CH119866A - Vorrichtung an einem Kraftfahrzeug zum Schutze der Fussgänger gegen Überfahrenwerden durch das Fahrzeug. - Google Patents

Vorrichtung an einem Kraftfahrzeug zum Schutze der Fussgänger gegen Überfahrenwerden durch das Fahrzeug.

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CH119866A
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Singer Jakob
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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R21/00Arrangements or fittings on vehicles for protecting or preventing injuries to occupants or pedestrians in case of accidents or other traffic risks
    • B60R21/34Protecting non-occupants of a vehicle, e.g. pedestrians

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description


  Vorrichtung an einem Kraftfahrzeug zum Schutze der Fussgänger gegen  Überfahrenwerden durch das Fahrzeug.    Die Erfindung betrifft ein an der Vor  n  eines Kraftfahrzeuges angebrachte  Vorrichtung, die die Fussgänger gegen Über  fahrenwerden durch das Fahrzeug schützt.  



  Das Wesen dieser Erfindung besteht  darin, dass an der Vorderseite des Fahrzeu  ges obere, nach hinten schwenkbare und  durch nachgiebigen Quergurt verbundene  und stets nach vorn schwenkbare und eben  falls durch nachgiebigen Quergurt verbun  dene Arme angebracht sind, welche an den  nachgiebigen Gurten ein Netz tragen, wel  ches beim Anfahren eines Körpers dadurch  eine den letzteren auffangende Mulde bildet,  dass die untern Arme beim Auftreffen des  Körpers auf das Netz vor- und hochgehen  und die Enden dieser Arme sich den durch  den Körper gegen den Wagen hin zurück  bewegten obern Armen nähern.  



  Die nach hinten beweglichen obern Ar  men können mit die untern Arme beeinflus  senden Gliedern ausgerüstet sein, welche  beim Anstossen eines Hindernisses (Körpers)  an die Quergurte zwischen den obern, hier  bei nach hinten ausweichenden Armen ein    selbsttätiges Hochheben der untern Arme  unter gleichzeitiger Bildung einer durch  hängenden Netzmulde bewirken.  



  Die Anordnung kann aber auch so ge  troffen werden, dass die Bewegung der un  tern Arme lediglich durch das Einwärts  drücken der untern Quergurte beim Anfah  ren eines Hindernisses ausgelöst wird, wobei  diese Arme unter Federwirkung hochgehen,  während die obern Arme durch das Auffal  len des Oberkörpers auf die nachgiebige  Quergurte derselben isch nach hinten be  wegen.  



  In den Zeichnungen sind beispielsweise  mehrere     Ausführungsformen    der Schutz  vorrichtung dargestellt, und zwar zeigen:       Fig.    1 und 2 die Seiten- und Vorderansicht  der ersten,     Fig.    3 und 4 die gleichen An  sichten der zweiten Ausführungsform, und       Fig.    5 und 6 zeigen näher die Lagerung  und Verbindung der Tragarme dieser letz  teren Ausführung;     Fig.    7 zeigt die Anord  nung der untern Tragarme;     Fig.    8 bis 10  zeigen eine Sperrvorrichtung dieser Ausfüh  rung zum Festhalten der Tragarme in den      verschiedenen Lagen;

   Fig. 11 zeigt einen  Handgriff zum Betätigen der Sperrvorrich  tung und zum Verschwenken der Tragarme  in die Ruhelage, und Fig. 12 eine Vorrich  tung zum Verlängern der Tragarme nach  vorn; die Fig. 13 und 14 bezw. 15 und 16  zeigen in je einer Seiten- und Vorderansicht  zwei weitere Ausführungsformen mit durch  eine Zugschnur betätigter Auslösevorrich  tung für die untern Tragarme; Fig. 17 zeigt  eine fünfte Ausführungsform mit durch ein  Hebelwerk zu betätigender Auslösevorrich  tung.  



  Bei der Einrichtung nach den Fig. 1 und  2 ist der untere Rand des Netzes 1 auf einer  Rolle 2 befestigt, welche an den vördern  Enden der untern Tragarme 3 gelagert ist.  Die obern Enden dieser Arme sind an nach  unten ragenden Auslegern 5 von Stützen 6  (Fig. 1) angelenkt, welche auf dem Rahmen  gestell aufruhen. Die Tragarme 3 stehen un  ter der Wirkung von Federn 4, welche um  die obern Enden der Arme, sowie um die  Ausleger 5 herumgelegt sind und die Arme  3 in der auffangbereiten Lage halten. Zwi  schen die vordern Enden der Arme ist eine  elastisch dehnbare Gurte gespannt. Der  obere Netzrand ist mittelst einer querge  spannten, elastisch dehnbaren Gurte 8 an  den obern Tragarmen 9 befestigt, welche um  eine in den Stützen 6 gelagerten Welle 10  nach hinten ausschwenkbar angeordnet sind.

    Diese obern Arme tragen Zahnbögen 12, in  welche Sperrklinken 13 eintreten, um die  Arme festzuhalten, wenn diese entgegen der  Wirkung von die Bögen 12 umgebenden  Federn 11 durch den Anstoss an ein Hinder  nis nach hinten ausgeschwenkt werden. Die  Arme sind mit über die Drehachse reichen  den Verlängerungen 14 versehen, die an den  Enden Mitnehmer 15 tragen, mit denen sie  hinter den untern Tragarmen 3 greifen.  



  Um den zwischen den obern und untern  Tragarmen 9, 3 angeordneten Gurte stets  gespannt zu halten, können die Armenden.  wie für die obern Arme gezeigt ist, seitlich  um 19 (Fig. 2) schwenkbar sein und mittelst    Führungsbolzen 21 durch zwischengelegte  Federn 20 auseinander gedrückt werden.  



  Die Wirkungsweise ist folgende: Beim  Anstoss des elastisch dehnbaren Seils 7 an  die Füsse einer Person werden diese zunächst  mitgerissen, so dass die Person umfällt und  der Oberkörper gegen den obern Teil des  Netzes 1 trifft, worauf das Netz, den Stoss  sanft aufnehmend, samt den Armen. 9 leh  nenartig um die Welle 10 nach hinten  schwingt und in der neuen Lage durch die  Sperrklinke oder den Sperriegel 13 gehalten  wird. Gleichzeitig bewirken die untern Ver  längerungen 14 bezw. Mitnehmer 15 der  obern Arme ein Anheben der untern Trag  arme unter gleichzeitiger Bildung einer frei  durchhängenden Netzmulde, die infolge der  Verriegelung der obern Arme in der jewei  lig schrägsten (strichpunktierten) Lage auf  rechterhalten bleibt, so dass nicht allein die  Beine hochgerissen werden, sondern auch  ein sicheres Auffangen erfolgt.

   Die vielen  praktischen Versuche haben den Erfolg da  hin gestellt, dass die elastisch dehnbaren  Gurten, welche zwischen den obern und un  tern Armenden gespannt sind, geradezu un  entbehrlich sind. Wenn ein Passant ange  fahren wird, werden zuerst seine Füsse, dann  sein Oberkörper sanft und sicher aufgefan  gen, indem ausser der Quermulde auch eine  lotrechte Mulde entsteht, welche den Pas  santen vor dem Herausfallen aus der Schutz  vorrichtung vollständig schützt.  



  Das Netz kann ausser Betrieb auf die  Rolle 2 mittelst einer Schnurrolle 16  (Fig. 2) aufgewickelt werden, von welcher  eine Schnur 17 über eine auf der Welle 10  lose drehbare Rolle 18, um welche diese       Schnur    einmal     herumge-,vicl@ell;    ist, zum  Führersitz führt.     Dureh    Anziehen der  Schnur 17 wird das Netz auf die Rolle 2  aufgewickelt,     -wobei    sieh die Arme 3 heben  und gegen den obern Netzrand legen (punk  tierte Lage in     Fig.    1).

   Die Wiederherstel  lung der Bereitschaftslage     bezw.    das Wie  derausspannen des Netzes erfolgt nach  Loslassen der Schnur 17. wobei die Trag-      arme 3 unter der Wirkung der Federn 4  selbsttätig nach unten schwingen und das  Netz von der Rolle abwickeln.  



  Bei der zweiten Ausführungsform nach  Fig. 3 bis 11 ist der obere und untere Netz  rand gleichfalls an je eine zwischen den  obern und untern Tragarmen 9, 3 gespannte,  elastisch dehnbare Gurte 8, 7 befestigt. Die  obern und untern Arme 9, 3 sind durch je  eine höhle Welle 22 bezw. 23 miteinander  fest verbunden, welche Welle in den obern  bezw. untern Enden der zwei am Auto  rahmen aufruhenden Träger 24, 24' gelagert  sind. Die Arme sind zum Beispiel aus Pro  fileisen oder gedengelten Rohren hergestellt  und auf den Wellen mittelst Keils oder  Schraubengewinde 26 und Stellschrauben 27  (Fig. 7) befestigt.    Die beiden Träger sind hohl ausgebildet  und enthalten Vorrichtungen, welche die  Verbindung der obern Arme mit den untern,  sowie das Festhalten derselben in den ver  schiedenen Lagen bewerkstelligen.

   Die Trä  ger sind ferner mittelst zwei die obere und  untere Welle 22 bezw. 2.3 umhüllender Roh  ren 28 bezw. 29 miteinander fest verbun  den, indem (Fig. 7) auf den innern Seiten  der Träger Muffen 30 mit Schraubengewinde  angenietet sind, an welche die Rohre 28, 29  aufgeschraubt und mittelst Gegenmuttern 31  festgehalten sind. Durch diese Verbindung  ist die Möglichkeit geboten, die Träger ent  sprechend der Rahmen bezw. Wagenbreite  zueinander verstellen zu können, das heisst  einander zu nähern oder voneinander zu ent  fernen.    In dem rechtsseitigen Träger 24 (Fig. 5)  ist auf der obern Welle 22 ein nach hinten  ragender Arm 32 mittelst Keils 33 oder  dergleichen befestigt und durch einen Len  ker 34 mit einer Zahnstange 35 verbunden.  Auf der untern Welle 23 ist gleichfalls ein  Arm 36 angebracht und mittelst Lenkers 37  an die Zahnstange 38 angeschlossen.

   Beide  Zahnstangen 35, 38, die in dem Träger 24  in ihrer Längsrichtung verschiebbar sind,    greifen in ein gemeinsames Zahnrad 39 ein,  das mittelst eines Schlittens 40 in dem  Träger 24 geführt wird. Zur sichern Füh  rung der Zahnstangen sind Führungsmuffen  41 vorgesehen, welche mittelst Schrauben 42  in dem zweiteiligen Schlitten festgeklemmt  sind und Ausschnitte 43 aufweisen, durch  welche das Zahnrad in die Zahnstangen  greift. Zwischen dem Schlitten 40 und einem  im Träger 24 befestigten, zur Führung der  Zahnstangen dienenden festen Anschlag 44  sind zwei um die Zahnstangen gewickelten  Federn 45 angeordnet, welche den Schlitten  nach aufwärts drücken.

   Die Aufwärtsbewe  gung des Schlittens wird jedoch durch eine  auf demselben angebrachte Sperrstange 46  (Fig. 9 und 10) verhindert, in welche eine  ausserhalb des Trägers drehbar angeordnete  Sperrklinke 47 zufolge der Feder 48 ein  greift.  



  Auf dem aus dem Träger 24 heraus  ragenden Teil der Zahnradrolle 49 (Fig. 8  bis 10) sind zwei Sperräder 50, 51 von  gegensinniger Verzahnung     aufgekeilt,    in  welche je eine auf .den Bolzen 42 drehbare  Sperrklinke 52 und 53 eingreift, welche die  Drehung des Zahnrades 39 in beiden Dreh  richtungen verhindern. Die Sperrklinken  sind mit über ihre Drehachsen reichenden  Verlängerungen 54, 55 versehen, von deren  freien Enden Zugorgane 56, 57 zu     dem;    Füh  rersitz führen.

   Ferner sind zwischen den  freien Enden der Verlängerungen 54, 55  und der Wand des die Sperrvorrichtungen  umhüllenden Gehäuses 58 Federn 59 um die  Zugorgane 56, 57 gewickelt, welche die  Sperrklinken in die Sperräder 50, 51     drük-          ken.    Auf der Zahnradwelle 49 ist ferner  ein lose drehbarer Arm 60 angeordnet, von  welchem aus eine Sperrklinke 61 in das äu  ssere Sperrad 51 eingreift. Dieser Arm wird  zum     Verschwenken    der Tragarme 3, 9 in  die Ruhelage benützt und ist zu diesem  Zwecke mit einer zum Führersitz führenden  Stange 62 verbunden. Die Zahnradwelle 49  und die Drehbolzen 42 der Sperrklinken be  wegen sich beim Verschieben des Schlit-      tens in einer Nut 63, welche gleichzeitig  die Auf- und Abwärtsbewegung des Schlit  tens begrenzt.  



  In dem linksseitigen Träger 24' (Fig. 6)  ist auf die obere und untere Welle 22, 23  gleichfalls je ein nach hinten ragender Arm  32 bezw. 36 befestigt. Auf dem obern Arm  32 ist mittelst Lenkers 34 ein Rohr 64 und  auf dem untern Arm 36 eine in das Rohr  64 reichende, in ihm verschiebbare Stange  65 angebracht. Das Rohr, wie die Stange  sind in ihrer Längsrichtung verschiebbar  und in je einem festen Anschlag 66 bezw.  67 geführt. Zwischen dem obern, fest ange  brachten Anschlag 66 und einer am untern  Ende des Rohres 64 angeschraubten, einen  Bund bildenden Mutter 68 ist eine Druck  feder 69 um das Rohr 64 gewickelt, welche,  wie später beschrieben wird, dazu dient, die  Tragarme aus der in Fig. 5 in gestrichelten  Linien gezeichneten, unwirksamen Lage in  die Bereitschaftslage zu bringen.  



  In der Bereitschaftslage ist das Zahn  rad 39 durch beide Sperrklinken 52 und 53  (Fig. 8 bis 10) für beide Drehrichtungen  verriegelt, so dass die beiden Zahnstangen 35,  38 miteinander zwangsläufig gekuppelt  sind.  



  Wenn nun der Oberkörper einer Person  gegen den obern Netzteil trifft, so schwenkt  er die obern Tragarme 9 und somit auch  die an der obern Welle 22 befestigten     hin-          tern    Arme 32 durch Drehung dieser Welle  22 entgegen der Uhrzeigerbewegung in die  strichpunktierte Lage (Fig. 3 bezw. 5). Da  bei verschiebt der Arm 32 im rechtsseitigen  Träger 24 die durch das verriegelte Zahnrad  39 gekuppelten Zahnstangen 35, 38 zusam  men mit dem das Zahnrad tragenden Schlit  ten 40 entgegen der Wirkung der zwischen  dem Schlitten und dem festen Anschlag 44  gespannten Federn 45 nach oben, wobei die  Zahnstange 38 mittelst des Lenkers 37 und  Armes 36 die Welle 23 dreht und somit  die untern Tragarme 3 nach oben schwenkt.

    Im linksseitigen Träger 24' (Fig. 6) werden  zufolge der angegebenen Drehung beider    Wellen 22 und 23 entgegen der Uhrzeiger  bewegung (Fig. 5) das Rohr 64 und die  Stange 65 nach unten gedrückt und die  linksseitigen Arme 3 und 9 in gleichem  Sinne verschwenkt wie die rechtsseitigen  Arme 3 und 9. Die an der untern Welle 23  befestigten Arme 36 sind kürzer als die  Arme 32 auf der obern Welle 22, so dass die  Schwenkung der untern Tragarme 3 grösser  ist als die der obern. Dadurch wird erzielt,  dass der obere und untere Netzrand sich ein  ander nähern und das Netz eine Mulde bil  det, in welche der Angefahrene nach dem  elastischen Zurückschwenken der obern  Tragarme 9 sicher hineinfällt.

   Das Festhal  ten des Netzes bezw. der Tragarme in die  ser Lage erfolgt dadurch, dass der Schlit  ten 40 in dem Träger 24 durch die Sperr  stange 46 und Sperrklinke 47 (Fig. 9) in  der jeweilig tiefsten Lage gegen Bewegung  nach oben selbsttätig verriegelt wird. Nach  Freigabe dieser Verriegelung drücken die  Federn 45 (Fig. 5) den Schlitten samt  Zahnstangen nach oben und führen somit;  die Schutzvorrichtung in die Bereitschafts  lage zurück.  



  Um die Muldenbildung des Netzes auch  beim Anfahren von kleineren Hindernissen,  z. B. von Kindern, deren Oberkörper nicht  bis zum obern Netzteil reicht, zu bewerk  stelligen, ist eine besondere Vorrichtung vor  gesehen. Diese besteht aus zwei Tragarmen  70, welche auf     einer    in der untern Welle 23       gelagerten    und über die Biegungen der un  tern Arme 3 hinausreichenden zweiten  Welle 71     aufgekeilt    sind     (Fig.    7). Die Ver  bindung     7.1    dieser Arme mit den untern  Tragarmen 3 ist derart getroffen, dass die  Arme zueinander     schwenkbar    sind, in der  Bereitschaftslage aber durch die Federn 72  voneinander     verschwenkt    werden.

   Zwischen  den freien Enden der mittleren Arme 70 ist  gleichfalls eine elastische Gurte 73 oder der  gleichen ausgespannt, welche an dem Netz  1,. etwa in der Mittelhöhe, an der Rückseite  desselben anliegt. Wenn nun ein niedriges  Hindernis angefahren wird, so drückt die-      ses die mittleren Arme 70 nach hinten und  mittelst der Kupplungen 74 die untern  Arme 3 nach oben. Dabei zieht der Arm 36  (Fig. 5) der untern Welle 23 die Zahn  stangenkupplung nebst dem Schlitten 40 ent  gegen der Wirkung der Federn 45 nach un  ten, und die obern Arme 9 werden infolge  dessen nach hinten ausgeschwenkt. In dieser  Arbeitsstellung wird die ganze Schutzvor  richtung wie früher durch die Sperrstange  46 und Sperrklinke 47 verriegelt.

   Nach Lö  sen dieser Verriegelung kehren die obern  und untern Tragarme nebst der Zahnrad  kupplung durch die gespannten Federn 45  in ihre Bereitschaftslage zurück, wobei die  untern Arme mittelst der Kupplungen 74  auch die mittleren Arme 70 in die in vollen  Linien gezeichnete Lage mitnehmen.  



  Ausser Gebrauch können alle drei Arm  paare 3, 9 und 70 zueinander verschwenkt  werden. Zu diesem Zwecke ist beim Führer  sitz ein Handhebel 75 (Fig. 11) angeordnet,  dessen untere über die Drehachse 79 rei  chende Verlängerung 7 7 mit der Stange 62  (Fig. 3, 8) verbunden ist, welche den auf  der Zahnradwelle 49 lose drehbaren Arm  60 (Fig. 8) und durch die Vermittlung der  Sperrklinke 61 auch das Zahnrad 39 nach  erfolgtem Ausrücken der Sperrklinke 52  dreht. Zum Ausrücken der Klinken 52 und  53 ist auf dem Handhebel 75 ein Rohr 78  drehbar angebracht, an welchem unten eine  tellerförmige Scheibe 80 befestigt ist.

   An  diese Scheibe sind die zwei Zugorgane 56, 57  der Sperrvorrichtung angeschlossen, so dass  beim Verdrehen der Scheibe mittelst des  Handgriffes 81 in der Drehrichtung des  Uhrzeigers das Zugorgan 56 und beim Ver  drehen in der entgegengesetzten Richtung  das Zugorgan 57 zwecks Freigabe des ent  sprechenden Sperrades (50 bezw. 51) ange  zogen wird.  



  Zwecks Verschwenken der Tragarme zu  einander wird zunächst der Handgriff 81  in der Drehrichtung des Uhrzeigers gedreht,  so dass das Zugorgan 56 angezogen und die  Sperrklinke 52 (Fig. 8) aus dem Sperrad 50    herausgehoben wird. Somit ist die Drehung  des Zahnrades 39 in der Drehrichtung des  Uhrzeigers ermöglicht. Darnach wird der  Handhebel 75 bei verdrehtem Handgriff 81  um den Drehbolzen 79 einige Male nach vorn  und rückwärts geschwenkt, wobei die untere  Verlängerung 77 mittelst Stange 62 den  auf der Zahnradwelle 49 lose drehbaren  Arm 60 mitbewegt und die auf diesem Arm  angebrachte Sperrklinke 61 , das Sperrad 51  und somit auch das Zahnrad 39 dreht. Da  durch wird die Zahnstange 38 nach unten  verschoben und die Zahnstange 35 nach oben,  so dass die obern und untern Tragarme in  die punktierte Lage (Fig. 3 und 5) gelan  gen.

   Das Sperrad 51 wird nach Beenden je  der Teildrehung durch die Sperrklinke 53.,  welche während der Drehung über dem  Sperrad gleitet, festgehalten. Während die  ser Funktion wird im linksseitigen Träger  24' (Fig. 6) die Stange 65 ebenfalls nach  unten und das Rohr 64 nach oben gezogen,  da die obere Welle 22 im Sinne der Uhr  zeigerbewegung und die Welle 23 entgegen  gesetzt der Uhrzeigerbewegung gedreht wer  den, wobei die um das Rohr gewickelte Fe  der 69     mittelst    des hochgehenden, sich dem  Anschlag 66 nähernden Bundes 68 zusam  mengedrückt wird, um im nötigen Falle die  Arme wieder zu öffnen, das heisst sie in die  voll gezeichnete Gebrauchsstellung zu brin  gen.  



  Die mittleren Arme 70 machen die Be  wegung der untern Arme 3 so lange mit, bis  sie in ihre hinterste oder unwirksame Lage  kommen. Da lehnen sie sich zum Beispiel an  die Kotschützer, während die untern Arme  3 weiter     verschwenkt    werden, bis sie an die  obern Arme 9 anliegen.  



  Das     Wiederausspannen    des Netzes in Be  reitschaftslage erfolgt vom Führersitz aus in  der Weise, dass der Handgriff 81 entgegen  der Drehrichtung des Uhrzeigers gedreht.  wird und hierdurch die Sperrklinke 53 aus  dem äussern Sperrad 51 aushebt     (Fig.    8 bis  10), so dass sich das Zahnrad 39 entgegen  der Drehrichtung des Uhrzeigers drehen      kann. Demzufolge kann sich auch die im  linksseitigen Träger 24' (Fig. 6) gespannte  Feder 69 ausdehnen und zieht dabei das  Rohr 64 nach unten. Durch die Vermittlung  der Lenker 34 und Arme 32 wird auch die  Zahnstange 35 im rechtsseitigen Träger  (Fig. 5) nach unten gedrückt, und diese  dreht bei feststehendem Schlitten 40 das  Zahnrad 39, welches die Zahnstange 38 auf  wärtszieht und die untern Arme öffnet.

    Nach Öffnen der Tragarme wird der Hand  griff 81 in die Nullstellung zurückgedreht  und das Zahnrad 39 wird verriegelt.  



  Die Träger 24, 24' sind gegen Witte  rungseinflüsse, wie z. B. Regen, Schnee,  Staub oder dergleichen, oben durch eine auf  der Welle 22 drehbaren Klappe 82 (Fig. 5,  6) abgedeckt, welche beim Verschwenken der  Tragarme durch die hintern Arme 32 gegen  die Wirkung der Federn 83 in die punk  tierte Lage mitgenommen und beim Öffnen  der Arme durch die Federn 83 wieder zu  rückgezogen werden.  



  In Fig. 12 ist eine Ausführung der Vor  richtung dargestellt, bei welcher die untern  Arme 3 bezw. die Netzmulde beim Hoch  lieben der untern Arme selbsttätig nach vorn  verlängert werden. Zu diesem Zwecke sind  auf den freien Enden der Arme 3 drehbare  Hebel 84 angeordnet, zwischen welchen der  untere Netzteil gespannt ist. Die Hebel sind  mit über ihre Drehachsen reichenden Ver  längerungen 85 versehen, an welche die an  den untern Enden der Träger 24, 24' ange  brachten Lenker 86 angeschlossen sind. In  der Bereitschaftslage legen sich die Hebel  an das gespannte Netz 1 an. Wenn aber der  Angefahrene, dessen Füsse zuerst durch den  untern Gurt 7 in die Höhe geworfen wurden,  auf den obern Netzteil auftrifft und dadurch  ein Zurückschwenken der obern Arme bezw.

    ein Hochheben der untern Arme 3 bewirkt,  werden die Hebel 84 samt dem untern Netz  teil durch die Lenker 86, während die Füsse  des Angefahrenen sich in der Höhe befin  den, nach vorn geschwenkt und verlängern  dadurch die Netzmulde nach vorn, das heisst    über die Arme 3 hinaus. Durch diese An  ordnung ist es ermöglicht, dass die untern  Arme 3 kürzer ausgebildet werden können,  ohne das Herausfallen des Angefahrenen  aus der Netzmulde zu befürchten.  



  Bei der Anordnung nach den Fig. 13  und 14 beeinflussen die obern Tragarme 9  die untern Tragarme 3 nicht, welch letztere  wie dargestellt unter Einfluss kräftiger Zug  federn f stehen, die unten an einem festen  Ausleger a und oben an dem obern Arm b  der betreffenden beweglichen Tragarme 3  angreifen.  



  Jeder Arm b wird durch einen Riegel,  etwa einen Drehriegel c in der Normalstel  lung gehalten. Ein Arm d des Drehriegels c  ist durch ein Zugorgan g mit dem untern  Quergurt 7 verbunden.  



  Wird eine Person angefahren und hier  durch der untere Gurt 7 einwärts gezogen,  so wird hierdurch auch das Zugorgan g an  gezogen und mittelst des Armes d der Rie  gel c zurückgezogen, so dass die Arme b  freigegeben werden, worauf die Feder f die  Arme 3 aufwärts schwenken und sich die  Mulde im Auffangnetz sofort bildet, wie  Fig. 13 zeigt. Wie bei den früheren     Aus-          führungsformen.können    sich die Arme 3,  sobald sie durch die Federn f gehoben wor  den sind, selbsttätig verriegeln. Während  der Muldenbildung werden .durch das An  fallen der Person an die obere Gurte auch  die obern Arme 9 entgegen dem Druck der  Federn 11 zurückbewegt und in dieser Stel  lung     auslösbar    verriegelt. Die angefahrene  Person wird sonach durch das Netz sicher  aufgefangen.  



  Bei der Anordnung nach den     Fig.   <B>1.5,</B> 16       wirken,    die Druckfedern f in ähnlicher Weise  wie früher auf die drehbaren untern Teile  3 der Tragarme 3' und das mit der untern  Gurte verbundene, über Rollen     r    geführte  Zugorgan g ist hier unmittelbar mit dem  federnden Riegel     e1    zum Auslösen des Armes  3 verbunden.  



  In     Fig.    17 ist schematisch eine Anord  nung dargestellt, bei der ein den Auslöse-      riegel c1 unmittelbar betätigender Hebel h  am andern Ende mit der untern Traggurte 7  verbunden ist.  



  Selbstverständlich könnte der Hebel h  auch den Arm 3 ganz ersetzen, in welchem  Falle er sowohl wie bei allen früheren An  ordnungen aufwärts schwenkbar, als auch  einwärts drehbar sein soll, um die Aus  lösung zwecks Aufwärtsbewegung durch die  Federn f zu bewirken. Schliesslich kann die  Anordnung auch so getroffen werden, dass  beim Anfahren eines Hindernisses mittelst  der hierdurch angezogenen Gurte sowohl die  Arme 3, als auch gesondert die Federn f  ausgelöst werden. Die in den Fig. 13 bis 17  dargestellte Anordnung hat den Vorteil, dass  sieh die Netzmulde unten sofort beim An  fahren an ein Hindernis bildet, auch wenn  ein Kind oder eine kleine Person angefah  ren wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: An der Vorderseite eines Kraftfahrzeuges angebrachte Vorrichtung zum Schutze der Fussgänger gegen das Überfahrenwerden durch das Fahrzeug, gekennzeichnet durch an der Vorderseite des Fahrzeuges ange brachte obere, nach hinten schwenkbare und durch nachgiebigen Quergurt verbundene und untere nach vorn schwenkbare und ebenfalls durch nachgiebigen Quergurt ver bundene Arme, welche Arme an dem nach- ffi ur ebigen Gurten ein Netz tragen, welches beim Anfahren eines Körpers dadurch eine den letzteren auffangende Mulde bildet, dass die untern Arme beim Auftreffen des Kör pers auf das Netz vor- und hochgehen und die Enden dieser Arme sich den durch den Körper gegen den Wagen hin zurückbeweg ten obern Armen nähern. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Schutzvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die obern, nach hinten beweglichen Arme mit die untern Arme beeinflussenden Gliedern ausgerüstet sind, welche Glieder beim An- stossen eines Hindernisses an die Quer gurte zwischen den obern, hierbei nach hinten ausweichenden Armen ein selbst tätiges Hochheben der untern Arme unter gleichzeitiger Bildung einer durchhän genden Netzmulde bewirken. 2. Schutzvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewe gung der untern Arme lediglich durch das Einwärtsdrücken der untern Quer gurte beim Anfahren eines Hindernisses ausgelöst wird, wobei diese Arme unter Federwirkung hochgehen, während die obern Arme durch das Auffallen des Oberkörpers auf die nachgiebige Quer gurte derselben sich nach hinten bewegen. 3.
    Schutzvorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die obern Tragarme mit über ihre Drehachse nach unten reichenden Verlängerungen ver sehen sind, mit denen sie hinter die un tern Tragarme greifen. 4. Schutzvorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein oberer und ein entsprechender unterer Tragarm über ihre Drehachse hinaus nach hinten verlängert sind und an den Verlängerun gen unter Vermittlung von Lenkern (34, 37) Zahnstangen (35, 38) greifen, die in ihrer Längsrichtung verschiebbar sind und in welchen ein in einem Schlitten (40) gelagertes, in beiden Drehrichtungen verriegelbares Zahnrad (39) so eingreift, dass sich die Tragarme bei verriegeltem Zahnrad nur gleichsinnig bewegen kön nen, während sie sich beim Drehen des Zahnrades gegensinnig verschwenken. 5.
    Schutzvorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die obern und untern Tragarme vom Führersitz aus gegeneinander schwenkbar sind, wo bei eine Feder gespannt wird, welche die Arme zwecks Ausspannens des Netzes wieder zu öffnen bestrebt ist. G. Schutzvorrichtung nach Unteranspruch 5, gekennzeichnet durch zwei zusätzliche, nach hinten schwenkbare Tragarme, die in geringer Höhe eine elastische, von hin ten an das gespannte Netz anliegende Quergurte gespannt halten und mit den untern Armen derart gekuppelt sind, dass sie bei ihrer Bewegung nach hinten zu folge Anstossens eines niedrigen Hinder nisses ein Hochheben der untern Arme bewirken. 7.
    Schutzvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem durch den Anstoss an den obern Armen an ein Hindernis hervorgerufenen Hoch heben der untern Arme eine zwangs weise Verlängerung derselben nach vorn erfolgt. Schutzvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen den Tragarmen gespannten Gurte elas tisch dehnbar ausgebildet sind.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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CN115743316A (zh) * 2022-11-30 2023-03-07 重庆长安汽车股份有限公司 兼顾刚性及主动行人保护的汽车机舱前罩

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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CN115743316A (zh) * 2022-11-30 2023-03-07 重庆长安汽车股份有限公司 兼顾刚性及主动行人保护的汽车机舱前罩

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