Vorrichtung an einem Kraftfahrzeug zum Schutze der Fussgänger gegen Überfahrenwerden durch das Fahrzeug. Die Erfindung betrifft ein an der Vor n eines Kraftfahrzeuges angebrachte Vorrichtung, die die Fussgänger gegen Über fahrenwerden durch das Fahrzeug schützt.
Das Wesen dieser Erfindung besteht darin, dass an der Vorderseite des Fahrzeu ges obere, nach hinten schwenkbare und durch nachgiebigen Quergurt verbundene und stets nach vorn schwenkbare und eben falls durch nachgiebigen Quergurt verbun dene Arme angebracht sind, welche an den nachgiebigen Gurten ein Netz tragen, wel ches beim Anfahren eines Körpers dadurch eine den letzteren auffangende Mulde bildet, dass die untern Arme beim Auftreffen des Körpers auf das Netz vor- und hochgehen und die Enden dieser Arme sich den durch den Körper gegen den Wagen hin zurück bewegten obern Armen nähern.
Die nach hinten beweglichen obern Ar men können mit die untern Arme beeinflus senden Gliedern ausgerüstet sein, welche beim Anstossen eines Hindernisses (Körpers) an die Quergurte zwischen den obern, hier bei nach hinten ausweichenden Armen ein selbsttätiges Hochheben der untern Arme unter gleichzeitiger Bildung einer durch hängenden Netzmulde bewirken.
Die Anordnung kann aber auch so ge troffen werden, dass die Bewegung der un tern Arme lediglich durch das Einwärts drücken der untern Quergurte beim Anfah ren eines Hindernisses ausgelöst wird, wobei diese Arme unter Federwirkung hochgehen, während die obern Arme durch das Auffal len des Oberkörpers auf die nachgiebige Quergurte derselben isch nach hinten be wegen.
In den Zeichnungen sind beispielsweise mehrere Ausführungsformen der Schutz vorrichtung dargestellt, und zwar zeigen: Fig. 1 und 2 die Seiten- und Vorderansicht der ersten, Fig. 3 und 4 die gleichen An sichten der zweiten Ausführungsform, und Fig. 5 und 6 zeigen näher die Lagerung und Verbindung der Tragarme dieser letz teren Ausführung; Fig. 7 zeigt die Anord nung der untern Tragarme; Fig. 8 bis 10 zeigen eine Sperrvorrichtung dieser Ausfüh rung zum Festhalten der Tragarme in den verschiedenen Lagen;
Fig. 11 zeigt einen Handgriff zum Betätigen der Sperrvorrich tung und zum Verschwenken der Tragarme in die Ruhelage, und Fig. 12 eine Vorrich tung zum Verlängern der Tragarme nach vorn; die Fig. 13 und 14 bezw. 15 und 16 zeigen in je einer Seiten- und Vorderansicht zwei weitere Ausführungsformen mit durch eine Zugschnur betätigter Auslösevorrich tung für die untern Tragarme; Fig. 17 zeigt eine fünfte Ausführungsform mit durch ein Hebelwerk zu betätigender Auslösevorrich tung.
Bei der Einrichtung nach den Fig. 1 und 2 ist der untere Rand des Netzes 1 auf einer Rolle 2 befestigt, welche an den vördern Enden der untern Tragarme 3 gelagert ist. Die obern Enden dieser Arme sind an nach unten ragenden Auslegern 5 von Stützen 6 (Fig. 1) angelenkt, welche auf dem Rahmen gestell aufruhen. Die Tragarme 3 stehen un ter der Wirkung von Federn 4, welche um die obern Enden der Arme, sowie um die Ausleger 5 herumgelegt sind und die Arme 3 in der auffangbereiten Lage halten. Zwi schen die vordern Enden der Arme ist eine elastisch dehnbare Gurte gespannt. Der obere Netzrand ist mittelst einer querge spannten, elastisch dehnbaren Gurte 8 an den obern Tragarmen 9 befestigt, welche um eine in den Stützen 6 gelagerten Welle 10 nach hinten ausschwenkbar angeordnet sind.
Diese obern Arme tragen Zahnbögen 12, in welche Sperrklinken 13 eintreten, um die Arme festzuhalten, wenn diese entgegen der Wirkung von die Bögen 12 umgebenden Federn 11 durch den Anstoss an ein Hinder nis nach hinten ausgeschwenkt werden. Die Arme sind mit über die Drehachse reichen den Verlängerungen 14 versehen, die an den Enden Mitnehmer 15 tragen, mit denen sie hinter den untern Tragarmen 3 greifen.
Um den zwischen den obern und untern Tragarmen 9, 3 angeordneten Gurte stets gespannt zu halten, können die Armenden. wie für die obern Arme gezeigt ist, seitlich um 19 (Fig. 2) schwenkbar sein und mittelst Führungsbolzen 21 durch zwischengelegte Federn 20 auseinander gedrückt werden.
Die Wirkungsweise ist folgende: Beim Anstoss des elastisch dehnbaren Seils 7 an die Füsse einer Person werden diese zunächst mitgerissen, so dass die Person umfällt und der Oberkörper gegen den obern Teil des Netzes 1 trifft, worauf das Netz, den Stoss sanft aufnehmend, samt den Armen. 9 leh nenartig um die Welle 10 nach hinten schwingt und in der neuen Lage durch die Sperrklinke oder den Sperriegel 13 gehalten wird. Gleichzeitig bewirken die untern Ver längerungen 14 bezw. Mitnehmer 15 der obern Arme ein Anheben der untern Trag arme unter gleichzeitiger Bildung einer frei durchhängenden Netzmulde, die infolge der Verriegelung der obern Arme in der jewei lig schrägsten (strichpunktierten) Lage auf rechterhalten bleibt, so dass nicht allein die Beine hochgerissen werden, sondern auch ein sicheres Auffangen erfolgt.
Die vielen praktischen Versuche haben den Erfolg da hin gestellt, dass die elastisch dehnbaren Gurten, welche zwischen den obern und un tern Armenden gespannt sind, geradezu un entbehrlich sind. Wenn ein Passant ange fahren wird, werden zuerst seine Füsse, dann sein Oberkörper sanft und sicher aufgefan gen, indem ausser der Quermulde auch eine lotrechte Mulde entsteht, welche den Pas santen vor dem Herausfallen aus der Schutz vorrichtung vollständig schützt.
Das Netz kann ausser Betrieb auf die Rolle 2 mittelst einer Schnurrolle 16 (Fig. 2) aufgewickelt werden, von welcher eine Schnur 17 über eine auf der Welle 10 lose drehbare Rolle 18, um welche diese Schnur einmal herumge-,vicl@ell; ist, zum Führersitz führt. Dureh Anziehen der Schnur 17 wird das Netz auf die Rolle 2 aufgewickelt, -wobei sieh die Arme 3 heben und gegen den obern Netzrand legen (punk tierte Lage in Fig. 1).
Die Wiederherstel lung der Bereitschaftslage bezw. das Wie derausspannen des Netzes erfolgt nach Loslassen der Schnur 17. wobei die Trag- arme 3 unter der Wirkung der Federn 4 selbsttätig nach unten schwingen und das Netz von der Rolle abwickeln.
Bei der zweiten Ausführungsform nach Fig. 3 bis 11 ist der obere und untere Netz rand gleichfalls an je eine zwischen den obern und untern Tragarmen 9, 3 gespannte, elastisch dehnbare Gurte 8, 7 befestigt. Die obern und untern Arme 9, 3 sind durch je eine höhle Welle 22 bezw. 23 miteinander fest verbunden, welche Welle in den obern bezw. untern Enden der zwei am Auto rahmen aufruhenden Träger 24, 24' gelagert sind. Die Arme sind zum Beispiel aus Pro fileisen oder gedengelten Rohren hergestellt und auf den Wellen mittelst Keils oder Schraubengewinde 26 und Stellschrauben 27 (Fig. 7) befestigt. Die beiden Träger sind hohl ausgebildet und enthalten Vorrichtungen, welche die Verbindung der obern Arme mit den untern, sowie das Festhalten derselben in den ver schiedenen Lagen bewerkstelligen.
Die Trä ger sind ferner mittelst zwei die obere und untere Welle 22 bezw. 2.3 umhüllender Roh ren 28 bezw. 29 miteinander fest verbun den, indem (Fig. 7) auf den innern Seiten der Träger Muffen 30 mit Schraubengewinde angenietet sind, an welche die Rohre 28, 29 aufgeschraubt und mittelst Gegenmuttern 31 festgehalten sind. Durch diese Verbindung ist die Möglichkeit geboten, die Träger ent sprechend der Rahmen bezw. Wagenbreite zueinander verstellen zu können, das heisst einander zu nähern oder voneinander zu ent fernen. In dem rechtsseitigen Träger 24 (Fig. 5) ist auf der obern Welle 22 ein nach hinten ragender Arm 32 mittelst Keils 33 oder dergleichen befestigt und durch einen Len ker 34 mit einer Zahnstange 35 verbunden. Auf der untern Welle 23 ist gleichfalls ein Arm 36 angebracht und mittelst Lenkers 37 an die Zahnstange 38 angeschlossen.
Beide Zahnstangen 35, 38, die in dem Träger 24 in ihrer Längsrichtung verschiebbar sind, greifen in ein gemeinsames Zahnrad 39 ein, das mittelst eines Schlittens 40 in dem Träger 24 geführt wird. Zur sichern Füh rung der Zahnstangen sind Führungsmuffen 41 vorgesehen, welche mittelst Schrauben 42 in dem zweiteiligen Schlitten festgeklemmt sind und Ausschnitte 43 aufweisen, durch welche das Zahnrad in die Zahnstangen greift. Zwischen dem Schlitten 40 und einem im Träger 24 befestigten, zur Führung der Zahnstangen dienenden festen Anschlag 44 sind zwei um die Zahnstangen gewickelten Federn 45 angeordnet, welche den Schlitten nach aufwärts drücken.
Die Aufwärtsbewe gung des Schlittens wird jedoch durch eine auf demselben angebrachte Sperrstange 46 (Fig. 9 und 10) verhindert, in welche eine ausserhalb des Trägers drehbar angeordnete Sperrklinke 47 zufolge der Feder 48 ein greift.
Auf dem aus dem Träger 24 heraus ragenden Teil der Zahnradrolle 49 (Fig. 8 bis 10) sind zwei Sperräder 50, 51 von gegensinniger Verzahnung aufgekeilt, in welche je eine auf .den Bolzen 42 drehbare Sperrklinke 52 und 53 eingreift, welche die Drehung des Zahnrades 39 in beiden Dreh richtungen verhindern. Die Sperrklinken sind mit über ihre Drehachsen reichenden Verlängerungen 54, 55 versehen, von deren freien Enden Zugorgane 56, 57 zu dem; Füh rersitz führen.
Ferner sind zwischen den freien Enden der Verlängerungen 54, 55 und der Wand des die Sperrvorrichtungen umhüllenden Gehäuses 58 Federn 59 um die Zugorgane 56, 57 gewickelt, welche die Sperrklinken in die Sperräder 50, 51 drük- ken. Auf der Zahnradwelle 49 ist ferner ein lose drehbarer Arm 60 angeordnet, von welchem aus eine Sperrklinke 61 in das äu ssere Sperrad 51 eingreift. Dieser Arm wird zum Verschwenken der Tragarme 3, 9 in die Ruhelage benützt und ist zu diesem Zwecke mit einer zum Führersitz führenden Stange 62 verbunden. Die Zahnradwelle 49 und die Drehbolzen 42 der Sperrklinken be wegen sich beim Verschieben des Schlit- tens in einer Nut 63, welche gleichzeitig die Auf- und Abwärtsbewegung des Schlit tens begrenzt.
In dem linksseitigen Träger 24' (Fig. 6) ist auf die obere und untere Welle 22, 23 gleichfalls je ein nach hinten ragender Arm 32 bezw. 36 befestigt. Auf dem obern Arm 32 ist mittelst Lenkers 34 ein Rohr 64 und auf dem untern Arm 36 eine in das Rohr 64 reichende, in ihm verschiebbare Stange 65 angebracht. Das Rohr, wie die Stange sind in ihrer Längsrichtung verschiebbar und in je einem festen Anschlag 66 bezw. 67 geführt. Zwischen dem obern, fest ange brachten Anschlag 66 und einer am untern Ende des Rohres 64 angeschraubten, einen Bund bildenden Mutter 68 ist eine Druck feder 69 um das Rohr 64 gewickelt, welche, wie später beschrieben wird, dazu dient, die Tragarme aus der in Fig. 5 in gestrichelten Linien gezeichneten, unwirksamen Lage in die Bereitschaftslage zu bringen.
In der Bereitschaftslage ist das Zahn rad 39 durch beide Sperrklinken 52 und 53 (Fig. 8 bis 10) für beide Drehrichtungen verriegelt, so dass die beiden Zahnstangen 35, 38 miteinander zwangsläufig gekuppelt sind.
Wenn nun der Oberkörper einer Person gegen den obern Netzteil trifft, so schwenkt er die obern Tragarme 9 und somit auch die an der obern Welle 22 befestigten hin- tern Arme 32 durch Drehung dieser Welle 22 entgegen der Uhrzeigerbewegung in die strichpunktierte Lage (Fig. 3 bezw. 5). Da bei verschiebt der Arm 32 im rechtsseitigen Träger 24 die durch das verriegelte Zahnrad 39 gekuppelten Zahnstangen 35, 38 zusam men mit dem das Zahnrad tragenden Schlit ten 40 entgegen der Wirkung der zwischen dem Schlitten und dem festen Anschlag 44 gespannten Federn 45 nach oben, wobei die Zahnstange 38 mittelst des Lenkers 37 und Armes 36 die Welle 23 dreht und somit die untern Tragarme 3 nach oben schwenkt.
Im linksseitigen Träger 24' (Fig. 6) werden zufolge der angegebenen Drehung beider Wellen 22 und 23 entgegen der Uhrzeiger bewegung (Fig. 5) das Rohr 64 und die Stange 65 nach unten gedrückt und die linksseitigen Arme 3 und 9 in gleichem Sinne verschwenkt wie die rechtsseitigen Arme 3 und 9. Die an der untern Welle 23 befestigten Arme 36 sind kürzer als die Arme 32 auf der obern Welle 22, so dass die Schwenkung der untern Tragarme 3 grösser ist als die der obern. Dadurch wird erzielt, dass der obere und untere Netzrand sich ein ander nähern und das Netz eine Mulde bil det, in welche der Angefahrene nach dem elastischen Zurückschwenken der obern Tragarme 9 sicher hineinfällt.
Das Festhal ten des Netzes bezw. der Tragarme in die ser Lage erfolgt dadurch, dass der Schlit ten 40 in dem Träger 24 durch die Sperr stange 46 und Sperrklinke 47 (Fig. 9) in der jeweilig tiefsten Lage gegen Bewegung nach oben selbsttätig verriegelt wird. Nach Freigabe dieser Verriegelung drücken die Federn 45 (Fig. 5) den Schlitten samt Zahnstangen nach oben und führen somit; die Schutzvorrichtung in die Bereitschafts lage zurück.
Um die Muldenbildung des Netzes auch beim Anfahren von kleineren Hindernissen, z. B. von Kindern, deren Oberkörper nicht bis zum obern Netzteil reicht, zu bewerk stelligen, ist eine besondere Vorrichtung vor gesehen. Diese besteht aus zwei Tragarmen 70, welche auf einer in der untern Welle 23 gelagerten und über die Biegungen der un tern Arme 3 hinausreichenden zweiten Welle 71 aufgekeilt sind (Fig. 7). Die Ver bindung 7.1 dieser Arme mit den untern Tragarmen 3 ist derart getroffen, dass die Arme zueinander schwenkbar sind, in der Bereitschaftslage aber durch die Federn 72 voneinander verschwenkt werden.
Zwischen den freien Enden der mittleren Arme 70 ist gleichfalls eine elastische Gurte 73 oder der gleichen ausgespannt, welche an dem Netz 1,. etwa in der Mittelhöhe, an der Rückseite desselben anliegt. Wenn nun ein niedriges Hindernis angefahren wird, so drückt die- ses die mittleren Arme 70 nach hinten und mittelst der Kupplungen 74 die untern Arme 3 nach oben. Dabei zieht der Arm 36 (Fig. 5) der untern Welle 23 die Zahn stangenkupplung nebst dem Schlitten 40 ent gegen der Wirkung der Federn 45 nach un ten, und die obern Arme 9 werden infolge dessen nach hinten ausgeschwenkt. In dieser Arbeitsstellung wird die ganze Schutzvor richtung wie früher durch die Sperrstange 46 und Sperrklinke 47 verriegelt.
Nach Lö sen dieser Verriegelung kehren die obern und untern Tragarme nebst der Zahnrad kupplung durch die gespannten Federn 45 in ihre Bereitschaftslage zurück, wobei die untern Arme mittelst der Kupplungen 74 auch die mittleren Arme 70 in die in vollen Linien gezeichnete Lage mitnehmen.
Ausser Gebrauch können alle drei Arm paare 3, 9 und 70 zueinander verschwenkt werden. Zu diesem Zwecke ist beim Führer sitz ein Handhebel 75 (Fig. 11) angeordnet, dessen untere über die Drehachse 79 rei chende Verlängerung 7 7 mit der Stange 62 (Fig. 3, 8) verbunden ist, welche den auf der Zahnradwelle 49 lose drehbaren Arm 60 (Fig. 8) und durch die Vermittlung der Sperrklinke 61 auch das Zahnrad 39 nach erfolgtem Ausrücken der Sperrklinke 52 dreht. Zum Ausrücken der Klinken 52 und 53 ist auf dem Handhebel 75 ein Rohr 78 drehbar angebracht, an welchem unten eine tellerförmige Scheibe 80 befestigt ist.
An diese Scheibe sind die zwei Zugorgane 56, 57 der Sperrvorrichtung angeschlossen, so dass beim Verdrehen der Scheibe mittelst des Handgriffes 81 in der Drehrichtung des Uhrzeigers das Zugorgan 56 und beim Ver drehen in der entgegengesetzten Richtung das Zugorgan 57 zwecks Freigabe des ent sprechenden Sperrades (50 bezw. 51) ange zogen wird.
Zwecks Verschwenken der Tragarme zu einander wird zunächst der Handgriff 81 in der Drehrichtung des Uhrzeigers gedreht, so dass das Zugorgan 56 angezogen und die Sperrklinke 52 (Fig. 8) aus dem Sperrad 50 herausgehoben wird. Somit ist die Drehung des Zahnrades 39 in der Drehrichtung des Uhrzeigers ermöglicht. Darnach wird der Handhebel 75 bei verdrehtem Handgriff 81 um den Drehbolzen 79 einige Male nach vorn und rückwärts geschwenkt, wobei die untere Verlängerung 77 mittelst Stange 62 den auf der Zahnradwelle 49 lose drehbaren Arm 60 mitbewegt und die auf diesem Arm angebrachte Sperrklinke 61 , das Sperrad 51 und somit auch das Zahnrad 39 dreht. Da durch wird die Zahnstange 38 nach unten verschoben und die Zahnstange 35 nach oben, so dass die obern und untern Tragarme in die punktierte Lage (Fig. 3 und 5) gelan gen.
Das Sperrad 51 wird nach Beenden je der Teildrehung durch die Sperrklinke 53., welche während der Drehung über dem Sperrad gleitet, festgehalten. Während die ser Funktion wird im linksseitigen Träger 24' (Fig. 6) die Stange 65 ebenfalls nach unten und das Rohr 64 nach oben gezogen, da die obere Welle 22 im Sinne der Uhr zeigerbewegung und die Welle 23 entgegen gesetzt der Uhrzeigerbewegung gedreht wer den, wobei die um das Rohr gewickelte Fe der 69 mittelst des hochgehenden, sich dem Anschlag 66 nähernden Bundes 68 zusam mengedrückt wird, um im nötigen Falle die Arme wieder zu öffnen, das heisst sie in die voll gezeichnete Gebrauchsstellung zu brin gen.
Die mittleren Arme 70 machen die Be wegung der untern Arme 3 so lange mit, bis sie in ihre hinterste oder unwirksame Lage kommen. Da lehnen sie sich zum Beispiel an die Kotschützer, während die untern Arme 3 weiter verschwenkt werden, bis sie an die obern Arme 9 anliegen.
Das Wiederausspannen des Netzes in Be reitschaftslage erfolgt vom Führersitz aus in der Weise, dass der Handgriff 81 entgegen der Drehrichtung des Uhrzeigers gedreht. wird und hierdurch die Sperrklinke 53 aus dem äussern Sperrad 51 aushebt (Fig. 8 bis 10), so dass sich das Zahnrad 39 entgegen der Drehrichtung des Uhrzeigers drehen kann. Demzufolge kann sich auch die im linksseitigen Träger 24' (Fig. 6) gespannte Feder 69 ausdehnen und zieht dabei das Rohr 64 nach unten. Durch die Vermittlung der Lenker 34 und Arme 32 wird auch die Zahnstange 35 im rechtsseitigen Träger (Fig. 5) nach unten gedrückt, und diese dreht bei feststehendem Schlitten 40 das Zahnrad 39, welches die Zahnstange 38 auf wärtszieht und die untern Arme öffnet.
Nach Öffnen der Tragarme wird der Hand griff 81 in die Nullstellung zurückgedreht und das Zahnrad 39 wird verriegelt.
Die Träger 24, 24' sind gegen Witte rungseinflüsse, wie z. B. Regen, Schnee, Staub oder dergleichen, oben durch eine auf der Welle 22 drehbaren Klappe 82 (Fig. 5, 6) abgedeckt, welche beim Verschwenken der Tragarme durch die hintern Arme 32 gegen die Wirkung der Federn 83 in die punk tierte Lage mitgenommen und beim Öffnen der Arme durch die Federn 83 wieder zu rückgezogen werden.
In Fig. 12 ist eine Ausführung der Vor richtung dargestellt, bei welcher die untern Arme 3 bezw. die Netzmulde beim Hoch lieben der untern Arme selbsttätig nach vorn verlängert werden. Zu diesem Zwecke sind auf den freien Enden der Arme 3 drehbare Hebel 84 angeordnet, zwischen welchen der untere Netzteil gespannt ist. Die Hebel sind mit über ihre Drehachsen reichenden Ver längerungen 85 versehen, an welche die an den untern Enden der Träger 24, 24' ange brachten Lenker 86 angeschlossen sind. In der Bereitschaftslage legen sich die Hebel an das gespannte Netz 1 an. Wenn aber der Angefahrene, dessen Füsse zuerst durch den untern Gurt 7 in die Höhe geworfen wurden, auf den obern Netzteil auftrifft und dadurch ein Zurückschwenken der obern Arme bezw.
ein Hochheben der untern Arme 3 bewirkt, werden die Hebel 84 samt dem untern Netz teil durch die Lenker 86, während die Füsse des Angefahrenen sich in der Höhe befin den, nach vorn geschwenkt und verlängern dadurch die Netzmulde nach vorn, das heisst über die Arme 3 hinaus. Durch diese An ordnung ist es ermöglicht, dass die untern Arme 3 kürzer ausgebildet werden können, ohne das Herausfallen des Angefahrenen aus der Netzmulde zu befürchten.
Bei der Anordnung nach den Fig. 13 und 14 beeinflussen die obern Tragarme 9 die untern Tragarme 3 nicht, welch letztere wie dargestellt unter Einfluss kräftiger Zug federn f stehen, die unten an einem festen Ausleger a und oben an dem obern Arm b der betreffenden beweglichen Tragarme 3 angreifen.
Jeder Arm b wird durch einen Riegel, etwa einen Drehriegel c in der Normalstel lung gehalten. Ein Arm d des Drehriegels c ist durch ein Zugorgan g mit dem untern Quergurt 7 verbunden.
Wird eine Person angefahren und hier durch der untere Gurt 7 einwärts gezogen, so wird hierdurch auch das Zugorgan g an gezogen und mittelst des Armes d der Rie gel c zurückgezogen, so dass die Arme b freigegeben werden, worauf die Feder f die Arme 3 aufwärts schwenken und sich die Mulde im Auffangnetz sofort bildet, wie Fig. 13 zeigt. Wie bei den früheren Aus- führungsformen.können sich die Arme 3, sobald sie durch die Federn f gehoben wor den sind, selbsttätig verriegeln. Während der Muldenbildung werden .durch das An fallen der Person an die obere Gurte auch die obern Arme 9 entgegen dem Druck der Federn 11 zurückbewegt und in dieser Stel lung auslösbar verriegelt. Die angefahrene Person wird sonach durch das Netz sicher aufgefangen.
Bei der Anordnung nach den Fig. <B>1.5,</B> 16 wirken, die Druckfedern f in ähnlicher Weise wie früher auf die drehbaren untern Teile 3 der Tragarme 3' und das mit der untern Gurte verbundene, über Rollen r geführte Zugorgan g ist hier unmittelbar mit dem federnden Riegel e1 zum Auslösen des Armes 3 verbunden.
In Fig. 17 ist schematisch eine Anord nung dargestellt, bei der ein den Auslöse- riegel c1 unmittelbar betätigender Hebel h am andern Ende mit der untern Traggurte 7 verbunden ist.
Selbstverständlich könnte der Hebel h auch den Arm 3 ganz ersetzen, in welchem Falle er sowohl wie bei allen früheren An ordnungen aufwärts schwenkbar, als auch einwärts drehbar sein soll, um die Aus lösung zwecks Aufwärtsbewegung durch die Federn f zu bewirken. Schliesslich kann die Anordnung auch so getroffen werden, dass beim Anfahren eines Hindernisses mittelst der hierdurch angezogenen Gurte sowohl die Arme 3, als auch gesondert die Federn f ausgelöst werden. Die in den Fig. 13 bis 17 dargestellte Anordnung hat den Vorteil, dass sieh die Netzmulde unten sofort beim An fahren an ein Hindernis bildet, auch wenn ein Kind oder eine kleine Person angefah ren wird.