CH123290A - Verfahren zur Erstellung widerstandfähiger Fahrbahndecken. - Google Patents

Verfahren zur Erstellung widerstandfähiger Fahrbahndecken.

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CH123290A
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Inventor
Co Van Baerle
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Baerle & Co Van
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      Verfahren        zur    Erstellung widerstandsfähiger     Fahrbahndecken.       Es ist     bekannt,    eine selbst starken Be  anspruchungen standhaltende Strassendecke  aus billigem Kalkgestein oder     kalkhaltigen     Steinmischungen dadurch zu erstellen, dass  man der Deckschicht flüssiges Wasserglas  beimischt.  



  Bei der Ausführung dieses Verfahrens  ist man auf viele Schwierigkeiten gestossen.  Abgesehen von dem umständlichen Trans  port des     flüssigen    Wasserglases ergab sich,  dass ein gleichmässiges Durchmischen des  zerkleinerten,     viel    feinen Staub     enthaltenden     Materials mit dem     viskosen    Wasserglas tech  nisch schwer ausführbar ist; ferner dass häu  fig durch die vielfach ungeschulten Wege  arbeiter falsche Gewichtsmengen beigegeben  werden.  



  Die Verfestigung beruht nun aber auf  der chemischen Bindung des Silikates mit  dem Kalk unter Entstehung unlöslicher  Silikate. Daher muss auf gleichmässige Durch-'       mischung    der grösste Wert gelegt werden.  Das Abbinden der     Silikate    mit dem     Gestein     beansprucht längere Zeit. Wird nun flüs  siges Wasserglas mit dem Füllmaterial ge-    mischt und dann durch Walzen auf     der     Strasse festgelegt unter häufigen     Bespren-          gungen    mit Wasser, so wird das noch nicht  abgebundene Wasserglas durch das Wasser  in den Strassenunterbau abgeführt.  



  Um daher zu günstigen Resultaten zu  kommen, musste man in der     Praxis    wesent  lich höhere Gewichtsmengen an Wasser  glas verwenden, als Versuche im     kleinen,    wo  eine gründliche     Durchmischung    erzielt wer  den konnte, ergaben.  



  Es wurde. nun gefunden, dass man diese  Schwierigkeiten dadurch beheben kann, dass  man Steinmaterial, welches mit Silikat ab  bindet, beispielsweise kalkhaltiges Stein  material oder     eisenoxydhaltiges    Gestein usw.,  an Stelle des flüssigen Wasserglases kalt  wasserlösliche Silikate in fester Form bei  mischt. Bei     Verwendung    dieser kaltwasser  löslichen Silikate in Pulverform erfolgt die  Lösung des Silikates erst nach und nach,  und die einzelnen Teilchen kleben sich so  an das     Gesteinmäterial    fest, dass'     ein    Ab  waschen durch Sprengwasser nicht erfolgt.  Die Mischung des     Gesteinmaterials    mit die-      sen kaltwasserlöslichen Silikaten erfolgt am  besten vor der Wasserzugabe.

   Die Wasser  zugabe kann aber auch stattfinden vor oder  während der     Durchmischung    des Materials,  zweckmässig aber erst nach dem Aufbringen  der Trockenmischung auf den Unterbau,  während des Glattwalzens der Strasse durch  Besprengung.  



  Versuche haben ergeben, dass auf diese  Weise hergestellte     Strassenoberdecken    abso  lut gleichmässig gefestigt sind, und dass ein,  bleichmässiges Abbinden zwischen dem  wasserlöslichen Silikat und dem Kalk statt  findet.         Ausführungsbeispiel:     3     m3    kalkhaltiger     Steinschotter,    Sieb  rückstand 4,  1     m3    kalkhaltiges Feingut,  60 kg kaltwasserlösliches     Natronsilikat.     Das     Material    wird trocken gemischt, auf  die Strasse aufgebracht, gesprengt und ein  gewalzt.

   Das kaltwasserlösliche     N        atron-          silikat    kann auch ganz oder teilweise durch       Ii'alisilikat    oder durch sonstige Silikate, wel  che mit kalkhaltigen Gesteinen eine Bin  dung respektive Umsetzung     eingehen,    aus  der Alkali-, Erdalkali- und Schwermetall  gruppe ersetzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erstellung widerstands fähiger Fahrbahndecken, dadurch gekenn zeichnet, dass man kaltwasserlösliche Silikate in fester Form mit Steinmaterialien, die mit diesen Silikaten abbinden, mischt und bei Gegenwart von Wasser einwalzt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass kalkhaltige Stein materialien verwendet werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eisenogydhaltige Steinmaterialien verwendet werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass kaltwasserlösliche Silikate von Metallen, die spezifisch schwerer sind als die Alkalimetalle, dem Steinmaterial beigemischt werden.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischen der Si likate und des Steinmaterials trocken er folgt und das Wasser erst nach dem Mischen zugegeben wird.
CH123290D 1925-05-18 1926-05-18 Verfahren zur Erstellung widerstandfähiger Fahrbahndecken. CH123290A (de)

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