CH125007A - Verfahren zur Darstellung von 2-Amino-3-chloranthrachinon. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von 2-Amino-3-chloranthrachinon.

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  Verfahren zur Darstellung von     2-Ainino-3-ehloranthrachinon.       Die vorliegende Erfindung betrifft ein       Verfahren    zur Gewinnung von     2-Amino-3-          chloranthrachinon.        Das    Verfahren ist da  durch gekennzeichnet,     da.ss    aus dem au-,  (3'-     Amino-4'-ehlor)-2-benzoyl-benzoesäure    in       Gegenwart    von Schwefelsäure erhältlichen  Kondensationsprodukt das     2-Amino-3-chlor-          anthrachinon    auf Grund seiner geringeren  Löslichkeit in     Lösungsmitteln    von den leich  ter löslichen Beimengungen isoliert wird,

          -as    nach einer Ausführungsform des Ver  fahrens durch fraktioniertes Ausscheiden des       2-Amino-3-chloranthraeliinons    aus Lösungen       hcwirkt    werden kann.  



  Das     2-Amino-3-chloranthrachinon    ist von  hellgelbbrauner Farbe, schmilzt bei zirka.  310 bis     311,5'C,    sein Sulfat ist in konzen  trierter Schwefelsäure löslich, aber im we  sentlichen unlöslich in 80%iger Schwefel  säure und gibt beim     Bromieren    ein brom  haltiges     Amino-chloranthrachinon,    welches  zu chlorierten     Ind,anthrenen    und     Fla.van-          tlirenen    kondensiert werden kann.  



  Bisher wurde der durch     Kondensation    der       (e'-Amino-4'-(,hlor)-2-benzoz7l-benzoesäure        zu       einem     Anthraehinonderivat    erhaltene Körper  als einziger Körper mit einem Schmelzpunkt  von 280 bis 283   C angegeben.  



  Untersuchungen über diesen Körper haben  gezeigt, dass er aus mindestens zwei Körpern  zusammengesetzt ist, welche dadurch vonein  ander getrennt werden können, dass man Ge  brauch von ihrer verschiedenen Löslichkeit  in Schwefelsäuren von bestimmter Konzen  tration macht.  



  Auf diese Weise wurde zum Beispiel ein       chloriertes        ss-Amino=anthrachinon        erhalten,     das in reinem Zustande bei 310 bis 311,5   C  schmilzt und ausserdem ein weiterer Körper,  der ein chloriertes     a-Amino-anthrachinon    zu  sein scheint, das bei 196 bis 197   C schmilzt.  Diese beiden Körper sind wertvolle     Farstoff-          Zwischenprodukte.     



  Es zeigte sich, dass eine Trennung der  erwähnten Körper dadurch bewirkt werden  k Bann, dass man das durch     Ringschluss    er  haltene schwefelsaure Reaktionsgemisch auf       die.richtige    Konzentration verdünnt.  



  Ferner kann nach dem     Ringschluss    durch  Verdünnen des schwefelsauren Reaktionsge-           misches    auf die richtige Konzentration das  bei ungefähr 310 bis     311;5      C schmelzende       ss-Amino-3-chloranthrachinon    als Sulfat iso  liert und nachher     hydrolysiert    werden, und  die Filtrate können weiter bis auf etwa 55      h     verdünnt werden, um den andern, anschei  nend     isomeren    Körper zu gewinnen, welcher  bei zirka 196 bis 197   C schmilzt.  



  Das vorliegende Verfahren kann auch so  durchgeführt werden,     da.ss    man das -aus     (3'-          Amino-4'-chlor)-2-benzoyl-benzoesäure    erhal  tene, ein Gemisch darstellende     Kondensa-          tionsprodukt    mit konzentrierter Salzsäure  kocht und hierauf filtriert..

   Der     a-Amino-          körper    ist in     Salzsäure    leichter löslich als  der     ss-Aminokörper,    so dass     m,-in    einen     Fil-          trationsrückstand    erhalten kann, der w     esent-          lich    reicher an     ss-Aminoderivat    ist als die  ursprüngliche Mischung. Dieser Rückstand  kann, wenn erforderlich, nach derselben Me  thode noch weiter     gereinigt    werden.  



  Man     kann    das vorliegende Verfahren auch  so ausführen, indem man das Rohgemisch  in organischen Lösungsmitteln, wie Anilin,       i'-#Titrobenzol,        Tetrachloräthan    oder     Solvent-          naphta.,    löst und die Lösung kristallisieren       iässt.    Da der     a-Aminokörper    in organischen  Lösungsmitteln leichter löslich ist als der       ss-Aminokörper,    so können Kristalle erhalten  werden, welche wesentlich reicher an     ss-Ami-          nokörper    sind und auf die angegebene Weise,  wenn nötig,

   noch     weiter    gereinigt werden  können.  



  Die folgenden Beispiele zeigen, wie das  Verfahren ausgeführt werden kann, wobei  die angeführten Teile Gewichtsteile be  deuten.  



       Beispiel   <I>Z:</I>  Bei diesem Beispiel wird     (3'-Amino-4'-          chlor)-2-benzoyl-benzoesäure    in Gegenwart  von Schwefelsäure kondensiert, um den Ring  zu schliessen und     Amino-chlor-anthrachinone     zu bilden.  



  Nachdem das schwefelsaure Reaktions  gemisch hergestellt worden ist, wird es auf  die richtige Konzentration verdünnt, nämlich  auf eine     Scliwefelsäure-Konzentration    von  etwa. 80 %,     um    als Produkt     ein.    Sulfat aus-         zuscheiden,    welches nach dem Waschen mit  Wasser - wobei das Sulfat     hydrolysiert     wird - und nach dem Trocknen bei zirka  310 bis 311.,5   C schmilzt und augenschein  lich     ss-Amino-chlor-o.nthrachinon    ist.

   Die  Filtrate können dann durch Verdünnen auf  eine Konzentration von etwa. 55 %     gebi@aclit     werden, wodurch sich ein Körper     ausscheid-t,     der bei etwa 196 bis     1.97'C    schmilzt     und     der anscheinend ein     isomeres        Aminochloran-          trachinon    ist.

   Der erstgenannte Körper,     näm-          lieh    der bei zirka 310 bis 311,5   C schmel  zende, scheint ein chloriertes ss-     Amino-anthra-          chinon    zu sein, und zwar     2-Amino-3-clilor-          anthrachinon.    Durch     Bromieren    ergibt es ein       bromiertes        Amino-chlor-anthrachinon,        fl,is     bei Kondensation chlorierte     Indanthrene    und       Flavanthrene    bildet.  



  Der zweite erwähnte Körper schmilzt bei  zirka 196 bis<B>197</B>   C und scheint 1-     Aiiiino-          2-clilor-anthrachinon    zu sein. Fr kann leicht       bromiert    werden, wenn zum Beispiel in  schwacher Schwefelsäure oder in Nitrobenzol       suspendiert,    und ergibt ein     Monobrom-Deri-          vat,    vermutlich     1-Amino-2-ehlor-4-broman-          thrachinon.    Letzteres Produkt kann mit or  ganischen Basen, zum Beispiel mit Anilin  und     p-Toluidin    kondensiert werden, wodurch  Produkte erhalten werden,

   welche beim     Sul-          fieren    zu beständigen blauen     Farbstof        fers     führen.    <I>Beispiel 2:</I>  10 Teile des bei zirka 280   C bis 283   C  schmelzenden,     Amino-chloranthrachinone    ent  haltenden Gemisches, welches durch Konden  sation der     (3'-Amino-4'-chlor)-2-benzoyl-ben-          zoesäuTe    erhalten wurde,     werden    in 60 Teilen       100%iger    Schwefelsäure gelöst.  



  Wenn das Lösen beendet ist, werden 1 5  Teile     urasser    zugesetzt, wobei die Tempe  ratur unter 95   C gehalten wird. Schliesslich  wird die Lösung während kurzer Zeit auf  <B>120'C</B> erhitzt und dann auf Zimmertempe  ratur gekühlt. Sie wird mehrere Stunden  stehen gelassen und dann filtriert. Der hier  bei erhaltene Filterkuchen wird mit 80%iger  Schwefelsäure gewaschen und     darauf    mit      Wasser,     llm    die Schwefelsäure     .auszuwaschen,          und        nachher    getrocknet.  



  Das erhaltene     Produkt    besitzt eine hell  gelb-braune     Farbe    und schmilzt bei zirka       31#)    bis     311,5      C; es ist das     2-Amino-3-chlor-          anthrachinon.     



  Wenn man die Filtrate weiter - verdünnt        < iuf    eine Konzentration von 55 % Schwefel  säure. durch Hinzufügen von Wasser, dann  während einer kurzen Zeit auf 110 bis 120  C       c-l'hitzt    und abkühlen lässt, so kristallisiert ein       Körper    aus:

   durch     Abfiltrieren        und          #zclleii        finit        55%iger    Schwefelsäure und     zll-          lr-tzi:    mit Wasser und nachfolgendes     Trock-          ilen.kann    in,-in ein Produkt von     ziegelbraulifr          Forbc@        erliiilten,    das bei<B>196</B>     bis        197'C          schmilzt.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: EMI0003.0030 @TI#rflilil'e11 <SEP> zur <SEP> Dal'tellllIlg <SEP> voll <SEP> 2-AiIllll,l :i-c'liloranthracllinon, <SEP> dadurch <SEP> gekennzeicll nei-, <SEP> .dass <SEP> aus <SEP> dem. <SEP> aus <SEP> (3'-Amino-d'-clilor)-2 lic-nzo"-l-benzoesäur" <SEP> inGegenwart <SEP> von <SEP> Schwe feäure <SEP> erhältlichen <SEP> Kondensa.tionsproclukt <tb> da. <SEP> 2--#mino-3-eliloranthrachinon <SEP> auf <SEP> Grund <tb> .ühier <SEP> --eringeren <SEP> Löslichkeit <SEP> in <SEP> Lösungs iilii:
    tf'lii <SEP> voll <SEP> den <SEP> leichter <SEP> löslichen <SEP> Beimen gungen <SEP> isoliert <SEP> wird. <tb> Das <SEP> 2-Amino-3-chlora.nthrachinon <SEP> ist <SEP> von <tb> liellg'elb-brauner <SEP> Farbe, <SEP> sehmilzt <SEP> bei <SEP> zirka. <tb> 310 <SEP> M311,5 <SEP> <B>'C,</B> <SEP> sein <SEP> Sulfat <SEP> ist <SEP> in <SEP> konzen trierter <SEP> Schwefelsäure <SEP> löslich, <SEP> aber <SEP> im <SEP> we- sentlichen unlöslich in 80%iger ,Schwefel säure und gibt beim Bromieren ein brom haltiges Amino-chlorallthrachinon,
    welches zll chlorierten Indantlirenen und Flav an- threnen kondensiert werden kann. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierung des 2-Amino-3-ehloranthrachinons durch frak tioniertes Ausscheiden .aus Lösungen vor genommen wird.
    \?. Verfahren nach Patentanspruch und TTn- teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausscheidung des 2-Amino-3- ehloranthrachinons durch fraktioniertes Fällen aus Schwefelsäure vorgenommen wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und ITn- teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet.
    dass die Ausscheidung des 2-Amino-3- chloranthrachinons durch fraktionierte Kristallisation aus organischen Lösuilgs- mitteln vorgenommen wird. -1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das 2-Amino-3-chlor- anthraehinon von den Beimengungen durch Lösen dieser letzteren in Salzsäure isoliert wird.
CH125007D 1925-07-21 1926-07-20 Verfahren zur Darstellung von 2-Amino-3-chloranthrachinon. CH125007A (de)

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