CH123393A - Kaskade mit Induktionsvordermaschine und Kommutatorhintermaschine. - Google Patents

Kaskade mit Induktionsvordermaschine und Kommutatorhintermaschine.

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CH123393A
CH123393A CH123393DA CH123393A CH 123393 A CH123393 A CH 123393A CH 123393D A CH123393D A CH 123393DA CH 123393 A CH123393 A CH 123393A
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Haftung Siemens- Beschraenkter
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Siemens Schuckertwerke Gmbh
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Description


  Kaskade mit Induktionsvordermaschine und Kommutatorhintermaschine.    Bei Wechsel- oder Drehstromanlagen wer  den neuerdings für elektromotorische An  triebe, besonders für grössere Leistungen,  Kaskaden verwendet, die aus einem Induk  tionsvordermotor und einer Kommutator  hintermaschine bestehen. Es ist bekannt,  solche Kaskaden dadurch in der Drehzahl  zu regeln, dass eine in den Schlupfstromkreis  durch die Kommutatormaschine eingeführte  Spannung den Schlupf des Vordermotors er  höht oder erniedrigt. Bei solchen Antrieben  stört häufig die Eigencharakteristik des Ma  schinensatzes. Liegt zum Beispiel Neben  schlusscharakteristik vor, so ist eine solche  Charakteristik ungünstig, wenn vorhandene  Schwungmassen zur Abgabe von Energie  herangezogen und Stösse von dem Maschinen  satz ferngehalten werden sollen.

   Man hat  hierfür Kompoundierungseinrichtungen vor  geschlagen, die mit Hilfe eines     Kompoundie-          rungstransformators    im Schlupfstromkreis  eine zusätzliche drehzahlregelnde Spannung  erzeugen. Solche Einrichtungen sind jedoch  an sich schon kompliziert und wirken nicht    beim Durchgang durch den Synchronismus.  Hierfür sind weitere komplizierte Maschinen  und Schaltapparate erforderlich, welche in  ihrer Gesamtheit derart umfangreich werden,  dass die schliesslich erzielbaren Möglichkeiten  einer Kompoundierung den Anschaffungs  preis nicht mehr aufwiegen.  



  Die Erfindung betrifft eine Kaskade mit  Induktionsvordermaschine und Kommutator  hintermaschine, die den Vorzug der Einfach  heit, Justierbarkeit und des geringen Ener  gieverlustes hat.  



  Erfindungsgemäss erhält die Kaskade  eine besondere (Drehstrom- oder Wechsel  strom-) synchrone Erregermaschine, deren  Feld von einer von der Drehzahl des Haupt  motors abhängigen Spannung beeinflusst  wird.  



  Diese Einrichtung kann auch in vor  handene Anlagen nachträglich eingebaut  werden.  



  Ein Ausführungsbeispiel zeigt Fig. 1.  Nach     Fig.    1 ist der     Asynchronmotor    4 mit      der Kommutatormaschine 5 (zum Beispiel  mit einem kompensierten Frequenzwandler)  mechanisch gekuppelt. Diese wird über  Schleifringe von der Drehstromerreger  maschine 6 erregt, die durch den Synchron  motor 7 angetrieben wird. Die Maschine 6  wird mit Gleichstrom erregt. Die Kupplung  zwischen den Maschinen 6 und 7 ist ver  stellbar und wird so eingestellt, dass im  Kommutator der Maschine 5 eine Span  nung entsteht, die in Phase mit der Rotor  spannung des Hauptmotors ist. Nunmehr  kann durch Änderung der Erregung der  Maschine 6 in bekannter Weise die Dreh  zahl des Asynchronmotors 4 geregelt wer  den.  



  Nach dieser Ausführungsform der Erfin  dung wird nun die Gleichstromerregung der  Maschine 6 nicht allein von einer Gleich  stromquelle 8 gespeist, sondern in Reihe zu  dieser die Spannung einer Gleichstrom  dynamo 9, die mit dem Asynchronmotor 4  mechanisch gekuppelt ist, geschaltet. Die  Maschine 9 wird so erregt, dass ihre Span  nung der Spannung des Netzes 8 entgegen  wirkt. Bei bestimmter Drehzahl der Haupt  maschine heben sich die beiden Spannungen  auf und die Gleichstromerregerwicklung der  Maschine 6 ist in diesem Falle stromlos.  Bei Änderung der Drehzahl der Haupt  maschine dagegen wird die Maschine 6, je  nachdem, ob die Drehzahl fällt oder steigt,  im einen oder andern Sinne erregt, so dass  die Hauptmaschine 4 über die Hinter  maschine 5 zusätzlich zu der Rotorschlupf  spannung eine ebenfalls von der Drehzahl  abhängige Zusatzspannung im Rotorkreise  erhält.

   Durch Änderung der Erregung der  Dynamo 9 mit Hilfe des Reglers 10 und  durch Änderung des Vorschaltwiderstandes  11 kann sowohl die Leerlaufdrehzahl, als  auch der Drehzahlabfall bei Belastung be  liebig eingestellt werden. Ein besonderer  Vorteil gegenüber bekannten Anordnungen  besteht darin, dass durch geeignete Wahl der  Erregung der Maschine 9 bezw. des Vor  schaltwiderstandes 11 erreicht werden kann,  dass die Hauptmaschine in gewissen Gren-    zen konstante Leistung aufnimmt oder als  Generator abgibt. Die Maschine 9 kann  weiterhin noch eine Zusatzerregung erhalten,  die von irgend einer Betriebsgrösse, zum Bei  spiel dem Erregerstrom der Maschine 6, ab  hängig gemacht wird.  



  Ein weiteres Ausführungsbeispiel für die  Erfindung ist in Fig. 2 gegeben. In Über  einstimmung mit Fig. 1 findet sich hier  wieder der Asynchronmotor 4, die Kom  mutatormaschine 5, die Drehstromerreger  maschine 6, der sie antreibende Synchron  motor 7 und die das Feld beeinflussende  Hilfsmaschine 9. Eine weitere Regeldynamo  12 ist mit dem Erregersatz mechanisch ge  kuppelt. Diese Anordnung wird nun so ein  gestellt, dass die von der Drehstromerreger  maschine 6 auf die Schleifringe der Kom  mutatormaschine 5 gelieferte Spannung ent  weder in der gleichen Richtung wirkt wie  die Rotor Spannung des Hauptmotors oder  umgekehrt, und zwar je nachdem, ob die  Anordnung über- oder untersynchron läuft.  Die Drehstromerregermaschine 6 wird von  den zwei Gleichstrommaschinen 12 und 9  erregt, die gegeneinander geschaltet werden.

    9 sitzt auf der Welle des Asynchronmotors 4  und 12 auf der Welle des Synchronmotors 7.  Für den Fall, dass die Synchrondrehzahl der  Asynchronmaschine 4 gleich der des Syn  chronmotors 7 ist, werden die Maschinen 12  und 9 einander gleich. Die wirksame Er  regung für die Erregermaschine 6 ist immer  als Resultante der beiden Spannungen der  Maschinen 9 und 12 gegeben. Die Vorteile  einer solchen Anordnung gehen aus den  Diagrammen 3 bis 7 ohne weiteres hervor.  Zunächst ist es klar, dass man durch Wahl  der Spannungen der Maschinen 12 und 9  und der magnetischen und elektrischen Ver  hältnisse der Maschine 6 dem Proportiona  litätsfaktor der neu eingeführten Spannung  einen bestimmten Wert geben kann.

   Die Re  gelwiderstände in den Erregermaschinen 9  und 12 dienen dazu, zunächst die einzelnen  Spannungen in ihrem     Absolutbetrage    und  hierdurch den     Proportionalitätsfaktor    zu  verändern, In Diagramm 3 ist zunächst der      Fall behandelt, dass die Schlupfspannung des  Rotors 4 und die Hilfsspannung einander  entgegengesetzt gerichtet sind und der  Proportionalitätsfaktor der Hilfsspannung  kleiner als der der Schlupfspannung ist, und  dass die Maschinen 9 und 12 gleich stark er  regt sind. a ist die Rotorspannung, b die  Hilfsspannung, c die resultierende Spannung.  Als Abszisse sind die Drehzahlen bezw.  Schlüpfungen aufgetragen.

   Vernachlässigt  man den Induktionswiderstand des Rotor  stromkreises, so ist der Rotorstrom und da  mit das vom Hauptmotor abgegebene Mo  ment proportional der resultierenden Span  nung c. Ist nun zur Aufbringung eines  bestimmten Momentes oder des hierfür er  forderlichen Stromes eine resultierende Span  nung im Rotor von der Grösse u erforderlich,  so wird bei normalem Betrieb der Motor bis  zur Drehzahl n1 abfallen, bei der die Rotor  spannung den erforderlichen Wert u erreicht  hat. Bei der Anordnung nach der Erfindung  aber, bei der die resultierende Spannung c  auftritt, wird der Wert u erst bei n2 er  reicht, der Motor muss also weiter abfallen,  um das gleiche Moment abgeben zu können.

    Für den Fall, dass die Maschine 5 als Hin  termotor ebenfalls ein Moment abgibt, wird  die für ein bestimmtes Moment notwendige  Spannung mit steigender Schlüpfung etwas  kleiner (gestrichelte Linie in Fig. 3), der  Motor fällt dann nur bis n3 ab. In Fig. 4  ist der Fall gezeigt, dass die Maschine 9  stärker als die Maschine 12 erregt ist, so  dass die Drehzahl, bei der die Maschine 9  die gleiche Spannung erzeugt wie die Ma  schine 12, von der synchronen abweicht.  Man erkennt, dass die Hilfsspannung b schon  bei untersynchroner Drehzahl n4 zu Null  wird, und ferner, dass die Leerlaufdrehzahl  n5, bei der die resultierende Spannung c zu  Null werden muss, sich im übersynchronen  Bereich befindet.

   Die Neigung der Geraden  b und c kann durch Änderung der Erregung  der beiden Gleichstrommaschinen 9 und 12  geändert und damit jeder gewünschte  Schlupf bei Belastung erreicht werden. Um  gekehrt kann bei Schwächung der Erregung    der Maschine 9 der Punkt n4 in den über  synchronen und der Punkt n5 in den unter  synchronen Bereich verlegt werden.  



  Zwei Sonderfälle zeigen die Diagramme  5 und 6, bei denen die resultierende Span  nung c der Abszissenachse parallel wird.  In Diagramm 5 liegt n4 im untersynchronen,  in Diagramm 6 im übersynchronen Bereich.  Im ersten Falle ist die vom Hauptmotor auf  genommene Leistung und das von ihm ab  gegebene Moment bei allen Drehzahlen  konstant. Wenn die Maschine 5 nur, eine  Erregerleistung von den Schleifringen erhält,  so ist auch die gesamte, an der Welle ab  gegebene Leistung konstant, das Moment  verläuft abhängig von der Drehzahl nach  einer Hyperbel, und man erhält eine Anord  nung mit reiner Reihenschlusscharakteristik.  Im Falle der Fig. 6 wird der Hauptmotor  eine wieder bei jeder Drehzahl konstante  Leistung ins Netz abgeben.

   Diese Eigen  schaft kann zur Stillegung von grossen  Schwungrädern benutzt werden, wobei die  aufgespeicherte Energie dann wenigstens  zum Teil zurückgegeben wird.  



  In Fig. 2 zeigen die Hilfsdynamo 9  und 12 Fremderregungen. Dies ist jedoch  nicht notwendig; man kann jede der Regel  dynamos auch mit Selbsterregung oder mit  gemischter Erregung, zum Beispiel mit  Kompounderregung, ausstatten. Diagramm 7  zeigt den Fall, dass die Maschine 9 Neben  schlussselbsterregung hat und nur vom Syn  chronismus aus gepuffert wird. a ist die  Rotorspannung, b die Hilfsspannung, die  infolge der Selbsterregung der Maschine 9  eine gekrümmte Charakteristik erhält; c ist  die resultierende Spannung. Man sieht, dass  diese zuerst ziemlich steil verläuft, sodann  aber durch die Wirkung der Hilfsspannung  abgeflacht wird. Dies ist vorteilhaft bei  Antrieben, die starken und plötzlichen Be  lastungsschwankungen unterworfen sind,  zum Beispiel bei Walzenstrassen.

   Hier kann  zunächst bei geringer Belastung, um den  Antrieb voll ausnutzen zu können, ein ge  ringer Drehzahlabfall erwünscht sein. Erst      wenn die Belastung über ein gewisses Mass  steigt, wird man zur plötzlichen Entladung  der Schwungmassen eine flachere Form der  Charakteristik anwenden, und dieser For  derung trägt die Kurve nach Diagramm 7  Rechnung.  



  Um die Regelung auch den schwersten  Bedingungen eines stossweise erfolgenden Be  triebes anzupassen, kann man sogar eine  Unstetigkeit der Charakteristik dadurch er  zielen, dass man dem Feld der Erreger  maschine 6 bei einer bestimmten Belastung  a, in Abhängigkeit von den Betriebszustän  den des Netzes oder des Antriebes, einen er  höhten Erregerstrom aufdrückt, indem man  zum Beispiel durch einen Eilregler oder  durch Stromrelais die Widerstände im Er  regerstromkreis kurzschliesst, also die Er  regerspannung der Maschine 9 plötzlich ver  stärkt.    Ein Ausführungsbeispiel für diesen letz  ten Fall zeigt Fig. 8. In dieser Figur be  deutet 13 den Hauptmotor und 16 die mit  ihm gekuppelte Hilfsdynamo, deren Span  nung dem Feld der nicht gezeichneten Er  regermaschine zugeführt wird.

   Die Anord  nung des Satzes kann zum Beispiel nach Art  der Fig. 2 vervollständigt werden. Die neu  hinzukommende Einrichtung besteht in einem  Regler 14, der von einem Stromtransforma  tor in den Zuleitungen des Hauptmotors be  einflusst wird und den Widerstand 15 im  Erregerfeld der Dynamo 16 bei Überschrei  tung eines gewissen Betrages ändert. Ab  gesehen von dieser Beeinflussung ist noch  ein weiterer Regler 17 im Feldstromkreis  vorgesehen, der die Leerlaufcharakteristik  des Satzes bestimmt. Durch eine solche An  ordnung kann eine Regelung unter weitest  gehender Berücksichtigung auch der schwie  rigsten Verhältnisse von Pufferantrieben er  folgen.

      Die Erfindung gestattet auch Anwendung  auf ständererregte Drehstromhintermaschi  nen beliebiger Art, sowie auf Gleichstrom  regelsätze, ganz gleich, ob die Regelsätze    mit mechanisch oder elektrisch gekuppelter  Hintermaschine versehen sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kaskade mit Induktionsvordermaschine und Kommutatorhintermaschine, dadurch ge kennzeichnet, dass diese von einer synchro nen Erregermaschine erregt wird, deren Feld von einer von der Drehzahl des Haupt motors abhängigen Spannung beeinflusst wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Kaskade, nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die das Feld der Erregermaschine beeinflussende Spannung von einer Gleichstromdynamo hervor gebracht wird, die mit der Vordermaschine mechanisch gekuppelt ist. 2. Kaskade nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Feld der Erreger maschine von einer Spannung beeinflusst wird, die als Differenz von zwei Span nungen, nämlich der von der Drehzahl des Vordermotors abhängigen und einer konstanten, aber beliebig einstellbaren Spannung auftritt. 3.
    Kaskade nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die willkürlich wähl bare Spannung durch eine mit dem Er regersatz der Kaskade gekuppelte Gleich stromdynamo erzeugt wird. 4. Kaskade nach Unteranspruch 3, gekenn zeichnet durch Regelorgane in den Er regerkreisen der Regeldynamos, durch welche die einzelnen Spannungskomponen ten ihrem Absolutbetrage nach veränder lich gemacht werden. 5. Kaskade nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, da.ss jede der beiden Re geldynamos mit Selbsterregung versehen ist. 6. Kaskade nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jede der beiden Re geldynamos mit gemischter Erregung ver sehen ist. i.
    Kaskade nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in den Erregerstrom kreis einer Regeldynamo ein weiterer regelbarer Widerstand geschaltet ist, des sen Grösse selbsttätig in Abhängigkeit von Betriebszuständen des Motors ge ändert wird.
CH123393D 1925-09-15 1926-09-01 Kaskade mit Induktionsvordermaschine und Kommutatorhintermaschine. CH123393A (de)

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