CH120814A - Verfahren und Vorrichtung zur Agglomerierung des dispergierten Stoffes aus Dispersionen an einer anodisch geschalteten Unterlage mittelst des elektrischen Stromes. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Agglomerierung des dispergierten Stoffes aus Dispersionen an einer anodisch geschalteten Unterlage mittelst des elektrischen Stromes.

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CH120814A
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Limited The Anode Rubb Company
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  Verfahren und Vorrichtung zur     Agglomerierung    des     dispergierten    Stoffes aus Dispersionen  an einer     anodisch    geschalteten Unterlage mittelst des     elektrischen    Stromes.

      Es ist bekannt,     class    unter der Einwirkung  eines elektrischen Stromes auf Dispersionen,  zum     Beispiel    auf Kautschukmilch; gewisse       dispergierte    Teilchen gegen die Anode ge  trieben werden, und es ist bereits vorgeschla  gen worden, in dieser Weise Kautschuk un  mittelbar an der Anode oder auf ein zwischen  die Kathode und die Anode eingeschaltetes       Diaphragma    zu     agglomerieren.    Der Kürze  halber soll im     nachstehenden    die Anode     oder     das     Diaphragma,    woraus der     dispergierte     Stoff aus der Dispersion     a.gglomeriert    wird,

    als     Agglomerierungsunterlage    bezeichnet wer  den.  



  Der     dispergierte    Stoff     kann    hierbei an der       Agglomerierungsunterlage    in     unkoaguliertem     Zustande     agglomeriert    werden, in welchem  Falle man von der Bildung eines Konzentra  tes spricht, oder aber es kann der     dispergierte     Stoff auf der Unterlage in mehr oder weniger  koaguliertem Zustande niedergeschlagen wer  den.  



  Gemäss der Erfindung sind zwischen die       anodisch    geschaltete Agglomerierungsunter-    Lage und die Kathode Wände eingeschaltet,  welche Gase, die an der Kathode entstehen,  von der     agglomerierten    Masse abhalten. Diese  Wände können entweder derart angeordnet  sein, dass sie einen direkten Flüssigkeitsüber  tritt zwischen den Umgebungen der     Agglo-          merierungsunterlage    und der Kathode, unter  Umgehung der Wände gestatten, oder auch  so, dass ein solcher     Flüssigkeitsdurchtritt    nur  durch eine, den Kathodenraum vom     Agglome-          rierungsraum    vollkommen abtrennende Wand  möglich ist.

   Im ersten Fall kann die Wand  entweder aus f     lüssigkeitsundurchlässigem     oder auch aus durchlässigem Material be  stehen, während im letzteren Falle die Tren  nungswand aus durchlässigem Material be  stehen muss, sei es - aus einem vollständig  durchlässigen, wie zum Beispiel ein Gewebe,  oder aber aus einem halbdurchlässigen, zum  Beispiel Pergamentpapier, poröse keramische       Körper    und dergleichen.

   Diese letztere  Anordnung     gestattet,    dass die Konzentration  der zu verarbeitenden Dispersion trotz der       elektrophoretischen    Entziehung des disper-      gierten Stoffes möglichst gleichmässig auf  recht erhalten wird,     bezw.    dass man die Kon  zentration der Dispersion im Verlaufe einer  Arbeitsperiode planmässig ändert.

   Unter dem  Ausdruck "halbdurchlässiges Material" soll  nämlich hier ein Material verstanden werden,  welches die zu     agglomerierenden        dispergier-          ten    Teilchen, also insbesondere die Kaut  schukteilchen vollständig oder doch zum gröss  ten Teile zurückhält, die Flüssigkeit, also das  Wasser, jedoch, gegebenenfalls auch gelöste       bezw.    die im Serum der Kautschukmilch ent  haltenen Stoffe, wie z. B. Zucker oder eiweiss  artigen Stoffe, vollständig oder zum Teil     hin-          durchtreten        lässt.     



  Die beiliegende Zeichnung     zeigt    Ausfüh  rungsbeispiele von Vorrichtungen zur An  wendung des Verfahrens, bei welchen als  Agglomerat ein Niederschlag von der Form  einer fertigen Ware gewonnen wird.  



  In der Zeichnung zeigt     Fig.    1 einen  schematischen lotrechten Schnitt einer Vor  richtung, bei der die zwischen Kathode und       3gglomerierungs-        bezw.        Niederschlagungs-          unterlage    angeordneten     Wände    den Kathoden  raum von der     Niederschlagungsunterlage     im geometrischen Sinne nicht trennen, wäh  rend       Fig.    2 und 3 zwei Ausführungsbeispiele  einer Vorrichtung veranschaulichen, bei der  eine durchlässige Wand den Kathodenraum  von dem, die     Niederschlagungsunterlage    ent  haltenden Raum vollständig abtrennt.  



  In     Fig.    1 sind     a    die Anoden, welche in  den zum Beispiel aus Gips angefertigten,  als     Niederschlagungsunterlage    dienenden  Formen     ,7,    eingebettet sind. k, ist die unter den       anodischen    Formen     ,e    angeordnete     wagrechte     Kathode und c ist ein das Ganze aufnehmen  der Behälter, in dem sich Kautschukmilch     li,     befindet. s ist eine Stromquelle, an die die  Elektroden a und     1, .    geschaltet sind.

   b sind  zum Beispiel aus Glas angefertigte schalen  förmige Körper, welche zwischen die Kat  hoden und die     Niederschlagungsunterlagen     k angeordnete,     flüssigkeitsundurchlässige     Wände bilden. Diese Wände b halten die an  der Kathode entstehenden Gasblasen d vom         Kautschukniedersehlage    fern, so dass die  Gleichmässigkeit des Kautschukniederschlages       durch    keine angelagerten Gasblasen beein  trächtigt wird.  



  die     Wände    b können auch aus einem  flüssigkeitsdurchlässigen Stoffe, zum Bei  spiel einer porösen     keramischen        Masse    oder  aus einem     Gewebe        angefertigt    werden.  



  Wenn eine Wand benutzt wird, die     aus     einem durchlässigen Material besteht, so kann  man, sie derart anordnen, dass sie den die  Kathode enthaltenden Raum von dem die  Anode und die     Niederschlagungsunterlage     enthaltenden Raum derart vollständig trennt,  dass die Flüssigkeit aus dem einen in den  andern Raum nur durch die Wand hindurch  treten kann.* Besteht die Trennungswand au  einem halbdurchlässigen Material, also     aus     einem solchen,     welches    das     Dispersionsmittel     durchtreten lässt, den     dispergierten    Stoff aber  zurückhält,

   so kann gleichzeitig eine Kon  zentration der Dispersion im     Niedersehla-          gungsraum    durch Elektroosmose stattfinden.       bezw.    es kann diese Konzentration dauernd  aufrechterhalten werden.  



  In     Fig.    2 ist der Flüssigkeitsbehälter     c     durch das     Diaphra.gma    b zum Beispiel aus  unglasiertem Ton derart in zwei Teile     .r     und     J    unterteilt, dass die Flüssigkeit vom  Raume .x in den Raum     y    nur durch das     Dia-          phraggma    b hinübertreten kann.

   In dem einen  Raum     iv    befindet sieh die an die positive  Klemme der Stromquelle     s    geschaltete       Niedersehlagungsunterlage,    zum Beispiel eine  gedrehte trommelförmige Anode      ,    auf die  der Kautschuk unmittelbar niedergeschlagen  werden kann. Die Anode     a    ist zweckmässiger  weise mit einer porösen     Bekleidung,    zum  Beispiel mit einer Gipsbekleidung t versehen.  Die Kathode     k    liegt im Raume     y.    Der Raum  .x ist mit einer Zuführung f für die zu ver  arbeitende Dispersion und der Raum     y    mit  einem Abfluss     g    versehen.

   Der     Raum        y,    ist  mit einer elektrolytisch leitenden Flüssigkeit  gefüllt. Durch die     elektrophoretischeWirkung     des Stromes werden die     dispergierten    Stoffe       anodiseb        niedergeschlagen,    während durch  die     elektroosmotisehe        -#Virl@ung    des Stromes      die     Dishersionsflüssigkeit    durch das Dia  phragma bin den Raum y getrieben wird,  aus welchem sie bei     g    abläuft. Die beim  Drehen der Trommel aus dem Bade ausge  hobene     Niederschlagungsschicht    e wird von  der Trommel kontinuierlich entfernt.  



  Bei geeigneter Wahl der Verhältnisse  lässt es sich erreichen, dass die bei f zuge  führte Dispersion derart in zwei Teile ge  trennt wird, dass die     dispergierten    Stoffe an  der Trommel gesammelt, die     Dispersions-          flüssigkeit    dagegen durch das     Diaphragma     hindurchgedrückt wird und bei g abfliesst.  Der Raum x kann mit einem Überlauf     i     ausgerüstet sein.  



       Fig.    3 zeigt ein Ausführungsbeispiel,  bei dem die abnehmbar angeordneten     Nieder-          >chlagungsformen        z    beispielsweise aus porö  sem Material, zum Beispiel Gips, bestehen,  in die die elektrisch leitenden Anoden a ein  gebettet sind. Die Formen sind in den die zu  verarbeitende Dispersion enthaltenden Raum  x getaucht, der durch den     diaphragmenartigen     Boden b von dem Kathodenraum y derart ge  trennt ist, dass die Flüssigkeit aus dem Ano  denraum<I>x</I> in den Kathodenraum<I>y</I> nur durch  die poröse Scheidewand b     hindurchtreten     kann.  



  Wenn der Kathodenraum vom Nieder  schlagungsraum durch das     Diaphragma    voll  ständig getrennt ist, so kann der Durchtritt  der     Dispersionsflüssigkeit    durch das Dia  phragmaa durch hydrostatischen Druck oder  durch Saugwirkung unterstützt werden. Bei  diesem Beispiel ist der Kathodenraum y von  der Aussenluft abgeschlossen und die     Abfluss-          leitung    y ist mit einer Saugleitung,     j    ver  bunden, so dass die     elektroosmotische    Wir  kung des Stromes noch durch eine Saugwir  kung unterstützt werden kann.  



  Die Erfindung kann für verschiedene Dis  persionen     Verwendung    finden, soll aber her  vorragend zur ' Verarbeitung von natürlichen  oder künstlichen Dispersionen von Kaut  schuk oder kautschukartigen Stoffen, zum  Beispiel     Guttapercha,,        Balata    in urvulkani  siertem oder     vulkanisiertem    Zustande ver  wendet werden;

   geeignete künstliche Disper-         sionen    von     vulkanisiertem    Kautschuk können  beispielsweise durch Verrühren einer     benzo-          lischen    Kautschuklösung in Wasser in  Gegenwart von     Emulgiermitteln,    beispiels  weise     Saponin,    erzielt werden. Die Dispersio  nen können     mit'beliebigen    Zusatz- oder Füll  stoffen vermischt verarbeitet     werden,    um  diese Zusatzstoffe dem hergestellten Nieder  schlag einzuverleiben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zur Agglomerierung des dis pergierten Stoffes aus Dispersionen an einer anodisch geschalteten Agglomie- rungsunterlage, mittelst des elektrischen Stromes, dadurch gekennzeichnet, dass an der Kathode entwickelte Gase von der anodisch gebildeten Agglomerierung durch mindestens eine zwischen der Kathode und 'der Agglomerierungsunter- lage eingeschaltete Wand abgehalten werden.
    II. Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Ka thode und der Agglomerierungsunterlage mindestens eine Wand derart angeordnet ist, dass sie einen Flüssigkeitsübertritt gestattet, aber an der Kathode gebildete Gasblasen von der Agglomerierungs- unterlage fernhält. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Dispersion in einen, einerseits durch die den Eintritt des Stromes in die Dispersion vermit telnde Oberfläche und anderseits durch ein aus einem schlechten elektrischen Lei ter bestehendes, für die Dispersionsflüs- sigkeit durchlässiges, aber für die disper- gierten Teilchen undurchlässiges Dia phragma begrenzten Raum eingeführt wird, den das Diaphragma von dem die Kathode und einen Elektrolyten enthal tenden Raum trennt,
    in den während der Agglomerierung des dispergierten Stoffes ein Teil der Dispergierungsflüssigkeit hin-- durchgetrieben wird. ?. Vorrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch Wände aus flüssig keitsundurchlässigem Material, welche ausserhalb des Bereiches der als Nieder.. schlagungsunterlage ausgebildeten Agglo- merierungsunterlage Durchtrittswege für die zu verarbeitende Dispersion und für die Gasblasen frei lassen.
    :3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Wand Öff nungen besitzt, die genügend gross sind, um den Durchtritt der zu verarbeitenden Dispersion von der einen Seite auf die an dere Seite der Wand zu gestatten, aber nicht genügend gross, um den an der Ka thode entwickelten Gasblasen den Durch tritt zu gewähren. 4.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass zwecks Entzie hung von Dispersionsflüssigkeit aus einem die zu verarbeitende Dispersion enthalten- den Raum, dieser von dem die Kathode enthaltenden Raum durch mindestens eine flüssigkeitsdurchlässige, aber für den di-s- pergierten Stoff im wesentlichen undurch- lässige "Tand abgetrennt ist. 5.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass in dem die Dis persion enthaltenden Raum mindestans eine aus der Dispersion herausnehmbare Niederschlagungsunterlage angeordnet ist. 6. Vorrichtung nach Unteranspruch -I, da durch gekennzeichnet, dass in dem die Dis persion enthaltenden Raum eine beweg liche Niederschlagungsunterlage angeord net ist, deren Flächenteile bei der vor;;e- sehenen Bewegung abwechslungsweise in die Dispersion eingetaucht und wieder aus derselben herausbewegt werden.
CH120814D 1924-07-31 1925-07-22 Verfahren und Vorrichtung zur Agglomerierung des dispergierten Stoffes aus Dispersionen an einer anodisch geschalteten Unterlage mittelst des elektrischen Stromes. CH120814A (de)

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