CH123278A - Einrichtung zum selektiven Erkennen eines mit Erdschluss behafteten Netzteils eines Hochspannungsnetzes. - Google Patents

Einrichtung zum selektiven Erkennen eines mit Erdschluss behafteten Netzteils eines Hochspannungsnetzes.

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CH123278A
CH123278A CH123278DA CH123278A CH 123278 A CH123278 A CH 123278A CH 123278D A CH123278D A CH 123278DA CH 123278 A CH123278 A CH 123278A
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current
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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  • Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)

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  Einrichtung zum selektiven Erkennen eines mit     Erdschluss        behafteten    Netzteils  eines     Hochspannungsnetzes.       Im Hauptpatent ist eine Einrichtung zum  selektiven Erkennen einer mit     Erdschluss    be  hafteten Zweigleitung eines Hochspannungs  netzes beschrieben, bei welcher in die Zweig  leitungen auf höhere Harmonische ansprechende  Vorrichtungen eingeschaltet sind, welche im       Erdschlussstrom    enthaltene höhere Harmoni  sche anzeigen oder die Abschaltung des kran  ken Leiters herbeiführen. Hiernach kommen  also Anzeigeinstrumente in erster Linie Ober  wellenstrommesser (Amperemeter), aber auch       Oberwellenfrequenzmesser    in Betracht.

   Diese  Instrumente besitzen aber den Nachteil, nicht  richtungszeigend zu sein, so dass zur Fest  stellung der Richtung, in welcher von .irgend  einem Punkte der kranken Leitung aus der  Fehler zu suchen ist, mehrere der genannten  Instrumente, welche örtlich weit auseinander  liegen, gleichzeitig beobachtet werden müssen.  



  Dieser Nachteil lässt sich vermeiden, wenn  Vorrichtungen verwendet werden, welche auf  die Kombination von     Oberwellenstrom    und       Oberwellenspannung    ansprechen, und es ist    Gegenstand der Erfindung eine Einrichtung  zum selektiven Erkennen eines mit     Erdschluss     behafteten Netzteils eines Hochspannungs  netzes, bei welcher auf die auf höhere Har  monische ansprechenden Vorrichtungen sowohl  die im     Erdschlussptrom    enthaltenen Ober  wellenströme, als auch die in der Netzspan  nung enthaltenen     Oberwellenspannungen    ein  wirken, so dass die Vorrichtungen die Rich  tung erkennen lassen, in welcher der Fehler  zu suchen ist.

   Bei dieser Einrichtung kann  die Gesamtheit aller     Oberwellenströme    mit  den ihnen zugehörigen     Oberwellenspannungen     in Wechselwirkung gebracht werden, oder  aber es kann für. den beabsichtigten Zweck  eine bestimmte Oberwelle bevorzugt werden,  welche mittelst Resonanzkreisen, die aus ge  gebenenfalls regelbaren     Induktivitäten    und  Kapazitäten bestehen, aus der Gesamtheit  der Oberwellen zur, -Beeinflussung der auf  höhere Harmonische ansprechenden Vorrich  tung ausgewählt wird. In diesem Falle kann  demgemäss ein Resonanzkreis     sowohl     für den           Oberwellenstrom,    als auch einer für die zu  gehörige     Oberwellenspannung    vorhanden sein.

    Wählt man zum Beispiel als Anzeigeinstru  ment ein     Zweispuleninstrument,    dessen eine  Spule vom     Oberwellenstrom,    dessen andere  Spule von der     Oberwellenspannung    gespeist  wird, dann ist die Richtung des Ausschlages  von dem Phasenwinkel zwischen Strom und  Spannung abhängig.

   Da nun aber der Vektor  des der     Messstelle    zu- und der des abfliessenden  Leitungsstromes sich in Gegenphase zuein  ander befinden, so lässt die     Ausschlagsrichtung     des Instrumentes erkennen, auf welcher Seite  der Leitung der     Oberwellenstrom    der     Messstelle     zu- und auf welcher Seite er abfliesst, oder  mit andern Worten, auf welcher Seite der  Leitungsfehler zu suchen ist.

   Um die Ober  wellenspannung auf einen für die     Messzwecke     brauchbaren Betrag zu bringen, wird man  vorteilhaft     kapazitive    oder induktive     Span-          nungswandler    verwenden, wobei sich eine Ver  einfachung bei     kapazitiven    Spannungswand  lern dadurch ergibt, dass die Kapazität zwi  schen     Messbelag    und Erde ganz oder teilweise  für den Resonanzkreis verwendet werden kann.  



  Ganz besonders als Anzeigeinstrument ge  eignet ist ein Telephon, weil es die Ober  wellen sowohl hinsichtlich der Lautstärke,  als auch der Tonhöhe kenntlich macht und  daher schon an sich die Oberwellen selektiv von  einander trennt. Man könnte für den vor  liegenden Zweck nur ein Telephon verwenden,  welches zwei Spulen besitzt, wobei die eine  Spule von den     Oberwellenströmen,    die andere  von den     Oberwellenspannungen    gespeist wird  und wobei die Phase zwischen diesen beiden       Spulenströmen    so gewählt     bezw.    durch Regel  einrichtungen so eingestellt ist, dass der  Phasenwinkel zwischen den     Spulenströmen     einen von 90   abweichenden Wert besitzt,

    denn nur in diesem Falle wird die Laut  stärke des Telephons von der Richtung des       Oberwellenstromes    abhängig sein und diese  Richtung erkennen lassen. Am zweckmässig  sten wird man die beiden Ströme in Phase  oder Gegenphase bringen, weil dann die  Richtungsumkehr eines     Spulenstromes    einen  grossen Lautunterschied hervorruft.    Die Erfindung sei anhand der Ausfüh  rungsbeispiele der     Fig.    1 und 2 näher er  läutert.  



       Fig.    1 erläutert den Fall, dass ein mit  zwei Spulen verwendetes Telephon als An  zeigevorrichtung verwendet wird, dessen Spu  len von dem Strom     bezw.    von der Spannung  einer Oberwelle erregt sind, welche durch  Resonanzkreise aus dem Komplex aller Ober  wellen     herausgesondert    wird;       Fig.    2 erläutert den Fall, dass ein nor  males     einspuliges    Telephon als Anzeigevor  richtung verwendet wird, dessen Spule von  den     Oberwellenspannungen    und Oberwellen  strömen derart kombiniert erregt wird, dass  ihr ein der Summe     bezw.    der Differenz der  entsprechenden Erregerströme proportionaler  Strom zufliesst.  



  In     Fig.    1 bedeutet:  n ein     Dreiphaserrnetz,          nr    eine Zweigleitung dieses Netzes,  I,     II,        III    die Phasenleiter des Netzes,  z ehren     Dreiphasenstromwandler        bezw.    drei       Einphasenstromwandler    mit den in Reihe zu  den Phasenleitern des Netzes liegenden Pri  märwicklungen     pi,        pii,        piri    und den Sekun  därwicklungen     qi,        Du,        qiii.     



  Ferner bedeuten       ii,        üi,        iiii    drei irr dem Sekundärkreis der  Stromwandler liegende Amperemeter,  ei,     cii,        ciii    drei Kondensatoren,       s2    und     s3    einen Doppelschalter, bei wel  chem der Kontaktarm von     s2    gegen die beiden  einen Winkel zueinander bildenden Kontakt  arme von     s3    isoliert ist.  



  Die Kontaktarme von     s2    und     s3    sind jedoch  mechanisch starr miteinander verbunden, so  dass sie um den gemeinsamen Drehpunkt  miteinander gedreht werden können.  



  <B><I>ei,</I></B><I> es</I> bedeuten einstellbare Kondensatoren,       h,        1s    einstellbare     Induktivitäten,          rVr,        1v2    einstellbare Widerstände,       si    einen einpoligen Unischalter,       s4    einen doppelpoligen Umschalter,  e Erde,           na    die Membran,       di,   <I>d2</I> die Spulen des     Telephonhörers        i.     Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist  nun folgende:

   Die in die Leitung     n1    einge  schalteten Stromwandler dienen zunächst zur  Speisung der Amperemeter     ir,        ia    und<I>im,</I>  welche die Belastungsströme des Netzes an  zeigen. Der Umschalter     si    ermöglicht nach  Belieben je eine der     Stromwandlersekundär-          wicklungen        qr,        qa,        qm    auf den Resonanz  kreis<I>c, l zu</I> schalten, welcher auf eine be  liebig wählbare Oberwelle abgestimmt sein  kann, während nun bei Normalbetrieb des  Netzes die     Oberwellenströme    nur eine relativ  geringe Amplitude haben,

   so wird auch der  durch den Resonanzkreis fliessende Oberwellen  strom der entsprechenden Frequenz sich nicht  so stark ausbilden, als wenn im Falle eines  Erdschlusses schon im Netzstrom starke Ober  harmonische auftreten. Der Umschalter     s4     dient dazu, dem einstellbaren Widerstand  einen von der     Induktivität        d1    abgezweigten       Oberwellenstrom    in wählbarer Richtung zu  zuführen, und vom Widerstand     w1        bezw.    von  einem beliebigen Teil dieses Widerstandes  wird der die Spule     d1    des     Telephonhörers    f  speisende     Oberwellenstrom    abgezweigt.

   Wird  das Telephon so allein von einem Oberwellen  strom einer bestimmten, bevorzugten Fre  quenz erregt, dann tönt es im Normalbetrieb  leise, im     Erdschlussfalle    lauter, aber die Ton  stärke ist unabhängig von der Stellung des  Umschalters     s4.    Während so die Spule     d1    in  Abhängigkeit vom     Oberwellenstrom    erregt  wird, wird die zweite Spule     d2    von der zuge  hörigen     Oberwellenspannung    gespeist.

   Zu  diesem Zwecke werden an zweien von den  drei mit der einen Belegung an die Netzleiter  I,     II,        IH    angeschlossenen Kondensatoren ei,       ca,    ein die noch freien Belegungen durch  den Umschalter     s2    miteinander verbunden,  während die freie Belegung des jeweils dritten  Kondensators durch den Umschalter     ss    an  Erde gelegt wird. Die Spannung von s2 gegen  Erde wird nun an einen aus der Kapazität e2  und der     lnduktivität    12 gebildeten, für die  gleiche Oberwelle wie der Resonanzkreis     (s1,          h)    abgestimmten Resonanzkreis gelegt, zu    welchem parallel der einstellbare Widerstand  tot geschaltet ist.

   Diesem Widerstand     2v2    wird  also eine     Oberwellenspannung    der bevorzugten  Frequenz entnommen und der Spule     d2    des  Telephons zugeführt. Die Stellung der Um  schalter     s1    und s2,     ss    ist nicht unabhängig  voneinander zu wählen.

   Hat beispielsweise  die Phase HI     Erdschluss,    dann soll     s1    auf       qni    schalten, damit der     Oberwellenstrom    des  kranken Leiters gemessen wird, während der  Resonanzkreis     c2,    12 an die Spannungen der  gesunden Phasen 1 und     II    über die Konden  satoren ei,     cn    gelegt wird. Die am Resonanz  kreis     c2,    12 herrschende Spannung ist dann  gegen den     Erdschlussstrom        bezw.    den Strom  der Wicklung     d1    um 90   phasenverschoben.

    Da nun die Wicklung d2 eine hohe     Induk-          tivität    darstellt, ist der sie     durchfliessende     Strom ebenfalls gegen die Spannung am  Resonanzkreis     c2,    12, welche die Erregerspan  nung der Spule d2 ist, um 90   phasenver  schoben, also mit dem Strom in     d1    in Phase  oder Gegenphase. Dieser Fall entspricht den  eingezeichneten Stellungen der Umschalter.

    Mit Hilfe der Widerstände     zvi    und     zcz    und  des Umschalters     s4    lässt sich nun das Strom  verhältnis der beiden Erregerströme in     d1     und d2 so einstellen, dass die Stromstärken  nahezu gleich sind, und dass sich dabei die  Ströme entweder unterstützen oder schwächen.  Die     Schwingungen    der Membran m werden  als Ton bestimmter Höhe und Stärke ver  nommen und dieser Ton ist am lautesten,  wenn der Schalter     s1    auf dem Kontakt der  kranken Phase steht.

   Hat man nun mit Hilfe  des Umschalters     s4    auf gleichsinnige Erregung  von     d1    und d2 und demnach auf den lautesten  Ton eingestellt, so lässt sich zeigen, dass bei  Stromumkehr in Spule     d1,    also durch Um  legen des Schalters     s4    die Lautstärke stark  zurückgeht. Das gleiche würde eintreten,  wenn die Stromrichtung in     pr        bezw.        pa,        piri     um 180   gedreht würde.

   Diese Verschieden  heit der Stromrichtung liegt aber in jedem  Falle bei zwei derartigen, in die gleiche Netz  leitung eingebauten Einrichtungen vor, von  denen die eine den ankommenden, die andere  den abgehenden     Oberwellenstrom    derZwischen-           station    misst, so dass also von diesen beiden       Einrichtungen    diejenige lauter     ansprechen     wird, bei welcher sich die Ströme in     d1    und       d_2    unterstützen. Es bereitet keine Schwierig  keit, die Schaltung so einzurichten, dass darin  das lauter ansprechende Telephon die Rich  tung weist, in welcher der Fehler zu suchen  ist.

   In allen Zwischenstationen des Hoch  spannungsnetzes befinden sich     all    den     zu-          und    abgehenden Leitungen     Hörtelephone;     deren Lautstärke verglichen wird, oder     malt     verwendet eine einzige     Abhöreinriehtung    dieser  Art, die auf die zu- und abgehenden Leitungen  umgeschaltet werden kann. Aber auch hier  ergibt sieh aus dem Torfvergleich die Rich  tung; in welcher der kranke Leiterteil liegt.  



  Will     malt    das     Zweispulentelephon    ver  meiden, darin ist     eilte    Schaltung gemäss     Fig.    2  vorteilhaft. In dieser Figur bedeutet       re    ein     Dreiphasennetz    mit den Netzleitern  I,     II,        III,          pi,        pii,        piii    sind drei Primärwicklungen  von Stromwandlern, von deren Sekundärwick  lungen der Einfachheit halber nur die dem  Netzleiter HI zugeordnete Sekundärwicklung       qiii    dargestellt ist,

   welche auf eine durch  den Widerstand     iv    angedeutete Belastung ge  schaltet ist,     zri    welcher parallel die Steck  dose     /a    liegt. Die Zeichnung wäre also ge  danklich dahin zu ergänzen, dass noch zwei  weitere Sekundärwicklungen     (qi    und     qii)    vor  handen sind, welche ihrerseits ebenfalls je  einen Verbraucher speisen, zu dem je eine  Steckdose parallel geschaltet ist. Der Stecker     rg     ist demgemäss auf die den verschiedenen  Phasen zugeordneten Steckdosen     umsteckbar.     Die     Sekundärwicklung        qiii    liegt mit     eitlem     Pol alt Erde e.  



  In, ist ein einstellbarer Widerstand,       G2    eine Kapazität,  t ein Transformator,  ein Schalter,  d ein normales     Einspulentelephon,          at    ein Umschalter,  ei,     Gii,        GIIi    Kondensatoren,       si    und     s3    ist ein Doppelschalter, bei wel  chem der Kontaktarm     voll        si    gegen die beiden    einen Winkel zueinander bildenden Kontakt  arme von     sa    isoliert ist.

   Die Kontaktarme  von     5i    und     s;t    sind mechanisch starr mitein  ander verbunden, so dass sie um den     ge-          meirisamen    Drehpunkt miteinander gedreht  werden können. Die Kontaktarme     voll        s3    sind  geerdet.     l    und c ist eine auf Resonanz mit  der     Grundfrequenz    abgestimmte, aus     Induk-          tivität    und Kapazität gebildete Reihe, deren  einer Pol mit dem     Kontaktarm    von     si    ver  bunden, deren anderer Pol geerdet ist.

   Parallel  zur Reihe     (l        -f-    c) liegt ein aus der- Kapazität       Ci    und dem einstellbaren Widerstand     rvi    ge  bildete Reihe. Die Sekundärwicklung des  Transformators t ist über den Umschalter Ü  in Reihe mit     eitlem    Teil des Widerstandes     ul     geschaltet. Die beiden Verbindungsleitungen  enthalten die     Arischluf.')purikte    für das     Tele-          plion    d.  



  Diese Einrichtung wirkt nun     folgender-          inaf.;en:    Die die Wicklung     qiii    - im     Erd-          schlussfalle    der Netzphase     III    - durchflie  ssenden     Oberwellenströme    werden nach Ein  stecken des Steckers g über diesen zur Reihe  geleitet.

   Der Kondensator     es    stellt  für Wellen hoher Frequenz einen kleineren  Widerstand als für Wellen geringerer Fre  quenz dar, so dass der     grundfrequente    Strom  die Reihe     ca        zri    einem prozentual klei  neren Betrage     durelifliesst,    als die Oberwellen  höherer Frequenz. Ein Teil dieser     Oberwellen-          ströme    wird zur     Priniärwieklung    des Trans  formators t abgeleitet und transformiert und  so flieht demnach auch in denn Sekundär  stromkreis ein     Oberwellenstrom,    welcher das  Telephon zurre Ansprechen bringt.  



  Die Kondensatoren     ei,        cii,        ciii    wirken  nun in ähnlicher Weise wie in     Fig.        .'1    be  schrieben. Die alt der Reihe     (L        -j-    c) auftre  tende Spannung ist aber vorwiegend eine  Spannung höherer Frequenz, weil die genannte  Reihe infolge ihrer Abstimmung für die Span  nung der Grundfrequenz einen Kurzschluss  darstellt.

   Auch hier werden vorwiegend Ströme  der     Oberwellenfrequenz    die Kapazität     Ci    und  den Widerstand     ivi        dnrclifliel;en    und sich da  bei mit dem vorn Transformator t kommenden       gleichfrequentem        Oberwellenstrom    in Phase      oder Gegenphase befinden, oder mit ihm einen  andern, im allgemeinen aber von<B>901</B> ab  weichenden Winkel einschliessen.

   Ob nun die  Ströme sich geometrisch oder arithmetisch  zu dem das Telephon durchfliessenden resul  tierenden Strom zusammensetzen, auf jeden  Fall wird die Lautstärke auch hier durch  die Lage des Umschalters U beeinflusst, und  auch hier ist das Umlegen des Umschalters  gleichwertig einem Wechsel der Stromrich  tung in den Primärwicklungen     pi,        pa,        pes,     so dass sich auch diese Anordnung, bei wel  cher also der Hörerspule ein der Summe       bezw.        Differenz    der entsprechenden Erreger  ströme proportionaler Strom zufliesst, zur Fest  stellung der Richtung eignet, in welcher der  Fehler zu suchen ist.

   Es ist bei dieser Ein  richtung ohne Belang, ob die Erregerströme  aus Strömen aller vorkommenden Oberwellen  frequenzen oder aus den Strömen einer be  vorzugten     Oberwellenfrequenz    bestehen. Die  Summe oder Differenz der Ströme kann auch  durch andere Einrichtungen gebildet werden,  zum Beispiel dadurch, dass man die Sekun  därwicklung eines Stromtransformators mit  der eines Spannungstransformators in Reihe  schaltet und diese Reihe über die Spule des       Telephonhörers    schliesst. In den Fällen, in  denen die     Spannungsgrundwelle    des Netzes  eine fast     oberwellenfreie        Sinuskurve    ist,  würden sich unter Umständen zu kleine Ober  wellenströme für das Anzeigeinstrument er  geben.

   Man kann aber die dem Anzeige  instrument zufliessenden Ströme in aus der  Radiotechnik bekannter Weise soweit ver  stärken, dass auch bei Spannungen von ange  nähert reiner     Sinusform    die kranke Leitung  auf dem hier angegebenen Wege als solche  erkannt werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum selektiven Erkennen eines mit Erdschluss behafteten Netzteils eines Hochspannungsnetzes nach dem Patentan spruch des Hauptpatentes, dadurch gekenn zeichnet, dass auf die auf höhere Harmonische ansprechenden Vorrichtungen sowohl die im Erdschlussstrom enthaltenen Oberwellenströme, als auch die in der Netzspannung enthaltenen Oberwellenspannungen einwirken, zum Zweck, die Richtung kenntlich zu machen, in welcher der Fehler zu suchen ist. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mittelst Resonanz kreisen, welche aus regelbaren Induktivi- täten und Kapazitäten bestehen, eine wähl bare Oberwellenfrequenz für die Beein flussung der auf höhere harmonische Ober wellen ansprechenden Einrichtungen be vorzugt wird.
    2. EinrichtungnachPatentanspruchundUnter- anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für die Entnahme der Oberwellenspannung kapazitive Spannungswandler verwendet werden, wobei die Kapazität zwischen Messbelag und Erde wenigstens teilweise für den Resonanzkreis mitverwendetwerden kann.
    3. EinrichtungnachPatentanspruchundUnter- ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeich net, dass als Anzeigeinstrument ein Tele phon mit zwei Spulen verwendet wird, wobei die eine Spule von den Oberwellen strömen, die andere von den Oberwellen spannungen gespeist wird und wobei die Phase zwischen diesen beiden Spulen strömen so gewählt bezw. durch Regelein richtungen eingestellt ist, dass der Phasen winkel einen von 90 abweichenden Wert besitzt.
    4. EinrichtungnachPatentanspruchundUnter- ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeich net, dass als Anzeigeinstrument ein Ein spulentelephon verwendet wird, welches von den Oberwellenströmen und Ober wellenspannungen derart kombiniert erregt wird, dass der Telephonspule ein der Summe bezw. der Differenz der entsprechenden Erregerströme proportionaler Strom zufliesst und wobei die Phase zwischen den beiden Erregerströmen so gewählt bezw. durch Regeleinrichtungen eingestellt ist, dass der Phasenwinkel einen um 90 abweichenden Wert besitzt.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Anzeigeinstru- ment auf radiotechnischem Wege verstärkte Ströme der Oberwellenfrequenz zufliessen.
CH123278D 1925-12-11 1926-12-07 Einrichtung zum selektiven Erkennen eines mit Erdschluss behafteten Netzteils eines Hochspannungsnetzes. CH123278A (de)

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