AT132123B - Verfahren zum Zerstäuben flüssiger Brennstoffe durch Wasser. - Google Patents
Verfahren zum Zerstäuben flüssiger Brennstoffe durch Wasser.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Zerstäuben flüssiger Brennstoffe durch Wasser. Es sind bereits Verfahren zum Zerstäuben flüssigen Brennstoffs mit Hilfe von Wasser bekannt, bei welchen das letztere in Dampfform zur Zerstäubung des Brennstoffes nach \rt eines Dampfstrahl- EMI1.1 Brennstoff gegen eine geheizte Platte in dünnem Strahl gespritzt werden, wobei beide zerstäuben und wobei die chemischen Teile des Wasserdampfes (Sauerstoff und Wasserstoff) zur Anreicherung der Ver- brennungsluft im Gemisch mit dem zerstäubten Brennstoff dienen. Beim Gegenstand der Erfindung handelt es sich um eine wesentlich andere Art der Zerstäubung flüssigen Brennstoffes durch Wasser. Die Erfindung basiert auf jener Erscheinung, die eintritt, wenn Wassertröpfchen auf eine hocherhitzte Fettschicht gelangen, wodurch diese Tropfen explosionsartig verdampfen und dabei kleine Fetteilchen mitreissen. Unter Zugrundelegung dieser Tatsache besteht das erfindungsgemässe Verfahren darin, dass flüssiger Brennstoff und Wasser auf den horizontalen, ebenen, hoch erhitzten Boden einer geschlossenen Kammer getropft werden. Hiebei verteilt sieh der Brennstoff unter Bildung einer dünnen heissen Schicht über diesen Boden und die Wassertropfen verdampfen auf der Ölschicht explosionsartig, reissen dabei kleine Teilchen aus dieser Schichte heraus und führen sie mit. Die Zeichnung zeigt beispielsweise Ausführungsformen einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens, wobei die Fig. 1-3 zur Erklärung des erfindungsgemässen Verfahrens dienen, während die Fig. 4 eine schematische Darstellung des in der Praxis zur Verwendung gelangenden Zerstäubers in einer Ausführungsform darstellt. Die Fig. 5 zeigt eine Vorrichtung für die Anwendung der Zerstäubung zu Kraftzwecken. In den Fig. 1-3 ist mit 2 eine geschlossene Kammer bezeichnet, über welcher zwei Gefässe 3 und 4 angeordnet sind, von welchen das Gefäss. das Wasser und das Gefäss 4 den flüssigen Brennstoff enthält. Vom Gefäss 3 führt eine Rohrleitung 5 und vom Gefäss 4 eine Rohrleitung 6 in das Innere der Kammer 2. Beide Rohrleitungen weisen je ein Absperrorgan 7 und 8 auf. Der Boden 10 der Kammer wird von einer beliebigen Heizquelle 9 erhitzt. Fällt ein Brennstofftropfen 12 und ein Wassertropfen 11 auf den heissen flachen Boden 10 der Kammer.'2, so bildet der erstere auf diesem flachen Boden ein dünnes Häutchen, dessen Flüchtigkeit viel geringer ist als die des Wassers. Die Hitze des Bodens 10 teilt sich dem Häutchen 12 mit, so dass das Wassertröpfchen 11 explosionsartig rasch verdampft und dabei kleine Teilchen des Brennstoffes aus der Schicht herausreisst und mitführt. Da hiebei der Dampfmantel verbraucht wird, bildet sich kontinuierlich ein weiterer Dampfmantel, bis das Gesamtvolumen des Wassertropfens aufgebraucht ist. Hiebei kann sieh der Wassertropfen 11 in eine grosse Zahl kleiner Kugeln 13 zerteilen, an welchen das eingangs dargestellte Phänomen auftritt. Sie explodieren schliesslich und schleudern nach allen Richtungen eine sehr grosse Zahl von Wassermolekeln fort. Während dieser Umwandlung des ursprünglichen Wassertröpfehens 11 hat sieh der Brennstoffilm 12 auf der Wand 10 mehr und mehr abgeflacht. Die Tropfen 12 haften nun-erstens unter der mechanischen Einwirkung, die durch die rasche Bewegung der Wassertröpfchen bedingt wird und zweitens zufolge ihrer Viskosität-an den Wassertröpfchen an, umkleiden sie und zerfallen im Augenblick des Zerplatzens der kugeligen Wassertröpfchen 13 in Brennstoffmoleküle, wodurch eine ausgezeichnete Zerstäubung des Brennstoffes eintritt. Anderseits explodieren auch die feinen mitgerissenen Brennstofflüssigkeitsteilehen zufolge der hohen, im Raume 2 herrschenden Temperatur und ihrer eigenen Ausdehnung, so dass beide Flüssigkeiten gemäss Fig. 3 vollkommen zerstäubt werden und bei der Öffnung 14 austreten. Bei diesem Verfahren ist gleichfalls in Betracht zu ziehen, dass die Zerstäubung des flüssigen EMI1.2 <Desc/Clms Page number 2> gleichen Ergebnissen erzielt werden kann, wenn diese Kammer fakultativ einem Unterdruck bzw. einem Druck, der gleich oder höher als der Druck der Aussenluft ist, oder einer solchen Temperatur ausgesetzt wird, dass die brennbare Flüssigkeit in der Kammer entflammt wird. Desgleichen wird die Zerstäubung EMI2.1 Gase erfolgen, selbst wenn diese Gase die Kammer mit einer beliebig hohen Geschwindigkeit passieren, wodurch es möglich wird, die Zerstäubung bis zur Vergasung zu treiben. Die in Fig. 4 dargestellte Vorrichtung zeigt, mit welchen Mitteln die Zerstäubung eines flüssigen Brennstoffes bis zur Vergasung getrieben werden kann. Hiezu wird die Kammer 2 mit dem horizontalen, EMI2.2 einem Rohr 17 oder deren mehreren besteht, welche die Verlängerung des Austrittsrohres 14 bilden, das unmittelbar in den von der Wärmequelle 9 ausgehenden Wärmestrom eingeschaltet ist. Beim Vergaseraustritt wird ein Gas erhalten, das durch mehr oder minder vollkommene Spaltung des Wassers und des flüssigen Brennstoffes entstanden ist. Dieses Gas kann in beliebigen Heizvorrichtungen, in einem Kessel und auch für andere industrielle Zwecke verwendet werden. EMI2.3 bewirkt die Zerstäubung des durch das Rohr 14 in die Motorzylinder eintretenden flüssigen Brennstoffes. Die Erfindung betrifft demnach im wesentlichen die Zerstäubung eines flüssigen Brennstoffes oder irgendeines andern festen Körpers, z. B. Naphthalin, Paraffin oder sonst eines Hartfettes, nach Schmelzung desselben unter Wärmeeinwirkung. Alle diese Körper werden gemäss der Erfindung durch die verdampfenden Wassertröpfellen zerstäubt. An die Grösse und Gestalt der beschriebenen Vorrichtungen ist die Erfindung nicht gebunden ; sie ist ferner für alle häuslichen, industriellen und für beliebige andere Zwecke anwendbar.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Zerstäuben flüssiger Brennstoffe durch Wasser, dadurch gekennzeichnet, dass flüssiger Brennstoff und Wasser auf den horizontalen, ebenen, hoch erhitztem Boden einer geschlossenen Kammer getropft werden. EMI2.4
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT132123T | 1931-06-26 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT132123B true AT132123B (de) | 1933-03-10 |
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ID=3637262
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT132123D AT132123B (de) | 1931-06-26 | 1931-06-26 | Verfahren zum Zerstäuben flüssiger Brennstoffe durch Wasser. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT132123B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1166963B (de) * | 1961-03-02 | 1964-04-02 | Aton Planungs Und Baugesellsch | Verfahren zum Betrieb von Kammeroefen mit OElbrennern |
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1931
- 1931-06-26 AT AT132123D patent/AT132123B/de active
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| DE1166963B (de) * | 1961-03-02 | 1964-04-02 | Aton Planungs Und Baugesellsch | Verfahren zum Betrieb von Kammeroefen mit OElbrennern |
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