Heizvorrichtung mit Wärmeaufspeicherung. Die Erfindung betrifft eine weitere Aus gestaltung der Heizvorrichtung nach Patent anspruch des Hauptpatentes. Es wurde ge funden, dass sich unter Mitverwendung der dem Hauptpatent zugrunde liegenden wärme technischen Phänomene auch transportable Heizvorrichtungen von vielseitiger Verwend barkeit und grosser Wirtschaftlichkeit schaf fen lassen.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungs beispiele von transportablen Heizvorrichtun gen veranschaulicht. Die Fig. 1 bis 3 zeigen ein Ausführungsbeispiel der Heizvorrich- tung, und zwar Fig. 1 in einem Vertikal- schnitt, Fig. 2 in einer Draufsicht, teilweise geschnitten nach Linie II-11 der Fig. 1, Fig. 3 in einem Schnitt nach Linie III-HI der Fig. l;
die Fig. 4 bis 8 zeigen eine wei tere Ausführungsform einer transportablen Heizvorrichtung, und zwar Fig. 4 im Verti kalschnitt, Fig. 5 in Draufsicht;
Fig. 6 zeigt die gleiche Heizvorrichtung, jedoch mit auf gesetztem Bratrohr im Vertikalschnitt, Fig. 7 in. Draufsicht, und Fig. 8 im Schnitt nach Linie VIII -'III der Fig. 7.
Bei der Heizvorrichtung gemäss den Fig. 1 bis 3 stellt x den zum Beispiel aus einer kreisrunden Metallplatte bestehenden wärme leitenden Block dar, der von einem druck- und gasdicht ,geschlossenen Kanalsystem durchzogen ist. Das Kanalsystem besteht aus den ringförmigen Kanälen 301 und den radial verlaufenden Kanälen 302, die an den Kreuzungsstellen miteinander verbunden sind.
In das Kanalsystem ist ein für allemal ein Wärmeübertragungsmittel eingefüllt, das zwischen den Temperaturgrenzen, innerhalb der die aufgespeicherte Wärme nutzbar ge macht werden soll, sich im Zustande des ge- sättigten Dampfes unter Druck befindet. 303 ist die wärmeaufnehmende, 304 die wärme abgebende Fläche des Blockes x.
Der Block x ist in einem Untersatz 305 aus wärmeiso- lierendem Baustoff eingesetzt und durch eine Platte 306 aus gleichem Baustoff abgedeckt. Die Platte 306 weist bis zur wärmeabgeben den Fläche 304 des Blockes reichende Aus- nehmungen 307 auf, die zum Einsetzen von Kochgeschirren, z. B. Sterilisatoren 308 die nen und bei Nichtgebrauch der Heizvorrich- tun, durch Deckel 309, ebenfalls aus wärme isolierendem Baustoff, abgeschlossen sind.
Am Untersatz 305 sind an die wärmeaufneh- mende Fläche 303 des Blockes < < - angrenzende Hohlräume 310, 311 angeordnet, die zur Aufnahme von Wärmequellen dienen. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist in dem Hohlraum 310 ein elektrischer Heizwi derstand 312 eingebaut, der mittelst des Steckkontaktes<B>313</B> an eine Stromquelle an geschlossen werden kann und zur Erhitzun; des Blockes x mit Hilfe des elektrischen Stromes dient. Der Hohlraum 311 ist dia metral durch den Untersatz 305 hindurchge führt und beiderseits durch je einen Deckel 314,315 aus wärmeisolierendem Baustoff ab schliessbar.
Dieser Hohlraum 311 dient zur Aufnahme einer weiteren Wärmequelle, als die eine auch für andere Zwecke verwend bare Gasfeuerung 316 (oder statt dieser eine Spiritus-, Petroleumfeuerung oder derglei chen) verwendet werden kann. Der eine Dek- kel 315 ist mit einer Bohrung für die Auf nahme der Gaszuleitung 317 ausgestattet. Zur Erleichterung des Transportes sind am Untersatz 305 Handhaben 318 angebracht.
Die beschriebene Heizvorrichtung ist handlich, leicht transportabel und kann, da sie gegen unten durch wärmeisolierenden Baustoff abgeschlossen ist, auf jedem Tiscli oder sonstigem Möbelstiick aufgestellt wer den. Der Block x kann nach Bedarf von ver schiedenen Wärmequellen angeheizt werden, und zwar gewährleistet jede Wärmequelle für sich ein rasches Anheizen des Blockes. Jedoch kann der Block auch von mehreren Wärmequellen gemeinsam angeheizt werden. Die Wärmequelle 316 kann nach dem Anhei zen des Blockes auch aus dem Raum 311 herausgezogen und anderweitig verwendet werden.
Der Raum 311 wird durch die Dek- kel 314, 315 abgeschlossen, wodurch die in dem Block enthaltene Wärme sehr lange auf-, gespeichert bleibt. Die Vorrichtung eignet sich insbesondere für Krankenzimmer, in Spitälern, Sanatorien und dergleichen, wo oft zur Nachtzeit rasch kochendes Wasser für Sterilisationszwecke oder dergleichen gebraucht wird, kann aber auch. für Koch zwecke im allgemeinen, insbesondere zum Ko chen von Speien und Getränken im Freien und. zur Zubereitung von Speisen und Ge tränken am Speisetisch Veiwendung finden.
Bei der Heizvorrichtung nach den Fig. 4 bis 8 besteht der Block x aus einer recht eckigen Platte, die von aufeinander senk rechten und miteinander zu einem geschlos senen K.;na.ls3-.;tem- ver:13uudc@ncn Kanälen <B>321</B> durchzogen ist. In dem Kanalsystem ist ein für allemal das Wärmeübertra.gungsmit- tel Bruch- und gasdicht eingeschlossen. 322 ist die wärmeaufnehmende, 323 die wärme- abgebende Flä.ehe des Blockes x.
Der Block x ist in einem Untersatz 324 aus wärme isolierendem Baustoff eingesetzt und durch eine mveiteilige Platte 325, 3'_'f; aus denc gleichen Baustoff abgedeckt. Die Teile der Platte 325, 326 weisen bis zur wärmeabge benden Fläche<B>3213</B> des Blockes x reichende Ausnehmungen 327 auf, die zum Einsetzen von Kochgeschirren und dergleichen dienen und bei Nichtgebrauch durch Deckel 328 aus wärmeisolierendem Baustoff abgeschlos sen sind.
Der Untersatz 324 ist gegen unten und gegen eine Seite offen, so da-ss innerhalb des Untersatzes ein Hohlraum 329 entsteht, in den die -Wärmequelle 330 eingeschoben werden kann. Als Wärmequelle kann bei spielsweise ein auch, für andere Zwecke ver wendbarer Gas-Rechaud verwendet werden. Um die wärmeaufnehmende Fläche 322 des Blockes x nach dem Anheizen gegen den nach aussen offenen Hohlraum 329 abschlie ssen zu können, ist ein Schieber 335 aus wärmeisolierendem Baustoff vorhanden. Der Schieber 337 läuft in Führungen 336, die am Untersatz befestigt sind.
Beim Anhei zen wird der Schieber 335, wie in Fig. 8 durch strichlierte Linien angedeutet, heraus gezogen, so dass die Flamme der Wärme quelle die wärmeaufnehmende Fläche 322 des Blockes bespülen kann.
Nach dem Ein schieben des Schiebers 335 und. bei aufge setzten Deckeln 328 ist der Block x vollstän dig von wärmeisolierendem Baustoff einge schlossen, wodurch die aufgespeicherte Wärme sehr lange erhalten bleibt. Beim. Gebrauch der Heizvorrichtung werden die Deckel <B>.328</B> nach Bedarf abgenommen und ;Iii ihrer Stelle die Kochgefässe eingesetzt.
Die die wärmeabgebende Fläche 323 des Blockes x abdeckende Platte <B>325,</B> 326 ist ab nehmbar; an ihrer Stelle kann ein Bratrohr 3.10, ebenfalls aus wärmeisolierendem Bau stoff aufgesetzt werden, so :dass die Heizvor richtung in gleiches Weise auch zum Braten und Backen benützt werden kann.
Das Brat- rohr kann so gross gewählt werden,<I>dass es</I> den ganzen Block deckt, oder wie in den F'ig. 6 und 7 dargestellt, nur so gross sein, dass es statt eines Teils 326 der Deckplatte aufge setzt werden kann, wodurch die Heizvorrich- tung zum gleichzeitigen Kochen und Braten oder Backen verwendbar ist. Zur Erleich terung des Transportes sind am Untersatz 324 und am Bratrohr 340 Handhaben 341 angebracht.
Alle dargestellten Heizvorrich tungen besitzen demnach Handhaben und bilden so Kochapparate, welche mit zu ihrem Transport dienlichen Tragorganen versehen sind.