CH123414A - Hygienischer Spülapparat. - Google Patents
Hygienischer Spülapparat.Info
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Description
Hygleniselier Spülapparat. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen hygienischen Spülapparat, bei welchem die Spülflüssigkeit in einen luftdicht ver schliessbaren Behälter eingebracht wird, aus dem sie durch ein Druckgas ausgetrieben wird. Bei den bisher bekannter) Spülapparaten dieser Art sind im Behälter zwei durch ein Ventil miteinander verbundene Räume vor gesehen, von welchen der eine Raum mit komprimierter Luft gefüllt ist. Die Betäti gung erfolgt hierbei so, dass das die beiden Räume trennende Ventil geöffnet wird, so dass die komprimierte Luft Zutritt zur Flüssig keit erhält und diese ausspritzt. Derartige Apparate sind umständlich im Gebrauch, weil das Einfüllen der, komprimierten Luft nicht überall und nicht von jedermann vor genommen werden kann.
Die Apparate sind auch verhältnismässig umfangreich, da das Druckgas in der Kammer naturgemäss nicht sehr stark komprimiert werden kann.
Bei dem Apparat nach vorliegender Er findung wird das Druckgas nicht als solches in dein Apparat aufgespeichert, sondern es ist eine Vorrichtung vorhanden, durch welche für den jeweiligen Gebrauch des Apparates in Verbindung mit Flüssigkeit Gas erzeugende Chemikalien in in dem Behälter befindliche Flüssigkeit eingeführt werden können. Es wird gegenüber den eingangs erwähnten be kannten Apparaten nicht nur eine Verringe rung des Umfanges des Apparates erzielt, was wichtig ist, da solche Spülvorrichtungen vielfach als Reiseapparate benützt werden, sondern auch eine bessere Spülwirkung.
Die bei Berührung mit der Flüssigkeit des Behälters Gas entwickelnden Chemikalien können in einer auswechselbaren Patrone untergebracht seit), deren Inhalt beispielsweise durch einen von aussen zu betätigenden Stem pel in den Flüssigkeitsbehälter hineinpress- bar ist.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist in der beiliegen den Zeichnung im Schnitt veranschaulicht.
1 ist ein zweckmässig aus Aluminium blech gezogenes, flachovales Gefäss von un gefähr 1/4 Liter Fassungsraum, das einen mit Muttergewinde versehenen Einfüllstutzen 2 mit ringförmiger Einbörtelung 4 und dadurch verengter unterer Öffnung 3 besitzt. Der rohrförmige Einfüllstutzen 2 hat bei 5 mehrere radial angeordnete Durchbohrungen.
Die Che mikalienpatrone .6 aus dünnwandigem Alu miniumblechrohr ist oben mit einer nach aussen gekehrten LTmbörtelung 7 versehen, die beim Einsetzen der Patrone in den Einfüllstutzen 2 auf die Einbörtelung 4 zu liegen kommt und auf diese Weise der ins Flascheninnere ragenden Patrone 6 festen Halt gibt. Zur Entwicklung von Gas im Innern des Behälters 1 sind zweckmässig Chemikalien verwandt, die der Spülflüssigkeit desinfizierende Eigenschaften verleihen.
Be nutzt man zum Beispiel ein Gemisch von Natriumbikarbonat und Weinsäure, so kann rnan etwas mehr als die äquivalente Menge Weinsäure zur Anwendung bringen, um schon eine schwach desinfizierende Flüssigkeit zu erhalten. Man kann auch dem Chemikalien gernisch eigentliche Desinfektionsmittel bei geben. Die mit dem Chemikaliengemisch ge füllte Patrone 6 ist beiderends mit einer dünnen Membrane, z. B. Cellophanplättchen, abgeschlossen. Der Einfüllstutzen 2 ist mit- telst der Verschlussarrnatur 8 luftdicht ver schliessbar.
Dieselbe besteht aus einem Alu miniumgussstück, welches eine in) untern Teil konische, im obern Teil zylindrische Aus bohrung hat, in welche der Ausflussstutzen 12 mündet. Das Verschlussstück 8 trägt unten das Schraubengewinde 9, das in den Einfüll- stutzen 2 passt. Der konische Teil der Aus bohrung wird durch einen Ventilkegel 10 verschlossen, dessen Ventilschaft durch die zylindrische Ausbohrung nach aussen ragt und oben mit einem Druckknopf 18 versehen ist.
Die Dichtung des Ventilkegels gegen das Gefässinnere wie nach aussen wird durch einen Gummischlauch 13 besorgt, welcher mittelst der Stossplatte 14 unten an ihm festgeklemmt ist. Der Gurnrnischlauch ist uni den Ventilschaft herum nach oben durch die zylindrische Ausbohrung des Aluminiumguss- stückes hindurchgeführt und mit seinem obere Ende nach ausser. umgestülpt. In dieser Lage wird er durch die auf das Verschlussstück aufgepresste Blechkappe 17 gehalten.
Auf die Ausflussdüse 12 ist das Mutterrohr 19 aus weichem, dickwandigem Gummischlauch aufgesteckt. Dasselbe trägt eine die Hand gegen rückströmende Spülflüssigkeit schützende trichterförmige Gummimanschette 20 und am untern, freien Ende eine mit einem Rohr- stutzen 21 versehene Spülolive 22 (vergleiche den Schnitt A-B) aus geeignetem, auskoch- barem Material, z. B. Porzellan-Hartgun.mi oder Bakelit.
Diese mit Wulsten versehene Olive besitzt an ihrer Spitze sowie ringsum in den Vertiefungen Öffnungen; die mit dem Oliveninnern, und somit mit dein ganzen Mutterrohr kommunizieren.
Das Verschlussstück 8 trägt symmetrisch zum Austrittsstutzen einen gleich geformter) Ansatz 11, der jedoch nicht durchbohrt ist, sondern. dem Verschluss nur ein gefälliges Aussehen geben soll und ausserdem die Hand habung des Verschlusses erleichtert.
Der (äummischlauch 13 bildet nicht nur den dichtenden Ventilkegelüberzug, sondern er setzt auch, indem er die dauernde Schluss- stellung des Ventils bewirkt, eine Zugfeder, sowie vermöge des Schlauchumschlages bei 16 eine Stopfbüchse, indem er das Ventil innere und damit auch das Blechgefäss 1 absolut dicht gegen die Aussenluft abschliesst.
Der Schraubengewindeteil 9 des Verschluss- stückes 8 besitzt in seiner Wandung mehrere mit der Ausbohrung des letzteren kommuni zierende radiale Durchbohrungen 24, denen bei eingeschraubtem Verschluss die Durch bohrungen 5 im Einfüllstutzen 2 des CTefässes 1 gegenüberliegen. Bei niedergedrücktem Ven til besteht so eine Verbindung zwischen dein Innern des Gefässes 1 und dein Mutterrohr 19.
In einer ringförmigen Nute des Verschlusses 8 liegt ein Gun.mirin25, der den Verschluss bei Einschraubung luftdicht auf der Gefäss decke abschliesst.
Der Apparat wird in folgender Weise benutzt: Das Gefäss 1 wird mit Wasser nahezu gefüllt, sodann eine Patrone 6 in den Ein füllstutzen 2 eingesetzt und der Verschluss 8 fest aufgeschraubt. Durch kurzes Nieder schlagen des Druckknopfes 18 wird die durch die Schraube 15 mit dein Ventil 10 verbun dene Budenplatte 14 in die Patronenhülse 6 hineingestofjen und der Inhalt der Patrone in die Wasserfüllung gedrückt. Nach wenigen Minuten ist die Flüssigkeit in der Flasche finit Kohlensäure gesättigt und im Gefäss selbst ein genügender Überdruck entstanden..
Infolge der Durchsetzung der Spülflüssigkeit finit Druckgasbläschen wird die Oberfläche der Spülflüssigkeit bedeutend vergrössert, so dass mit einer geringeren Flüssigkeitsmenge gleiche Wirkungen erreicht werden wie mit einer grösseren Flüssigkeitsmenge ohne Gas bläschen. Nun wird das Mutterrohr aufge setzt, der Apparat umgekehrt und die Olive eingeführt. Durch Niederdrücken des Druck knopfes 18 wird dann das Kegelventil ge öffnet. Die Geschwindigkeit des Ausströmens der unter Druck stehenden Flüssigkeit kann durch mehr oder minder weites Offnen des Ventils beliebig reguliert werden.
Es besteht natürlich die Möglichkeit, auch andere gasbildende Chemikalien in der Pa trone zu verwenden. Die eine Komponente kann dem Wasser im Gefäss zugesetzt und nur die andere Komponente in der Patrone untergebracht werden. Damit ist die Möglich keit gegeben, zum Teil flüssige Reagentien, beispielsweise den desinfizierenden Holzessig, zu verwenden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Hygienischer Spülapparat mit einem luft dicht verschliessbaren Behälter, aus dem die Spülflüssigkeit durch ein Druckgas ausge trieben wird, dadurch gekennzeichnet; dass eine Vorrichtung vorhanden ist, durch welche für den jeweiligen Gebrauch des Apparates in Verbindung mit Flüssigkeit Gas erzeugende Chemikalien in in dem Behälter befindliche Flüssigkeit eingeführt werden können, so dass in dem luftdicht verschlossenen Behälter infolge Gasentwicklung ein Druck erzeugt und durch diesen die Flüssigkeit beim Öffnen eines Abschlussorganes für einen Austrittsweg für die Flüssigkeit aus dem Behälter aus letzterem auägetrieben wird.UNTERANSPRü CHE 1. Spülapparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vorrichtung zur Entwicklung von Gas eine auswechselbar in den Behälter einzusetzende Chemikalien patrone gehört, deren Inhalt beim Ein führen in die Flüssigkeit der letzteren des infizierende Eigenschaften verleiht. 2. Spülapparat nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Inhalt der Chemikalienpatrone, nach dem einsetzen der .Patrone in den Behälter, durch einen an letzterem ange ordneten, von aussen zu betätigenden Stem pel in die Flüssigkeit hineingepresst wer den kann. 3.Spülapparat nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Austritts stutzen eines den Behälter luftdicht ver schliessenden, das Abschlussorgan für die Flüssigkeit enthaltenden Verschlussstückes ein dickwandiger biegsamer Schlauch mit einer Olive aus auskochbarem Material am freien Ende vorgesehen ist. 4. Spülapparat gemäss Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Chemikalienpa trone einen Mantel aus einem Rohrstück besitzt, das am einen Ende, zum Ein hängen der Patrone in den luftdicht ver schliessbaren Behälter, auf dem Umfang mit einem nach aussen ragenden Vorsprung versehen ist. 5.Spülapparat nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass der Stempel gleichzeitig den Kegel eines sich selbsttätig schliessenden, das Abschlussorgan für die Flüssigkeit bildenden Ventils bildet, der nach dem Durchstossen der Chemikalienpatrone durch den im Behälter sich entwickelnden Gas druck von unten gegen seinen Sitz ge drückt wird. 6.Spülapparat nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1,2 und 5, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Abschlusskegel sowie die Spindel des Ventils von einem Gummi schlauch umhüllt sind, der an einem den Sitz des Ventils bildenden Rohrteil durch Umstülpen über dessen Rand befestigt ist und beim Schliessen des Ventils als Zug feder wirkt. 7.Spülapparat nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1, 2, 3, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter zum Einhängen der Chemikalienpatrone einen mit Muttergewinde und am innern Ende mit einem einwärts vorspringenden Rand versehenen Rohrstutzen besitzt, in den das den Austrittsstutzen für die Flüssig- keit tragende Verschlussstück eingewindet ist. B.Spülapparat nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1, 2, 3, 5, 6 und 7, da durch gekennzeichnet, dass der Rohrstutzen des Behälters und das Verschlussstück Öffnungen besitzen, durch die das Gas- flüssigkeitsgemisch in den Ventilraum des letzteren und von ihm aus in den Austritts stutzen gelangen kann. 9. Spülapparat nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1-8, dadurch gekenn zeichnet, dass er wie in bezug auf die Zeichnung beschrieben ausgebildet ist.
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