CH120804A - Verfahren zur Darstellung eines blauen Farbstoffes der Anthrachinonreihe. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines blauen Farbstoffes der Anthrachinonreihe.

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CH120804A
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  Verfahren zur Darstellung eines blauen     Farbstoffes    der     Anthr        aehinonreihe.       In der Patentschrift Nr. 112115 sind un  ter anderem blaue Farbstoffe beschrieben,  welche entstehen, wenn man auf     p-Diamino-          anthrarufin-2    . 6-     bezw.        p-Diaminochrysazin-          2.7-disulfosäure    Formaldehyd bei Gegen  wart von schwefliger Säure einwirken lässt.

    Die so erhaltenen Farbstoffe enthalten am  Stickstoff den sogenannten     Methansulfo-          säurerest        CH.S03H.    Nach neueren An  schauungen handelt es sich bei diesen so  genannten     w-Methansulfosäuren    jedoch     nm          (isomere)        Schwefligsäureester:        CHz-0-SOZH.     Durch Erhitzen mit Salzsäure werden diese  Farbstoffe in ihre Komponenten gespalten  unter Rückbildung von     Diaminoanthrarufin-          bezw.        Diaminochrysazindisulfosäure.     



  Es wurde nun gefunden, dass, wenn man  die     p-Diaminoanthrarufin-2.        6-rlisulfosäure     in wässeriger Suspension - mit Formaldehyd,  ohne Zusatz von schwefliger Säure oder  deren Salze, erwärmt, eine neue, wohlcharak  terisierte Verbindung in ganz glatter Weise  entsteht, welche sich von dem Ausgangsstoff    durch bedeutend grössere Löslichkeit und       grüneren    Ton unterscheidet.  



  Nach ihrem chemischen Verhalten und  nach der Analyse ist die neue Verbindung  ein     N-Methylderivat    des Ausgangsstoffes. In  der Patentschrift Nr. 156056 ist zwar ein  Verfahren beschrieben, nach welchem man  durch Einwirkung von Formaldehyd auf       Aminoanthrachinone        N-Methylderivate    die  ser Körper erhält. Bei diesem Verfahren  wird aber mit einem sehr grossen Überschuss  von Formaldehyd, im Beispiel über 50     Mol.     auf 1     NH_-Gruppe,    in stark mineralsaurer  Lösung gearbeitet. Das. Verfahren verläuft  auch sehr     unglatt,    wie aus dem Beispiel er  sichtlich ist.  



  Bei dem vorliegenden Verfahren verläuft       hingegen    die     Methylierung    in neutraler Lö  sung mit geringen Mengen Formaldehyd,  etwa.     2'/3        Mol.    auf eine     Aminogruppe.    Das  Verfahren verläuft überraschend glatt und  mit vorzüglicher Ausbeute.

   Aus<B>100</B> Ge  wichtsteilen reiner     p-Diaminoanthrarufin-          2.        6-disulf        osäure    erhält man ohne weiteres           '..)e        Gewichtsteile    ganz rein kristallisierte     p-          Di-(metliylamino)-anthrarufin-?    .     6-disulfo-          säure.     



  Im Hinblick auf das bisher Bekannte  war diese; Resultat im höchsten Grade über  raschend und in keiner Weise zu erwarten.  Wo bei dem einfach     zusammengesetzten        1-          _@        minoantliracbinon    (Beispiel der     Patent-          sehrift    Nr.

       156C)76)    die Reaktion schon so       irrglatt    verläuft, so müsste man bei der viel       Komplizierter        zusammenbesetzten        Dia.mino-           <  < nthrartifindisulfosäure    noch einen viel     un-          glatteren    Verlauf oder ein gänzliches Ver  sagen erwarten.  



       Beispiel:          10    Gewichtsteile     p-Diaminoa.nthrarufin-          _'    .     6-disulfosäure    (freie Säure) werden mit       ?Of)        rewichtsteilen    Wasser und 33 Gewichts  teilen     Formaldehydlösung    40     %i-    unter gutem  Rühren auf 95   erhitzt.

   Die     p-Diamino-          antlirariifin-?    .     6-disulfosäure        bellt    allmählich  mit grünblauer Farbe in Lösung.     Sobald     keine ungelöste     p-Diaminoanthra.rufindisiilfo-          -äure        mehr        vorhanden        ist        und        eine        in          efelsäure    gelöste Probe das Spektrum  des     Aussan-,,sstoffes    nicht mehr zeigt,

       son-          dc-rn    nur das reine     Speldrum    der neuen Ver-  
EMI0002.0048     
    Man kann das Verfahren auch mit einem       Formaldehyd    ausüben, welcher bei der Re  aktion aus einem     formaldehy        dabgebenden     Stoff     abgespalten    wurde.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines neuen, ))lauen Farbstoffes der Anthrarliinonreihe, dadurch gekennzeichnet, dass man die p-Di- aminoanthrarufin-? . 6-Disulfosäure in wäs seriger Lösung mit Formaldehyd behandelt.
    bindung, was nach etwa 1? - Stunden der Fall ist, versetzt nian die tief grünblaue Lö sung mit 200 Raumteilen konzentrierter Salzsäure (von 36 %), wobei sich die neue Verbindung gleich in schönen, unter dem Mikroskop hellolive aussehenden Kristallen abscheidet. Man lässt erkalten, saugt ab, wäscht erst mit ?0 ,öiger Salzsäure, dann mit wasserfreiem Alkohol und trocknet.
    Die so erhaltene Verbindung ist in Was ser bedeutend leichter und mit grünstiehi- gerer Farbe löslich als der Ausgangsstoff. Durch Zusatz von mässiger Menge Mineral säure wird die Farbe der Lösung, im Gegen satz zum Aus-angsstoff, nicht verändert. Die Lösung in konzentrierter Schwefelsäure ist gell), wird auf Zusatz von Borsäure grünblau und zeigt null ein Spektrum, welches ähnlich dem der p-Diaminoanthrarufindisulfosäure, aber erheblich nach dem roten Ende des Spektrums verschoben ist. Ungeheizte Wolle wird in saurem Bade in schönen blauen Tö nen angefärbt.
    Die Analyse des bei 150 0 getrockneten Dikaliumsalzes, welches schön kristalliiert erhalten wird, wenn man die heisse wässerige. Lösung der freien Sulfosäuren mit Cblor- kaliumlösung versetzt, ergab folgende Werte:
    EMI0002.0083 berechnet: <SEP> Gefunden <tb> C <SEP> 35,94 <SEP> 35,88 <SEP> : <SEP> 35,58 <SEP> % <tb> H <SEP> 2,26 <SEP> 2,52 <SEP> 2,58 <SEP> 0/0 <tb> * <SEP> 14,63 <SEP> 14,54 Der neue Farbstoff ist in Wasser bedeu tend leichter und mit, brünstichiserer Farbe löslich als der Ausgangsstoff. Durch Zusatz von mässiger 31engc. Mineralsäure wird die Farbe der Lösung, im Gegensatz zum Aus gangsstoff, nicht verändert.
    Die Lösung in konzentrierter Schwefelsäure ist gelb, wird auf Zusatz von Borsäure grünblau und zeigt nun ein Spektrum, -v#relclies ähnlich dem der p-Diaminoa.nthrarufindisülfosäure, aber er bebli.ch nach dein roten Ende des Spektrums verschoben ist. Ungebeizte Wolle wird in saurem Bade in schönen blauen Tönen an- gef'äzbt. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man einen bei der Reak- tion aus einem Formaldehyd abgebenden. Stoff abgespaltenen Formaldehyd verwendet.
CH120804D 1925-04-17 1926-04-10 Verfahren zur Darstellung eines blauen Farbstoffes der Anthrachinonreihe. CH120804A (de)

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