CH117856A - Verfahren und Apparat zur Kälteerzeugung. - Google Patents

Verfahren und Apparat zur Kälteerzeugung.

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CH117856A
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Description


  Verfahren und Apparat zur Kälteerzeugung.    Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf ein Verfahren und einen Apparat zur  Kälteerzeugung.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung be  ruht darauf,     dass    wenigstens eines von zwei  ineinander löslichen Medien einem thermo  dynamischen Kreislauf unterworfen wird und  dabei die beiden Medien abwechselnd mit  einander vereinigt und wieder voneinander  getrennt werden, wobei diese Vereinigung  und diese Trennung     ungeftlir    bei dem glei  chen Drucke stattfindet.  



  Das Verfahren beruht somit auf der Aus  nutzung thermodynamischer Prozesse, die bei  der Vereinigung oder der Trennung von Mit  teln entstehen, die eine gewisse physikalische  oder chemische Affinität zueinander haben.  Diese thermodynamischen Prozesse drücken  sich in der Freimachung oder Bindung von  Wärme bei der Vereinigung der Mittel aus,  welche Wärmemenge wieder bei der Tren  nung gebunden     bezw.    freigemacht wird.

    Zwei Mittel können zum Beispiel in einem  solchen Verhältnis zueinander stellen,     dass       deren Vereinigung     Wärmeentwieklung    be  wirkt, während bei deren Trennung Wärme  gebunden wird (zum Beispiel     Ammoniak-          wasser,        Kolilemäure-Seliwefeldioxyd).    Um  gekehrt kann die Vereinigung zweier Mittel  (zum Beispiel Terpentin und     Sellweielkohlen-          stoff)    mit Wärmeabsorption verbunden sein,  während ihre Trennung Wärmeabgabe be  wirkt.  



  Zweckmässig erfolgt die für die Durch  führung des Kühlprozesses erforderliche  Wärmeaufnahme bei niedriger Temperatur  und die Wärmeabgabe bei hoher Temperatur  dadurch,     dass    ein Mittel<B>A,</B>     weli"hes    im ge  nannten     VerliKlinis    zu einem andern Mittel  B stellt, unter Durchlaufen eines geschlos  senen Kreislaufes     abkechselnd    in dem an  dern Mittel B gelöst und wieder aus der Lö  sung freigemacht wird.

   Die Trennung der  beiden Mittel kann zum Beispiel durch ein  drittes Mittel<B>C</B> geschehen, das so beschaffen  ist,     dass    es eine grössere Affinität zu dem  einen, zum Beispiel<B>B,</B> der erstgenannten  Mittel hat als das andere Mittel, A,     und    dem-      zufolge sieh mit diesem Mittel, B, unter     Ab-          trennun-,    des andern Mittels,<B>A,</B> vereinigt.  Der     Kühlprozess    kann dadurch völlig kon  tinuierlich gemacht werden,     dass    das Mittel B  durch geeignete Mittel von<B>C</B> abgetrennt und  mit<B>A</B> wieder vereinigt wird.  



  Man kann demnach nach oben genanntem  Prinzip ein Kühlmittel in einem geschlos  senen Kreislauf abwechselnd in einem Lö  sungsmittel sieh lösen und sich aus der Lö  sung durch Einwirkung eines Hilfsmittels  wieder freimachen lassen. Das Hilfsmittel  soll geneigt sein, das Lösungsmittel zu absor  bieren oder durch andere Einwirkung das     ge.     löste Kühlmittel freizumachen.     Ist        das     Kühlmittel beispielsweise Ammoniak     (H.IN)     und das Lösungsmittel Wasser (1120), dann  kann man die Lösung als aus     Ammonium-          livdrat        (IT,N/OH)    bestehend betrachten.

   Bei  Zusatz von beispielsweise Natronlauge  als Hilfsmittel vermehren sich die       Off-Tonen,    wodurch das Produkt der     Kon-          zentrationen        (H,xL)    X     (011)    ebenfalls ver  mehrt, wird, was zur Folge hat,     dass    die Kon  zentration     (ILM    geringer und     Ammoniaic     <B>Y)</B>     freicemacht    wird. Es ist also unbe  stimmt, ob man in einem solchen Falle von  einer Absorption des Lösungsmittels in     ge-          wöhnliehem    Sinne sprechen kann.

   Als     Kühl-          initipl    wird zweckmässig ein Mittel     bezw.    eine       Mischuno,    von Mitteln gewählt, das     bezw.    die       bg,i    den vorhandenen Druck- und Tempera  turverhältnissen in     gasförinigein    Zustande  aus der Lösung freigemacht wird und ohne  vorhergehende     Kondensierung    sieh in dem  Lösungsmittel wieder löst.

   Dabei fällt, somit  die sonst erforderliche     Kondensierung    des  Kühlmittels fort, und das Kühlmittel kann  seinen Kreislauf ohne     Druckveränderungen     durchströmen, was wieder den Vorteil mit  sich bringt,     dass    ein Kühlapparat zur     Durch-          führuno,    des Verfahrens in Form eines     Zir-          kulationssysteins    gebaut werden kann, des  sen verschiedene Teile in offener Verbindung  miteinander angeordnet sind,

   wobei die     er-          forderliehen        Flüssigkeifs        g   <B>-</B>     und        Gaszirkula,-          tionen    ohne mechanische Hilfsmittel aus  schliesslich durch die thermodynamischen    Wirkungen im System aufrechterhalten wer  den können.  



  Die Erfindung soll beispielsweise anhand  der beiliegenden Zeichnung näher     besellrie-          ben    werden.     Fig.   <B>1</B> zeigt schematisch und im  Schnitt ein     Ausführungsbeispiel    eines Kühl  apparates nach der Erfindung, und     Fig.    2  und<B>3</B> stellen zwei andere Ausführungsbei  spiele desselben dar.  



  Der in     Fig.   <B>1</B> gezeigte Apparat besitzt  einen Kühler<B>1</B> und einen Kocher 2, sowie  einen kombinierten Kondensator und Absor  ber<B>3,</B> welche Elemente durch Rohrleitungen  derart miteinander verbunden sind,     dass    sie  zusammen ein hermetisch geschlossenes     Ap-          paratsystem    bilden.

   Der Kühler<B>1</B> und der  Absorber<B>3</B> sind durch Rohrleitungen 4 und  <B>5</B> miteinander verbunden, von welchen die  erste einerseits an den Gasraum des Kühlers;       angeselilossen    ist und anderseits in ein am  Boden des Absorbers angebrachtes perforier  tes Verteilungsrohr<B>6</B> übergeht, während die  andere Leitung<B>5</B> einerseits unterhalb des       Flüssigkeitsspiegels    im Kühler mündet und  anderseits einen Überlauf für die Flüssigkeit  im Absorber bildet, wodurch die Flüssigkeit  stets auf einem zweckmässigen Niveau erhal  ten wird. Die genannte Flüssigkeit besteht  aus einer Lösung des Kühlmittels, das zum  Beispiel aus Ammoniak. besteht, wobei das  Lösungsmittel zweckmässig aus Wasser be  steht.

   Der     Absorber    ist in der dargestellten       Ausführun(Ysform    mit einem Kühlmantel<B>7,</B>  zwecks Kühlung mittelst Kühlwassers ver  sehen. Durch ein Rohr<B>8</B> sieht der     Gasra.um     des Kochers mit dem Gasraum des     Absorbprs     in Verbindung.  



  Der Kühler und der Kocher sind mittelst  Leitungen<B>9</B> und<B>10</B> miteinander verbunden,  die zusammen einen     Wärmeaustauscher   <B>11</B>  bilden und von     welehen    die erste den obern  Teil des Kühlers mit dem untern Teil des  Kochers verbindet, während die zweite den  obern Teil des Kochers mit dem untern Teil  des Kühlers vereinigt. Durch die Rohre<B>9</B>  und<B>10</B> sind Kühler -und Kocher miteinander  zu einem     Zirkulationssystein    für das Hilfs-      mittel verbunden, das zum Beispiel aus einer  konzentrierten Lösung eines     Alkalihydrates,     zweckmässig einer Mischung von     Kalibydrat     und     Natriumllydrat,    bestellen kann.

   Die  Zirkulation wird im dargestellten Beispiel  mit Hilfe eines innerhalb des Kochers ange  brachten Schlangenrohres 12 bewirkt, das  einen Teil der in den Kocher hineingehenden  Leitung<B>10</B> bildet, wobei die Zirkulation in  an sich bekannter Weise durch die bei der  Erhitzung des Kochers im Schlangenrohr 12  entstehende Dampfbildung hervorgerufen  wird. Der Kocher kann vermittelst eines  Gasbrenners<B>13</B> erhitzt werden.  



  Wenn der Apparat durch Erhitzung des  Kochers in Wirksamkeit versetzt wird, wird  Wasser aus der     Alkalilauge    ausgetrieben  und der durch das Rohr<B>8</B> entweichende Was  serdampf -wird im Absorber<B>3</B> unter gleich  zeitiger Absorption von Ammoniak konden  siert. Sobald die     Ammoniaklösung    im     Ab-          so.rber    eine erforderliche Hölle erreicht- hat,  fliesst sie durch das Rohr<B>5</B> in den Kühler  hinab, wobei sie in direkte, Berührung mit  der     Alkalilauge    gelangt, die sich mit dem  Wasser     uni-er    Austreiben von Ammoniak  vereinigt.

   Bei dem verhältnismässig niedrigen  Druck im Apparat, der während des Ver  laufes des Prozesses zwei bis drei Atmosphä  ren ausmachen kann, wird das Ammoniak in  gasförmigen Zustand übergeführt, wobei der  Druck etwas über den Druck im Absorber  gesteigert wird, welcher Überdruck<B>zum</B>  Überwinden des     Flüssigkeitsdruekes    am per  forierten Rohr<B>6</B> und ausserdem dazu genügt,  das Einströmen der     Ammoniakdä.mpfe    in den  Absorber zu gestatten, wo, sie zufolge der  stetigen Zufuhr von     Wasserdanipf    zum<B>Ab-</B>  sorber kontinuierlich absorbiert werden. Die  Entwicklung des Ammoniaks im Kühler ist  mit Aufnahme von Wärme von der Um  gebung des Kühlers verbunden, wodurch die  Temperatur des Kühlers allmählich sinkt.

    Das Lösen der     Ammoniahdämpfe    im Wasser  des Absorbers ist     da-gegen    mit Wärmeent  wicklung verbunden. Die Wärme, die     da,-          durch    freigegeben wird, sowie- die bei der       Kondensierung    des Wasserdampfes entbun-         dene    Wärme wird. durch die     Kühlflüssigkeit     im Kühlmantel.<B>7</B> weggeleitet.  



  Durch Zufuhr von     Ammoniaklösung    zum  Kühler wird die     Alkalilauge    im Kühler ver  dünnt, aber während die verdünnte Lauge  durch das Rohr<B>10</B> dem Kocher zugeführt  wird, strömt gleichzeitig durch das Rohr<B>9</B>  eine entsprechende Menge konzentrierter     Al-          kalilauge,    die im Kocher von Wasser befreit  worden ist, in den Kühler zurück.

   Die     Al-          ka,lilauge    wird somit einer stetigen Regene  rierung unterworfen, was eine kontinuier  liche     Absoheidung    des Ammoniaks aus der       Ammoniaklösung    im Kühler und eine kon  tinuierliche Zufuhr von     Wasserda-mpf    zum  Absorber sichert. Der Apparat wird somit  ausschliesslich durch die     thermodynamisclien     Wirkungen innerhalb des Systems vollstän  dig kontinuierlich wirken.  



  Anstalt der oben angegebenen Stoffkom  bination kann man vorteilhaft     auc11    Kohlen  säure als Kühlmittel,     Sc'hwefeldioxyd    als Lö  sungsmittel und Schwefelkohlenstoff als  Hilfsmittel verwenden.  



  Der Wirkungsgrad eines Kühlapparates       obenbeschriebener    Art ist     natürlieli    von der       Walil    der miteinander zusammenwirkenden  Stoffe abhängig. Uni einen grösstmöglichen  Wirkungsgrad zu erreichen, wird zweck  mässig ein Kühlmittel gewählt werden, das  bei den vorhandenen Druck- und Tempera  turverhältnissen im Kühler in gasförmigen  Zustand     übergefülirt    wird. Dabei wird eine  Wärmemenge gebunden, die der Lösungs  wärme des gasförmigen     Külilmittels,    das  'heisst der Summe, der     Verdampfungswärme     des     Külilmittels    und der     Lösungswärme    des  flüssigen Kühlmittels gleich ist.

   Als Lö  sungsmittel -wird vorteilhaft ein Körper ge  wählt werden, der bei der im Kocher     herr-          sehenden    Temperatur eine möglichst kleine       Verdampfungswä-rme    hat, das, heisst ein  Stoff, dessen kritische Temperatur nahe der  Temperatur des Kochers liegt, zum Beispiel  Schwefeldioxyd. Das Lösungsmittel soll  gleichzeitig imstande sein, grosse Mengen des  Kühlmittels absorbieren zu können. Die vom  Lösungsmittel absorbierte Menge des Kühl-      mittels ist indessen auch vom Druck im     Ap-          paratsystem        abIlängig,    indem das Lösungs  mittel um so grössere Menge absorbieren  kann,<B>je</B> höher der Druck ist.

   Mit Rücksicht  auf den Wirkungsgrad ist es deshalb     zweek-          mässig,    mit dem praktisch grösstmöglichen  Druck zu arbeiten, wobei jedoch vorteilhaft  ein Kühlmittel     ge#,vählt    wird, das bei dem  Druck     bezw.    der Temperatur im Kühler nicht  kondensiert wird. Das     Kühlinittel    soll des  halb zweckmässig eine kritische Temperatur  haben, die niedriger ist als die Temperatur  im Kühler.  



       -lls    Hilfsmittel wird vorteilhaft ein     sol-          ehes    gewählt, das eine     gTosse    Fähigkeit hat,  das Kühlmittel aus dem Lösungsmittel     aus-          zufreiben,    das aber gleichzeitig im Verhält  nis zum Kühlmittel indifferent oder doch  wenigstens im Grossen und Ganzen indiffe  rent ist. Das Hilfsmittel kann zum Beispiel  auch aus einer Salzlösung bestehen. Als  Kühlmittel kann gegebenenfalls eine Mi  schung mehrerer Stoffe verwendet werden,  die zweckmässig so beschaffen sind,     dass    sie  alle in     gasfürmigem    Zustand im Kühler frei  gegeben werden.  



  Bei einem nach     Fig.   <B>1</B> gebauten     Apparat-          dürfte    es nicht vermieden werden können,       dass    ein Teil des Kühlmittels in gelöstem Zu  stand mit dem Hilfsmittel bei dessen Zirku  lation     duireh    den Kocher     mitströmt,    was     na-          türlich        Fig    2     zeigt        einen        eine        Verlust        Bauart,

          mit        sich        die        bringen        Verluste        würde.        dieser     Art beseitigen soll. Zu diesem Zweck ist im       Zirhulationssystem    des Hilfsmittels ein     Gas-          abscheider    14 eingeschaltet, welcher derart  angeordnet ist,     dass    er durch die in den  Kühler hineinströmende Lösung des Kühl  mittels erhitzt wird, zwecks Austreibung der  im Hilfsmittel zurückgebliebenen Mengen des  Kühlmittels.

   Der     Gasabseheider    14 ist einer  seits mit dem Kühler durch ein bis zum  Flüssigkeitsspiegel im Kühler gehendes     Si-          phonrohr   <B>1.5,</B> das oben in den Gasraum des       Gasabseheiders    ausmündet, anderseits mit  dem     Wärmeaustauscher   <B>11</B> durch ein Rohr  <B>16</B> verbunden, welches derart angeordnet ist,       dass    die Flüssigkeit im     Gasabscheider    stets    auf einem bestimmten Niveau gehalten wird.

    In der vom Absorber<B>3</B> zum Kühler<B>1</B> ver  laufenden     Flüssiokeitsleitun-   <B>5</B> ist ein an  derer Absorber<B>17</B> eingeschaltet, der in Form  eines Mantels den     Gasabscheider    umgibt und  in welchem ein gewisses Flüssigkeitsniveau  aufrechterhalten wird, zweckmässig dasselbe  Niveau wie im     Gasabscheider.    Der     Gas-          a1scheider    sieht mit dein Absorber<B>17</B> durch  ein Rohr<B>18</B> in Verbindung, das einerseits in  den Gasraum des     Gasabscheiders    mündet und  anderseits in ein perforiertes     Verteiltingsrohr     <B>1.9</B>     über-,eht,

      das unterhalb des     Gasabschei-          ders    im Flüssigkeitsraum des Absorbers an  geordnet ist. Der Absorber<B>17</B> ist ferner mit  dem Absorber<B>3</B> durch ein Gasrohr 20 ver  bunden. Uni zu verhindern,     dass    Gas zum  Absorber     ')    durch das Rohr<B>5</B> strömt, ist in  diesem Rohr eine     Flüssigheitssperre    21     ein-          lreschaltet.     



  Die Wirkungsweise dieses Apparates ist       folo-ende:    Zufolge der     Gasentwieklun-    im  Kühler<B>1.</B> wird     das        11ilfsmittel    in Form zu  sammenhängender     Flüssi     t'     gkeitspfropfen    in  den     Gasabscheider    14 durch das     Siplionrohr     <B>1.5</B>     empor-edrückt,    das somit als     Gasdruek-          heber    arbeitet, durch welchen auch das im  Kühler entwickelte Gas entweicht.

   Durch       Einwirkuno,    der durch den Absorber<B>17</B> strö  menden     Kühlmittellösung    findet     nun    eine       Vorwärmung        desUilfsmittels    statt, das hier  durch von in demselben     zurüeligebliebenen     Resten von Kühlmittel befreit wird.

   Vom       Gasabseheider        entweieht    das Kühlmittel in  Gasform durch das Rohr<B>18,</B> wobei es in der  im     Absorber   <B>17</B> vorhandenen Flüssigkeit  teilweise gelöst wird, deren     Absorptionsver-          möo,en    durch die Abkühlung erhöht worden  ist, welcher sie durch Einwirkung des     Gas-          abseheiders    14     a-usg    setzt wird, wonach die  nicht     elösten        Men-en    des Kühlmittels durch  das Rohr 20 in den Absorber<B>3</B> gelangen,

   wo  sie sich mit dem vom Kocher kommenden  Dampf mischen     und    im kondensierten Was  ser lösen. Der     Gasabseheider    14 und der<B>Ab-</B>  sorber<B>17</B> wirken somit als     Temperaturaus-          tauscher    zum Austausch von Wärme     7wi-          sehen    dem von dem Kühler entweichenden      Hilfsmittel und der in den Kühler hinein  strömenden Lösung des Kühlmittels.

   Das  aus dem     Gasabscheider    herausragende Rohr  <B>16</B> wird zweckmässig durch den     Gasabschei-          der    hindurchgeführt, wie auf der Zeichnung  gezeigt, zwecks Abkühlung des Hilfsmittels,  so     dass    letzteres in den     Teiaperaturaustau-          scher   <B>11</B> mit möglichst niedriger Temperatur  gelangt. Der Absorber<B>3</B> besteht gemäss  t'       Fig.    2 aus einem mit Flanschen versehenen,  luftgekühlten Behälter, von welchem die       0.ebildete    Lösung am Boden durch das Rohr  n  <B>5</B> unmittelbar abfliesst.

      Ein     Zuschuss    an     Kühlwirkung    über die  Wirkung hinaus, die beiden Apparaten nach  den     Fig.   <B>1</B> und 2 erhalten wird, wo die Lö  sung des Kühlmittels mit dem Hilfsmittel  direkt gemischt wird, kann dadurch erhalten  werden,     dass    man auch das Lösungsmittel im  Kühler verdampfen     lässt.   <B>-</B> Dies kann durch  einen Apparat nach     Fig.   <B>3</B> geschehen, bei  welchem die Absorption des Lösungsmittels  in einem besonderen, vom Kühler thermisch  getrennten Absorber 22 erfolgt.

   Dieser letz  tere ist bei der dargestellten Ausführungs  form durch     dij    Rohre<B>23,</B> 24 mit dem Küh  ler<B>1</B> zu einem     Zirkulationssysteni    für das  im Kühler<B>1</B> entwickelte Gas verbunden. Der       Absorber        22    und der Kühler<B>1</B> sind mit per  forierten     Vorteilungsplatten   <B>25, 26</B> versehen.    Der Apparat gemäss     Fig.   <B>3</B> wirkt in fol  gender Weise, unter     der    Voraussetzung,     dass     das Kühlmittel aus Kohlensäure, das Hilfs  mittel aus Schwefelkohlenstoff und das Lö  sungsmittel aus     Seliwefeldioxyd    besteht.

   Im  Kocher 2 ist von Anfang an eine Lösung von  Schwefeldioxyd und     Scliwefelkohlenstoff    vor  handen. Durch Erhitzung des Kochers 2  mittelst der elektrischen Wärmepatrone<B>27</B>  wird Schwefeldioxyd aus dieser Lösung her  ausgetrieben und dem Gefäss<B>3</B>     z#ugeführt,     wo es kondensiert wird und Kohlensäure,  die durch das Rohr 4 vom     Absorber        22    hin  einströmt, auflöst. Dieses Gemisch von Koh  lensäure und Schwefeldioxyd strömt dann  durch die Flüssigkeitssperre 21 und das Rohr  <B>5</B> in den Kälteerzeuger<B>- 1</B> ein, wo das Ge-    misch sieh über Platten     #6    in gewöhnlicher  Weise verteilt.

   Vom Absorber     22    strömt  durch ein Rohr<B>23</B> eine gewisse Menge frei  gemachte Kohlensäure in den Kühler<B>1</B> hin  ein, wodurch der     Partialdruck    des Schwefel  dioxyds     bezw.    des Lösungsmittels im Küh  ler herabgesetzt wird.

   Dabei wird das Schwe  feldioxyd im Kühler verdampfen und dif  fundiert zufolge des geringen     Dampfdruckes     des Hilfsmittels     bezw.    des Schwefelkohlen  stoffes im Absorber 22 zum Absorber über,  wobei das Schwefeldioxyd gleichzeitig zur       Kälteerzeugung    beiträgt, indem es bei der  Verdampfung eine dessen     Ver-dampfungs-          wärme    entsprechende     Wärmümenge    bindet.

    Durch Verdampfung des Schwefeldioxyds       bezw.    des Lösungsmittels wird auch das  Kühlmittel     bezw.    die Kohlensäure frei  gegeben, und zwar in gasförmigem Zu  stande, wobei eine weitere Wärmeaufnahme  im Kühler stattfindet-, wonach das Kühlmit  tel zusammen mit den Dämpfen des Lösungs  mittels durch das Rohr 24 zum Absorber     22     überströmt, wo das Lösungsmittel von dem  flüssigen Hilfsmittel (Schwefelkohlenstoff)  absorbiert wird, das vom Kocher 2 durch das  Rohr<B>9</B> in den Absorber     22    hineinströmt und  sich in diesem über die Platten<B>25</B> verteilt.

    Durch die Aussetzung der Lösung des Kühl  mittels einem gegenüber dem     Kühlmittel.in-          differenten,    flüssigen Hilfsmittel kann also  das aus der Lösung des Kühlmittels frei  gegebene Lösungsmittel zufolge des Unter  schiedes im     Dampfdruck    zum Hilfsmittel       überdiffundieren.    Das nunmehr freigemachte  Kühlmittel (Kohlensäure) steigt durch den  Absorber 22 herauf und     entweielit    von     die.-          sein    teils durch das Rohr 4 zum Gefäss<B>3,</B>  teils auch durch das Rohr<B>23</B> zum Kälte  erzeuger<B>1</B> zurück, worauf der Kreislauf sieh  wiederholt.  



  Zwischen dem Absorber 22 und dem  Kühler<B>1</B> kann gegebenenfalls ein     Wärme-          austauselier    angeordnet werden, der durch  die Rohre<B>23,</B> 24 gebildet wird. Der Absor  ber     22    kann, wie der Absorber<B>3 ' -</B> gekühlt  -werden, zwecks     Förtleitung    der bei der<B>Ab-</B>  sorption freigemachten Wärme.<B>- -</B>

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> I. Verfahren zur KäIteerzeugung, dadurch 0.eliennzeichnet, dass wenigstens eines von zwei in einander löslichen Medien einem thermodynamischen Kreislauf unterwor fen wird und dabei die beiden Medien abwechselnd miteinander vereinigt und wieder voneinander getrennt werden, wo- 'bei diese Vereinigung und diese Tren nung ungefähr bei dem gleichen Druck stattfindet.
    II. Apparat zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass ein Zirkulationssystem für ein Kühlmätel, umfassend einen Kühler und einen Absorber, ein an dieses Zirku- lationssystem angeschlossenes Zirkula- tionssystem für ein Hilfsmittel, mit einem Kocher zur Abtrennung eines Lö- sungsmittels, und ein Zirkulationssystem für das Lösungsmittel, umfassend ge nannten Kühler und Kocher, sowie einen Kondensator,
    zu einem geschlossenen en Ganzen vereinigt sind, dessen verschie dene Teile untereinander in offener Ver bindung stehen. UNTERANSPIRZCHE <B>:</B> <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> da durch gekennzeichnet, dass die Mediell unter Bindung von Wärme getrennt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> da durch gekennzeichnet, dass eines der Me dien in gasförmigem Zustande abgetrennt wird und ohne vorhergehende Kondensa tion mit dem andern Medium wieder zu sammengeführt wird.
    <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass beide Medien <B>je</B> einen Kreislauf ausführen und wenig stens einer der Kreisläufe in der Haupt- saehe bei demselben Druch kontinuierlich durchgeführt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch <B>1,</B> da durch gekennzeichnet, dass die Trennung <B>Z,</B> der beiden Medien, die abwechselnd ver- einigt und wieder getrennt werden, mit Hilfe eines dritten Mediums erfolgt.
    <B>5.</B> Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeieli- net, dass die Trennung der beiden Me dien, die abwechselnd vereinigt und wie der getrennt werden, mit Hilfe des drit ten Mittels dureli chemische Einwirkuno, dieses Mittels erfolot. f). Verfahren nach Patentansprueh <B>1,</B> da durch gekennzeichnet,
    dass ein Kühl mittel unter Ausführung eines gesehlos- senen Kreislaufes abwechselnd in einem Lösungsmittel gelöst und durch Einwir kung eines Hilfsmittels aus der Lösung wieder freio,emacht #vird, welches Hilfs mittel bestrebt ist, das gelöste Kühlmit- el tel auszutreiben.
    <B>7.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1</B> und Unteransprueli <B>6,</B> dadureh gehennzeich- net, dass die Lösung des Kühlmittels mit einem gegenüber dem Kühlmittel indif ferenten flüssigen Hilfsmittel gemischt, wird, das: das Kühlinittel aus dem Lö# sungsmittel austreibt.
    <B>8.</B> Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprueh <B>6,</B> dadurch gekennzeiel.i- net, dass die Lösun- des Kühlmittels der Einwirkung eines gegenüber dem Kühl mittel indifferenten, flüssigen Hilfsmit tels, ohne es zu berühren, ausgesetzt wird, wobei das Lösungsmittel zufolge des Unterschiedes iiii Dampfdruek zum Hilfsmittel überdiffundiert.
    <B>9.</B> Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprueli <B>6,</B> dadurch gehennzeieli- net, dass das vom Hilfsmittel auf-enom- mene Lösun,-,Smittel aus dem Hilfsmittel kontinuierlich "ib,#,etrennt und dem Zir- kulationssystem des Kühlinittels wieder zuceführt wird.
    <B>10.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1</B> und Unteransprüchen<B>6</B> und<B>9,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass das Lösungsmittel 111 Gasform durch Erhitzung vom Hilfsmit tel abgetrennt wird, wonach es konden siert und in Berührung mit dem frei gegebenen Külilmittel (rübraeht wird. en <B>11.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1</B> und Unteransprüchen<B>6, 9</B> und<B>10,</B> dadurch gekennzeichnet, dass das Lösungsmittel und das Kühlmittel in gasförmigem Zu stand in einem gleichzeitig als Konden sator und Absorber dienenden Behälter miteinander zusammengeführt werden. 12.
    Verfahren nach Patentauspruch I und Unteransprüchen<B>6, 9</B> und<B>10,</B> dadurch gekennzeichnet, dass das Hilfsmittel, ehe es zur Abtrennung des Lösungsmittels erhitzt wird, vorgewärmt wird, zwecks Abtrennung im Hilfsmittel gelöster Men gen des Kühlmittels. <B>13.</B> Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen<B>6, 9, 10</B> und 12, da durch gekennzeichnet, dass das Hilfsmit tel durch dem Kühler zuströmende Lö sung des Kühlmittels vorgewärmt wird. 14.
    Verfahren nach Patentanspruell I und TJuteranspruell <B>6,</B> dadurch gekennzeich net, dass die kritische Temperatur des Lösungsmittels nahe der Temperatur ist, bei welcher das Lösungsmittel aus dem Hilfsmittel ausgetrieben wird. <B>15.</B> Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprueli <B>6,</B> dadurch gekennzeiell- net, dass das Hilfsmittel aus einer Lö sung eines Stoffes in demselben Lösungs mittel wie dasjenige des Kühlmittels besteht.
    <B>16.</B> Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen<B>6</B> und<B>15,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass das Lösungsmittel des Kühlmittels aus Wasser besteht. <B>17.</B> Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen<B>6</B> und<B>15,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass, das Kühlmittel aus Ammonia,k bestellt, während Es Hilfs mittel aus einer konzentrierten Lösung von Alkalihydrat bestellt.
    <B>18.</B> Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen<B>6</B> und<B>15,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass das Küblinittel aus Kohlensäure besteht, während das Iffilfs- mittel aus Schwefelkohlenstoff und das Lösungsmittel aus Schwefeldioxyd be stellt. <B>19.</B> Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass das dritte Medium eine Verän derung des molekularen Aufbaues der beiden andern Medien bewirkt. 20.
    Apparat nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Zirkula- tionssystem für das Hilfsmittel einen mit dem Kühler in Verbindung stehen den, aber von demselben räumlich ge trennten Absorber zur Abtrennung des Lösungsmittels enthält. 21. Apparat nach Patentanspruch II und Unteranspruch 20, dadurch gekennzeich net, dass der Kühler und der Absorber in offener Verbindung miteinander derart angeordnet sind, dass sie ein Zirkulations- system für das Külilmittel bilden. 22.
    Apparate na<B>'</B> eli Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Zirkula- tionssystem für das Hilfsmittel einen Gasabselleider zur Abtrennung von im Hilfsmittel gelösten Mengen des Kühl mittels enthält.
    <B>2 3.</B> Apparat nach Patentanspruell II und Unteranspruch 22, dadurch gekennzeich- #let, dass der Gasabscheider als Tempera- turaustauscher zum Austausch von Wärme zwischen vom Kühler kommen den Hilfsmittel und in den Kühler hin einströmender Lösung des Külllmittels ausgebildet ist. 24.
    Apparat nach Patenfanspriieli II und Unteransprüchen 22 und<B>23,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass das im Gasabscheider abgetrennte Gas in einem besonderen, zwischen dem Kondensator und dem Kühler eingeschalteten Absorber gelöst wird.
    <B>25.</B> Apparat nach Patentansprueli II und Unteransprüchen 22,<B>23</B> und 24, dadurch gekennzeichnet, dass das aus dem als Temperaturaustauscher dienen-den Gas- abscheider austretende Hilfsmittel durch den -Gasabselieider zum Zwecke der Ab,- kühlung des Hilfsmittels zurückgeleitef wird.
    <B>26.</B> Apparat. nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 22,<B>23</B> und 24, dadurch gekennzeichnet, dass im Kühler entbun- ,denes Kühlmittel zusammen mit dem im Gasabsaheider entbundenen Kühlmittel durch den Absorber geleitet wird. <B><U>,97.</U></B> Apparat nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 22,<B>23,</B> 24 und<B>26,</B> da durch gekennzeichnet, dass Kühlmittel, das im Absorber nicht gelöst wird, durch im Kondensator kondensiertes. Lösungs mittel aufgenommen wird.
    <B>28.</B> Apparat nach Patentanspruch II und Unteransprüehen 22,<B>23,</B> 24 und<B>26,</B> da durch gekennzeichnet, dass' der Gas- abscheider einerseits mit dem Absorber durch ein in den Flüssigkeitsraum des Absorbers hineinraggendes Rohr und an derseits mit dem Kühler durch ein bis zum Flüssigkeitsspiegel im Kühler ge hendes Siphonrohr in Verbindung steht, durch welches das Hilfsmittel, sowie das entbundene Kühlmittel zum Gasabschei- der durch den Druch im Kühler über geführt werden.
    <B>29.</B> Apparat nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Zirkula tion des Hilfsmittels durch eine durch Wkme betriebene Einrichtung bewirkt wird.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2509846A1 (fr) * 1981-07-16 1983-01-21 Inst Francais Du Petrole Procede de production de froid et/ou de chaleur mettant en oeuvre un cycle a absorption utilisant le dioxyde de carbone comme fluide de travail

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FR2509846A1 (fr) * 1981-07-16 1983-01-21 Inst Francais Du Petrole Procede de production de froid et/ou de chaleur mettant en oeuvre un cycle a absorption utilisant le dioxyde de carbone comme fluide de travail
EP0070756A3 (en) * 1981-07-16 1983-03-16 Institut Francais Du Petrole Process for producing cold and/or heat by an absorption cycle using carbon dioxide as working fluid

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