CH120510A - Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäure. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäure.

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CH120510A
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B25/00Phosphorus; Compounds thereof
    • C01B25/16Oxyacids of phosphorus; Salts thereof
    • C01B25/18Phosphoric acid
    • C01B25/20Preparation from elemental phosphorus or phosphoric anhydride

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Description


  Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäure.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Herstellung von Phosphorsäure aus Phospha  ten, das dadurch gekennzeichnet ist,     da.ss    man  diese in Mischung mit Kohle und Silikaten  erhitzt und den dadurch erhaltenen Phos  phor zusammen mit dem bei der     Reduktion     gebildeten Kohlenoxyd unmittelbar bei der  Reaktionszone verbrennt und die dabei ent  stehende Wärme zur Zersetzung des     Phos-          phatgemisches    benutzt und aus den     Verbren-          nungsprodukten    die Phosphorsäure abscheidet.  



  Die Zeichnung erläutert das Verfahren  nach der Erfindung anhand eines Beispiels  für einen schematisch im Längsschnitt dar  gestellten Flammofen näher.  



  Auf der Sohle 1 des Flammofens 2 be  findet sich eine Schicht aus Phosphaten,  Kohle und Sand in hoher Glut. Kohle und  Kieselsäure treiben den Phosphor bei etwa       1.100      aus. Die Erhitzung des Gemisches d  erfolgt ohne Luftzufuhr. Das bei der Reduk  tion gebildete Kohlenoxyd und der durch  Erhitzen erhaltene Phosphor werden im  Flammenraum des Ofens 2 unter Luftzu  fuhr unmittelbar bei der Reaktionszone zur       Verbrennung    gebracht, Das     entstehende            Phosphorpentoxyd,    in der Hitze flüchtig,  kann als fester oder flüssiger Körper ausser  halb des Ofens, nachdem es mit den Gasen  durch den Abzug 4 abgeleitet ist, in bekann  ter Weise abgeschieden werden. Durch die  Abgase kann ein Wärmespeicher wie üblich  beheizt werden.  



  Durch die     Verbrennung    des     Kohlenoxy-          des    und des Phosphors entsteht eine hohe  Temperatur. .Die Verbrennungswärme speist  den Reaktionsvorgang mit Energie und die  hohe Flammentemperatur genügt vollkommen  zur Aufrechterhaltung der Reaktionstempe  ratur auf dem Herde auch bei Zusatz neuer  Beschickung. Die erste Einleitung der Reak  tion wird in üblicher Weise durch     Beheizung     mit Heizgasen bewirkt, welche durch den       Tlrilass    5 zugeleitet werden können. Solche  Heizgase können im Bedarfsfalle, zum Bei  spiel bei Betriebsstörungen auch später zu  gesetzt werden.

   Durch Regelung der Be  schickung oder der     Luffzufuhr    kann die  Flammentemperatur im Ofen eingestellt wer  den.  



  Das Verfahren nach der Erfindung bietet  vor allem den Vorteil, dass man au Stelle der      bisher verwendeten teuren Schwefelsäure die  billigere     Kieselsäure    für die Verarbeitung  von Phosphaten benutzen kann.     Schwefel-          säure    muss bekanntlich erst. hergestellt wer  den, während sich die Kieselsäure schon in  der Natur vorfindet. Eine weitere beträcht  liche Ersparnis ergibt sich dadurch, dass das  Rohprodukt nicht staubfein gemahlen  erden  muss, sondern nur durch den Steinbrecher  geht.     'Nachher    entstehen keine festen Massen,  die mit viel Arbeit und     teueren    Maschinen  bewältigt werden müssten.

   Ferner sind die  Wärmekosten zur Durchführung des Ver  fahrens der Erfindung sehr gering, da im  wesentlichen nur die Reduktionskohle erfor  dert wird. Das neue Verfahren gestattet auch  viele Phosphate, die wegen ihrer Beimengun  gen, zum Beispiel Kalk und Eisen nach den  bisherigen Arbeitsweisen als minderwertig  oder nicht benutzbar gelten, der Verarbeitung  zugänglich zu machen.

   Auch ist das gemäss  der Erfindung gewonnene Erzeugnis die       konzentrierteste    Form von löslicher, Phos  phorsäure, was für Frachtzwecke wichtig ist,       ela    nicht eine Menge     Calciumoxyd    und Gips       finit    verfrachtet werden, wie bei dein be  kannten Superphosphat mit nur 17 bis 19       P.0..    Ein weiterer Vorzug     des    neuen Ver  fahrens     bestellt    darin,     da.ss    das     Phosphorpent-          oxvd    der Träger chemischer Fähigkeiten ist,  die vor der Verwendung als Düngemittel  mancherlei Benutzung zulassen,

   zum Beispiel  zur Wasserbindung etwa bei     Nitrierungell,     vor allein aber zur Neutralisation     von    Am  moniak. Man bekommt dabei auch ein hoch  konzentriertes stickstofffreies Düngemittel  das nicht explodiert und dem Boden     keine:     schädliche Säure zuführt.

      Der nicht flüchtige Rückstand, zum Bei  spiel von     Kalziumsilikat,    der auf dem Ofen  lierd bleibt, kann unter     Ausnutzung    der dar  in     aufgespeicherten        Wä.rine    in     gleielier    Hitze       unmittelbar    im Ofen mit geeigneten Zu  sätzen in Zementmasse oder Glasmasse,  zum Beispiel für Flaschen durch Ver  schmelzung oder     Sinterung    verarbeitet wer  den.

   Bei reichen Phosphaten kann fer  ner der Rückstand, weil er ungefähr ein  Zehntel des ursprünglich     vorhandenen    Phos  phors     unreduziert,    und zwar in Form von       Silikopliosphorsäuren    enthält, noch als Dünge  mittel ähnlich wie die     Thomasschlacke    ver  wendet werden, zumal wenn man noch Roh  phosphate zuschlägt, soweit die vorhandene       Hitze    es wirtschaftlich macht.  



  Der Rückstand der Beschickung kann ent  weder abgestochen werden, wenn er flüssig  ist, oder er kann     ausgedrückt    werden, wenn  er nur gesintert oder noch körnig ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Phosphor säure aus Phosphaten, dadurch gekennzeich net, dass inan diese in Mischung mit Kohle und Silikaten erhitzt und den dadurch erhal tenen Phosphor zusammen mit dem bei der Reduktion gebildeten Kohlenoxyd unmittel bar bei der Reaktionszone verbrennt und die dabei entstehende Wärme zur Erhitzung des Phosphatgemisches benutzt und aus den Ver brennungsprodukten die Phosphorsäure ab- scIleidet.
CH120510D 1925-07-21 1925-07-21 Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäure. CH120510A (de)

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