CH124122A - Verfahren zur Herstellung von Reibungsmaterial und nach dem Verfahren hergestelltes Material. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Reibungsmaterial und nach dem Verfahren hergestelltes Material.

Info

Publication number
CH124122A
CH124122A CH124122DA CH124122A CH 124122 A CH124122 A CH 124122A CH 124122D A CH124122D A CH 124122DA CH 124122 A CH124122 A CH 124122A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
impregnated
fiber structure
friction material
production
hardening
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Co Kirchbach Sche We Kirchbach
Original Assignee
Kirchbach & Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kirchbach & Co filed Critical Kirchbach & Co
Publication of CH124122A publication Critical patent/CH124122A/de

Links

Landscapes

  • Braking Arrangements (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Reibungsmaterial und nach dem Verfahren  hergestelltes Material.    Die Reibbeläge neuzeitlicher Bremsen,  Reibungskupplungen usw. bestehen meist       aus    einem Gewebe oder anderem Faserge  bilde, das mit Harz,     Kunstharz,    Gummi,  Lack oder andern     Bindemitteln    getränkt und  dann     einem        Trockenprozess    unterworfen  wird. Es ist auch bekannt, zum Impräg  nieren derartiger Gewebe Bakelit zu ver  wenden, das den Vorteil bietet, dass die be  treffenden Reibkörper besonders starken  Beanspruchungen gewachsen sind, insbeson  dere bei hoher Temperatur nicht weich wer  den und zum     "Schmieren"    neigen.

   Voraus  setzung hierfür     ist    aber ein vollständiges  Aushärten des Bakelits, was eine längere  Zeit dauernde Hitzeeinwirkung voraussetzt.  Dieses Aushärten bringt aber     besonders    bei  in Bandform hergestellten     Reibungsbelägen     den     Nachteil    mit sich, dass das beim Härten  sehr spröde werdende Material sich nicht in  der sonst üblichen Weise rollen     lässt    und  auch beim     Aufnieten    auf den betreffenden       Bremskörper    oder dergleichen leicht springt.

      Man     musste    sich deshalb mit     einer    weniger  weit     .getriebenen    Härtung begnügen, die wie  der den Übelstand mit sich brachte, dass die  betreffenden     Reibungsbeläge        die    für ihren  spezifischen     Verwendungszweck    vorteilhaf  ten Eigenschaften, insbesondere die Wider  standsfähigkeit gegen hohe     Temperaturen     und sonstige physikalischen     Einflüsse    in dem       erwünschten        vollkommenen    Masse nicht er  hielten.

   Man war also auf einen     Kompro-          miss        angewiesen.    Dabei war es     praktisch     aber sehr schwierig, beim     Härten    immer die  richtige     Mitte    zu     halten    zwischen einer zu  kurz dauernden     bezw.    zu wenig intensiven  Behandlung, .die zu einem schon bei mässiger       Inanspruchnahme        "schmierenden"    Erzeug  nis führt, und einer zu weit -     getriebenen     Härtung, die .das Material wegen zu grosser  Sprödigkeit unbrauchbar machte.  



  Die     Erfindung    schafft hier Abhilfe, in  dem sie das volle     Aushärten    des impräg  nierten Gewebes und damit die höchste Stei  gerung der für die     Verwendung        als    Rei-           bungskörper    wertvollen Eigenschaften zu  lä,sst und dabei doch die Herstellung bieg  samer Beläge ermöglicht, die sich ohne  Bruchgefahr rollen und in diesem Zustande       versenden    lassen, und     die    sich auch. ohne  weiteres einer     gekrümmten    Unterlage an  schmiegen und sich mit ihr durch Nieten  usw. verbinden lassen. Der     Grandgedankc@     des neuen Verfahrens besteht darin, dass man.

    das imprägnierte Fasergebilde während des       Hä.rtens    wiederholt deformiert, indem     man     es beispielsweise innerhalb des Härteofens  in Form eines endlosen Bandes über sieh  drehende Rollen oder Walzen laufen lässt,  wie es in der Zeichnung angedeutet ist.  



       Beispiel:    Das in üblicher Weise zum  Beispiel mit Bakelit     imprägnierte    und  zweckmässig vorgetrocknete Material, das  beispielsweise aus Asbestgewebe besteht und  die Form eines endlosen Bandes oder Rie  mens     a    hat, wird auf innerhalb des Härte  ofens drehbar gelagerte Walzen     h,   <I>c. d</I> ge  bracht, die zweckmässig verschiedene Durch  messer besitzen und so angeordnet sind, dass  das Band beim Laufen über die Walzen nach  verschiedenen Seiten hin und her gebogen  wird. Die Walzen werden zum Beispiel  durch einen Motor dauernd in Umdrehung  gehalten, bis     die    Härtung vollendet ist.  



  Die Erfahrung hat gezeigt, dass man auf  diese Weise auch bei bis zum äussersten ge  triebener Härtung ein Material erhält, das in  bezug auf Biegsamkeit und Schmiegsamkeit  zu stellenden     Ansprüchen    in jeder Beziehung  entspricht und das in seinen übrigen Eigen  schaften denen     eines    vollkommen ausgehär  teten Reibungsmaterials mindestens     gleieh-          kommt.    Es lässt sich ebenso wie die mehr  oder weniger "weichen", das heisst nur teil  weise gehärteten     Bremsbänder    in Rollenform  in den Handel bringen, nach den verschie  densten Durchmessern biegen und so den  mannigfaltigsten Verwendungszwecken an  passen,

   ohne wie die sonst in dieser Weise  zu verarbeitenden Bremsbeläge bei     starker     Inanspruchnahme unbrauchbar zu werden.  Ein weiterer Vorteil des neuen Verfahrens  besteht darin, dass das nach ihm hergestellte    Erzeugnis immer gleichmässig ausfällt, da  der     Härteprozess    stets bis zu Ende geführt  wird, während er bei den bisher üblichen  Verfahren     iii        cinpm        Zwi,#chenst.adium    unter  brochen werden musste, wobei die Eigen  schaften des     Erzeugnis.es    nicht nur von der  Dauer der     Härtung        iind    den dabei angewand  ten     Temper < itur,n,

          sondern    auch     von,    de     ti     Masse der     Vortroeknung,    der     Stärke    des ver  arbeiteten Gewebes, kurz von einer Reihe  von Bedingungen abhängig waren, deren  gleichzeitige genaue     Berücksichtigung        pral-          tisch        undurchführbar    ist,     :o    dass die Be  schaffenheit des     Erzeugnis.e.    nie gleich  mässig ausfiel.  



  Ein weiterer durch die vollständig durch  geführte Härtung bedingter Vorteil des  neuen Verfahrens ist schliesslich noch der,  dass     das    Reibmaterial im Gegensatz beson  ders zu dem mit Bakelit     imprägnierten,    nicht.       vollständig        ausgehärteten    Material, geruch  los wird.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH I:</B> Verfahren zur IHerstellung von Reibma terial für Brems- und Kupplungszw ecke aus mit einem vollständig zu bärtendf@ni Imprdig- nierungsmittel getränktem Fa:sf@rgebilde, da durch gekennzeichnet, dass man das impräg nierte Fasergebilde während der Härtung wiederholt deformiert, zum Zwecke, es bieg sam zu machen. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach dem Patentanspruch 1.
    dadurch gekennzeichnet, dass man das im prägnierte und vorgetrocknete Fasergebilde innerhalb eines Härteofens in Form eines endlosen Bandes über sich drehende Walzen laufen lässt. PATENTANSPRUCH II: Reibmaterial hergestellt nach dem Ver fahren gemäss Patentanspruch. I, bestehend aus einem mit vollständig gehärtetem Kunst harz imprägnierten Gewebe, dadurch gekenn zeichnet, dass es ohne zu brechen biegsam ist.
CH124122D 1925-11-24 1926-10-30 Verfahren zur Herstellung von Reibungsmaterial und nach dem Verfahren hergestelltes Material. CH124122A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE124122X 1925-11-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH124122A true CH124122A (de) 1928-01-02

Family

ID=5658091

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH124122D CH124122A (de) 1925-11-24 1926-10-30 Verfahren zur Herstellung von Reibungsmaterial und nach dem Verfahren hergestelltes Material.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH124122A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT405950B (de) Pressmantel zur entwässerung einer papierbahn in einem pressspalt einer papiermaschine und verfahren zu seiner herstellung
EP0578972B1 (de) Verfahren zum Herstellen einer Walze mit elastischem Bezug
DE2310962A1 (de) Aus beschichtetem gewebe bestehender ueberzugskoerper, beispielsweise fuer hohen temperaturen unterliegenden ausdehnungsverbindungen
DE487238C (de) Verfahren zur Herstellung von Reibmaterial fuer Brems- und Kupplungszwecke
CH124122A (de) Verfahren zur Herstellung von Reibungsmaterial und nach dem Verfahren hergestelltes Material.
AT112117B (de) Verfahren zur Herstellung von Reibmaterial für Brems- und Kupplungszwecke.
DE521862C (de) Mit Haltestreifen versehene Form zur Behandlung von Struempfen
DE60309980T2 (de) Bandträgerplatte für ein Laufband für medizinische Anwendungen und Übungen
DE566627C (de) Vorrichtung an Vulkanisiermaschinen
AT299630B (de) Riemenscheibe u.dgl.
AT157273B (de) Verfahren zur Herstellung von wasserundurchlässigen, aber luftdurchlässigen Geweben.
DE2324818C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines Lederersatzprodukts
DE677172C (de) Reibbelag, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE755126C (de) Treibriemen
AT93306B (de) Auspreßvorrichtung, insbesondere für die Häute in den Gerbereien.
AT121838B (de) Walze mit nachgiebigem Überzug und Verfahren zur Herstellung desselben.
AT144157B (de) Schuhstrecker.
DE77087C (de) Nicht zusammenballende, elastische Schutzmasse für Luftradreifen
AT110707B (de) Walze für Textilmaschinen, insbesondere für die Streckwerke von Spinnmaschinen.
DE635529C (de) Biegsamer Bremsbelag in Rollenform fuer Kraftfahrzeuge
AT129902B (de) Verfahren zur Herstellung von Reibbelägen für Brems- und Kupplungszwecke.
AT106919B (de) Verfahren zur Herstellung von Bremsklötzen und hiernach hergestellter Bremsklotz.
AT41485B (de) Schuhsohle aus Filz oder filzartigen Stoffen.
AT142437B (de) Veränderlicher elektrischer Widerstand oder Potentiometer.
AT50303B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von fettgarem Leder.