CH120904A - Verfahren zum Betrieb einer aus asynchroner Vordermaschine und Kommutatorhintermaschine bestehenden Kaskade. - Google Patents

Verfahren zum Betrieb einer aus asynchroner Vordermaschine und Kommutatorhintermaschine bestehenden Kaskade.

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CH120904A
CH120904A CH120904DA CH120904A CH 120904 A CH120904 A CH 120904A CH 120904D A CH120904D A CH 120904DA CH 120904 A CH120904 A CH 120904A
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Haftung Siemens- Beschraenkter
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Siemens Schuckertwerke Gmbh
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  Verfahren zum Betrieb einer aus asynchroner Vordermaschine und Kommutatorhinter  maschine bestehenden Kaskade.    Zum Antrieb von Arbeitsmaschinen mit  stark schwankender Belastung werden häufig  regelbare Kaskaden, bestehend zum Beispiel  aus asynchroner Vordermaschine und Kom  mutatorhintermaschine verwandt. Ein solcher  Regelsatz kann durch entsprechende Herab  regulierung der Drehzahl einem Anwachsen  der Belastung angepasst werden. Die Bemes  sung der Hintermaschine eines solchen Satzes  hängt nur von dem Drehzahlregelbereich ab,  der indessen häufig nicht mit Sicherheit fest  zustellen ist. Eine Bemessung der Hinterma  schine allein mit Rücksicht auf eine mög  licherweise irgend einmal erforderliche  tiefste Drehzahl wäre indessen sehr unwirt  schaftlich, da die Hintermaschine dann zu  gross und infolgedessen zu teuer würde.  



  Ist die Hintermaschine für einen gewissen  normalen Regelbereich bemessen, so wird er  findungsgemäss so verfahren, dass bei Über  schreitung dieses Regelbereiches Widerstände  oder Drosselspulen zur weiteren Herabregu  lierung der Drehzahl in den Schlupfstrom-    kreis geschaltet werden. Hierdurch wird bei  verhältnismässig kleinen Hintermaschinen ein  Schutz gegen zu grosse Überlastung erzielt.  Die Einschaltung der Widerstände oder der  Drosselspulen kann selbsttätig in Abhängig  keit von Betriebszuständen der Antriebsma  schine oder des Kaskadensatzes geschehen.  Vorteilhaft kann man hierbei als Widerstand  den bei Anlassern im Stromkreis liegenden  Widerstand verwenden.

   Bei Anwendung von  Flüssigkeitsanlassern ist normalerweise beim  tiefsten Eintauchen der Sichel in die Flüssig  keit noch ein recht beträchtlicher Schlupf  widerstand vorhanden, der bei Antrieben, wie  sie für den Gegenstand der Erfindung in  Frage kommen, etwa 4 bis 7 % beträgt. Um  zu vermeiden, dass der Wirkungsgrad des  Aggregates dauernd wesentlich herabgesetzt  wird, musste man bisher besondere Kurz  schlusskontakte anordnen, die für die verhält  nismässig sehr hohen     Läuferströme    bemessen  waren und konstruktiv zu Schwierigkeiten  führten.

        Durch Verwendung von Flüssigkeitsan  lassern mit aufgelöstem Nullpunkt kann die  Anordnung derartiger Kurzschlusskontakte  vermieden werden und dafür ein den Anlas  ser überbrückender Schalter verwandt, der in  Abhängigkeit von den Betriebszuständen der  Arbeitsmaschine oder des Kaskadensatzes ge  steuert wird. Wird der Parallelschalter bei  spielsweise geöffnet, so liegt der Widerstand  des Grundschlupfes im Schlupfstromkreis  und dient zu einer weiteren Herabregulierung  der Drehzahl. Die Antriebsvorrichtung für  den Parallelschalter kann zugleich auch noch  zur selbsttätigen Einstellung des Schlupfes  benutzt werden, indem der Flüssigkeitsan  lasser selbst von dem Antriebsmotor für den  Parallelschalter angetrieben wird, und zwar  selbsttätig in Abhängigkeit von der Bela  stung des Hauptmotors.

   Hierdurch werden  zusätzliche Widerstände vermieden und kann  zum Beispiel bei Walzenstrassen ein sehr ab  wechslungsvolles Arbeitsprogramm bewältigt  werden, was mit Hilfe eines einzigen Wider  standes nicht möglich wäre.  



  Ein Ausführungsbeispiel gemäss der Er  findung zeigt Fig. 1. An das Netz 1 ist  ständerseitig der asynchrone Vordermotor 2  angeschlossen, der mechanisch mit einer  Kommutatormaschine 3 und mit einem  Schwungrad 14 gekuppelt ist. Die Schleif  ringe von Maschine 2 sind über einen Flüs  sigkeitsanlasser 6, der im vorliegenden Falle  mit aufgelöstem Nullpunkt ausgeführt ist,  mit der Kommutatorhintermaschine 3 ver  bunden. Diese wird von einer Drehfelder  regermaschine 4 schleifringseitig erregt, die  von einem Synchronmotor 5 angetrieben  wird.

   Die Erregeung der synchronen     Erreger-          masehine    4 wird in Abhängigkeit von der  Netzbelastung durch den Eilregler 7 verstellt  und beeinflusst je nach ihrer Stärke die  Drehzahl des Aggregates derart, dass bei  steigender Belastung eine Drehzahlerniedri  gung und damit Entladung des Schwung  rades, bei sinkender Belastung dagegen eine  Drehzahlerhöhung und Aufladen des  Schwungrades stattfindet. Der Flüssigkeits  anlasser 6 ist durch einen Schalter 8, der mo-    torisch von einem Hilfsmotor 9 gesteuert  wird, im normalen Betrieb überbrückt. Dieser  Hilfsmotor erhält hierbei seinen Betätigungs  stromkreis über Kontakte 14. Der Parallel  schalter 8 vermeidet die Ausführung des An  lassers 6 mit Kurzschlusskontakten.

   Schalter  8 ist im normalen Betrieb geschlossen, das  heisst im Läuferkreis des Hauptmotors ist  kein zusätzlicher Widerstand eingeschaltet  und die Pufferung des Aggregates kann bei  günstig bemessener Hintermaschine innerhalb  des normalen Regelbereiches verlustlos er  folgen. Steigt dagegen die Belastung derart,  dass der Riegelbereich der Hintermaschine er  schöpft wird, steht also der Eilregler 7 in  der Stellung für tiefste Drehzahl, so schliesst  er mit Hilfe von Kontakten 16 einen Hilfs  stromkreis und ein Schütz 10 spricht an.  Nunmehr wird ein anderer Betätigungsstrom  kreis für Motor 9 über Kontakte 15 geschlos  sen und damit Schalter 8 ausgelöst.

   Sinkt  anderseits die Belastung unter den am     Eil-          regler    eingestellten Wert, so wird die Erre  gung der Drehfeldmaschine 3 durch den     Eil-          regler    derart beeinflusst, dass sich der Satz  zu beschleunigen beginnt und das Schwung  rad auflädt. Die Kontakte 16 werden geöff  net, das Schütz 10 fällt ab, der Motor 9  schliesst wieder Schalter 8, der Widerstand 6  wird also wieder kurz geschlossen.  



  Bei Antrieben kleiner und mittlerer Lei  stung kann man an Stelle des Motors 9 ge  mäss Fig. 2 ein Schütz 11, das ebenfalls  von der Stellung des Eilreglers 7 oder eines  entsprechenden Apparates gesteuert wird,  zum Überbrücken des Schlupfwiderstandes 6  verwenden.  



  In vorhandenen Anlagen, die     nachträg-          lieh    mit einer Hintermaschine zur verlust  losen Regelung ausgerüstet werden und bei  denen meist ein normaler Anlasser vorhanden  ist, lässt man das Aggregat mit Hilfe dieses  Anlassers 6, wie dies     Fig.    3 zeigt, an. Erst  nach erfolgtem Anlassen schaltet man den  Vordermotor von     dem    Flüssigkeitsanlasser  auf die Hintermaschine 3 mit Hilfe des Um  schalters 12 um. In Fällen der Überlastung  wird nun in den Läuferstromkreis ein Wider-      stand 13 oder eine Drosselspule selbsttätig  eingeschaltet, die normalerweise durch ein  Schütz 17, welches ebenfalls in Abhängigkeit  der Drehzahl regelnden Apparate gesteuert  wird, kurzgeschlossen werden.

   Zweckmässig  kann hierbei der Widerstand entweder in  einer festen Stufe oder nacheinander in meh  reren Stufen eingeschaltet werden, wobei die  Schwungmassen zur Entladung kommen. Bei  Entlastung wird die Überbrückung des  Widerstandes selbsttätig wieder hergestellt.  



  Der Gegenstand der Erfindung findet  nicht nur seine Anwendung auf mechanisch  gekuppelte Regelsätze, sondern auch bei elek  trisch gekuppelten und bei Regelsätzen mit  beliebigen Hintermaschinen, also auch bei  Gleichstromregelsätzen.  



  Endlich kann das Verfahren gemäss der  Erfindung auch bei Umformern angewandt  werden, die zur Kupplung von Netzen va  riabler Frequenz dienen. Hierbei kann man  eine selbsttätige Einschaltung des Widerstan  des oder der Drosselspule in den Läuferkreis  der Kaskade in Abhängigkeit von den Fre  quenzschwankungen bewirken.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Betrieb einer aus asyn chroner Vordermaschine und Kommutator hintermaschine bestehenden Kaskade, da durch gekennzeichnet, dass bei Überschreitung des Regelbereiches, für den die Hinterma schine bemessen ist, Widerstände oder Dros selspulen in den Schlupfstromkreis geschal tet werden. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Widerstände oder Drosselspulen in Abhängigkeit von Be triebszuständen der Anlage selbsttätig ge schaltet werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass während des Betrie bes ein als Anlasser dienender Widerstand mit aufgelöstem Nullpunkt in Reihe zur Kommutatormaschine in den Schlupf stromkreis geschaltet wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Flüssigkeitsan lasser mit aufgelöstem Nullpunkt ohne Kurzschlusskontakte und ein den Anlasser überbrückender Schalter in den Schlupf stromkreis geschaltet werden. 4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Überbrückungs schalter in Abhängigkeit von Betriebszu ständen der Anlage gesteuert wird. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrich tung für den Parallelschalter zugleich zur selbsttätigen Einstellung des Schlupfes benutzt wird.
CH120904D 1924-12-16 1925-11-23 Verfahren zum Betrieb einer aus asynchroner Vordermaschine und Kommutatorhintermaschine bestehenden Kaskade. CH120904A (de)

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CH120904D CH120904A (de) 1924-12-16 1925-11-23 Verfahren zum Betrieb einer aus asynchroner Vordermaschine und Kommutatorhintermaschine bestehenden Kaskade.

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