CH125437A - Verfahren zur Herstellung von mit Hohlräumen durchsetzten künstlichen Textilfäden. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von mit Hohlräumen durchsetzten künstlichen Textilfäden.

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CH125437A
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A-G Erste Boe Kunstseidefabrik
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Erste Boehmische Kunstseidefab
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  Verfahren zur Herstellung von mit Hohlräumen durchsetzten künstlichen Textilfäden.    Es ist bereits     bekannt,    mit Hohlräumen  durchsetzte künstliche Textilfäden herzu  stellen durch Verspinnen von Spinnlösungen,  in welchen Gase     emulgiert    oder gelöst  sind oder in welche ein Körper eingetragen  wurde, der, wie zum Beispiel Natriumkarbo  nat, nach seinem Austritt aus der     Spinndiise     durch chemische Einwirkung des     Fällbades     Gasblasen in der Faser zu erzeugen vermag  oder welcher, wie     emulgierte    flüchtige Stoffe,  wie zum Beispiel Schwefelkohlenstoff, Pe  troleum, Benzin, Benzol, nach dem     Austritt,

       der Spinnlösung in das warme     Fällbad    oder  bei späterer Wärmeeinwirkung blasenbilden  den Dampf entwickelt. Nach diesen bekann  ten Verfahren erhält man unmittelbar Fä  den, in welchen Gasblasen     eingeschlossen     sind.

   Es ist bekannt, dass die so hergestell  ten Hohlfäden oder Bläschenfäden den gro  ssen Nachteil besitzen, dass sie zum Beispiel  bei einer Behandlung mit warmen Bädern  oder bei einer Trocknung in warmer Luft,  wie sie ja zwecks Fertigstellung des Textil  gutes unvermeidlich ist, die Einwirkung die-         ser    erhöhten Temperaturen schlecht vertra  gen, indem nämlich bei dieser Behandlung  in der Wärme die .schon im frisch gesponne  nen Faden vorhandenen Gasblasen sich stark  ausdehnen und sehr häufiges Platzen     ver-          ursaehen,    das heisst die umhüllende Schicht  durch die sich ausdehnenden Gasblasen zer  rissen wird.  



  Es wurde nun gefunden, dass man zu  mit Hohlräumen durchsetzten, künstlichen  Textilfäden unter Vermeidung dieses schwe  ren Nachteils gelangt, wenn der Spinnlösung  Stoffe einverleibt werden welche während  des Herstellungsprozesses blasenbildende  Dämpfe nicht entwickeln und welche aus  dem Faden wieder herausgelöst werden.  Durch das Ausbleiben dieser Dampf-     bezw.     Gasentwicklung wird die Gefahr eines     Plat-    .       zens    von im Faden eingeschlossenen Gas  blasen vermieden. Das Herauslösen der ein  verleibten Stoffe aus den Fäden erfolgt mit  tels eines geeigneten Lösungsmittels.

   Als  Spinnlösungen kommen alle     Zelluloselösun-          gen,    wie zum Beispiel Viskose- und Kupfer-           oxyd=Ammoniaklösungen"    ferner Lösungen  von Nitrozellulose und     Acetylzelfulose    in  Frage.  



  Das Verfahren kann in der Weise aus  geführt werden, dass man flüssige oder feste  Stoffe, welche in den Spinnlösungen weit  gehend oder vollständig unlöslich sind, ge  gebenenfalls bis zum kolloidalen     Dispersitäts-          grade,    in demselben fein verteilt.

   Als Stoffe,  welche für das vorliegende Verfahren in  Betracht kommen, also weder durch chemi  sche, noch durch thermische Einwirkung  während des Herstellungsprozesses der Fä  den blasenbildenden Dampf oder Gas in ihnen  entwickeln, seien für das     Viskoseverfahren     beispielsweise erwähnt: Mineralische, tieri  sche oder pflanzliche Öle, wie Schmieröl,  Paraffinöl; ferner mineralische, pflanzliche  und tierische     Fefte,    Wachse und dergleichen;

    ferner festes Paraffin, Fettsäuren,     Naphten-          säuren,        Harze.    Solche .Stoffe lassen sich  leicht in der Spinnlösung in so feiner Ver  teilung     emulgieren    oder suspendieren, dass  der     Spinnprozess    durch ihre Anwesenheit in  keiner Weise behindert wird. Die gespon  nenen Fäden werden in bekannter Weise wei  ter behandelt und die einverleibten Stoffe       mittelst    eines geeigneten Lösungsmittels ent  fernt. Dieses Herauslösen kann eventuell  auch nach der Koagulation des Fadens, zum  Beispiel erst nach dem Waschen oder     De-          nitrieren    erfolgen.

           Beispiel     In 400     gr    Viskose werden 22     gr    Knochen  öl oder Paraffinöl fein     emulgiert.    Die er  haltene Spinnlösung wird in sauren Salz  bädern versponnen, die erhaltenen Fäden  gewaschen und getrocknet. Die einverleib  ten Ölteilchen werden sodann mittelst Ben  zol, Schwefelkohlenstoff,     Amylalkohol    extra  hiert. Es entsteht ein mit Hohlräumen     durch-          setzter    Textilfaden von hervorragender Leich  tigkeit und Weichheit, der gute Struktur  und Festigkeit aufweist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von mit Hohl räumen durchsetzten künstlichen Textilfäden, dadurch gekennzeichnet, dass der Spinnlösung Stoffe einverleibt werden, welche während des Herstellungsprozesses blasenbildende Dämpfe nicht entwickeln und welche aus dem Faden wieder herausgelöst werden. ÜNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die der Spinnlösung einzuverleibenden Stoffe in dieser fein verteilt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch und En teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die der Spinnlösung einzuverleiben den Stoffe bis zu kolloidaler Feinheit in dieser verteilt werden.
CH125437D 1925-09-17 1926-09-09 Verfahren zur Herstellung von mit Hohlräumen durchsetzten künstlichen Textilfäden. CH125437A (de)

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