Pendelwage. Die Erfindung betrifft eine Pendelwage, bei der ein Wagebalken durch ein biegsames Organ, zum Beispiel ein Stahlband, mit einem Pendel verbunden ist, der beim Auf bringen des Wägegutes auf die Wage aus seiner Normallage geschwungen und in eine Lage gebracht wird, deren Winkelabstand von der Normallage als Mass für das Gewicht des Wägegutes dient, so dass- man das Ge wicht mittelst eines mit dem Pendel fest ver bundenen Zeigers an einer zur Pendelwage gehörenden Gewichtsskala ablesen kann.
Die Grösse des Winkels, über den der Pendel und somit der Zeiger, bei einem ge wissen Bruchteil einer Gewichtseinheit, zum Beispiel einem Bruchteil eines gilogrammes, schwingen, ist im wesentlichen von der vor her bestimmten Höchstbelastung der Wage abhängig, weil man aus praktischen Gründen nur in geringem Grade imstande ist, die Länge der bogenförmigen Gewichtsskala zu ändern, die für die Grösse des Winkelgebietes, auf dem der Zeiger verbleiben soll, mass gebend ist. Je grösser der. Ausschlag des Zei gers bei einem gegebenen Bruchteil einer Ge- wichtseinheit ist, -um so genauer kann man das Wägen ausführen.
Sehr genaues Wägen hat selbstredend besonders dann Bedeutung, wenn man sehr kleine Mengen abwiegen kann. Das Höchstgewicht des Gutes, das man mit einer Pendelwage dieser Art abwie gen kann, ist gewöhnlich ziemlich gross, zum Beispiel 5 kg; wenn man aber nicht besondere Massregeln trifft, kann man wenige Gramm nur mit ziemlicher Ungenauigkeit abwiegen.
Die Pendelwage gemäss der Erfindung ist so eingerichtet, dass der genannte Nach teil dadurch beseitigt wird, dass die Wage je nach den Umständen Wägungen innerhalb eines Wägegebietes von 0 bis p Gewichts einheiten oder Wägungen innerhalb eines Wägegebietes von
EMI0001.0024
Gewichtseinhei ten geben kann, so dass der Zeigerausschlag bei einem gegebenen Bruchteil einer Ge wichtseinheit im letzteren.Falle n-mal grö sser als im ersteren Falle wird.
Zu diesem Zwecke sind auf dem Wage balken zwei Warenschalen angebracht, deren Eigengewicht und Befestigungsabstand von der Umdrehungsachse des Wagebalkens so bestimmt sind, dass der Winkel, den der Pen del von seiner Normallage abschwingen soll, um die Wage auszubalancieren, wenn
EMI0002.0002
Gewichtseinheiten Wägegut auf der einen Wagschale angebracht sind, gleich demjeni gen Winkel ist, den der Pendel von seiner Normallage abschwingen soll, wenn
EMI0002.0005
Ge wichtseinheiten Wägegut auf der andern Wagschale angebracht sind; x kann zwischen den Werten - und 1 variieren.
Die zur Pendelwage gehörende Gewichts skala ist in an sich bekannter Weise so um stellbar, dass das Ablesen an einer Skalen einteilung mit Zahlenangaben erfolgt, die dem jeweils benutzten Wägegebiet von 0 bis p Gewichtseinheiten oder von 0 bis
EMI0002.0010
Ge wichtseinheiten entsprechen.
Eine beispielsweise Ausführungsform der Pendelwage gemäss der Erfindung ist auf der Zeichnung dargestellt.
1 ist der Sockel der Wage mit Trägerarm 2 mit Achatlagern \3' für messerförmigen Zapfen I eines Wagebalkens 5. Dieser @Vage- balken ist ein zweiarmiger Hebel mit uri- gleich grossen Armen, von denen der lange (in der Figur der linke) Arm zwei Waren- schalen 6 und 7 trägt, welche Schalen in be kannter Weise angebracht sind, während auf dem andern, ganz kurzen Arm ein Gegen gewicht 8 angebracht ist.
An einem Punkt zwischen den beiden Warenschalen ist der Wagebalken mit dem untern Ende eines Stahlbandes 9 verbunden, das von Wagebal ken senkrecht nach oben geht und in bekann ter Weise über ein mit dem Pendel 10 der Wage in fester Verbindung stehendes Bogen stück 11 geführt ist. Das Gegengewielit 8 balanciert zusammen mit dem geringen nach oben gehenden Zug, den der Pendel 10 in sei ner Normallage an dem Stahlband 9 ausübt, den Wagebalken mit seinen Warenschalen 6, 7 aus.
Der Pendel 10 ist fest verbunden mit einem Zeiger 12, der mit einer mit zwei Ska leneinteilungen versehenen Gewichtsskala 13 zusammenwirkt, die mit einer Preistabelle kombiniert angenommen ist (vorausgesetzt, dass die Pendelwage eine preisausreelinende Wage ist).
Die Pendel-, Skalen- und Tabel- lena.nordnungen sind in einem Gehäuse 1.1 eingeschlossen, das vom Sockel 1 emporragt und quer durch welches der Wagebalken 5 geht, so dass die beiden Warenschalen 6, 7 an gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses an gebracht sind. 15 ist eine Flüssigkeitsbremse, die in bekannter Weise zum Dämpfen der Schwingungen des Wagebalkens dient.
In der gezeigten Ausführungsform kann die Wage bis 5 lig wiegen, wenn das Wäge gut auf der Warenschale 6 angebracht wird; aber nur bis 0,5 lig., wenn das Wägegut auf der Warenschale 7 angebracht wird.
Die Be zeichnungen der untern Skaleneinteilung des Gewichtsskala 13 entsprechen dem Wäge gebiet 0 bis 5 kg, so dass das Ablesen an die ser Skala, erfolgt, wenn das Wägegut auf de Warenschale 6 liegt, während die Bezeich nungen der obern Skaleneinteilung der Ge. wichtsskala dem Wägegebiet von 0 bis 500 gi entsprechen, so dass das Ablesen an diese Skala erfolgt, wenn das Wägegut auf des Warenschale 7liegt. Die Anordnung könnte in bekannter Weise so sein,
dass' die Bezeichnun gen der Hauptteilstriche der beiden Skalen teilungen (die Bezeichnungen 0 gr, 100 gr 200 gr,. . . 500 gT bei der obern Skalenein teilung, und die Bezeichnungen 0 kg, 1 kg 2<B>kg,...</B> 5 kg bei der untern Skaleneintei lung) sieh so umstellen lassen, dass diese Be zeichnungen nur bei der jeweils benutztes Skaleneinteilung zu sehen sind.