CH120268A - Verfahren und Anlage zum Bleichen von Fasergut. - Google Patents

Verfahren und Anlage zum Bleichen von Fasergut.

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CH120268A
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  Verfahren und Anlage zum Bleiehen     -von        Fasergut.       Die vorliegende Erfindung betrifft ein Ver  fahren und eine Anlage zum Bleichen von  Fasergut.  



  Nach dem vorliegenden Verfahren wird  das Fasergut mit Bleichflüssigkeit gleichmässig  durchsetzt, aber nicht dünnflüssig gemacht  und hernach, zwecks Lüftung der Masse, diese  der Einwirkung eines gasförmigen     Stoffes     ausgesetzt. Die Anlage zur Durchführung  dieses Verfahrens weist erfindungsgemäss eine       Kombination    von Einrichtungen für die Her  stellung eines gleichmässigen, verhältnismässig  trockenen Gemisches von Bleichflüssigkeit  und Fasergut mit     Einrichtungen    zur Durch  lüftung des Gemisches unter Vermeidung  einer Umrührung der Masse auf.  



  Beispielsweise Ausführungsformen der  neben dem Verfahren den Gegenstand der  Erfindung bildenden Anlage sind in den bei  liegenden Zeichnungen veranschaulicht, wo       Fig.    1 einen Bestandteil der Anlage von       Fig.    2 schaubildlich und zum Teil im Schnitt,       Fig.    2 schematisch im     Seitenriss    die Ge  samteinrichtung der Anlage,         Fig.    3 eine Variante zu     Fig.    2,       Fig.    4 eine Variante zu     Fig.    1, und       Fig.    5 eine andere Variante zu     Fig.    2 mit  der in     Fig.    4 veranschaulichten Vorrichtung  zeigt.  



  In     Fig.    2     bedeutet    1 die Zuleitung für  das zu bleichende Gut in einen     Konzentrator     2, welcher ein beliebiger Apparat sein kann,  der sich zum Abwässern der Masse eignet  und welcher diese bis zu dein erwünschten       Dichtegrad    (z. B. ungefähr 35<B>0/0)</B>     bringen    kann.  Von diesem     Konzentrator    wird die Masse zu  einem im Folgenden als     Ausgleichturm    3 be  zeichneten Teil 3 geführt, der zum gleich  mässigen Beschicken des nachfolgenden Misch  apparates 5 mit     ungebleichter    Masse in gleich  artiger Menge dient.

   Am Boden dieses     Turmes     3 befindet sich ein Schaber 58. der mittelst  einer Welle 45 angetrieben wird. Der Misch  apparat 5 ist ein vom Einlauf 6 nach dem  Auslauf 7 am weiteren Ende     konusförmig     sich erweiternder Kasten mit einer Welle 10,  die Schaufeln 12 und eine Riemenscheibe 11  trägt. An den Apparat 5 sind ein Bleich-           mitteleinlauf    9 und ein Wassereinlauf 8 all  geschlossen. Der     Bleichmitteleinlauf    9 ist mit  einem oberhalb des Apparates 5 liegenden  Verteilungskaten 13 für Bleichmittel ver  bunden. Der Kasten 13 besitzt eineu Einlauf  14, einen Auslauf 15 und einen Überlauf 16.  Der Einlauf 14 befindet sich am Boden des  Verteilungskastens 13; an ihn ist die Zulei  tung 17 angeschlossen.

   Der Überlauf 16 steht  in Verbindung mit der Rohrleitung 18,     (lud     der Auslauf 15 ist über ein Regulierungs  ventil 21 mit der Rohrleitung 19 eines     Mess-          kastens    20 verbunden. Der     Messkasten    20  ist eine an sich bekannte Einrichtung und  ist hier dazu bestimmt, an die zum Bleich  mitteleinlauf führende Rohrleitung 22 Bleich  mittel in bestimmten Mengen abzugeben.

   Von  dein     Wasserverteilungskasten    23 mit Wasser  zuleitung 24. und einem- Überlauf 25 führt  eine Rohrleitung 26 zu einer     Messkiste    27,  welche mit dem Wassereinlauf 8     arii        IVlischurrgs-          apparat    5 durch die Rohrleitung 28 verbun  den ist. Das Wasser wird mit derjenigen  Temperatur hinzugeführt, die     zum    Erwärmen       bezw.    zur Abkühlung der Masse im     Alisch-          apparat    verlangt wird.  



  Die Aufgabe des     Mischapparates    5 ist die  gleichmässige Mischung der     ungebleichten     Masse mit den notwendigen Mengen     voll     Bleichmittel und Wasser. Es tritt keine  Bleichwirkung in diesem Mischungsapparat  ein, weil die Masse darin nur kurze Zeit ver  bleibt; die blasse, das Bleichmittel und das  Wasser werden hier nur gründlich und gleich  mässig gemischt. Ein Kanal 29 führt     voll    dem       Mischapparatauslauf    7 zu eitlem Bleichturm  30, der einen Einlauf 31 an seinem obern  Ende 32 und am Boden 34 einen Trichter  35 mit     Auslauföffnung    33 besitzt. Der Trichter  35 führt zu einer Waschkammer 36. alt die  sich eine Mischkammer 37 anschliesst.

   Von  diesen zum Waschen und weiteren Mischen  der Masse dienenden Kammern 36, 37 führt  ein Kanal 40 zu einem Bleichturm 41, der  seinerseits über Wasch- und Mischräume 42  mit einem Bleichturm 44 verbunden ist,     voll     wo ein Kanal zu einem Wasch- und eitlem  Sammelbehälter (nicht gezeichnet) führt.    Die Türme 30, 41, 44 sind von einer ge  meinsamen Welle 45     durchdrungen;    die über  Zahnräder 47 und 48     voll    einer Welle 46  angetrieben wird. Die Welle 45 ist hohl und  ist am obern Ende mit einem feststehenden  Rohr 49 durch die Stopfbüchse 50 verbun  den.

   Das Rohr 49 ist an     einen    Behälter 51  angeschlossen, der hier in Verbindung mit  einem     Luftkompressor    52     veranschaulicht    ist,  obwohl anstatt Luft auch andere     Stoffe    dem       Behälter    51 zugeführt werden können, je  nach der Art des     Prozesses,    der ausgeführt  werden soll. Für das Beispiel ist angenommen;  dass Luft beim Bleichen der Masse verwendet  wird.    Sichelförmige     Murrdstiielze    53, welche hohl  sind, erstrecken sich von Ringen     5.1,    welche       all    der Welle 45 befestigt sind.

   Die Hohl  räume der Mundstücke 53 stehen in Verbin  dung mit dem Innern der Welle 45 und sind  mit Löchern 55 auf ihrer ganzen Länge ver  seben. Die     Mundstiicke    53 drehen sich mit  der Welle und passieren die Bleichmasse,  wobei komprimierte Luft aus den Löchern  55 in die Masse hineinströmt, dieselbe durch  dringt und die gasförmigen     Dekompositions-          produkte    austreibt.  



  Ein     Ausgleicharrn    56 in jedem Turm  dient zur     gleichmässigen    Verteilung der ein  tretenden Masse. Dieser Arm 56 ist mittelst  eines Ringes 57 an der Welle 45 fest artge  bracht, und zwar vorzugsweise     all    der ent  gegengesetzten Seite der Welle 45 in bezug  auf das Mundstück 53. Ein gleichfalls sichel  förmiger     Schaberarrn    58 ist     mittelst    eines  Ringes 59     all    der Welle 45 befestigt und  etwa dem Arm 56     gleichgerichtet.    Er dient  dazu, den Boden     3.1    zu schaben und die Masse  in Bewegung gegen den zentralen Auslauf 35  zu halten.

      Ein     Flüssigkeits-Spritzrohr    60 ist unter  halb jeden Turmes     all    dessen Boden 34 an  geschlossen, um die Fortbewegung der Masse  zu erleichtern.  



  Die Masse, die schon     gründlich        rnit    Bleich  mittel und     Wasser    gemischt worden ist,  strömt in den Bleichturm 30 kontinuierlich      und in demselben Grad, wie sie unter Wir  kung des Schabers am Boden des Turmes  entfernt wird, so dass der Turm immer in  passender Höhe gefüllt ist.  



  Die Masse befindet sich in konstanter  Bewegung vom obern Ende bis zum Boden  des Turmes 30; doch ist die Bewegung lang  sam genug, um eine genügende     Einwirkung     von Bleichmittel und Luft zu gestatten.  



  Die Masse bewegt sich vom obern Ende  bis zum Boden im Bleichturm, und das Mund  stück und der     Schaberarm    im Turm bewegen  sich mit so geringer     Geschvs        indigkeit,    dass  keine nennenswerte Umrührung der Masse  vor sich geht. Die einzige Umrührung, wel  cher die Masse ausgesetzt ist, findet im Misch  apparat vor dem Eintritt in den Turm statt.  



       Fig.    3 veranschaulicht eine Anlage zur  Behandlung der Masse in zwei Stufen, in  der ersten Stufe mit höherer Dichte und in  der zweiten Stufe mit niedrigerer Dichte. Das  zu bleichende Fasergut wird aus dem     Kon-          zentrator    2 zu einem     Ausgleichungsturm    3;  von da in einen     -.iNlischapparat    Sund von  diesem zu einem Bleichturin 30, danach zu       eitlem    Waschapparat 36 und dann zu einer  andern     Mischeinrichtung    37 geführt.

   Bis zum  Austritt der Masse aus dein Waschapparat  36 ist das Verfahren genau dasselbe, wie  bei der Anlage nach     Fig.    2; es wird nun  aber die teilweise gebleichte Masse, anstatt  in einen andern Bleichturm, über die Misch  einrichtung 37 in einen Apparat 75 von be  liebiger Art, der sich zum Bleichen der hasse  mit niedrigerem     Dichtegrad    eignet, geleitet.  Das endgültige Bleichen der Masse wird in  diesem letzten Apparat vollführt. Es ist ge  funden worden, dass beim Bleichen auf diese  Art ein vorzügliches Produkt erreicht wird,  mit bedeutender Ersparnis an Unkosten und  Zeit.

      Der     Ausgleichungsturm    und die Bleich  türme haben vorzugsweise runden Querschnitt,  doch können auch Türme mit rechteckigem  Querschnitt von der Form, wie in     Fig.    4 und       ä    veranschaulicht, benutzt werden, wo von  einem Rohr 61 Röhren 62 sich in den Turm    63 erstrecken. Diese Röhren sind mit Löchern  64 versehen zur Verteilung von Luft oder  eines andern gasförmigen     Stoffes    in die im  Turm sich befindende Masse. Zum Ausstossen  der Masse in dem Trichter 65 dienen ein       Spritzrohr    66 und umlaufende Bodenrost  organe 67.  



  Bei der     Durcbführung    des Verfahrens  unter Anwendung der beschriebenen Ein  richtungen kann man das Bleichen der Masse  von hoher Konzentration oder Dichtigkeit in  kontinuierlichem Betriebe ausführen; die     un-          gebleichte    Masse zusammen mit dem Bleich  mittel und dem notwendigen Wasser kann  dem Apparat kontinuierlich zugeführt werden,  und es wird ein gleichmässiger Strom von  gebleichter Masse am andern Ende des Appa  rates abfliessen; dabei erhält man eine Masse  ausgezeichneter Qualität, wie sie für die vielen  Zwecke, wobei z. B.     Zellulosenmasse    verwen  det wird, also zur Herstellung von Papier,  Kunstseide und vielen andern Handelspro  dukten, verlangt wird.

   Man erreicht, dass bei  dieser Bleichmethode das Bleichmittel gleich  mässig durch die Masse verteilt wird, so dass  es den physikalischen Eigenschaften der Masse  nicht schadet. Ferner ist es möglich, das  Bleichen auf einfache Weise auszuführen,  so dass die Leistungsfähigkeit des Betriebes  erhöht wird. Zugleich wird eine gleichmässige       Parbennuance    des gebleichten Produktes ge  sichert. Dabei wird ein gründliches Mischen  der Masse mit     dein    Bleichmittel und die  Durchführung des     Bleichens    in einer mehr  zufriedenstellenden und ökonomischen Weise  als bei den bekannten Prozessen erreicht.  



  Die beschriebene Anlage ist besonders  für das Bleichen von Masse für Herstellung  von Papier, Kunstseide und     andern    ähnlichen  Produkten geeignet; sie kann aber auch in  der gezeigten Form mit Vorteil für andere  Zwecke verwendet werden, besonders wo es  von Bedeutung ist; ein gutes Durchdringen  eines behandelten Materiales zur Erreichung  guter Resultate zu erlangen. Anstatt Luft  zu verwenden, können auch andere Gase oder  sowohl, Gase als auch Flüssigkeiten verwendet  werden.      Das Verfahren nach vorliegender Erfin  dung ist ausschliesslich zum Bleichen von  Fasern bestimmt, die als solche für die Ver  wendung in der     Textilindustrie    nicht in Be  tracht kommen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Bleichen von Fasergut, dadurch gekennzeichnet, dass das Fasergut mit Bleichflüssigkeit gleichmässig durchsetzt, aber nicht dünnflüssig gemacht wird und hernach zwecks Lüftung der Masse diese der Einwirkung eines gasförmigen Stoffes aus gesetzt wird.
    PATENTANSPRUCH I1 Anlage zur Durchführung des Verfabrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch die Kombination von Einrichtungen für die Herstellung eines gleichmässigen, verhältnis mässig trockenen Gemisches von Bleichflüssig keit und Fasergut mit Einrichtungen zur Durchlüftung des Gemisches unter Vermei- dung einer Umrührung der Masse. UN TERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die ständig im Fluss gehaltene Masse, bevor sie der Einwirkung des Gasstromes ausgesetzt wird, mit ab gemessenen Mengen von Bleichmittel und Flüssigkeit gemischt wird, so dass die der Lüftung unterworfene Stoffmasse einen gleichmässig verteilten Gehalt an Flüssig keit und Bleichmittel hat. 2-. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoffmasse wäh rend eines wesentlichen Teils der Dauer der Behandlung mit einem gasförmigen Stoff ohne mechanische Umrührung fort bewegt wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da-lurch gekennzeichnet, dass die Stoffmasse wäh rend der Behandlung mit einem gasförmi gen Stoff in sinkender Bewegung gehalten wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Bleichmittel durchsetzte und gelüftete Masse gewaschen, durch Abscheidung von Flüssigkeit ver dickt und alsdann diese Behandlung noch mindestens einmal wiederholt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an die Behandlung der Masse in konzentriertem Zustand, also mit geringem Flüssigkeitsgehalt eine Behandlung zur Bleichung der Masse in verdünntem Zustand angeschlossen wird. 6.
    Anlage nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch einen Bleichturm, durch welchen die Masse geführt wird. 7. Anlage nach Patentanspruch 1I und Unter anspruch 6, dadurch gekennzeichnet; dass der Bleichturin im Innern mit einer dreh baren Vorrichtung zur Verteilung des gas- fGr-migeri Lüftungsstoffes in der Masse versehen ist. B.
    Anlage nach Patentanspruch 1I und Unter anspruch 7, gekennzeichnet durch wenig stens einen Bleichturm mit je einer hohlen, zentral im Behälter drehbaren Welle, deren Inneres mit einer Zuleitung für den gas förmigen Lüftungsstoff und mit einer auf der Welle angebrachten Verteilervorrich tung für den Lüftungsstoff verbunden ist. 9. Anlage nach Patentanspruch II und Unter anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die hohle Welle einen Schaberarm trägt, der die im Behälter befindliche Masse gegen einen Ablauf des Bleichturms führt.
CH120268D 1924-12-06 1925-12-05 Verfahren und Anlage zum Bleichen von Fasergut. CH120268A (de)

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