CH121803A - Verfahren zur Darstellung eines Gases mit hohem Schwefeldioxydgehalt. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung eines Gases mit hohem Schwefeldioxydgehalt.Info
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Description
Verfahren zur Darstellung eines Gases mit hohem Schwefeldioxydgehalt. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Darstellung eines Gases mit einem hohen, zum Beispiel 90 % und mehr betragenden Schwefeldioxydgehalt durch Oxydation von Schwefel oder einer Schwefelverbindung mit Sauerstoff. Für das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung kann Sauerstoff, wie er zum Beispiel bei der Elektrolyse von Was ser oder bei der Verflüssigung von Luft ge wonnen wird, verwendet werden.
Das Verfahren gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Schwefel oder die Schwefelverbindung in Gegenwart eines Katalysators in einem Ofen verbrannt wird, wobei als Verbrennungsmittel eine Schwefeldioxyd und 22 bis 78 Volumprozent Sauerstoff enthaltende Mischung gebraucht wird, und wobei aus dem, aus dem Ofen aus- tretenten, SO2 und SO3 enthaltenden Gasge misch das Schwefeltrioxyd mindestens teil weise und ein Teil des Schwefeldioxydes ab geschieden wird, während mindestens ein Teil des nicht abgeschiedenen Gases mit Sauerstoff gemischt und die Mischung dem Ofen als Verbrennungsmittel wieder zugelei tet wird.
Es ist hierbei vorteilhaft, den Sauerstoff vor Benutzung zu trocknen.
Die in dem Verbrennungsmittel enthal tene Menge Sauerstoff kann je nach den be sonderen Arbeitsbedingungen geändert wer den. Zweckmässigerweise wird eine Mischung mit 22 bis 40 Volumenprozenten Sauerstoff verwendet.
Zum Brennen des Schwefels oder der Schwefelverbindungen, zum Beispiel Schwe- felkiese, können Ofen bekannter Art verwen det werden, vorzugsweise die mechanischen Drehöfen von Herreshof oder gauffmann.
Wird das Verfahren mit Schwefel oder einer andern Schwefelverbindung als Schwe felkiese 'durchgeführt, dann müssen der Schwefel oder die Schwefelverbindungen mit einem die katalytische Oxydation des S02 bewirkenden Stoff, zum Beispiel mit etwa 10 bis 30 oder mehr Gewichtsprozenten Schwefelkiesabbränden vor Beschickung des Ofens vermischt werden-.
Der hauptsächliche Vorteil des vorliegen den Verfahrens besteht darin, dass in der gleichen Zeit mit dem oben angeführten Ver- brennungsmittel grössere Mengen Beschik- kungsgut im Ofen gebrannt werden können, als mit Luft, weil jene Mischungen mehr Sauerstoff enthalten, als die normale Luft. Natürlich darf der Sauerstoffgehalt im Ver brennungsmittel aber nicht zu hoch sein, weil sonst die Verbrennung zu heftig vor sich gehen würde und die grosse Hitze den Ofen beschädigen könnte.
Da aber die spezifische Wärme von Schwefeldioxyd und Schwefel- trioxyd (auf gleiche Volumina bezogen) grö sser als diejenige des Stickstoffes ist, so kanrr bei Verwendung des Verbrennungsmittels wie es bei dem vorliegenden Verfahren zur An wendung gelangt, der Ofen ungefähr auf der selben Temperatur gehalten werden wie bei Verwendung von Luft, so dass also zufolge des erhöhten Sauerstoffgehaltes eine grössere Menge Beschickungsgut verbrannt werden kann, als mit Luft.
Wenn das Verbrennungsmittel beim Ein tritt in den Ofen mit heissen Schwefelkiesab bränden in Berührung kommt, wird es, wie Versuche gezeigt haben, in den Schichten, wo verhältnismässig niedere Wärme herrscht, teilweise unter Wärmeentwicklung zu Schwe- feltrioxyd katalysiert. Diese zusätzliche Wärme zusammen mit der verhältnismässig grossen Menge Sauerstoff in der Mischung erleichtert die Verbrennung desjenigen Teils des Schwefels, der in den besagten Schicb- ten verhältnismässig niederer Temperatur nicht verbrannt worden ist. Auf diese Weise bietet das Verfahren einen weiteren Vorteil da durch, dass die Brennwirkung erhöht wird.
Das in den Schichten mit verhältnismässig niederer Temperatur gebildete Schwefeltri- oxyd zersetzt sich ganz oder teilweise in den Schichten mit verhältnismässig hoher Tempe ratur und übt mithin eine regelnde Wirkung auf die Temperatur aus, die also in allen Tei len des Ofens gleichmässiger wird. Demzu folge ist die durch Ausstrahlung von den Ofenwänden abgeleitete Wärmemenge grö sser, die Kühlvorrichtung wirksamer und Vorwärmung der Gasmischung unnötig. Auf diese Weise erzielt man, ausser den obener wähnten, noch weitere Vorteile, die dazu bei- tragen, sowohl den Sauerstoffgehalt der Gas mischung, als auch die Menge des Brenngutes zu erhöhen.
Nach dem vorliegenden Verfahren kann man ein Gas herstellen, das nicht mehr als etwa 10 % Sauerstoff enthält. Es enthält fast immer etwas Schwefeltrioxyd, aber die ses kann nach Kühlung durch Waschen mit Schwefelsäure entfernt werden. Das gewa schene Gas besteht hauptsächlich, das heisst zu etwa 90 %, aus Schwefeldioxyd, neben Sauerstoff, kleinen Mengen Stickstoff und andern Gasen; es kann zur Darstellung von flüssigem Schwefeldioxyd, oder zur Um wandlung in Schwefelsäure, oder zu andern Zwecken, verwandt werden.
Ein Teil des Gases wird zur Verdünnung von Sauerstoff benutzt, um die wie oben beschrieben, in den Ofen einzuführende Mischung zu bilden. Wenn die als Verbrennungsmittel gebrauchte Mischung auch Sehwefeltrioxyd enthalten soll, dann kann ein Teil des Gases unmittel bar gebraucht werden, ohne dass er erst mit Schwefelsäure gewaschen wird (siehe auch den Schlussteil des Ausführungsbeispiels).
Nach einer gewissen Arbeitszeit können die kreisenden Gase sich mit einer solchen Menge indifferenter Gase, wie zum Beispiel Stickstoff oder Kohldioxyd anreichern, dass diese schädlich wirken können. Daher ist es vorteilhaft, einen Teil der kreisenden 31i- schung periodisch oder kontinuierlich abzu ziehen und zum Beispiel einer Schwefelsäure- # ank aye n zuzuführen oder zur Darstellun-, t-,
von Sulfiten oder zu andern Zwecken zu ver wenden.
Das Verfahren kann beispielsweise mit der auf der Zeichnung schematisch darge stellten Vorrichtung wie folgt ausgeführt werden: Der Verbrennungsofen A wird mit einer Mischung von Schwefel und 5 'o Kiesah- bränden beschickt und die Verbrennung mit einer Mischung von<B>40</B> 'o Sauerstoff und 60 % Seliwefeldiost-d vorgenommen.
Die aus dem Ofen austretende Cuasmischung besteht aus Schwefeldioxyd, Schwefeltrioxyd uncl Sauerstoff, welcher sich mit dem Schwefel nicht verbunden hat. Die aus dem Ofen ab ziehende Gasmischung wird in der Kühlvor richtung B gekühlt und hierauf in die Vor richtung C geleitet, in welcher sie mit einem Regen von Schwefelsäure, welche das Schwe- feltrioxyd festhält, gewaschen wird. Die aus C austretende Mischung besteht daher aus Sauerstoff und Schwefeldioxyd, welch letz teres in D teilweise, zum Beispiel durch Druck, abgeschieden wird.
Das restierende Gemisch von Schwefeldioxyd und Sauerstoff wird durch ein Gebläse oder eine Umlauf pumpe E nach vorherigem Zusatz von Sauer stoff wieder dem Verbrennungsofen zuge führt. .
Der Sauerstoff kann auch an einem an- (lern Punkte als dem angegebenen zugeführt werden und wenn als Verbrennungsmittel eine ausser Sauerstoff und Schwefeldioxyd auch Schwefeltrioxyd enthaltende Mischung verwendet werden soll, kann man einen Teil der bei<I>A</I> oder<I>B</I> austretenden Gase dem Ver brennungsofen wieder zuleiten, ohne dass die ser Teil erst durch den Trennungsapparat C hindurchgeschickt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines Gases mit hohem Sehwefeldioxydgehalt durch Oxy dation von Schwefel oder einer Schwefelver- verbindung mit Sauerstoff, dadurch gekenn zeichnet, dass der Schwefel oder die Schwefel verbindung in Gegenwart eines Katalysators in einem Ofen verbrannt wird, wobei als Ver brennungsmittel eine Schwefeldioxyd und 22 bis 78 Volumprozent Sauerstoff enthal tende Mischung gebraucht wird, und wobei aus dem aus dem Ofen austretenden S0,und S03 enthaltenden Gasgemisch das Schwefel- trioxyd mindestens teilweise und ein Teil des Schwefeldioxydes_ abgeschieden wird, wäh rend mindestens ein Teil des nicht abgeschie denen Gases mit Sauerstoff gemischt und die Mischung dem Ofen als Verbrennungsmittel wieder zugeleitet wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Beschickung ein Schwefel oder eine Schwefelverbindung enthaltendes Produkt, das 10 bis 30 Gewichtsteile Schwefelkiesabbrand als Katalysator enthält, verwendet wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem aus dem Ofen austretenden Gasgemisch nach Kühlung das Schwefeltrioxyd durch Waschen mit Schwefelsäure entzogen wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass einem Teil des aus dem Ofen austretenden Gasgemisches Sauerstoff beigemischt und die erhaltene Gasmischung von Schwefeldioxyd, Schwe- feltrioxydund Sauerstoff dem Ofen a1 s Verbrennungsmittel wieder zugeleitet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der kreisen den Gase abgezogen wird, um den Gehalt an indifferenten Gasen der verbleibenden kreisenden Gase auf nicht schädlichem Werte zu halten.
Applications Claiming Priority (1)
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1925
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