CH125370A - Verfahren zur Herstellung einer Kunstmasse. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Kunstmasse.

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CH125370A
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Paul Haller
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    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G12/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G12/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
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Description


  Verfahren zur Herstellung einer Dunstmasse.    Gegenstand vorliegender Erfindung ist  ein V erfahren zur Herstellung einer Kunst  masse, dadurch gekennzeichnet, dass man  Anhydroformaldehydanilin mit Formaldehyd  in Gegenwart stark saurer Elektrolyten bis  zur Bildung einer festen Gallerte     reagieren     lässt, letztere hernach mit alkalisch wirken  den Elektrolyten behandelt und das erhaltene  Produkt trocknet.  



  Kondensiert man     Anhydroformaldaldehyd-          anilin    zum Beispiel in Gegenwart einer     un-          mefähr    äquivalenten Menge Salzsäure unter  mässiger Erwärmung mit ungefähr der äqui  valenten Menge Formaldehyd, so entsteht zu  nächst eine rote, kolloidale Lösung, die nach  einiger Zeit zu einer Gallerte erstarrt. Diese  geht, sich selbst überlassen, allmählich in  ein rotes, sprödes, unlösliches Harz über,  das jedoch leicht zerfällt und daher praktisch  unbrauchbar ist.  



  Unterwirft man jedoch die erhaltene  Gallerte einer Nachbehandlung mit alkalisch  wirkenden anorganischen Verbindungen, wie  z.B. Alkalilaugen, Ammoniak, Ammoniumsul  fid, Alkalisulfid und dergleichen, so nimmt  das Harz ganz andere Eigenschaften an, die es    für die Verwendung als Kunststoff hervor  ragend geeignet machen.  



  An Stelle von Formaldehyd kann man  auch dessen Polymere,     statt    der Salzsäure  auch andere Mineralsäuren,     wie    zum Beispiel  Schwefelsäure, Salpetersäure     bezw.    saure  Salze, wie     Kaliumbisulfat,        verwenden.     



  Die Reaktion wird     zweckmässig    in Gegen  wart von     Lösungs-    oder Verdünnungsmitteln,  wie zum Beispiel Wasser oder Gemischen  von Wasser mit wasserlöslichen organischen  Lösungsmitteln, wie zum Beispiel Alkohol,  Aceton und dergleichen, vorgenommen.  



  Die Reaktionstemperatur kann je nach  der Zusammensetzung     bezw.        Konzentration     des Reaktionsgemisches     innert    ziemlich wei  ter Grenzen schwanken.  



  Das so erhaltene neue Produkt stellt eine  schwach gefärbte, feste, zähe,     unschmelzbare,    in  den üblichen Lösungsmitteln unlösliche, gegen       Laugen    und verdünnte Säuren widerstands  fähige Masse von holz-     bezw.        knochen-    oder  hornähnlichem Aussehen dar, die leicht       dAchselbar    ist und insbesondere zur Her-      stellung von Kunstgegenständen und als  Isolationsmaterial Verwendung finden soll.  



  Je nach dem Verwendungszweck des End  produktes können dem     Reaktionsgemisch     Weichhaltungsmittel, Füllmittel usw. zu  gefügt werden. Als solche Zusätze kommen  zum Beispiel in Frage: Glyzerin, Zellulose,  Sägemehl, Ledermehl, Korkmehl, Schwer  spat, Asbest, Talk, Calciumphosphat. Des  gleichen können dem Reaktionsgemisch als  Füllmaterial kleinere oder grössere Mengen  von aus homologen oder analogen aroma  tischen Aminen, wie zum Beispiel     Tolui-          dinen,    Xylidinen, Naphtylaminen, mit  Formaldehyd erhältlichen Kondensations  produkten zugesetzt werden.

   Man kann dies  zum Beispiel in der Weise bewerkstelligen,  dass man den Ausgangsstoffen die entspre  chenden Amine bezw.     Anhydroformaldehyd-          derivate    zusetzt, worauf die als Füllmittel  dienenden Kondensationsprodukte im Ver  laufe der Reaktion entstehen. Ferner können  dem Produkt Farbstoffe, wie     zum    Beispiel  Indigo, Nigrosin, Chromgelb usw., einver  leibt werden. Endlich vermag das Endpro  dukt, besonders in der Wärme, Imprägnie  rungsmittel, wie zum Beispiel Leinöl, auf  zunehmen.  



  Beispiel:  100 Teile Anhydroformaldehydanilin  werden, suspendiert in 100 bis 150 Teilen  Wasser, mit 180 Teilen 25 %iger Salzsäure  (1/3 Mol.) und 75 Teilen 40 %igem Form  aldehyd (1 Mol.) versetzt und im Wasser  bad erwärmt, bis eine rote, kolloidale Lösung  entsteht. Diese wird in Formen gegossen.  Nachdem die Hauptreaktion vorbei ist, wird  das Ganze durch Zuführen von Wärme bei  mässiger Temperatur gehalten. Es bildet sich  eine Gallerte, die sich bald trübt und nach  einiger Zeit mit der Hauptmenge des Lö  sungsmittels fest wird und aus der Form  herausgenommen werden kann.  



  Überlässt man dieses Produkt sich selbst,  so geht es schliesslich in ein rotes, sprödes,  unlösliches Harz über, unter Zerfall der  Formstücke.    Unterwirft man jedoch diese Form  stücke, sei es direkt nach dem Fest  werden oder nach einem vorangehenden  Trockenprozess bei mässiger Temperatur,  einer Nachbehandlung mit wässerigem Al  kali, indem man sie beispielsweise in 3 bis  10     %ige    Natronlauge     einlegt,    so behalten sie  ihre Form und gehen in eine feste, schwach  gelbliche,     zähelastische    Masse über, die ge  waschen und durch Erhitzen bis über<B>100'</B>  getrocknet wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer Kunst masse, dadurch gekennzeichnet, dass man Anhydroformaldehydanilin mit Formaldehyd in Gegenwart stark saurer Elektrolyten bis zur Bildung einer festen Gallerte reagieren lässt, letztere hernach mit alkalisch wirken den Elektrolyten behandelt und das erhal tene Produkt trocknet.
    Das auf diese Weise durch Kondensation von Anhydroformaldehydanilin mit Formal dehyd erhaltene Produkt stellt eine schwach gefärbte, feste, zähe, urschmelzbare, in den üblichen Lösungsmitteln unlösliche, gegen Laugen und verdünnte Säuren widerstands fähige Masse von holz- bezw. krochen- oder hornähnlichem Aussehen dar, die leicht drechselbar ist und insbesondere zur Her stellung von Kunstgegenständen und als Isolationsmaterial Verwendung finden soll. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Reaktion in Gegenwart von Lösungsmitteln vor genommen wird. ?.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet., dass die Reaktion in Gegenwart von Verdünnungsmitteln vorgenommen wird. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Reaktions masse Weichhaltungsmittel zugefügt werden. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Reaktions masse Füllmittel zugefügt werden. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Reaktions masse Farbstoffe zugefügt werden. G. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Endpro dukt mit Imprägnierungsmitteln in der Wärmo behandelt wird.
CH125370D 1926-02-17 1926-02-17 Verfahren zur Herstellung einer Kunstmasse. CH125370A (de)

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