CH123802A - Elektrisches Relais zum Schutze elektrischer Anlagen mit von einer zu überwachenden elektrischen Grösse abhängiger Auslösezeit. - Google Patents
Elektrisches Relais zum Schutze elektrischer Anlagen mit von einer zu überwachenden elektrischen Grösse abhängiger Auslösezeit.Info
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Description
Elektrisches Relais zum Schutze elektrischer Anlagen mit von einer zu überwaclienden elektrischen Grösse abhängiger Aüslösezeit. Die Erfindung bezieht sich auf ein elek trisches Relais zum Schutze elektrischer An lagen, dessen Auslösezeit von einer zu über wachenden elektrischen Grösse abhängig ist.
Die Erfindung bietet Vorteile besonders bei Relais mit beträchtlichen Auslösezeiten, wie solche vielfach zur Erhöhung der Betriebs sicherheit von elektrischen Anlagen verwen- det werden, damit nicht bei vorübergehenden Störungen das Netz oder Teile davon abge schaltet werden.
Gemäss der Erfindung besitzt dass elek trische Relais mehrere in ständiger Be wegung befindliche Glieder, die miteinander und mit einer Schaltvorrichtung gekuppelt sind. Die eine Gruppe dieser Glieder bewegt sich wenigstens- im Normalzustand der An lage ständig mit im wesentlichen gleich förmiger Geschwindigkeit und die andere Gruppe bewegt sich mit von einer elektri schen Betriebsgrösse abhängigen Geschwin digkeit, die unterhalb der der ersten Glie dergruppe bleibt, solange diese elektrische Grösse einen zugelassenen Grenzwert nicht er reicht.
Überschreitet diese elektrische Grösse aber infolge eines Fehlers diesen Grenzwert' so bewegt sich die zweite Gliedergruppe mit einer Geschwindigkeit, die je nach der Grösse der Überschreitung die Geschwindigkeit der ersten Gliedergruppe mehr oder weniger übersteigt. Hierdurch wird nach kürzerer oder längerer Zeit mittelst der mit den bei den Gliedergruppen gekuppelten Schaltvor= richtung eine .Schaltung ausgeführt, die die Gefahr beseitigt oder zur Anzeige bringt.
Bei einer besonders günstigen Ausfüh rungsform der Erfindung sind beispielsweise gemäss Fig. 1 zwei Drehsysteme von an sich bekannten Induktionszählern angeordnet. Die eine Scheibe 11 eines solchen Zählers greift mittelst Schneckengetriebes an dem Kronenrad 15 eines Differentialgetriebes an. Sein anderes Krronenra,d 16 kann über die Kupplungswelle 17 mittelst Schnecken getriebes von. einer zweiten, drehbar ge lagerten Scheibe 12 aus angetrieben werden.
Zwischen den Kronenrädern 15 und 16 sitzt das Ritzel 18, dessen Drehachse an die Welle 19 angelenkt ist, auf der der Kontaktarm 21 mit Reibungskupplung aufsitzt. Durch Dre hung des Hebels in Richtung des Pfeils 20 kann die Kontaktfeder 23 niedergedrückt werden, so dass der Auslösestromkreis über die Spule 24 geschlossen wird, die dann ihren Kern anzieht und den Schalter 25 öffnet.
Bei gleichen Drehgeschwindigkeiten bei der Scheiben bleibt der Kontakthebel 21 in Ruhe. Dreht sich die Scheibe 12 lang samer, so wird der Hebel an dem Anschlag 221 festgehalten. Erst wenn 'die Drehzahl der Scheibe 12 die der Scheibe 1.1 über schreitet, beginnt der Kontakthebel 21 seine Bewegung. Um eine abhängige Auslösezeit der Kontaktvorrichtung zu erzielen, sind in an sich bekannter Weise bei der Scheibe 12 zwei Magnetsysteme 33 und 34 angeordnet, die über die Klemmen 14 an die Sekundär wicklung eines in der zu beeinflussenden Leitung eingebauten Stromwandlers angelegt werden können. Die Drehzahl der Scheibe 12 ist somit von dem Quadratwert des Stromes abhängig.
Um die andere Scheibe 11 auf gleichbleibender Drehzahl zu halten, ist bei ihr der Spannungsmagnet 35 ange ordnet, der über die Klemmen 13 an eine von der Störung in der Anlage nicht oder möglichst wenig beeinflusste Spannung an geschlossen wird.
Ist nun die Leitung abgeschaltet und dreht sich infolgedessen nur noch die Scheibe 11, so wird dadurch dann der Kontakthebel 21 wieder in die Ausgangsstellung zurück gedreht. Nach einer langen Auslösezeit können nun durch den Überstrom die Trans formatoren beträchtliche Übertemperaturen erreicht haben, so dass' ihre sofortige Wieder- einschaltung verhindert werden soll.
Dies kann dadurch geschehen, dass der Kontakthebel 21 in der in Fig. 2 schematisch dargestellten Weise mit der ihn treibenden Welle 19 verbunden ist. Auf der Welle 19 ist eine Scheibe 29 befestigt, die. einen An satz mit einem Drehzapfen 28 trägt. Um diesen Zapfen 28 drehbar ist der zweiarmige Kontakthebel 21 angeordnet, der durch die an seinem einen Ende angreifende Zugfeder 26 in gestreckter Lage gehalten wird.
Ist nun bei Drehung der Scheibe 29 gegen den Uhrzeigerdrehsinn das freie Ende des He bels gegen den Anschlag 30 gestossen, so wird bei weiterer Drehung die Feder 26 an gespannt, bis die Spitze des Hebels 21 von dem Anschlag abgleitet und dabei mit dem Stift 31 auf die Kontaktfeder 23 schlägt und diese herunterdrückt. Läuft nun nach der Kontaktgabe die Scheibe 29 in entgegen gesetzter Drehrichtung, o gibt die Kontakt feder 23 so lange Kontakt, his "ich die Fe der 24 wieder eini-,ermassen entspannt hat. Während dieser Zeit ist dann der Auslöse- st.romkreis noch immer geschlossen.
Die gleichbleibende Drehzahl der Scheibe 11 kann naturgemäss auch durch meehani- schen Antrieb (Uhrwerk oder Gewicht) er zielt werden.
Um die Einrichtung auch für das selek tive Abschalten fehlerhafter Leitungs strecken zu verwenden, wird beispielsweise eine Scheibe von der Spannung zwischen den fehlerhaften Leitern und die andere von dem Fehlerstrom beeinflusst. Eine sol che Anordnung arbeitet dann nach Art eines Distanzrelais. f\atürlich kann man auch eine Scheibe durch Strom und Spannung beein flussen und so beispielsweise ein gerichtetes Distanzrelais erzielen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrisches Relais zürn Schutze elektri scher Anlagen mit von einer zu überwachen den elektrischen Grösse abhängiger Auslöse zeit mit mehreren sich ständig bewegenden, miteinander und mit:einer Schaltvorrichtung gekuppelten Gliedern, dadurch gekennzeich net, dass wenigstens im Normalzustand der Anlage die eine Gruppe dieser Glieder sich mit wesentlich gleichförmiger Geschwindig keit bewegt und die andere Gruppe sich mit von einer elektrischen Betriebsgrösse ab hängigen Geschwindigkeit bewegt, die un terhalb der der ersten Gliedergruppe bleibt, solange - diese Grösse einen zugelassenen Grenzwert nicht erreicht,während es sich im Fehlerfalle mit je nach der Grösse des Fehlers mehr oder weniger höherer Ge schwindigkeit bewegt als die erste Glieder gruppe und hierdurch nach kürzerer oder längerer Zeit eine,die durch den Fehler hervor gerufene Gefahr beseitigende bezw. anzei gende Schaltung ausführt.UNTERANSPR UCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als. ständig bewegte Glieder die rotierenden Systeme zweier Induktionszähler dienen, die mit einander über ein Differentialgetriebe gekuppelt sind, auf dessen Steuerwelle ein Schalthebel so angeordnet ist, dass er bei der Drehung der Welle nach der einen Seite durch einen einstellbaren An schlag festgehalten ist, während er bei der Drehung nach der andern Seite nach gewisser Zeit einen Kontakt schliesst.2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass' das eine be wegte System stets mit gleichbleibender Drehzahl umläuft, während die Drehzahl. des andern vom Strom in der zu Über wachenden Leitung abhängig ist. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da. durch gekennzeichnet, dass das eine be- wegte System stets mit gleichbleibender Drehzahl umläuft, während die Drehzahl des andern von der Spannung in der zu überwachenden Leitung abhängig ist.Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass das eine be wegte System stets mit gleichbleibender Drehzahl umläuft, während die Drehzahl des andern vom Strom und von der Span nung in der zu überwachenden Leitung abhängig ist. 5. Einrichtung nach Unteranspruch 1, zum selektiven Abschalten fehlerhafter Lei tungsstrecken, dadurch gekennzeichnet, dass das eine bewegte System von der Spannung und das. andere vom Strom der zu überwachenden Leitungsteilstrecke be einflusst ist.6. Einrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch eine Schaltvorrich tung, die nach Kontaktgabe, in die Aus gangsstellung zurücklaufend, den Kon takt noch einige Zeit geschlossen hält.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE123802X | 1925-09-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH123802A true CH123802A (de) | 1928-01-02 |
Family
ID=5657953
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH123802D CH123802A (de) | 1925-09-15 | 1926-09-06 | Elektrisches Relais zum Schutze elektrischer Anlagen mit von einer zu überwachenden elektrischen Grösse abhängiger Auslösezeit. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH123802A (de) |
-
1926
- 1926-09-06 CH CH123802D patent/CH123802A/de unknown
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