CH122531A - Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Niederschägen, insbesondere von Kautschuk, aus Dispersionen auf einer anodisch geschalteten Niederschlagungsunterlage. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Niederschägen, insbesondere von Kautschuk, aus Dispersionen auf einer anodisch geschalteten Niederschlagungsunterlage.Info
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- C25D—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
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Description
Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 120814. Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Niederschägen, insbesondere von Kautschuk, aus Dispersionen auf einer anodiseh geschalteten Niederschlagungsunterlage. Es ist bekannt, dass unter der Einwir- kung eines elektrischen Stromes auf Disper sionen, wie zum Beispiel Kautschukmilch oder Dispersionen von künstlich dispergier- tem, vulkanisiertem oder unvulkanisiertem Kautschuk, kautschukartigen Stoffen, Ei weissstoffen,
Harzen usw. gewisse disper- gierte Teilchen gegen die Anode getrieben, werden und entweder auf dieser selbst oder auf ein zwischen Kathode und Anode einge schaltetes Diaphragma, niedergeschlagen wer den, und d'ass auf diese Weise zum Beispiel Kautschukniederschläge, Kautschukplatten und .andere ,geformte Waren erzeugt werden können, welchen, wenn die Dispersionen mit Zusatzstoffen, Vulkanisationsmitteln, Füll stoffen, Farbstoffen usw.
versehen worden sind, ein Gehalt an solchen Zusatzstoffen, Vulkanisatäons- und Füllmitteln etc. einver leibt werden kann.
Im nachstehenden wird :der Einfachheit halber die Anode oder das den elektropho- retisch ,ausgeschiedenen Niederschlag aufneh- mende Diaphragma als Niederschlagungs- unterlage bezeichnet.
Weiterhin ist bekannt geworden, dass an der Kathode entstehende Gasblasen von dem erzielten Niederschlage dadurch ferngehalten werden können, dass zwischen die anodisch geschaltete Niederschlagungsunterlage und die Kathode Wände angeordnet werden, wel che .die Kathodengase ableiten und eine An lagerung derselben an .den Niederschlag dem nach verhüten;
:diese Gasableitungswände können bekanntlich derart angeordnet sein, da.ss sie ;dem Zutritt der Dispersion zur IT a- thode direkte Wege freigeben, in welchem Falle sie sowohl aus flüssigkeitsundurchläs sigem, als auch aus durchlässigem Material bestehen können, oder.
es können auch die Gasa,bleitiingswände derart angeordnet sein, dass sie den Kathorlenraum vom Niederschla- gungsraum.abtrennen, in welchem Falle eine solche Wand aus einem flüssigkeitsdurchläs sigen Material bestehen muss, sei es aus einem vollständig durchlässigen Stoffe, wie zum Beispiel ein Gewebe, oder aber aus einem halbdurchlässigen (semipermeablen) Stoffe, wie zum Beispiel Pergamentpapier, poröse keramische Stoffe und dergleichen.
Es wurde nun gefunden, dass man die Stärke des Niedersehlages auf der Nieder schlagungsunt.erla.ge dadurch beeinflussen kann, dass man zwischen die Kathode und die Niederschlagungsunterlage flüssigkeits undurchlässige Wände einschaltet.
Durch diese Wände, welche wie Schirme wirken, kann der Stromdurühga.ng .durch die Disper sion und die Niederschla.gungsunterlage in bestimmte Bahnen geleitet und dadurch die Absüheidung des dispergierten Stoffes auf der Niedersehlagungsunterlage im Sinne einer ungleichmässig starken Niederschlagsvertei lung besinflusst. werden.
In :der beiliegenden Figur ist ein Ausfüh rungsbeispiel in einem schematischen, senk rechten Schnitt dargestellt. Das Beispiel zeigt eine Vorrichtung, bei welcher zwischen Nie- derschlagungsunterlage und Kathode eine flüs- sigl@eitsdurühlässige (semipermeable)
Wand zur Ableitung der Kathodengase und zwi schen dieser flüssigkeitsdurchlässigen Wand und der Niedersühla.gungsünterla.ge noch flüs- sigkeitsundurehlässige Wände zur Beeinflus sung der Niederschlagsverteilung auf der Niederschlagungsunterlage angeordnet sind.
In der Zeichnung sind in einem Behälter c, welcher im Raume x Kautschukmilch lt enthält, die Anoden a an einer Stromzufüh rung, welche den Strom von der Stromquelle s erhält, abnehmbar aufgehängt. Die Anoden sind von einer aus porösem Material, zum Beispiel :aus Gips angefertigten Niedersühla- gungsunterlage z umgeben. Die Kathode h: ist wagrecht liegend im untersten Teil des Behälters c angeordnet; sie ist mit der Strom quelle s leitend verbunden.
Der über der Ka thode befindliche Raum y ist vom Anoden raum<I>x</I> :durch eine die Kathodengase<I>d</I> vom a.nodischen hautschukniederschlage e fern haltende poröse Scheidewand b (Diaphragma) zum Beispiel aus unglasiertem Ton derart getrennt, dass die zu verarbeitende Disper sion aus dem Anodenraum x in den mit einer elektrolytischen Flüssigkeit gefüllten Katho denraum g nur durch die poröse Scheidewand b hindurühtreten kann.
Der Durchtritt der Dispersionsflüssigl@cit durch das Diaphragma kann .durch hy drosta-tischen Druck oder durch Saugwirkung unterstützt werden; im Bei spiel ist die Abflussleitung g mit einer Saug leitung j verbunden, so dass die elektroosmo- tische Wirkung des Stromes noch durch eine Saugwirkung unterstützt werden kann.
Gemäss der vorliegenden Erfindung sind nun zwischen der Kathode und den Nieder schlagsunterlagen<B>-,</B> noch flüssigkeitsundurch lässige Wände angeordnet; im Beispiel sind dies scha.lenföianige, zum Beispiel aus Glas bestehende Körper f, welche auf die Dia- phra.gmenplatte b, den Niederschlagungs- unterlagen gegenüber gestellt sind.
Durch diese Glasschalen f wird bewirkt, dass wäh rend der elektrophonetischen Wirkung des Stromes an den Bodenflächen in<I>.</I> der Nieder- schlag¯ungsunterlagen v sich nur geringe Men gen des dispergierten Stoffes, des Kaut- schuks, a.bseheiden, während an den Stellen e die Abscheid\ung des Kautschuks um so reichlicher auftritt.
Selbstverständlich kann der Niederschla- gungsunterlage auch irgend eine andere Ge stalt gegeben werden; ebenso kann auch die flüssigkeitsundurchlässige Schirmwand hin sichtlich Grösse und Form bei zweckentspre chend gewähltem Abstand derselben von der Niederschlagungsunterlage variiert werden. Bei geeigneter )Vahl der Verhältnisse lassen sich zum Beispiel an beliebigen Stellen ver stärkte Platten und andere geformte Waren, beispielsweise aus Kautschuk, erzeugen.
Die Erfindung kann für verschiedene Dispersionen Verwendung finden, soll aber hervorragend zur Verarbeitung von natür lichen oder künstlichen Dispersionen von Ka.utsühuk oder kautschukartigen Stoffen, zum Beispiel Guttapercha, Balata., in unvul- kanisiertem oder vulkanisiertem Zustande verwendet werden. Die Dispersionen können entweder in reinem Zustande oder mit belie bigen Zusatz- oder Füllstoffen vermischt verarbeitet werden, um diese Zusatzstoffe in den hergestellten Niederschlag einzuverleiben.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Nieder schlägen aus Dispersionen auf einer ano- disch geschalteten Niederschlagungs- unterlage durch elektrophoretische Strom wirkung unter Fernhaltung von an der Kathode entwickelten Gasen von dem anodischen Niederschlage mit.Hilfe min destens einer zwischen Kathode und Nie derschlagungsunterlage eingeschalteten Gasableitungswand aus flüssigkeitsdurch lässigem oder halbdurchlässigem Stoff, dadurch gekennzeichnet, dass unter An wendung von mindestens einer zwischen Kathode und Niederschlagungsunterlage angeordneten flüssigkeitsundurchlässigen Wand die Niederschlagsstärke an be stimmten Stellen der Niederschlagungs- unterlage beeinflusst wird.II. Vorrichtung zur Ausführung .des Ver fahrens nach Patentanspruch I, mit. min- destens einer zwischen der Kathode und der Niederschlagungsunterlage angeord neten, Kathodengase vom Niederschlage fernhaltenden Gasableitungswand aus flüssigkeitsdurchlässigem oder halbdurch lässigem Stoff, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen .der Kathode und der Nie dersehlagungsunterlage noch mindestens eine flüssigkeitsundurchlässige Wand an geordnet ist.UNTERANSPRUCH: Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die flüssigkeits undurchlässigen Wände zwischen der Nie derschlagungsunterlage und einer die Katho dengase ableitenden Wand angeordnet sind.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH122531T | 1926-08-20 | ||
| CH120814T | 1926-08-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH122531A true CH122531A (de) | 1927-09-16 |
Family
ID=25709589
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH122531D CH122531A (de) | 1926-08-20 | 1926-08-20 | Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Niederschägen, insbesondere von Kautschuk, aus Dispersionen auf einer anodisch geschalteten Niederschlagungsunterlage. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH122531A (de) |
-
1926
- 1926-08-20 CH CH122531D patent/CH122531A/de unknown
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