CH122599A - Verfahren zur Herstellung eines flüssigen Brennstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines flüssigen Brennstoffes.

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CH122599A
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    • C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L1/00—Liquid carbonaceous fuels
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description


      Verfalizen    zur Herstellung eines     fliissigen    Brennstoffes.    Vorliegende Erfindung betrifft     ein    Ver  fahren zur Herstellung eines flüssigen Brenn  stoffes im grossen, welchen man für die ver  schiedensten Zwecke verwenden kann; das  Verfahren gestattet, den Brennstoff auf  wirtschaftliche Art zu erhalten.  



  Das Verfahren gemäss vorliegender Er  findung ist dadurch gekennzeichnet,     da-ss    man  ein Produkt, welches mindestens einen Al  kohol enthält, zusammen mit mindestens  einem     Karburierungsmittel    destilliert.  



  Das Verfahren kann so ausgeführt wer  den, dass man das Produkt der alkoholischen  Gärung eines Motors beliebigen Ursprunges,       das    noch sekundäre Gärungsprodukte ent  hält (das heisst Produkte, welche von sekun  dären Gärungsprozessen, die sich nach Be  ginn der alkoholischen Gärung bilden, her  rühren) verwendet; man kann auch Roh  alkohol (das heisst die unter 100   C erhalte  nen     Destillationsprodukte,    welche vom Was  ser getrennt sein können) oder nur die Pro  dukte der sekundären Gärungen (wie Vor  lauf und Nachlauf der Destillation) oder  natürlichen Äthylalkohol verwenden. Fer  ner kann man synthetischen Äthylalkohol    im rohen oder reinen Zustand benützen.

   Man  kann zu dem für die Herstellung des Brenn  stoffes verwendeten Rohprodukt, und zwar  zu dem nach Beendigung der alkoholischen  Gärung erhaltenen Rohmost, wobei sich die  ser vergorene Most noch in den     Gärbehäl-          tern    befindet und noch keiner andern Be  handlung unterworfen wurde, oder zu dem  Rohalkohol, oder zu dem synthetischen oder  natürlichen Äthylalkohol, ausser den     Kar-          burierungsmitteln        Denaturierungsmittel,    gä  rungsfeindliche Substanzen, sowie     Geruch-          oder    Farbstoffe zufügen.  



  Der Brennstoff gemäss vorliegender Er  findung kann dadurch erhalten werden,  dass man irgend welche der nachstehend unter  A aufgeführten Substanzen mit irgend wel  chen der     nachstellenden    unter B aufgeführten       liarburierungsmittel    der Destillation unter  wirft:  A. 1.

   Das Produkt der alkoholischen Gä  rung und die Produkte der sekundären Gä  rungen von organischen Substanzen, wie:  1. zuckerhaltige Stoffe, wie Rohr- oder  Rübenmelasse, Trester,     Mahuablüten        (Bassia          latifolia,        Familie    der     Sapotaceen),    Mango-      fruchte     (Mangifera,        indica,    Familie der       Anarcadiaceen),    der     Agabe    (Agave     aineri-          cana,    Familie der     Amaryllidaceen)    und an  dere;  2. stärkehaltige Stoffe, wie     Camote    (span.

         Batate),    Kartoffeln,     Manioka    und andere  Knollen, Mais, andere     Zearealien    (die letz  teren     vorteilhafterweise    in verdorbenem Zu  stand) und andere;  3.     zellulosehaltige    -Stoffe, wie Torf,     Sul-          fit-Holzstoff,        Pflanzenstengel    und andere  Produkte;  4. irgend welche andere gärbare Kohle  hydrate.  



  Die Gärungsprodukte können folgender  massen eingeteilt werden:  a) destillierbare alkoholische Gärungs  produkte und destillierbare     Sekundärpro-          dukte,    welche im vergorenen Most enthalten  sind;  b) destillierbare alkoholische Gärungs  produkte und destillierbare     Sekundärpro-          dukte,    welche     inan    vom Moste durch De  stillation getrennt hat, z. B.     Rolialkobol;     c) Produkte der sekundären     (xärtingen     allein (wie Vorläufe und Nachläufe der De  stillation).  



       Il.        Äthylalkohol    irgend welchen Ur  sprunges, synthetisch oder natürlich und von  beliebiger Konzentration.  



  B.     Karburierungsmittel    folgenden Ur  sprunges;  1.     Rohpetrol;     2. Produkte der direkten und     destrul-          tiven    Destillation (Krachen) von Mineral  ölen mit einem Siedepunkt zwischen 100 und       {220        a    C.  



  3. Produkte der     Steinkohlendestillation;     4. Synthetische     Karburierungsmittel;     5. Naphtalin und seine Polymere,     Tetra-          ]in        CioH,-    und andere.  



  Die unter B aufgeführten     Stoffe    werden       hei    der praktischen Ausführung des     Verfah-          rens    entsprechend der Wahl der unter A  aufgeführten Stoffe gewählt.  



  Um den Brennstoff herzustellen, kann  man beliebigen unter A aufgeführten     Pro-          dukten    der alkoholischen Gärung beliebige    unter B aufgeführte     Karburierungsmittel     beigeben, das Ganze in einem     geschlossenen     oder offenen Gefäss während einer gewissen  Zeit stehen lassen und das Gemisch schliess  lich destillieren, und zwar fortlaufend oder  fraktioniert, mit Hilfe von den     gebräuch-          liehen        Apparaturen.     



  Wenn die     gesetzlichen    Bestimmungen  vorschreiben, dass der neue Brennstoff dena  turiert sein muss, so     kann    man auf folgende  Art vorgehen:  Nachdem man die oben genannte     lIi-          schung    hergestellt     hat,    fügt man derselben  zu:  C. Substanzen, welche Bor enthalten,       zwechmässigerweise        Borsäureester,    wie z. B.

         Methylborsäureester,        Athylborsäureester    und  andere Derivate;  D. polymere Aldehyde, beispielsweise       Paraformaldeliyd    und     -le;aformaldehyd,    we  gen ihrer' gärungsfeindlichen Eigenschaft;

         El.        Pflanzenteere;     E-.     Methylalkohol    mit Zusatz von Ace  ton in verschiedenen     lIengenverhältnissen     (das Handelsprodukt     Methylen);

            E".        Acetonöle,    aus Fetten erhaltene     py-          rogerie        Produkte    (oder das unbestimmte     Gre-          misch    von     Alkoholen,    Betonen und deren  Polymere     etc.,    welche durch     Syntliese    erhal  ten werden.     "Syntlio1"        lind        "Synthine").     



  Um einen     Brennstoff    darzustellen, wel  cher solche     Denaturieriingsinitted        enthält;-          -verfährt    man wie folgt:  Man mischt die aus den Serien A und B  gewählten Stoffe und gibt zu diesem     Cxe-          misch    noch C     lind        E',    oder D und E-, oder  D und E , oder ein     beliebiges    anderes Ge  misch dieser     Stoffe    in geschlossenen Behäl  tern und unterwirft, das Ganze der fraktio  nierten oder     kontinuierlichen    Destillation,  entweder bei     erhöhtem    Druck,

   bei Atmo  sphärendruck oder Unterdruck, in Appara  ten, wie sie in der     Destilla.tionsindustrie     gebräuchlich sind. Die unter C, D,     E1,        E=,        E:'     erwähnten Stoffe (auf vorstehende Art ge  mischt)     können    auch dem durch Destillation  der unter A und B aufgeführten     uid    aus-      gewählten Stoffe erhaltenen Brennstoff bei  gegeben werden. .  <I>Beispiel:</I>  Man gibt zu<B>100</B>     Volumteilen    Rohalkohol  (A), welcher wasserfrei ist, 10     Volumteile     eines leichten und flüssigen Produktes, das  durch die Destillation von Steinkohle (B) er  halten wurde, wie z. B.

   Rohbenzol (D),  5     %    an Gewicht von     Paraformaldehyd    oder       Metaformaldehyd        (EZ),    10     Volumteile    eines  zweckmässig unreinen Gemisches von Me  thylalkohol (75     %)    und Aceton (25 %) (das  handelsübliche     "Methylen").    Das so herge  stellte Gemisch wird der Destillation unter  worfen, um den Brennstoff herzustellen.  



  Man kann den Brennstoff auch auf fol  gende. Weise herstellen:  Man destilliert in einem ersten Apparat  Most und lässt die     Destillationsprodukte    (das  heisst die Produkte der alkoholischen Gärung  und der sekundären Gärungen) in einen zwei  ten     Destillationsapparat    übertreten, welcher  direkt ,mit dem ersten Apparat verbunden  ist. Im zweiten     Destillationsapparat    wird  das     Destillations.produkt    des ersten Appa  rates mit     Karburierungs-    und     Denaturierungs-          mitteln    gemischt und das Ganze einer er  neuten Destillation und Kondensation unter  worfen.  



  Man kann auch den gleichen Brennstoff  dadurch erhalten, dass man in einem ersten       Destillationsapparat    Rohalkohol oder un  reinen Alkohol und Äthylalkohol (sogar ab  soluten Alkohol), und zwar natürlichen oder  synthetischen Ursprunges, destilliert und das       Destillationsprodukt    in einen zweiten     Destil-          lationsapparat    leitet, der direkt mit dem  ersten verbunden ist und welcher     Karburie-          rungs-    und     Denaturierungsmittel,        Farbstoffe:          etc.,    je nach dem gewünschten Brennstoff,  enthält.

   Das aus dem ersten Apparat aus  tretende Produkt mischt sich mit den im  zweiten Apparat enthaltenen Stoffen, und  das Ganze wird Schliessich der     Destilfation     und Kondensation unterworfen.  



  Man kann irgend welche der vorstehend  aufgeführten     Denaturierungsmittel    verwen-    den oder auch ein von der Behörde vorge  schriebenes und gemeinsam mit den andern       gewählten    Substanzen destillieren, oder man  kann es auch dem hergestellten Brennstoff  beigeben.  



  Um den Brennstoff von in ihm enthalte  nem Wasser zu befreien, kann man ihn in  Dampfform öder in flüssiger Form mit     Ka-          liumkarbonat    oder mit Kalk oder mit Chlor  calcium, Chlorzink oder irgend einer andern  wasseraufnehmenden Substanz     behandeln.     Dasselbe erreicht man mit     aceotropischen     Systemen, durch     Atmolyse    oder durch Va  kuumdestillation.  



  Um den Brennstoff mit Kohlenstoff an  zureichern, kann man ihn in dampfförmigem  oder flüssigem Zustand mit Azetylen oder  andern     Karburierungsmitteln,    die gasförmig,  flüssig oder fest sein können, behandeln oder  auch mit sehr fein pulverisierter Kohle, die  auf beliebige Art suspendiert     \werden        kann.     Die     Karburierungsmittel    können im flüssigen  Zustand in Lösung oder in     Suspension    ver  wendet werden.  



  Durch Denaturierung des Brennstoffes  wird es leicht, mit grosser Genauigkeit nach  zuweisen, ob der Brennstoff zur Herstellung  anderer Produkte verwendet wurde, da diese  andern Produkte Substanzen enthalten, wel  che als vom Brennstoff stammend nachge  wiesen werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Herstellung eines flüs sigen Brennstoffes, dadurch gekenn zeichnet, dass man ein Produkt, welches mindestens einen Alkohol enthält, zu sammen mit mindestens einem Karburie- rung-smittel destilliert. (1. Flüssiger Brennstoff, hergestellt nach dem Verfahren nach Patentanspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an mindestens einem Alkohol und minde stens einem- Karburierungsmittel. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als alko- lrolenthaltendes Produkt ein Rohprodukt der alkoholischen Gärung und sekundärer Gärungen im Zustand eines vergorenen Mostes verwendet. ?. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als alko holenthaltende Komponente Rohalkohol verwendet, der durch alkoholische und sekundäre Gärung erhalten wurde. '.3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als alko holenthaltende Komponente ein Roh gärungsprodukt der sekundären Gärun gen verwendet.
    -l. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als alko holenthaltende Komponente Athylalko- hol verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, da- durch gekennzeichnet, class man als alko- holeritlialtende Komponente synthetischen A.thylalkohol verwendet.
    f;. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man das allzoholhaltige Produkt, in einem ersten Destillationsappara,t destilliert und das Detillat'ionsprodulzt in einen zweiten Destillationsapparat, der mit dem ersten in direkter Verbindung steht, überleitet, welcher zweite Apparat die Karburie- rungsmittel enthält, und dass man das erhaltene Gemisch der Destillation und Kondensation unterwirft. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man Pflan zenteere zufügt.
    S. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man Dena- turierungsmittel zufügt. 9. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man dein Brennstoff einer rntwässerung unter wirft. <B>10.</B> Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man den Brennstoff mit karburierenden Substan zen vermischt, um seinen Gehalt an Koh lenstoff zu vergrössern. 11. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man den Brennstoff durch sehr fein gepulverte Kohle anreichert..
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