Schr iftlinier ger ät. Gegenstand der Erfindung ist ein Gerät, das zum Vorlinieren für Schriften, insbeson-, fiere für die beim technischen Zeichnen an gewandte, sogenannte Blockschrift dient.
Es sind Geräte bekannt geworden, die zum Schreiben der sogenannten Block-Schrift dienen und deren Hauptbestandteil aus einer oder mehreren Schablonen besteht, die das Auftragen besonderer Schriftlinien für die grossen und kleinen Buchstaben nicht erfor dern. Diese Geräte sind nicht allein sehr teuer, sondern auch umständlich im Gebrauch. Sie werden daher nur von Anfängern und Un geübten angewandt, während der geübte tech nische Zeichner die Blockschrift vielfach mit einer der Breite der Schrifthöhe entsprechenden Feder freihändig schreibt. Hierzu muss er bisher zuerst folgende Grössen nachschlagen: Schrift höhe de: grossen und kleinen Buchstaben, Zeilenabstand und Federnummer.
Alsdann erfolgt in zeitraubender Weise das Abtragen der Höhen und Zeilenabstände mit dem Mass stab, worauf mit der Reissschiene vorliniert wird.
Der Erfindungsgegenstand bezweckt nun eine sehr wesentliche Vereinfachung dieses Arbeitsverfahrens.
Ein Ausführungsbeispiel desselben ist-in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 die Ansicht des Geräts; Fig. 2 den Lochquerschnitt und Fig. 3 ein Anwendungsbeispiel.
Die ungefähr 1,2 mm dicke, aus Zellu loid, Zellon oder einem andern, gut durch sichtigen Stoff hergestellte Tafel cc besitzt die Gestalt eines Parallelogramms, dessen linke und rechte -Seitenkante b und c jeweils mit der Unter- bezw. Oberkante d und e einen Winkel von 75 Grad einschliesst, unter dem die unter der Bezeichnung ,Normschrift" be kannte Blockschrift gegen die Wagrechte ge neigt ist. Beide Kanten b und c dienen zum gelegentlichen Vorzeichnen von Hilfslinien, mit deren Hilfe die richtige Schräglage der Buchstaben beim Schreiben eingehalten wird.
Sie tragen eine Teilung derart, dass die senk-, rechte Entfernung der Teilstriche Milli- bezw. Zentimeter beträgt, so dass sich ohne Zuhilfe nahme eines rechten Winkels und eines ge- wöhnlichen Massstabes Millimeterabstände auf tragen, bezw. wagrechte Gerade in Milli meterabständen ziehen lassen. Die Oberkante e zeigt eine normale Millimeterteilung. Die Massstäbe besitzen in der Zeichnung nur für den ersten Zentimeter, in Wirklichkeit jedoch ganz durchgeführte Millimeterteilungen.
Auf der Tafel ca sind mehrere Lochsysteme angeordnet und jeweils in der Nähe der Fuss linie f, an der sie alle beginnen, mit 2,5; 3,5; 5; 7; 10; 14; 20; 28 bezeichnet. Diese Zahlen entsprechen dem Mass der Höhe der grossen Buchstaben. Die ein und demselben System angehörigen Teillöcher sind unter 75 Grad übereinander angeordnet. Der Abstand des ersten und zweiten Loches vom jeweili gen Fussloch ist gleich der Höhe der kleinen und derjenigen der grossen Buchstaben.
An den in jedem Lochsystem die Schrifthöhe der grossen Buchstaben darstellenden und durch zwei unter 75 Grad gegen die Wagrechte laufende parallele Gerade g gekennzeichneten Abstand schliesst sich der durch eine einzelne Gerade h angedeutete mittlere Zeilenabstand an. Damit jedoch der Zeilenabstand auch kleiner oder grösser als der unmittelbar im System liegende mittlere gewählt werden kann, befindet sich zu beiden Seiten jedes Loch systems je ein weiteres Loch, wovon das eine in bezug auf das System tiefer und das an dere höher liegt.
Das erstere gibt einen Zeilenabstand, der dem genormten Mindest mass entspricht, während das letztere so ge wählt ist, dass die mit diesem Abstand ge schriebenen Zeilen dem Auge gerade noch als zusammengehöriger Schriftsatz erscheinen. Auf der Tafel a sind als Erläuterungsbeispiel die dem am Fussloch mit "1441 bezeichneten System angehörenden drei Löcher für die drei verschieden grossen Zeilenabstände mit .,klein ster, mittlerer, grösster Zeilenabstand" be zeichnet.
Für die Schriften mit Sclrrifthülre ..7" und kleiner (rechte Hälfte der Tafel a-) ist nun, weil diese kleineren Schriften irr Tabellen und Stücklisten besonders häufig zeilenweise Anwendung finden, die Gesamtschrifthöhe, die eine Zeile einschliesslich dem zugehörigen Zeilenabstand besitzt, mehrfach unter 75 Grad übereinander durch Löcher gekennzeichnet, so dass die Fusslinien für mehrere Zeilen gezogen werden können ohne die Reissschiene, an der die Tafel a anliegt, verschieben zu müssen.
In sämtlichen Systemen befindet sich mit Ausnahme des für die kleinste Schrifthöhe bestimmten die weitere Zahlenangabe 1/s, 3/4, 1, 1,5, 2, 3, 4. Dieselbe gibt die Stärke der Schriftkonturen in Millimetern an. Der Ab stand der Parallelen g innerhalb eines Sy stems entspricht dieser Grösse. Auch sind die Normschriftfedern irn Handel danach benannt.
Ungefähr in der Mitte der Tafel a befin den sich zwei Lochsysteme, deren Löcher zur Herstellung einer grösseren Zahl von Linien in 4 oder 5 Millimeter Abstand oder dem Vielfachen davon dienen. Die Masszahlen 4 und 5 mit Masspfeilen deuten das Mass der Loch entfernung in der Senkrechten an.
Die Massstäbe auf den Seitenkanten b und c beginnen in der Höhe der Fusslinie f der Lochsysteme, und zwar sind nach oben 6 und nach unten 1 Zentimeter abgetragen. Hier durch ist es möglich, den Zeilenabstand oder den Abstand von einer vorhandenen Rand linie auch nach Millimetern abzumessen, wenn die in den Lochsystemen vorhandenen Teil löcher für die Zeilenabstände nicht passen. Hierfür zeigt die Fig. 3 ein Anwendungsbei spiel. Es soll die Schrift mit Schrifthöhe "10" zwischen zwei gegebenen Randlinien von 20 Millimeter Abstand eingesetzt werden.
Hierzu ist es, um die Fusslinie für die Schrift zu erhalten, erforderlich, mit Hilfe eines der Massstäbe auf den Seitenkanten b oder c von der oberen Randlinie 15 Millimeter herunter oder von der untern 5 Millimeter herauf zu messen.
Der in F ig. 2 dargestellte Lochquerschnitt zeigt zwei verschiedene Konusse. Der krater förmig erweiterte Teil i dient zur Erleichte rung des Einfahrens und der engere Teil k zur Führung der Bleistiftspitze während des Linierens. Ist die Entfernung zweier Löcher so gering, dass ihre Krater ineinander über- gehen würden, so wird diesem Übelstand da durch vorgebeugt, dass unter Beibehalten der Entfernung in der Senkrechten eines der Löcher in der Wagrechten verlegt wird, wie dies bei den Systemen für die Schrifthöhen 5, <B>3,5,</B> \?;5 mit den die Höhe der kleinen Buch staben angebenden Löchern auf der Tafel a beispielsweise geschehen ist.
Zwecks Gebrauchs des Gerätes wird die Unterkante d desselben an die Reissschiene angelegt, ein Bleistift in das erforderliche Loch eingeführt, und alsdann das Gerät unter leich tem Druck gegen die Reissschiene entlang der letzteren verschoben. Hierdurch ergeben sich auf der Zeichenfläche unmittelbar die ge wünschten Linien.
Die Lochsysteme sind derart auf der Tafel a angeordnet, dass die höchsten derselben nach der Mitte zu liegen kommen, wodurch während der Benutzung das Umkippen des Gerätes um die linke oder rechte untere Ecke in Richtung des Pfeiles<I>A</I> oder<I>B</I> verhindert wird.
Die Anordnung der Lochsysteme unter 75 Grad soll dem Benutzer stets das Winkel mass der Buchstabenneigung einprägen.
Die zwischen Fuss und Kopf der grossen Buchstaben angeordneten, die Schriftstärke kennzeichnenden Parallelen g lassen die Grösse und Stärke der Buchstaben der einzelnen Lochsysteme so erkennen und vergleichen, dass die Auswahl der für jeden Fall passen den Beschriftung eines Zeichenblattes wesent lich erleichtert wird.