CH120264A - Verfahren zur Herstellung hornartiger Massen aus Eiweissstoffen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung hornartiger Massen aus Eiweissstoffen.Info
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Description
Terfahren zur Herstellung hornartiger hassen aus Eiweissstoffen. Eiweissstoff, z. B. Kasein, Blut- und Proteinstoffe, werden, wie allgemein üblich und bekannt, dadurch in hornartige Produkte izbcrgeführt, dass man die angefeuchtete, hlastifizierte und geformte Masse der Ein wirkung von wässerigen Formaldehyd- liisungen aussetzt.
Dieses in der Industrie als Härtungsprozess bezeichnete \'erfahren hat ,jedoch den Nachteil, dass schon bei Form von geringerer Dicke, zum Beispiel von \? cm, eine Einwirkungszeit von Monaten notwendig ist.
Es ist daher, wie aus der Literatur bekannt, vorgeschlagen worden, die Härtung der pulverförmigen Eiweissstoffe gor der Plastifizierung und Formung mit Formaldehyd vorzunehmen, oder bei der Pla- slifizierung Härtemittel, wie zum Beispiel Formaldehyd, Tannin und dergleichen zu zusetzen. Diesen Vorschlägen war der prak tische Erfolg versagt.
Im voraus gehärtete Eiweissstoffe lassen sich nicht mehr genü- Olend plastifizieren, um daraus brauchbare hornartige Produkte herzustellen, die als Zusatz zu der Masse vorgeschlagenen Här- tungsmittel, wie Formaldehyd, Paraform- aIdehyd, wirken entweder während des Pla- stifizierungsprozesses zu schnell auf die Eiweissstoffe ein und behindern dadurch die Plastifizierung oder sie härten, wie Hexa- methylentetra.min, nicht genügend.
Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, den Eiweissstoffen, besonders dem Ka sein, vor oder während der Plastifizierung ein Härtemittel zuzusetzen, das zeitlich erst dann seine Hauptwirkung entfaltet, wenn die Plastifizierung und Formung beendet ist, die letzteren also nicht behindert. Es wurde gefunden, ?dass aus 'Pa,raformaldehyd, wel cher an sich auf Eiweissstoffe sehr ähnlich wie Formaldehyd einwirkt, durch Behand lung mit Säuren, zum Beispiel Schwefel säure oder Ameisensäure, ein derartiges Härtemittel hergestellt werden kann.
Der Paraformaldehyd wird durch die Behand lung mit Säure gewissermassen vor der vor zeitigen Zersetzung und Formaldehydabgabe an die Eiweissstoffe geschützt, so dass er seine härtende Wirkung erst dann ausübt, wenn die Plastifizierung und Formung der Eiweissstoffe beendet ist. Seine Einwirkung wird durch die übliche Trocknung der ge formten plastischen Masse gefördert und zu Ende geführt.
DasVerfahren bedeutet einen grossen techni- schenFortschritt,weil es die Fabrikationsdauer von hornartigen Produkten aus Eiweissstoffen ausserordentlich verkürzt. Das erhaltene Ma terial lässt sich in gleicher Weise wie die im Handel befindlichen Kunsthornprodukte be- ei rbeiten.
Beispiele: 1. 200 Gramm Para.formaldehy d werden in<B>300</B> Clramm einer 35 bis 4Ogewichtspro- zentigen Schwefelsäure durch Erwärmen auf 95 gelöst und durch langsames Abkühlen v-ieder ausgeschieden.
Das ausgeschiedene Produkt wird mit möglichst kaltem Wasser säurefrei gewaschen und in möglichst fein- #:erteilt@@r wässeriger Emulsion mit 10 1g angefeuehtetem Kasein gemischt. Die Masse wird alsdann in der in der Kunsthorn- iizdustrie üblichen Weise,
zum Beispiel mit Wa Izen plastifiziert und unter hohem Druck @gepresst. Das so erhaltene Produkt wird gr- i rocknet.
?. 10 Kilo an".@@efeuchtetes Kasein werden mit 1511 Gramm , feingemahlenem Paraform-
EMI0002.0036
aldehyd. <SEP> der <SEP> in <SEP> -lil() <SEP> Gramm <SEP> einer <SEP> 30prozen ligen <SEP> Ameisensäure <SEP> aufgeschwemmt <SEP> ist. <SEP> ver mischt, <SEP> durch <SEP> _W.Azen <SEP> plastifiziert <SEP> und <SEP> ge presst. <SEP> Das <SEP> Produld <SEP> wird <SEP> alsdann <SEP> getrocknet.
Claims (1)
- EMI0002.0037 PATENTANSPRUCH: <tb> Zerfahren <SEP> zur <SEP> Herstellung <SEP> hornartiger <tb> Massen <SEP> durch <SEP> Härtung <SEP> von <SEP> Eiweissstoffen <tb> mittelst <SEP> Forniiildelii-d. <SEP> dadurch <SEP> gekennzeich net, <SEP> dass <SEP> dem <SEP> @in-efeueliteten <SEP> Eiweissstoff <SEP> ein <tb> formaldelivdabspaltendes <SEP> Härtungsmittel <SEP> zu gesetzt <SEP> wird, <SEP> dessen <SEP> auf <SEP> der <SEP> Abspaltung <SEP> von <tb> Formaldehyd <SEP> beruhende <SEP> Wirkung <SEP> auf <SEP> die <tb> Eiweissmasse <SEP> so <SEP> verlangsamt <SEP> wird, <SEP> dass <SEP> vor <tb> Hä.riung <SEP> der <SEP> Masse <SEP> die <SEP> Plastifizierung, <tb> Pressung <SEP> und <SEP> Formgebung <SEP> beendet <SEP> ist. <tb> UNTERANSPRUCH:<tb> Verfahren <SEP> gemäss <SEP> Patentanspruch, <SEP> da durch <SEP> gekennzeichnet. <SEP> dass <SEP> als <SEP> @ärtungsmit tel <SEP> mit <SEP> einer <SEP> Säure <SEP> behandeltes <SEP> Paraforni aldehyd <SEP> verwendei <SEP> wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE120264X | 1925-02-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH120264A true CH120264A (de) | 1927-05-02 |
Family
ID=5656431
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH120264D CH120264A (de) | 1925-02-21 | 1926-02-08 | Verfahren zur Herstellung hornartiger Massen aus Eiweissstoffen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH120264A (de) |
-
1926
- 1926-02-08 CH CH120264D patent/CH120264A/de unknown
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