CH124204A - Wärmespeicher für Dampfkraftanlagen. - Google Patents
Wärmespeicher für Dampfkraftanlagen.Info
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Description
Wärmespeicher für Dampfkraftanlagen. Zur Aufspeicherung .der Wärme des über schüssigen Kesseldampfes wird bei Wärme speichern für Dampfkraftanlagen in der Re gel Wasser in einem grossen Behälter (Spei chertrommel) verwendet, in oder durch den der Überschussdampf geleitet wird. Verein zelt wurden auch feste Massen (zum Beispiel Metallmassen) zur Aufspeicherung benutzt. Ferner wurden in Dampfspeichern als Spei cherstoff in Hohlräume, nämlich zwischen die Wände, doppelwandiger Rohre, einge schlossene, ihren Aggregatzustand ändernde Körper verwendet, und zwar wurden hierzu schmelzende Körper, insbesondere Salze, ge wählt.
Die bisher bekannten Speicherungs- arten haben Nachteile, da der wirtschaftliche und sichere Betrieb dieser Wärmespeicher grossen Raum, kostspielige Sicherungsvor richtungen und Instandhaltungsarbeiten er fordert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Wärmespeicher für Dampf kraftanlagen zu schaffen, bei dem alle diese Nachteile vermieden sind. Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, d ass für die Auf- Speicherung der Wärme des, jeweilig über schüssigen Kesseldampfes ein von einem ge schlossenen Kanalsystem durchsetzter wärme- leitender Körper dient, wobei das Kanal system ein für allemal mit einem Stoff (zum Beispiel Wasser) angefüllt ist, der sich zwi schen :
den Temperaturgrenzen, innerhalb wel cher die in dem Körper aufgespeicherte Wärme für die Dampfkraftanlage nutzbar gemacht wird, sowohl bei der Erwärmung als bei der Wärmeabgabe im Zustande des ge sättigten Dampfes unter Druck befindet. ' In der Zeichnung sind mehrere Ausfüh rungsbeispiele des Erfindungsgegenstan@des dargestellt. Fig. 1 zeigt schematisch eine Dampfkraftanlage mit ..dem Wärmespeicher;
die Fig. 2 bis 6 zeigen eine Einzelheit der Anlage gemäss Fig. 1, und zwar Fig. 2 im Längsschnitt, Fig. 3 im Schnitt nach Linie III-III der Fig. 2, Fig. 4 im Querschnitt, F'ig. 5 im Schnitt nach Linie V -V der Fig. 4, Fig. 6 im Schnitt nach Linie VI-VI der Fig. 4;
Fig. 7 zeigt einen Querschnitt durch eine andere Ausführungsform des 'ärmespeicherblockes; Fig. 8 zeigt einen Schnitt nach Linie VIII-VIII der Fig. 7, Fig. 9 einen Horizontalschnitt durch eine weitere Ausführungsform des Wärmeapei- c herblockes.
In Fig. 1 ist 1 der Dampfkessel, \3 sein Dom. 3 ist die zur Kra.ftmasehine 4 füh rende Leitung. 4 ist die Kraftmaschine, zum Beispiel eine mit einem elektrischen Strom erzeuger gekuppelte Dampfturbine. In der Hauptdampfleitung 3 ist ein Dreiwegliabn 7 eingebaut. An den Dreiweghahn ist eine Rohrleitung 8 angeschlossen,, die den über schüssigen Dampf in den später zu erläutern den Wäiinespeicher x führt. 12 ist die Speisepumpe, die durch die Leitung 1.3 das Speisewasser in den Kessel pumpt.
In der Leitung 13 ist der Dreiweghahn 15 "-inge- baut. Von dem Dreiweghahn führt eine Lei tung 16 zum Wärmespeicher x. Bei entspre- ehender Stellung des Dreiweghahnes 15 kann die Speisewasserzufuhr vom Kessel l abge schaltet und das Speisewasser in den Wärme speicher geleitet werden. Das im Speicher erhitzte Wasser verlässt den Wärmespeicher durch die Leitung 17. In die Leitung 17 sind zwei Dreiweghä.hne 18, 19 eingebaut.
An den Hahn 18 ist die in -den Kessel führende Lei tung 21 und an den Hahn 19 die zur Kraft- niaschine führende Leitung 22 angeschlossen. Die Leitung 17 führt zu weiteren Da.mpfver- brauchsstellen, zum Beispiel Heizungen, Hilfsmaschinen, Färbereien oder dergleichen.
Der Wärmespeicher x besteht im wesent lichen aus einem wärmeleitenden Körper 30, zum Beispiel einem massiven Metallblock, der durch eine oder mehrere Isolierschichten 31, 32 (zum Beispiel Korkstein, Thermolyth) praktisch nach aussen hin vollständig abge-- schlossen ist. Der durch .den Wärmespeicher block verlaufende Kanal 34 steht durch eine die Isolationsschichten durchbrechende 31uffe 33 mit der Leitung 8 und durch die bluffe 35 mit der Leitung 10 in Verbindung.
Der Block kann also. durch überschüssigen Kes seldampf erwärmt -werden. Im Innern des Blockes ist ein geschlossenes Kanalsystem -h0 angeordnet (vergleiche Fig. 1, 2, 3, 4 und 6). In das Kanalsystem 40 ist ein für allemal ein wärmeübertragender Stoff eingefüllt, der die Aufgabe hat, die dem Block zugeführte Wärme derartig gleichmässig auf die ganze Masse des Blockes .z- zu verteilen, dass der Block jederzeit an allen Stellen die g1F.iclie Temperatur besitzt.
Als Wärmc@übertra,",ungs- stoff kommen solche Flüssigkeiten (zum Bei spiel M'asser, Ammoniak, Alkohol) in Be tracht, die sich zwischen den Temperatur grenzen, innerhalb welcher die in dem Block aufgespeicherte Wärme nutzbar gemacht wird, ein Höchstmass an 6L'ä.rmeleitfähigkeit besitzen.
Es wurde gefunden, dass der gün stigste Wä.rmeleitungszustand zwischen dem Siedepunkt und der kritischen Temperatur der Flüssigkeit liegt, tvenn sie sich im Zu stande des gesättigten Dampfes befindet. Da es sich im vorliegenden Falle um die N'utz- barnia,cliung der Wärme für eine Dampf kraftanlage handelt, sind die Temperatur grenzen ungefähr 70 und 400 .
Es wird da her als "'lirmeühertragungssubsta.nz vorteil haft Wasser v(i- -eiidet. Da.s Kanalsystem 40 wird nach dein Einfüllen einer bestimmten Menge des 'ärmeü.bertragungsliörpers in ge eigneter Weise (zum Beispiel durch Pfropfen oder durch -\'ersehweissen) druck- und gas dicht abgeschlossen, so rlass der eingefüllte Stoff in dein gleichbleibenden Volumen des Kanalsvsteins erhitzt werden kann, ohne dass sich seine Menge ändert.
Das durch die Leitung 16 strömendi- Wasser tritt durch die Muffe 36 in den Wärmespeicher ein, durchströmt eine in Schlangenwindungen den Block 30 durch ziehende Rohrleitung 37 (vergleiche Fig. 2, 4 und 5) und verlässt durch die Muffe 38 den Speicher.
Dabei wird di(@ im Bloch 30 auf gespeicherte Wärme an das Wasser ab@ge- geben und .dieses, je nach der Temperatur des Blockes, entweder in Dampf verwandelt und über die Leitungen 17 und 22 zu Dampfvei-- brauchsstellen geführt oder nur erwärmt lind als heisses Wasser dureb die Leitung 21 i1('111 Kessel 1 zugeführt.
In den Fig. 2 bis 6 ist eine Ausführungs form des wärmeleitenden Blockes dargestellt. Der Block 30 ist an seiner Unterseite in der Längsrichtung von .dem Kanal 34 durchbohrt, der für die Heizung des Blockes dient. Fer ner ist der Block von einem geschlossenen Kanalsystem 40 durchsetzt, in das die Wärmeübertragungssubstanz ein für allemal eingefüllt ist. Die für die Erhitzung des Wassers dienende Rohrleitung besteht aus drei Bohrungen 37, die in der Längsrichtung des Blockes verlaufen und durch Rohrkrüm mer 39 zu einer Schlange verbunden sind.
In den Fig. 7 und 8 ist 30 der Metall block des Wärmespeichers, 34 der für die Heizung des Blockes .dienende Kanal und 40 das geschlossene Kanalsystem, das den Wärmeübertra,gungskörper enthält. Die für die Erhitzung des Wassers dienende Rohr schlange 50 ist an der Aussenfläche des Blok- kes angebracht. Diese Rohre haben an der Unterseite einen Flansch 51, der an der Aussenfläche des Blockes anliegt, so dass er in gut wärmeleitender Verbindung mit dem Block steht. Der Flansch 51 kann beispiels weise auf den Block aufgeschweisst sein.
Die wärmeisolierende Umhüllung, die bei dieser Ausführungsform auch die Rohrleitung 50 umschliessen muss, ist in der Zeichnung weg gelassen. Diese Ausführungsform hat dexi Nachteil, dass im Innern des Blockes mehr Raum für die Unterbringung des Kanal systems 40 zur Verfügung steht.
In Fig. 9 ist 30 der Metallblock des Wärmespeichers. Die für die Erhitzung des Wassers dienende Rohrleitung besteht aus drei Bohrungen 60, die durch die querverlau fenden Bohrungen 61 zu einer den Block in Schlangenwindungen durchsetzenden Rohr leitung verbunden sind. Die Bohrungen 60, 61 sind an ihren Enden mit Ausnahme der Zuströmöffnung 62 und der Ausströmö ff nung 63, durch Blindflanschen 65 abgeschlos sen. Zur Reinigung der Bohrungen werden die Blindflanschen abgenommen.
Die Bauart .des Wärmespeicherblockes, seine Anordnung und Anschaltung an die Dampfkraftanlage, die chemische Zusam mensetzung des in die Blockkanäle ein für allemal eingefüllten Wärmeübertragungskö,r- pcrs können auch geändert werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Wärmespeicher für Dampfkraftanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass für die Auf Speicherung der Wärme des jeweilig über schüssigen Kesseldampfes ein von einem ge schlossenen Kanalsystem durchsetzter wärme leitender Körper dient, wobei das Kanal system ein für allemal mit einem Stoff an gefüllt. ist, der sich zwischen den Tempera turgrenzen, innerhalb welcher die in dem Körper aufgespeicherte Wärme für die Dampfkraftanlage nutzbar gemacht wird, so wohl bei der Erwärmung als bei der Wärme abgabe im Zustande des gesättigten Dampfes unter Druck befindet.UNTERANSPRüCHE 1. Wäamespeicher nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der wärmelei tende Körper<B>(</B>30) aus einem metallischen Block besteht, der mit Ausnahme von den durch den Kesseldampf der Dampf kraftanlage beheizbaren Kanälen und jenen Kanälen, welche die aufgespeicherte Blockwärme für die Dampfkraftanlage nutzbar machen, allseitig durch wärme isolierenden Baustoff geschützt ist. 2.Wärmespeicher nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, .dass die zur Nutzbarmachung der aufge speicherten Wärme dienenden Blockteile mit Einrichtungen (21, 22) der Dampf- kraftanlage durch Kanäle (37) so@ verbun den sind, dass die aufgespeicherte Block wärme nach Bedarf zur Erhitzung des in ,der Dampfkraftanlage verwendeten Was sers verwendet werden kann. 3. Wärmespeicher nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, da,ss ..der Block (30) einen vom Kesseldampf bespülten Kanal (34) besitzt, der für die Erwärmung des Blockes dient. 4.Wärmespeicher nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn- zeichnet; da.ss für die Entnahme der @Vä.ime aus dem Block (30) eine mit die sem in wärmeleitender Verbindung ste hende Rohrleitung vorgesehen ist. a. Wärmespeicher nach Patentanspruch und Untera.nsprucli 4, dadurch gekennzeichnet, dass die für die Entnahme der Wärme aus dem Block (30) dienende Rohrleitung im Innern des Blockes verläuft.@@. \\,'ä.rmespeicher nach Patenta.nsprueh und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die für die Entnahme der Wärme aus dem Bloch (30) dienende Rohrleitung (50) an der Aussenfläche des Blockes anlie,,_,t. 7.Wärmespeicher nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch bekenn- zeichnet, dass der für die Erwärmung g des Blockes (30) dienende Kanal (34) ein,-r- seits mit der rrischdampfleitunb (3) des Kessels (1) der Dampfkraftanlage, a.nder- seits mit einer in den Kessel mündenden Rohrleitung (10) verbunden ist.Wärmespeicher nach Patentanspruch und Unteransprüch en 1 bis 7, dadurch gekenn zeichnet, dass die für die Entnahme der Wärme ans dem Block (30.) dienende Rohrleitung (37) einerseits mit der Speise- (1.3.). anderseits mii einer in den Iiesel der Dampfkra.fta.nlage Inün- denden Rohrleitung (21) verbunden ist. 9.Wärmespeicher nach Patentanspruch. und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekenn- zeiclinet, dass die für die Entnahme der 'ä.rme aus dem Bloel: (3Ü) dienende Rohrleitung (37) einerseits mit der Speise- wa.sserleitung (13), anderseits mit einer Dampfverbrauchsstelle (durch 17, 22) ver bunden ist.
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