird am zweckmässigsten das schwingende An triebssystem 58, 59 folgendermassen abge stimmt (vergleiche das Diagramm Fig. 6) In diesem Diagramm sind als Ordinaten die Amplituden des schwingungsfähigen Gebil des 58, 59 in Abhängigkeit von der auf der Abszisse aufgetragenen Drehzahl n in der Wuchtmasse 60 eingezeichnet.
Man erhält die bekannte Resonanzkurve 62 mit einer sehr steil ansteigenden und abfallenden Spitze 68. Diese Resonanzspitze 63 der Schwingungsausschläge tritt bei Leerlauf, also unbelasteter Rinne, bei einer Drehzahl n1 auf, während die Maximalschwingungs amplitude 63' der belasteten Rinne bereits bei der niedrigeren Drehzahl n2 liegt. Es wird nun vorteilhaft die Abstimmung so gewählt, dass die Eigenschwingungszahl des Antriebssystemes bei voll belasteter Rinne mit der Betriebsdrehzahl n2 der Antriebs maschine übereinstimmt. Die Rinne arbeitet also beim Leerlauf, bei welchem die Kurve 62 massgebend ist, auf dem aufsteigenden Ast der Kurve, also vor dem Resonanzaus schlag 63.
In dem Masse, wie nun die Rinne belastet wird, rückt die Maximalamplitude von 63 nach 63', das heisst je mehr Förder- gut der Rinne zugeführt wird, um so stär ker vergrössert sie von selbst ihre Schwin gungsamplitude und damit in erheblichem Masse ihre Leistungfähigkeit, was für den praktischen Betrieb äusserst erwünscht ist.
Zum Antrieb der Rinne können auch an statt der Impulse rotierender Massen hin- und hergehende Impulse unmittelbar ver wendet werden, und zwar können diese hin- und hergehenden Impulse von beliebigen elektrischen, mechanischen oder andern Energiequellen stammen. Steht beispielsweise zum Antrieb der Rinne Dampf, oder, wie in Bergwerken meist, Druckluft oder dergleichen zur Verfügung, so kann der Antrieb zum Beispiel nach Art der Fig. 7 ausgebildet werden.
Dieser An trieb vermeidet zugleich die Schwierigkeit, die sich bei Umsetzung von Druckluft mit stark schwankender Betriebsspannung in Energie mit drehender Bewegung geltend machen, und die in der starken Schwankung der Drehzahl und damit der Impulszahl zum Ausdruck kommen würden. In solchen Fäl len des schwankenden Betriebsdruckes wirkt die Antriebskraft zweckmässig unmittelbar auf die hin- und hergehende Antriebsmasse mittelst einer Steuerung, welche auf die Bei behaltung der Resonanzschwingungszahl hin wirkt. Auch bei dem Beispiel der Fig. 7 wird die Masse 58 derart gesteuert, dass sieh ihre Kraft stets nur in der richtigen Taktzahl geltend machen kann.
In diesem Beispiel ist in einem Gehäuse 7, das fest mit der Schüttelrinne verbunden ist, die Masse 58 schwingungsfähig zwischen dun Federn 59 gelagert, derart, dass ihre Eigenschswingungszahl der Betriebsschwin gungszahl der Rinne entspricht. In das In nere des Gehäuses 57 ragt ein mit dem Ge häuse fest verbundener Ansatz 62, der, als Kolben wirkend, gut dichtend von einem zylindrischen Stück 63 umfasst wird, welches mit der Masse 58 verbunden ist. An dieser Masse sitzt ferner ein Rohr 64, das gut dich tend in einer Bohrung 65 des als Kolben wir kenden Ansatzes gleitet und bei 66 Steuer schlitze hat, durch welche die bei 67 zu strömende Druckluft in den Zylinderraum 68 dringen kann, wenn diese Schlitze 66 mit ähnlichen Schlitzen 69 des Kolbenkörpers 62 zusammentreffen, die sich in Kanälen 70 zum Zylinderraum 68 fortsetzen.
Der Auspuff der Druckluft findet durch die Schlitze 71 der Zylinderwandung 63 statt, die vom Kol benkörper 62 gesteuert werden und durch welche die Luft nach Durchströmen der Off nungen 72 des Gehäuses ins Freie entweichen kann. Im Innern des Hauptsteuerschiebers 64 sitzt ein aus einem kurzen Rohrstück be- siehender Vorsteuerschieber 73, der im Haupt schieber 64 mit verhältnismässig grosser Rei bung gleitet. Dieser Vorsteuerschieber 73 besitzt im Innern zwei Anschläge 74, 75, welche gegen die Scheibe 76 einer im Luft zuführungskanal 62 fest gelagerten Stange 77 treffen können.
Der Arbeitsvorgang dieser Vorrichtung ist der folgende: Solange keine Pressluft zu strömt, wird die Masse 58 von den Federn 59 in ihrer Mittellage gehalten, in welcher die Einlassschlitze 66, 69 voll geöffnet sind. Strömt nun Luft zu, so dringt diese durch die Bohrung 65, die Schlitze 66, 69 und den Kanal 70 in den Zylinderraum 68 und schiebt die Masse 58 nach rechts. Hierdurch wird der Luftzutritt vergleichsweise bald abgeschlos sen, da der Steuerschieber 64 diese. Bewe gung nach rechts mitmacht und mit einer Wandung die Eintrittsschlitze 69 absperrt. Je nachdem mit mehr oder weniger Expansion der Druckluft gearbeitet werden soll, öffnet sich der Auspuffkanal 71 früher oder später. Die Masse 58 wird durch den Stoss, den sie von der plötzlich einströmenden Druckluft erhält, unter Zusammendrückung der ent sprechenden Feder 59 nach rechts geschleu dert.
Während dieser Bewegung bleiben die Auslasskanäle 71 voll geöffnet. Sie werden erst wieder geschlossn, wenn die fase 58 bei ihrer Rückkzehrbewegung nach links in die entsprechende Stellung kommt. Würden sich nun bei der Weiterbewegung der Masse 58 nach links die Einlassschlitze 66, 69 wie der öffnen, so würde die Masse 58 sofort nach rechts zurückgeworfen werden, und es würden nur sehr kleine Schwingungen zu stande kommen. Diesen Übelstand vermeidet der Vorsteuerschieber 73 durch die folgende Arbeitsweise: Der Vorsteuerschieber 73 wird durch seine Reibung von der Innenwandung des Hauptschiebers 64 mitgenommen, sofern dies seine Anschläge 74, 75 zulassen.
Etwa in dem Augenblick, in welchem sieh die Einlass schlitze 66, 69 bei der Bewegung der Masse 58 nach rechts schliessen, trifft der linke An schlag 75 des Vorsteuerschiebers 73 gegen die feste Scheibe 76 der Stange 77. Diese hält ihn fest, während sich die Teile 58 und 64 weiter nach rechts bewegen, so dass der Hilfsschieber 73 nun in der Bohrung des Hauptschiebers 64 gleitet. Kehrt die Masse in ihrem rechten Totpunkt ihre Bewegung um so wird der Vorsteuerschieber 73 in der Bohrung des Hauptschiebers 64 durch Rei bung solange mitgenommen, bis der Zwi schenraum zwischen seinen Anschägen 74, 75 durchlaufen ist und der rechte Anschlag 74 gegen die fest stehende Scheibe 76 trifft. Nun bleibt der Vorsteuerschieber 73 stehen, während sich der Hauptschieber 64 mit der Masse 58 weiter nach links bewegt.
In dieser Stellung verschliesst jedoch der Vorsteuer schieber 73 die Einlassschlitze 66 des Haupt steuerschiebers 64, wenn sich diese bei der Linksbewegung vor die Schlitze 69 des Kolbens stellen. Trotz des Zusammenfallens der Schlitze 66 und 69 kann also bei der Bewegung der Masse 58 nach links keine Druckluft in den Zylinderraum 63 strömen.
Nach Durchschreiten der Mittellage be wegt sich die Masse 58 solange weiter nach links, bis sich ihre kinetische Energie in Federungs- und Nutzarbeit verwandelt hat. Da in dem dargestellten Beispiel die Aus puffschlitze auf diesem Wege geschlossen bleiben, verdichtet sich die im Raum 68 ein geschlossene Luft, was jedoch keine schäd liche Wirkung hat, sondern nur die Wirkung der Federn 59 verstärkt. Gegebenenfalls kann aber durch Anbringung geeigneter Auspuff schlitze dafür gesorgt werden, dass diese Ver dichtung im Raum 68 unterbleibt.
Während dieser Linksbewegung der Masse 58 stützt sich der Anschlag 74 des Vorsteuerschiebers gegen die feste Scheibe 76, so dass der Hauptsteuerschieber 64 über den Vorsteuerschieber hinweggleitet. Sobald sich aber die Masse 58 und ihr Schieber 64 nach Durchschreiten des linken Totpunktes wieder nach rechts bewegt, wird der Vor steuerschieber 73 auf dem kurzen Stück zwi schen seinen beiden Anschlägen von der In nenwandung des Hauptschiebers 64 mitge nommen, bis sich sein linker Anschlag 75 gegen die Scheibe 76 stützt. Hierdurch hat der Vorsteuerschieber seine ursprüngliche Lage wieder eingenommen, so dass kurz vor Erreichen der Mittellage der Masse 58 die Schlitze 66, 69 wieder der Druckluft Zutritt zum Zylinderraum 68 geben und mit einem neuen Druckluftanstoss auf die schwingende Masse 58 das Spiel von neuem beginnt.
Durch diese Steuerungsart kann sich die schwingende Masse 58 nur in ihrer Eigen schwingung bewegen. Sie steuert selbst die Energiezufuhr so, dass der Antriebsimpuls stets im richtigen Augenblick erfolgt. Die schwingende Masse kann also nur in Reso nanz arbeiten; die Taktzahl der Impulse ist dabei vollkommen unabhängig von etwa vor kommenden Druckschwankungen des Treib mittels, während zum Beispiel bei einem An trieb mittelst eines üblichen Pressluftmotors mit umlaufender Kurbelwelle dessen Dreh zahl und damit auch der Impuls der Rinne sehr erheblich durch die Druckschwankungen beeinflusst werden würde. Die neue Vorrich tung kann dagegen niemals ausser Tritt fallen. Die Druckschwankungen sind höchstens im stande, die Schwingungsweite in geringfü gigem Masse zu beeinflussen.
Zweckmässig wird im einzelnen die Steue rung, Federung usw., das heisst alle Fakto ren, welche auf die Energieaufnahme, Schwingungsgrösse, Eigenchwingungzahl und dergleichen des schwingenden Systemes Einfluss haben, regelbar eingerichtet. Die Schwingungsweite, welche die Masse 58 er reicht, hängt von dem Verhältnis der zuge führten Arbeitsleistung zu den dämpfenden Widerständen ab, welche der Masse Arbeit entziehen. Diese dämpfenden Widerstände bestehen zum Teil aus der schädlichen Dämpfung, das heisst der Reibung im Kol ben und Steuerschieber, der innern Reibung der Federn und dergleichen, zum andern und grössten Teil in der Nutzdämpfung, das heisst in der Arbeit, die der schwingenden Masse 58 entzogen und in Bewegung des Förder- gutes.gesetzt wird.
Die soeben beschriebene Vorrichtung kann auf beiden Seiten der Masse 58 angeordnet werden, so dass diese doppeltwirkend ange trieben wird. Ebenso kann statt der soeben beschriebenen irgend eine andere, gleichfalls derart wirkende Steuerung angebracht wer den, dass der Antrieb des Treibmittels stet nur in der einen Schwingungsrichtung der Masse 58 erfolgt, bei der Rückschwingung dagegen der Zustrom des Treibmittels abge sperrt ist. So könnte beispielsweise unter Fortfall des Vorsteuerschiebers dem Haupt schieber 64 kurz vor Erreichen seiner beiden Totpunkte durch entsprechende Führungen eine kleine Verdrehung bezw.
Rückdrehung gegenüber der Masse 58 erteilt werden, wo durch die Steuerschlitze 66 bei der einen Be wegungsrichtung in die Längsrichtung der Schlitze 69 fallen, bei der andern Bewe gungsrichtung dagegen infolge der Verdre hung des Schiebers 64 gegenüber der Masse 58 versetzt zu den Schlitzen 69 liegen. Auch können noch beliebige andere Steuerungsein richtungen beliebiger Art vorgesehen werden. Beispielsweise kann auch in der Luftzulei tung selbst ein Hahn vorgesehen sein, der durch entsprechende Ansätze der schwingen den Masse 58 hin- und hergedreht und damit geöffnet und geschlossen wird, bevor die Steuerschlitze 66, 69 zur Deckung kommen.
Ein elektromagnetischer Schwingungser reger für die Vibrationsrinne, der gleichfalls sich selbst steuert, ist in Fig. 8 und 9 ver anschaulicht. In dem an der Schüttelrinne befestigten Gehäuse 57 ist ein Massenkörper 58 in der Förderrichtung beweglich und wird in beliebiger Weise, zum Beispiel durch auf der Zeichnung nicht veranschaulichte Führungen und Lenker gerade geführt. Dem Gehäuse 5 7 gegenüber ist die Masse 58 mit Hilfe der starken Spiralfedern 59 abgestützt, derart, dass die Masse 58 und die Federn 59 als schwingungsfähiges Gebilde wirken. Die Masse 58 enthält einen Magnetkern aus la- mellierten Eisen, in welchem symmetrisch zur Mitte des Massenkörpers je zwei Spulen 79, 80 angebracht sind.
Die Pole dieses Mag netkörpers sind keilförmig ausgebildet, derart, dass in die keilförmigen Öffnungen 81 unter Zwischenschaltung eines entsprechenden Luftspaltes als gegenüber liegende Pole keilförmig zugespitzte, lamellierte Blechpa kete 82 hineinragen. Diese Körper 82 sind mit der Gehäusewand 37 fest verbunden. Die keilförmige Ausbildung der Magnetpole empfiehlt sich, damit bei der erheblichen Schwingungsweite der Masse 58 der Luft spalt nicht über ein noch zulässiges Mass hinaus gesteigert zu werden braucht.
Die Erregung des Magnetismus geschieht folgendermassen: Die beiden Spulen 79 wer den von Gleichstrom durchflossen und er regen hierdurch ein magnetisches Feld von auch beim Schwingen des Körpers 58 nahe zu gleichbleibender Stärke. Über dieses mag netische Feld lagert sich ein von den Spu len 80 erzeugtes magnetisches Wechselfeld. Diese Spulen 80 liegen (vergleiche auch das Schaltungsschema Fig. 10) in einem mit einer entsprechend bemessenen Kapazität 83 versehenen elektrischen Schwingungskreis 84.
Es ist wichtig, diesen elektrischen Schwingungskreis so abzustimmen, dass seine Eigenfrequenz mit der Eigenschwingungs zahl des aus der schwingenden Masse 58 und ihrer Federung 59 gebildeten Schwingungs- systemes übereinstimmt, wobei die Wechsel stromspulen 80 in der unten beschriebenen Weise zu schalten sind.
Die Schwingungserzeugung in dem elek trischen Schwingungskreis 84 erfolgt durch eine stossweise Erregung. Parallel zu der Kapazität 83 und der zum mindestens zum Teil aus den Spulen 80 bestehenden Induk tivität des elektrischen Schwingungskreises liegt eine Schaltvorrichtung 85, welche eine Gleichstromquelle 86 im Takt der Schwin gungszahl des elektrischen Schwingungs kreises ein- und abschaltet. Dabei ist der Kontakt 85 nur verhältnismässig kurze Zeit geschlossen (beispielsweise 1/2 bis 1/4 der gesamten Schwingungsperiode der Masse 58), während nach Unterbrechung des Kontak- es 85 der Schwingungskreis 84 sich selbst überlassen bleibt und Strom und Spannung in ihm hin und her pendeln.
In dem darge stellten Beispiel wird nun der Kontakt 85 von der schwingenden Masse 58 selbstgesteuert, so dass die Taktfolge, mit welcher der Kontakt arbeitet, unbedingt mit der Eigenschwin gungszahl der schwingenden Masse 58 über einstimmt. Das System arbeitet somit stets in Resonanz, auch dann, wenn kleine Ver stimmungen zwischen dem mechanischen Schwingungskreis 58, 59 und dem elektri schen Schwingungskreis 80, 83, 84 vorliegen sollten.
Der von der schwingenden Masse 58 ge steuerte Kontakt ist folgendermassen aus gebildet: An der schwingenden Masse 58 sitzt einstellbar ein Platin- oder dergleichen Kontakt 87. Diesem gegenüber steht ein eben falls mit Platin versehener Kontaktstift 88, der gleichfalls einstellbar in einer am Ge häuse 57 befestigten Blattfeder 89 ange bracht ist. Die Feder wird mittelst eines regelbaren Anschlages 90 derart eingestellt, dass der Kontaktstift 88 den Kontakt 87 be rührt, wenn die Masse 58 in der Mittellage steht. Sobald die Masse auch nur wenig aus ihrer Mittellage nach links schwingt, reisst der Kontakt 87, 88 dagegen ab.
Ferner ist mit der Kontaktfeder 89 als eine ihre Bewe gung hemmende Vorrichtung eine Ölbremse verbunden, die in üblicher Weise aus einem im Gehäuse 8 7 sitzenden Zylinder 91, einem mit der Feder 89 verbundenen Kolben 92 und der beide Zylinderseiten verbindenden regel baren Leitung 93 besteht.
Nun ist die rechts gezeichnete Wechsel stromspule 80 so geschaltet bezw. wird der periodische Verlauf des Wechselstromes so ge wählt, dass beim Schliessen des Kontaktes 85 der in der rechten Spule 80 fliessende Strom das von den Gleichstromspulen 79 geschaf fene Magnetfeld schwächt, wohingegen die linke Spule 80 so geschaltet ist, dass beim Schliessen des Kontaktes 85 zugleich der Magnetfluss am linken Ende der Masse ver stärkt wird, derart, dass die Masse nach links hin schwingt und auf Öffnen des Kontaktes 85 hin wirkt. Nach Unterbrechung des Kon taktes und vor oder bei Umkehr der Schwin gungsrichtung kehrt sich in den Wechsel stromspulen 80 die Stromrichtung um, der art, dass nunmehr das Feld des rechten Mag- netkörpers gestärkt wird, während das Feld des linken Magnetkörpers eine Schwächung erfährt.
Im Ruhezustand nimmt die schwingende Masse 58 ihre Mittellage ein. Zum Ingang- setzen wird nun der die Spulen 79 enthal tende Gleichstromkreis und auch der die Spulen 80 enthaltende Erregerwechselstrom kreis geschlossen. Über den Kontakt 85 (Fig. 10) bezw. 87, 88 (Fig. 8) fliesst jetzt ein Strom durch die Magnetspulen 80 und ladet auch den dazu parallel geschalteten Konden sator 83. Da, wie oben beschrieben, der Wechselstrom hierbei das gesamte Magnetfeld am linken Ende verstärkt, am rechten jedoch zugleich abschwächt, so bewegt sich die schwingende Masse von dem Kontakt 87, 88 weg zunächst nach links, so dass der Kontakt abreisst.
Entsprechend dem Impuls der Mag netkraft schwingt die Masse in dieser Rich tung weiter, bis die Massenenergie in Span nungsenergie der Federung 59 umgewandelt ist. Nunmehr kehrt sich unter der Wirkung dieser Federn die Bewegungsrichtung der Masse 58 um, und da die Eigenfrequenz des die Wechselstromspule 80 enthaltenden Schwingungskreises mit der Eigenschwin gungszahl des aus der Masse 58 und der Fe derung 59 bestehenden mechanischen Schwin- gungssystemes übereinstimmt, so kehrt sich zugleich auch die Wirkung der Wechsel stromspulen 80 in der Weise um, dass nun das Magnetfeld auf der rechten Seite der Masse verstärkt, links dagegen ge schwächt wird. Hierdurch erhält die Masse 58 entsprechend ihrer Schwingungs zahl einen Impuls nach rechts.
Beim Durch eilen der Mittellage treffen die Kontaktstel len 87, 88 zusammen, so dass abermals die Stromquelle 86 eingeschaltet und dem elek trischen Schwingungskreis 84 neue elek trische Energie zugeführt wird. Da jedoch nun die Masse 58 nach Massgabe der in ihr aufgespeicherten Energie über die Mittellage nach rechts hinausschwingt bleibt der Kon takt 87, 88 geschlossen, beispielsweise bis der rechts liegende Umkehrpunkt der Schwin gungsbahn erreicht ist. Hier wird zweckmä- ssig der Kontakt 87, 88 durch die Wirkung der Ölbremse 91 bis 93 unterbrochen.
Diese ist so eingestellt, dass sich die Kontaktfeder 89 langsamer nach links zurückbewegt als die schwingende Masse 58, so dass sie jeden falls den Anschlag 90 in einem späteren Zeit punkt erreicht, als demjenigen, wo die Masse 58 auf dem Weg nach links die Mittellage passiert.
Durch diese Schaltungsart wird dem Kondensator 83 des Schwingungskreises 84 stets in dem richtigen Zeitpunkt stossweise eine Strommenge von solcher Grösse zuge führt, wie der elektrische Schwingungskreis 84 zur Aufrechterhaltung der Resonanzschwin gung der Masse 58 hat aufwenden müssen. Nachdem sich also nach dem Einschalten des Stromes die Masse 58 durch die magnetische Wechselkraft auf eine gewisse, von den kon struktiven Werten der Schwingungskreise und vom Verhältnis der Energiezufuhr zum Energieverbrauch abhängige Amplitude auf geschaukelt hat, besteht ein Gleichgewichts zustand zwischen der Verbrauchsenergie des mechanischen Schwingungskreises 58, 59, die sich als Vibration auf die Rinne weiter überträgt und der dem Schwingungskreis 80, 83, 84 zugeführten elektrischen Energie,
wo bei die Steuerung des Kontaktes 85 durch die Masse 58 selbst so erfolgt, dass die Resonanz zwischen dem elektrischen und dem mecha nischen Schwingungskreis stets gewahrt bleiben muss.
Man könnte, besonders bei hohen Schwin gungszahlen, auch gegebenenfalls den Be triebsstrom unmittelbar einem Wechselstrom netz entnehmen und damit die Erregerspulen 80 speisen, doch wäre damit eine rein zwangs läufige Stromimpulszahl gegeben, die sich nicht, wie der vorher beschriebene selbst steuernde Stromimpuls, den Schwingungsvor gängen des mechanischen Schwingungssyste- mes anpasst.