CH95187A - Verfahren zur Herstellung eines Harzes. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Harzes.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Harzes. Es ist bekannt, dass aromatische Ver bindungen leicht mit Schwefel und Schwefel- alkalien reagieren, wobei Verbindungen ent stehen, welche\ als Farbstoffe oder infolge ihrer sonstigen physikalischen und chemischen Eigenschaften technisch wertvolle Produkte bilden.
Es wurde nun gefunden, dass, man zu einem Harze gelangen kann, welches infolge seiner Eigenschaften befähigt ist, in fast allen Gebieten der Harz- und Lackverwen dung mit Vorteil gebraucht zu werden, wenn man Phenol mit Schwefel bei schwach basi. scher Reaktion erwärmt.
Das Ende der Reaktion wird am Auf hören der Schwefelwasserstoffentwicklung er kannt. Das Verhältnis zwischen Schwefel und Phenol kann in gewissen Grenzen schwanken. Als zweckmässig hat sich beispielsweise ein Verhältnis von 2 bis 3 Mol. Schwefel auf 1 14.'b1. Phenol erwiesen, wobei annähernd 1 bis l'/, Mol. Schwefelwasserstoff entwei chen. Bei richtig zu Ende geführter Reaktion enthält ein solches Harz annähernd 1 bis 1.I/2 Mol. Schwefel auf 1 Mol. Phenol ge. bunden.
Die für den schnelleren Verlauf der Reaktion erforderliche Alkalität wird vorteil haft mit einer Gewichtsmenge einer Base ein gestellt, die höchstens ein Fünftel der ange wandten Phenolmenge in ein Phenolat über zuführen vermag. Innerhalb dieser Grenzen kann die Menge der angewandten Base weit gehend variieren. Gewünschtenfalls kann letztere nach beendeter Schwefelwasserstoff entwicklung ganz oder zum Teil durch Säure oder saure Salze abgestumpft werden.
Das Harz ist in Alkohol, Aceton und Alkalien leicht löslich, schwer löslich da gegen in Säuren, aliphatischen Kohlenwasser- stoffon und deren Halogenderivaten. Es weist starke Klebkraft auf, ist geruchlos und in dünner Schicht hellfarbig. Es ist befähigt, noch weiter mit Schwefel zu reagieren und bedeutende Mengen Schwefel, Schwefelalka- lien und andere Zusätze als Füllmaterialien aufzunehmen.
Durch längeres Erwärmen auf zirka 150 , besonders unter gleichzeitiger An wendung von Druck, lässt es sich härten, das heisst in ein unschmelzbares und in den üblichen Lösungsmitteln unlösliches Produkt überführen. Bei Anwesenheit von Alkali lä.sst sich hierbei zunächst ein unschmelzbares, jedoch in Alkohol noch lösliches Produkt ge winnen, das dann bei weiterem Erhitzen in den unschmelzbaren und unlöslichen Zustand übergeht.
Die Unlöslichkeit tritt um so früher ein, je weniger Alkali das Harz ent hält, während das Eintreten der Unschmelz- barkeit durch die Anwesenheit von Alkali begünstigt wird. Die Härtbarkeit bleibt dem Harz auch dann erhalten, wenn ihm die ver schiedensten Füllmaterialien zugesetzt werden oder es in dünner Schicht als Lack verwendet wird.
Durch Zugabe von Reaktionsbeschleuni gern, wie zum Beispiel Halogen oder Ha logenverbindungen, speziell der Metalloide, kann die Reaktionsdauer wesentlich abgekürzt werden.
Beispiel: 47 kg Phenol und 32 kg Schwefel werden am Rückfluss geschmolzen und der Schmelze 1 kg Kaliumsulfhydrat (KHS) zugegeben. Das Reaktionsgemisch wird vorteilhaft unter Rühren auf zirka 140' erwärmt, wobei eine reichliche und gleichmässige Scliwefelwasser- stoffentwicklung einsetzt. Entsprechend dem Wirkungsgrad des Rückflusskühlers und der eingehaltenen Temperatur ist die Reaktion in drei bis acht Stunden beendet, indem die Schwefelwasserstoffentwicklung dann auf hört. Die Menge des entwichenen Schwefel wasserstoffes beträgt ungefähr die Hälfte des angewandten Schwefels.
Die ursprünglich grüne, ziemlich dünnflüssige Schmelze hat sich nach beendeter Reaktion in eine rötlich braune, stark viskose, klebrige, flüssige Masse verwandelt, die nun eingedickt wird, bis eine Probe beim Erkalten zu einem harten, sprö den, jedoch noch löslichen Harz erstarrt. Dann wird das Harz noch heiss auf Bleche gegossen und kann nach dem Erkalten in Tafeln oder Blöcken losgelöst werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Harzes, welches infolge seiner Eigenschaften befähigt ist, in fast allen Gebieten der Harz- und Lachverwendung mit Vorteil gebraucht zu werden, dadurch gekennzeichnet, dass man Phenol mit Schwefel bei schwach basischer Reaktion erwärmt. Das Harz ist in Alkohol, Aceton und Alkalien leicht löslich, schwer löslich da gegen in Säuren, aliphatisehen Kohlenwasser- stoffen und deren Halogenderivaten. Es weist starke l#,'lebl@raft auf, ist geruchlos und in dünner Schicht hellfarbig.Es ist befähigt, noch weiter mit Schwefel zu reagieren und bedeutende Mengen Schwefel, Scliwefelalka- iien und andere Zusätze als Füllmaterialien aufzunehmen. Durch längeres Erwärmen auf zirka<B>1.50</B> , besonders unter gleichzeitiger An wendung von Druck, lässt es sich härten, das heisst in ein unschmelzbares und in den üblichen Lösungsmitteln unlösliches Harz überführen. Bei Anwesenheit von Alkali lässt sich hierbei zunächst ein unschmelzbares, jedoch in Alkohol noch lösliches Produkt ge winnen, das dann bei weiterem Erhitzen in den unschmelzbaren und unlöslichen Zustand übergeht.Die Unlöslichkeit tritt um so früher ein, ,je weniger Alkali das Harz ent hält, während das Eintreten der Unschmelz- barkeit durch die Anwesenheit von Alkali begünstigt wird. Die Härtbarkeit bleibt dem Harz auch dann erhalten, wenn ihm die ver schiedensten Füllmaterialien zugesetzt werden oder es in dünner Schicht als Lack verwendet wird. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren zur Herstellung eines Harzes nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man ein Halogen als Kata, lysator verwendet. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss man eine Halogen verbindung der Metalloide als Katalysator verwendet.
Applications Claiming Priority (2)
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