CH125566A - Aggregat aus Asynchronmaschine mit in Kaskade geschalteter Drehstromreihenschlussmaschine. - Google Patents
Aggregat aus Asynchronmaschine mit in Kaskade geschalteter Drehstromreihenschlussmaschine.Info
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Description
Aggregat aus Asynchronmaschine mit in Kaskade geschalteter Drehstromreihenschlussmaschine. Zur Kompoundierung von Asynchron maschinen kann man die Asynchronmaschine mit einer Drehstromreihenschlussmaschine etwa gemäss der Schaltung nach Abb. 1 der Zeichnung in Kaskade schalten. Ein der artiges Aggregat hat die Eigenschaft, dass es etwa dieselbe Leerlaufsdrehzahl wie die Hauptmaschine allein annimmt. Da jedoch die Ständerwicklung der Drehstromreihen schlussmaschine bekanntlich nicht nur als die Läuferampèrewindungen ganz oder teil weise aufhebende Kompensationswicklung, sondern infolge ihrer Phasenlage gleichzeitig auch als Erregerwicklung wirkt, so tritt bei Belastung des Aggregates je nach der Bür stenstellung der Drehstromreihenschluss maschine 2 eine mehr oder weniger starke Senkung der Drehzahl ein. Abb. 2 der Zeich nung zeigt an der Geraden 3 die Senkung der Drehzahl bei Belastung des Aggregates. Die Abszisse des Diagrammes ist der Be lastungsstrom .I, die Ordinate die Drehzahl n. Werden die Bürsten der Reihenschluss- maschine verstellt, dann verläuft die Dreh zahl zum Beispiel nach der Geraden 4. Die Drehzahlsenkung vollzieht sich bei schwach gesättigten Maschinen im linearen Verhält nis zum Ansteigen des Belastungsstromes. Es ist aber mitunter auch erwünscht, eine Kompoundcharakteristik gemäss der Kurve 5 in Abb. 2 zu erreichen. Bei dieser Charakteristik findet vom Leerlauf bis bei spielsweise 50 % der Belastung keine wesent- liehe Senkung der Drehzahl statt. Hingegen sinkt die Drehzahl über die Belastung hinaus in umso schärferem Masse. Die Kompound- charakteristik ist vor allem dann vorteil haft, wenn während des Betriebes Schwung- massen zum Ausgleich von Belastungsstössen entladen werden. Es ist bereits eine An ordnung bekannt, durch die eine der Kurve 5 in Abb. 2 ähnliche Charakteristik erzielt werden kann. Bei dieser bekannten Anord nung sind statt der unmittelbaren Hinter einanderschaltung der Läufer- und der Ständerwicklung der Reihenschlussmaschine die Sekundärwicklung der Asynchron maschine, die Ständerwicklung der Reihen schlussmaschine und der Primärteil eines in Sparschaltung ausgeführten Stromtrans formators in Reihe geschaltet, während der Kommutator der Reihenschlussmaschine vom Sekundärteil des Stromtransformators aus gespeist wird. Die Erfindung betrifft nun eine An ordnung, die ausser einer der Kurve 5 in Abb. 2 ähnlichen Charakteristik den Vorteil aufweist, dass die Drehstromreihenschluss maschine auch bei Leerlauf oder schwacher Belastung der Vordermaschine an dieser eine Phasenkompensierung durchführt. Bei der Schaltung nach Abb. 1 ist eine Phasenkom- pensierung bei Leerlauf bekanntlich nicht möglich. Auch die oben geschilderte Schal tung, bei der zwischen Ständer- und Läufer wicklung der Reihenschlussmaschine ein Serientransformator eingeschaltet ist, zeigt diesen Nachteil, und zwar in verstärktem Masse, da bei Leerlauf oder bei geringer Belastung der Stromtransformator infolge der geringen Frequenz in seiner Wirkung grösstenteils ausgeschaltet ist, so dass sich der Sekundärstrom der Asynchronmaschine überhaupt nur über die Ständerwick lung der Reihenschlussmaschine und die Primärwicklung des Stromtransformators schliesst. Im Gegensatz dazu ist bei der Anordnung nach der Erfindung die Ständer wicklung der Reihenschlussmaschine an den Sekundärteil eines primär mit dem Se kundärstromkreis der Asynchronmaschine und der Kommutatorwicklung der Reihen schlussmaschine in Reihe geschalteten Strom transformators angeschlossen. Bei dieser Anordnung muss also der Sekundärstrom der Asynchronmaschine auf jeden Fall über den Kommutator durch die Läuferwicklung der Reihenschlussmaschine fliessen. Da nun die teilweise als Kompensationswicklung wirkende Ständerwicklung der Reihenschluss maschine infolge ihres Anschlusses an den Stromtransformator bei schwachen Be lastungen ausgeschaltet ist, so wirkt die Reihenschlussmaschine bei schwachen Be- lastungen als vom Belastungsstrom im Läu fer erregter Phasenschieber. Dieser Vorteil kann bei den bekannten Anordnungen nicht auftreten, da. hier entweder die,Ständerwick- lung in ihrer Kompensationswirkung bei allen Belastungszuständen voll wirksam ist (Anordnung nach Abb. 1), oder anderseits der Sekundärstrom der Asynchronmaschine bei schwachen Belastungen gar nicht durch den Läufer der Reihenschlussmaschine fliesst, so dass die Wirkung des eigenerregten Pha senschiebers in beiden Fällen nicht zustande kommt. Abb. 3 zeigt eine derartige Anordnung an einem Ausführungsbeispiel. Die Bürsten der Drehstromreihenschlussmaschine 2 stehen über der Primärwicklung 6 eines Stromtrans formators mit dem sekundären Stromkreis der Hauptmaschine 1 in Verbindung. Die Sekundärwicklung 7 des Stromtransforma tors speist die Wicklung 8 im Ständer der Reihenschlussmaschine. Zwischen der Sekundärwicklung des Stromtransformators und der Serienwick lung 8 sind noch Regulierwiderstände 9 ein geschaltet. Mittelst dieser Regulierwider stände kann die Kurve 5 der Abb. 2 in ähn lichem Sinne wie die Kurven 3 und 4 ver ändert werden, so dass der Beginn einer starken Drehzahlsenkung bei verschiedenen Belastungszuständen eintritt. Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist ausserdem der Ohmsche bezw. induktive Widerstand in dem durch die Se kundärwicklung gebildeten Stromkreis der art abgeglichen, dass eine Selbsterregung der Reihenschlussmaschine eintritt. Man kann dann eine Phasenkompensierung des Aggre gates auch bei Leerlauf erreichen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Aggregat aus Asynchronmaschine mit in Kaskade geschalteter Drehstromreihen schlussmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass die teils einen Erregerstrom, teils einen Kompensationsstrom führende .Ständerwick- lung der Reihenschlussmaschine vom Sekun därteil eines Stromtransformators aus ge- speist wird, dessen Primärteil mit der Se kundärwicklung der Asynchronmaschine und der Läuferwicklung der Reihenschluss maschine in Reihe geschaltet ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Aggregat nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Einschaltung von Re gulierwiderständen im Stromkreis der Ständerwicklung. 2. Aggregat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Ohmsche bezw.induktive Widerstand des Stromkreises der Ständerwicklung der Reihenschluss maschine derart abgeglichen ist, dass die Drehstromreihenschlussmaschine sich selbst erregt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE125566X | 1925-10-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH125566A true CH125566A (de) | 1928-04-16 |
Family
ID=5658721
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH125566D CH125566A (de) | 1925-10-20 | 1926-10-04 | Aggregat aus Asynchronmaschine mit in Kaskade geschalteter Drehstromreihenschlussmaschine. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH125566A (de) |
-
1926
- 1926-10-04 CH CH125566D patent/CH125566A/de unknown
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