CH119068A - Verfahren zur Herstellung von Antikathoden für Röntgenröhren und nach diesem Verfahren hergestellte Antikathode. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Antikathoden für Röntgenröhren und nach diesem Verfahren hergestellte Antikathode.

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CH119068A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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  Verfahren zur Herstellung von     Autikathoden    für Röntgenröhren und nach diesem  Verfahren hergestellte     Antikathode.       Vorliegende Erfindung umfasst ein Ver  fahren zur Herstellung von Antikathoden  für Röntgenröhren mit einem hohlen Teil  aus Chromeisen, an dessen Rand eine Glas  wand     angeschmolzen    ist und eine nach die  sem Verfahren hergestellte Antikathode. Es  hat sich nämlich herausgestellt, dass die Be  festigung des für die Aussendung von Rönt  genstrahlen dienenden Metallblockes an dem  chromeisernen Teil Schwierigkeiten mit sich  bringt, insbesondere wenn der Metallblock,  wie es häufig der Fall ist, aus Wolfram be  steht.

   Diese Metalle lassen sich nämlich  nicht     aneinanderschmelzen.    Überdies ist die  schlechte Wärmeleitung des an den Metall  block grenzenden Chromeisens ein Nachteil,  der nur dadurch vermieden werden kann,  dass an dieser Stelle das Chromeisenband sehr  dünn gemacht wird, wodurch aber die me  chanische Festigkeit der Antikathode dabei  einbüsst.  



  Gemäss vorliegendem Verfahren wird zur  Behebung dieser Übelstände ein für die Aus  sendung von Röntgenstrahlen bestimmter    Metallblock in einem Gefäss aus Chromeisen  angeordnet, und es wird darauf eine Metall  masse mit grossem     Wärmeleitungsvermögen     in dieses Gefäss eingebracht, worauf der Bo  den des Gefässes so weit entfernt wird, bis  der Metallblock blossgelegt wird, dabei muss  die vorgenannte Metallmasse so beschaffen  sein, dass sie sich sowohl an das Chromeisen  als an den Metallblock     anschmelzen    lässt.  



  Das Verfahren wird zweckmässig derart  ausgeführt, dass die Metallmasse, zum Bei  spiel eine Metallegierung, mit grossem       Wärmeleitungsvermögen    nach dem Einbrin  gen in das     Chromeisengefäss    unter     Abschlie-          ssung    von der Luft geschmolzen wird. Dies  kann zum Beispiel dadurch geschehen, dass  das chromeiserne Gefäss während der Schmel  zung des in dieses eingeführten     Metalles     oder Metallegierung in einen Vakuumraum  gebracht wird. Das Erhitzen des     Metalles     oder der Metallegierung kann dann zum Bei  spiel dadurch erfolgen, dass das Gefäss in ein  hochfrequentes Magnetfeld gebracht wird.

    Auch kann die     Absohliessung    von der Luft      dadurch erfolgen, dass in das chromeiserne  Gefäss Stoffe eingeführt werden, die beim  Schmelzen eine Schlacke bilden, welche das  geschmolzene Metall vor dem Hinzutreten  von Luft schützt.  



  Die nach vorliegendem Verfahren Herge  stellte Antikathode ist dadurch gekennzeich  net, dass innerhalb des hohlen Teils aus  Chromeisen eine Metallmasse, welche zum  Beispiel aus einer Metallegierung bestehen  kann, mit grossem     Wärmeleitungsvermögen     angebracht ist, die einen für die Aussen  dung von Röntgenstrahlen dienenden Metall  block trägt. Als Metall oder Metallegierung  mit grossem     Wärmeleitungsvermögen    muss  ein Stoff verwendet werden, der sich sowohl  an das Chromeisen, wie auch an den Metall  block     anschmelzen    lässt. Als solcher kommt  zum Beispiel Kupfer in Betracht unter der  Bedingung,     da.ss    es nicht oder nur wenig ver  unreinigt ist.

   Das im Handel vorkommende  elektrolytische Rotkupfer hat sich für den  Zweck der Erfindung als sehr geeignet er  wiesen. Das Metall mit grossem     Wärme-          leitungsv        ermögen    wird zweckmässig ganz  oder nahezu ganz von dem Innern der Ent  ladungsröhre abgeschlossen. Es-     -wird    da  durch die Möglichkeit verringert, dass  etwaige aus diesem Stoff freiwerdende, für  die Röhre schädliche Bestandteile in die  Röhre treten würden, und es wird verhütet,  dass dieser Stoff von der Entladung ange  griffen wird.

   Dies kann zum Beispiel da  durch erreicht werden, dass der zum Aus  senden von Röntgenstrahlen dienende Metall  block in das Metall mit grossem     Wärme-          leitungs.vermögen    eingebettet und letzteres  von einem ringförmigen Teil aus Chrom  eisen mit einem einwärts umgebogenen  Flansch umschlossen wird.

      Die Erfindung ist anhand der Zeichnung  erläutert, in der zwei Ausführungsbeispiele  der Erfindung veranschaulicht sind, und  zwar zeigt:       Fig.    1 eine Antikathode, bei der die  Oberfläche eines Metallblockes zum Aussen  den von Röntgenstrahlen in einer Richtung    parallel zu der Längsrichtung des chrom  eisernen Gefässes dient, und       Fig.    2 zeigt eine Ausführungsform, bei  welcher der Metallblock zum Aussenden von  Röntgenstrahlen in einer Richtung lotrecht  auf der Längsrichtung des chromeisernen  Gefässes dient.  



  In     Fig.    1 bezeichnet 1 ein Gefäss aus  Chromeisen, an das eine Glaswand 2     a.nge-          schmolzen    ist, die einen Teil der Aussenwan  dung einer Röntgenröhre bildet. Vor dem       Anschmelzen    des     Gefässe:    1 an den gläsernen  Teil 2 wird ein für die Aussendung von  Röntgenstrahlen dienender Metallblock 3 in  einer im Boden des     Chromeisengefässes    1 vor  gesehenen Aussparung angebracht. Der  Block 3 kann zum Beispiel aus Wolfram  bestehen. Darauf wird eine Menge Kupfer  oder eines andern Stoffes mit grossem       Wärmeleitungsvermögen    in dieses Gefäss ein  gebracht.

   Das Gefäss 1 kann darauf in  einen     Vakuumkessel    gesetzt werden, in dem  es bis über den Schmelzpunkt des Kupfers  erhitzt     -wird,    so dass das Kupfer eine gut  leitende Verbindung mit dem     Wolframblooh     3 herstellt. Darauf wird das Gefäss langsam  abgekühlt, wobei dafür<B>gesorgt</B> wird,     dass     die Abkühlung an der Unterseite des Ge  fässes anfängt, um zu verhindern, dass im  Kupfer     Gussblasen    entstehen. Die in der  Figur mit I bezeichnete Kupferfüllung     kann     darauf ausgedreht und mit einem     Schrau-          bengewfinde    5 versehen werden.

   Dann     wird     der Boden des Gefässes 1 derart entfernt,  zum Beispiel durch     Schleifen    oder durch  Drehen, dass der     Wolfra.mblock    blossgelegt  wird, wobei das Gefäss die durch die ge  strichelte Linie C in     Fig.    1 angegebene Form  erhält.     Nachdem    das chromeiserne Gefäss an  die Glaswand 2     angeszchmolzen        -worden    ist,  kann eine Kühlröhre 7 oder ein Kühlstab in  das Kupfer     -1    eingeschraubt werden.  



  Wie schon in der Einleitung bemerkt  wurde. braucht     dr@s    Erhitzen des Kupfers  oder des ähnlichen Stoffes mit grossem       ZÄTärmeleitungsvermögen    nicht immer im  Vakuum zu geschehen. Es können nämlich  auch vor oder während dem Schmelzen in      das chromeiserne Gefäss Stoffe eingebracht  werden, die auf dem Kupfer eine die Luft  abschliessende Schlacke bilden. Das Erhitzen  kann dann auf jede beliebige Weise, zum  Beispiel mittelst eines Gasbrenners oder der  gleichen, geschehen.  



  Die in     Fig.    2 veranschaulichte Ausfüh  rungsform stimmt im wesentlichen mit der  in     Fig.    1 dargestellten überein. In beiden  Figuren sind entsprechende Teile mit densel  ben Bezugsziffern bezeichnet. In-dieser Aus  führungsform ist innerhalb des Gefässes 1  ein Block 8 aus Chromeisen mit schiefer  obern Fläche angeordnet. Dieser Block dient  als Boden für das chromeiserne Gefäss und  weist eine Aussparung auf, in welcher der       Wolframblock    3 angeordnet wird.

   Nachdem  das im Gefäss vorhandene Metall mit gro  ssem     Wärmeleitungsvermögen    geschmolzen  und abgekühlt worden ist, werden bei dieser  Ausführungsform das Gefäss 1 und der       Chromeisenblock    8 so weit entfernt, bis der       Wolframblock    3 blossgelegt wird. Das Ge  fäss und der Block 8 erhalten dabei die durch  die gestrichelte Linie 9 angegebene Form.  



  Ein- Vorteil der vorliegenden Erfindung  besteht darin,     da.ss    der zum Aussenden von  Röntgenstrahlen dienende Metallblock mit  einem die Wärme gut leitenden Stoff in un  mittelbarer Berührung ist, wodurch die beim  Betrieb entstandene Wärme leicht abgeführt  wird und die Abtrennung von dem Innern  der Röhre doch durch Chromeisen geschieht,  welcher Stoff sich als vorzüglich geeignet  für diesen Zweck erwiesen hat und der über  dies den     grossen    Vorteil hat, dass bei einer  richtigen Wahl der Chrom- und Eisenmen  gen (z. B. 15 bis 20 %     bezw.    85 bis 50     %)    er  sich recht     gut    am Glas     anschmelzen    lässt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Anti kathoden für Röntgenröhren mit einem hoh len Teil aus Chromeisen, an dessen Rand eine Glaswand angeschmolzen ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein für die Aussendung von Röntgenstrahlen bestimmter Metallblock in einem Gefäss aus Chromeisen angeordnet und dann eine Metallmasse mit grossem Wärmeleitungsvermögen in dieses Gefäss eingebracht wird, worauf der Boden des Ge fässes so weit entfernt wird, dass der Metall block blossgelegt wird, wobei die vorgenannte Metallmasse so beschaffen sein muss, dass sie sich sowohl an das Chromeisen, als auch an den Metallblock anschmelzen lässt. UNTERANSPRüCHE : . 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Metall masse mit grossem Wärmeleitungsver- mögen nach dem Einbringen in das chromeiserne Gefäss unter Abschliessung von Luft geschmolzen wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass für die Metall masse eine Metallegierung verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass für die Metall masse möglichst reines Kupfer verwen det wird. 4.
    Verfahren nach .Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der die bTe- tallma.sse bildende Stoff in das Chrom eisengefäss eingebracht wird, das dann bis über den Schmelzpunkt des einge brachten Stoffes erhitzt wird, worauf man es langsam abkühlt, wobei zwecks Ver meidung der Bildung von Gussblasen da für gesorgt wird, dass die Abkühlung an der Unterseite des Gefässes beginnt:
    P ATNNTANSPRITCH: II Antikathode für Röntgenröhren, herge stellt nach dem Verfahren nach Patent anspruch I, dadurch gekennzeichnet; dass in nerhalb eines hohlen Teils aus Chromeisen eine Metallmasse mit grossem Wärme leitungsvermögen angebracht ist, die einen für die Aussendung von Röntgenstrahlen dienenden Metallblock trägt, wobei die Me tallmasse so beschaffen ist, dass sie sich so wohl an das Chromeisen, als an den Metall block anschmelzen lässt.
    <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 5 Antikathode nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Metall masse mit grossem Wärmeleitungsver- mögen ganz oder nahezu ganz von dem Innern der Entladungsröhre abgeschlos sen ist. 6.
    Antikathode nach Patentanspruch TI, da durch gekennzeichnet, dass der für die Aussendung von Röntgenstrahlen die- nende IVIetallblock in das Metall mit gro ssem Wä.rmeleitungsvermögen eingebettet ist und letzteres von einem aus Chrom eisen bestehenden, ringförmigen Teil reit einwärts umgebogenem Flansch umsAhlos- sen wird.
CH119068D 1925-04-17 1926-04-16 Verfahren zur Herstellung von Antikathoden für Röntgenröhren und nach diesem Verfahren hergestellte Antikathode. CH119068A (de)

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