CH122018A - Verfahren zur Erzeugung eines Gemisches brennbarer Dämpfe und Gase aus flüssigen Brennstoffen. - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung eines Gemisches brennbarer Dämpfe und Gase aus flüssigen Brennstoffen.Info
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Description
Verfuhren zur Erzeugung eines Gemisches brennbarer Dämpfe und Gase aus flüssigen Brennstoffen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung eines Gemisches brennbarer Dämpfe und Gase durch Behandlung in der Wärme von flüssigen Brennstoffen mit Wasserstoff und Sauerstoff enthaltenden Stoffen. Gemäss dem Verfahren wird. der flüssige Brennstoff erst verdampft und dann den Dämpfen die andern ,Stoffe beigegeben, wobei zur Ermöglichung der Verdampfung auch der schwerflüchtigen Brennstoffteile die Verdampfung unter Druck durchgeführt, also verzögert wird.
Zweckmässig werden die aus den Brenn stoffgemischen sich entwickelnden Dämpfe vor der Mischung überhitzt. Die Durch führung der Verdampfung unter Druck kann in der Weise erfolgen, dass die Brennstoff dämpfe durch Räume mit engen Austritts öffnungen geleitet werden.
Das Verfahren 'gemäss der Erfindung wird im folgenden anhand einer Einrichtung zur Erzeugung eines brennbaren Gases bei spielsweise erläutert. Diese Einrichtung ist auf der Zeichnung in einem Ausführungs beispiel dargestellt. d ist ein Behälter für den flüssigen Brenn stoff, der in dem Behälter b verdampft und in einem Gefäss f mit überhitztem Wasser dampf gemischt wird.
h' ist ein Behälter für Wasser oder Wasserdampf, i ein Ver dampfer oder Vorüberhitzer, l ein Überhitzer bezw. Nachüberhitzer, o ein Luftdruck behälter, der mit den Behältern ä1 und hl unter Zwischenschaltung eines Ventils s und eines Reduzierventils t in Verbindung steht, und<I>q</I> deutet eine Pumpe an.
a ist ein Verbindungsventil zwischen dem Behäl ter a' und dem Behälter b, auch Verdampfer genannt, welch letzterer durch ein bis in dessen obern Teil ragendes Rohr c mit Überhitzerrohren d und e verbunden ist. Das erste steht mit dem Gefäss f in Kom munikation, in welches Wasserdampf ein geführt wird. Der Behälter hl steht mittelst eines Verbindungsventils h mit einem Be hälter i in Verbindung, und dieser wiederum mit einer Rohrschlange d mit dem Gefäss f. Dieses Gefäss f ist anderends durch eine Lei tung n mit dem Behälter b verbunden.
Der Behälter h' dient zur Aufnahme von Wasser bezw. Wasserdampf. g und g' sind Zünd- düsen aus feuerfestem Material.
Das Gefäss b besitzt an seinem Boden ein Ablassventil b', durch welches die nicht zu verdampfenden Bestandteile des Brenn stoffes entfernt werden können. Im untern Teile des Rohres c ist eine Offnung c' an gebracht, durch welche die schweren Frak tionen des Brennstoffes aus dem Behälter b in das Rohr c resp. den Überhitzer oder -Nachverdampfer d und Mischgefäss /' ein treten können.
Durch das Rohr n kann der Verdampfer b mittelst Wasserdampfes ge- reinict werden. Der Brennstoff tritt aus dem Behälter<I>a'</I> durch das Ventil<I>a</I> in den Verdampfer bezw. Behälter b und durch das Rohr c in die LTberhitzerrohre e und d und von diesen in das Mischgefäss f. - Der Verdampfer bezw. Behälter b, sowie der Be hälter i können von der strahlenden Wärme einer Feuerung oder einer ähnlichen Wärme quelle beheizt werden.
Da die schwerflüchtigen und auch die leichtflüchtigen Bestandteile des zu ver gasenden flüssigen Brennstoffes zunächst gemeinsam verdampft werden sollen, so ist diese Verdampfung zu verzögern, das heisst durch Drosselung des Austrittsquerschnittes wird die - Austrittsmenge des erzeugten Dampfes von der leichten Fraktion verklei nert. Ausserdem ist dieser Druck für die Er reichung einer bestimmten Geschwindigkeit der sich treffenden Medien (Öldampf und Wasserdampf) erforderlich. Auch muss bei Verwendung des Gases für Feuerungen der Druck im Erzeuger vorhanden sein, da die ser den Brennerdruck liefern soll.
Die Verdampfung des flüssigen Brenn stoffes durch IÄTärmezufuhr hat mit schwa cher, gleichmässiger Beheizung zu erfolgen. da übergrosse Wärmezufuhr eine Verkokung des flüssigen Brennstoffes ergibt.
Der Druck im Vergaser f pflanzt sieb natürlich auch auf die Behälter a' und h' fort. Um nun nicht eine besondere Pumpe q zum Zuführen des Brennstoffes oder des Wassers aus diesen Behältern verwenden zu müssen, können auch die in diesen Behältern befindlichen Stoffe unter den Druck der Verdampfer<I>b</I> und i, gesetzt werden (ab- (resehen von kleinen Leitungsverlusten). Ein gleichlaufender Flüssigkeitszufluss wird durch Quersclinittsveränderungen der Rohr leitungen bei<I>Et.</I> und la gewährleistet.
Die Ventile<I>a</I> und h. können auch durch eine oder mehrere Düsen oder sonst geeignete Vorrichtungen ersetzt werden, um auf beste Weise einen dauernden Zufluss und gute Zerstäubung der zu verdampfenden Flüssig keit selbsttätig zu erreichen. Die Flüssig keitsbehälter können auch entsprechend dem erforderlichen Druck in den Verdampfern b und i, entsprechend hoch über letzterem, an geordnet werden, oder man kann Luftdruclz aus dem Behälter o auf die sogenannten Tagestanks legen.
Der Luftdruck in diesem Behälter o kann auch zum Beispiel durch den Anschluss an die städtische Wasser leitung durch Anschlussventil r erzeugt wer den. Der durch das Rohr p zu den Tages tanks a' und 1a' gehende Luftdruck passiert das Ventil t, um je nach Stellung dieses Ventils die eventuelle Feuerung kleiner bezw. grösser zu stellen, wobei das Reduzier ventil t auf etwa 2 Atmosphären eingestellt ist und automatisch die Tagestanks mit Druck aus o versehen kann.
Die Beheizung des flüssigen Brennstoffes kann auch ganz oder teilweise ein Metall bad oder die elektrische Energie besorgen.
Bei der dargestellten Einrichtung erfolgt die Gasbereitung etwa. wie folgt: Der Öldampf wird auf seinem Wege heftigen Stössen durch plötzliche Richtungs änderung mit nachfolgender Kontraktion unter Wärmezufuhr mit anschliessender Ex pansion ausgesetzt. zum Beispiel beim Über tritt von Rohr c in Rohr e und Vergaser f, in welch letzterem noch wechselständig an geordnete Bleche vorgesehen sind, die mit einander Düsen bilden.
Diese innere Rei bungsarbeit in Verbindung mit ständiger Wärmezufuhr bewirkt eine molekulare Auf lockerung des an sich schon wenig stabilen Gefüges der verschiedenen Kohlenwasserstoffe. In diesem Zustande wirkt das Öldampf- gemenge auf den zuströmenden Wasser dampf von 400 bis<B>500'</B> C katalytisch ein in dem Sinne, dass die bei diesen Tempera turen sonst erst schwach beginnende Spal tung beschleunigt wird. Durch den frei werdenden Wasserstoff werden ungesättigte Kohlenwasserstoffe angereichert und in der Hitze stabilisiert.
Der Einfluss des Dis- soziations-Sauerstoffes kann mit Wahrschein lichkeit dahingehend zusammengefasst wer den, dass durch Oxydation von infolge ihrer Unbeständigkeit zerfallender Kohlenwasser stoffe innere Reaktionen ausgelöst werden, deren Endprodukte C0, Hz und H20-Dampf sind. Das entstehende, unter den Betriebs bedingungen des Beharrungszustandes er zeugte Gas hat als brennbare Bestandteile H2, CO und gesättigte Kohlenwasserstoffe der 11fIethanreihe (O2, <B>CO,</B> und N2 in Spuren).
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erzeugung eines Ge misches brennbarer Dämpfe und Gase durch Behandlung in der Wärme von flüssigen Brennstoffen mit Wasserstoff und Sauer stoff enthaltenden Substanzen, dadurch ge kennzeichnet, dass der flüssige Brennstoff erst verdampft und dann den Dämpfen der andere Stoff beigegeben wird, wobei zur Er möglichung der Verdampfung auch der schwerflüchtigen Brennstoffteile die Ver dampfung unter Druck durchgeführt, also verzögert wird. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennstoffdämpfe überhitzt werden. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennstoffdämpfe durch Räume mit engen Austrittsöffnun- gen geleitet werden, um so gleichzeitig den Druck zu schaffen.
Applications Claiming Priority (1)
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