CH118716A - Verfahren zur Herstellung von Harnstoff aus Kohlensäure und synthetischem Ammoniak. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Harnstoff aus Kohlensäure und synthetischem Ammoniak.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Harnstoff aus Kohlensäure und synthetischem Ammoniak. Die Herstellung von Harnstoff aus Koh lensäure und Ammoniak oder deren un mittelbarem Reaktionsprodukten ist bekannt. Es ist bekannt, dass das System CO? -+- 2 NH3 CO (NH,), + Hz 0 sich bei ungefähr 150 C schnell ins Gleich gewicht setzt, während bei Temperaturen unter 130 C, bei denen die Umsetzung zu langsam stattfindet, eine Beschleunigung durch verschiedene Katalysatoren erreicht werden kann. Es ist auch festgestellt worden, dass der Harnstoffprozentgehalt in besagtem Gleichgewicht mit steigender Temperatur wächst, da, die Harnstoffbildung von einer bedeutenden Wärrneaufnahme begleitet ist. Der Harnstoffprozentgehalt im Gleichgewicht hängt weiter vom Arbeitsdruck ab, so dass bei höherem Drucke der prozentische Gehalt an Harnstoff steigt. Die Herstellung von Harnstoff erfolgte bisher derartig, dass man Ammoniumkarbonat oder Kohlensäure und Ammoniak in dem der Gleichung entsprechenden Verhältnis, ge- gebenenfalls mit Katalysatoren, in einem Druckgefäss unter Druck auf eine über 130 C liegende Temperatur erwärmte, nach der Um wandlung die Reaktionsmasse aus dem Druck gefäss entfernte und daraus den Harnstoff ausschied. Das Verfahren könnte auch konti nuierlich ausgeführt werden, indem man irr das auf die nötige Temperatur erwärmte und auf den Arbeitsdruck gebrachte Druckgefäss Kohlensäure und Ammoniak in Mengen ein führt, die der nach und nach aus dem Apparat entfernten Harnstoffmenge entsprechen. Die Kosten des Verfahrens sind nament lich infolge des nötigen Kraft- und Wärme verbrauches sehr bedeutend. Das vorliegende Verfahren zur Herstellung von Harnstoff ist dadurch gekennzeichnet, dass den aus der synthetischen Herstellung von Ammoniak aus den Elementen unter hohem Druck unmittelbar erhaltenen Gasen unter Aufrechterhaltung ihres Druckes die erforderliche Menge Kohlensäure zugeführt wird, so dass sich eine zwischen 150 und 250<B>0 0</B> liegende Temperatur einstellt und nach erfolgter Reaktion und Ausscheidung des gebildeten Harnstoffes die verbleibenden fase, nämlich Wasserstoff und Stickstoff, wieder in den Katalyseraum zurückgeführt werden. Man schaltet den Apparat, in wel chem die Harnstoffbildung erfolgt, in eine Anlage zur Erzeugung von synthetischem Ammoniak in geschlossenem Arbeitskreise ein. Zur Herstellung des synthetischen Am moniaks kann man zum Beispiel die in der Schweiz. Patentschrift 99954 beschrie bene Einrichtung verwenden. Die aus diesem Apparat austretende Gasmischung hat einen hohen Gehalt an Ammoniak. eine Temperatur von etwa<B>2500</B> C und einen Druck. von etwa 800 Atmosphären. Führt man nun in diese Gasmischung auf entsprechenden Druck kom primierte Kohlensäure ein, so erfolgt die Harnstoffbildung. Die Menge der zugeführten Kohlensäure wird je nach dem Ammoniak gehalt der Gase bemessen, aber vorteilhafter in geringerer Menge angewendet, als der obigen Gleichung entspricht; ihre Temperatur wird ferner so gewählt, dass sich in der Re aktionskammer eine zwischen 150' C und 200" C liegenden Temperatur einstellt. Der bei der Ammoniaksyntliese angewandte Druck von ungefähr 800 Atmosphären wird auch während der Harnstoffdarstellung aufrecht erhalten. In der anliegenden Zeichnung ist bei spielsweise eine zur Ausführung des Ver fahrens geeignete Einrichtung schematisch dargestellt. Durch ein Rohr 1 drückt ein Kompressor die Wasserstoff-Stickstoffmischung in das Rohr 2. Durch den -Reiniger 3 geht die Mischung durch Rohr 4 in die Kataly sevor- richtung 5, aus welcher dann die ammoniak- reichen Reaktionsgase durch Rohr G in eine Kammer 7 gehen, die gegebenenfalls eine Substanz enthalten kann, welche die Harn stoffbildung befördert. Derartige geeignete Katalysatoren sind zum Beispiel Tonerde, Kaolin, Kieselsäure und so weiter. Der Kam mer 7 wird durch das Rohr 8 das Kohlen säureanhydrid zugeführt, das sich mit dem heissen Ammoniak umsetzt und Harnstoff bildet. Letzterer verdichtet sieh in dem untern Teile der Kammer, der gegebenenfalls ge kühlt werden kann, zusammen mit dein gleichzeitig gebildeten Wasser. Die konden sierte Flüssigkeit kann durch das Rohr 9 abgezogen werden. Die Gase werden durch den Kühler 10 in ein anderes Gefäss 11 ge leitet, indem sich noch das zurückgebliebene Wasser, etwa vorhandenes Karbonat und Ammoniak kondensieren. Die nicht in Reak tion getretene Mischung von Wasserstoff und Stickstoff wird durch die Zirkulationspumpe 12 wieder in den Arbeitskreis zurückgeleitet und tritt gegebenenfalls durch das Rohr 2, den Reiniger 3 und durch das Rohr 4 in die Katalyse vorrichtung für die Herstellung von Ammoniak. Es ist empfehlenswert, die Menge des Kohlensäureanhydrides geringer zu wählen, als der obigen Gleichung entspricht, weil es in dieser Weise gelingt, die Gase leicht und sicher auf die für normale Herstellung von Ammoniak aus den Elementen erforderlichen Bedingungen zurückzubringen.
Claims (1)
- PATEN'TAN SPRUCIi: Verfahren zur ununterbrochenen Herstel lung von Harnstoff aus katalytisch aus Wasser stoff und Stickstoff erhaltenen Ammoniak und aus Kolilensiiui-eanhydrid, dadurch gekenn zeichnet, dali den aus dem Katalyseraum aus tretenden, Ammoniak enthaltenden Gasen unter Aufrechterhaltung ihres Druckes Kohlensäure zugeführt wird,so dass sich eine zwischen 150 urrd 25011 C liegende Temperatur einstellt und nach erfolgter Harnstoffbildung und Abschei- dung des Harnstoffes, die Wasserstoff und Stick stoff, enthaltenden Gase wiederum in den Kata- lyBeraum zur Herstellung von Ammoniak ge leitet werden. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gase vor ihrer Zu rückleitung in den Katalyseraum gekühlt und gereinigt werden.
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