CH125687A - Einrichtung an Zylinderstreckwerken von Spinnereimaschinen zur Erzielung von grossem Verzug. - Google Patents
Einrichtung an Zylinderstreckwerken von Spinnereimaschinen zur Erzielung von grossem Verzug.Info
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Description
Einrichtung an Zylinderstreckwerken von Spinner eimaschinen zur Erzielung von grossem Verzug. Den Gegenstand der vorliegenden Erfin dung bildet eine neue Einrichtung an Zylin- derstreckwerken von Spinnereimaschinen zur Erzielung von grossem Verzug. Die beiden Haupterfordernisse zur Er zielung eines grossen Verzuges, nämlich dass 1. zwischen dem Klemmpunkt des ersten und des zweiten Zylinderpaares der Ab stand möglichst gering sei, und ?. der im zweiten Klemmpunkte' auf die Lunte ausgeübte Druck klein sei zwecks Ermöglichung des. Durchzuges der Fa- sern, wt#rden bei den bekannten Einrichtungen er reicht: in dem einen Falle durch Anordnung eines im Durchmesser kleinen und leichten, auf dem zweiten Riffelzylinder lastenden Druckzylinders, in dem zweiten Falle durch Anordnung von einer oder mehreren Leder muffen. Die der ersten Gruppe angehören den Vorrichtungen sind zwar sehr einfacher Bauart, arbeiten jedoch zum Teil recht un vollkommen und unsicher; die Einrichtungen der zweiten Gruppe sind umständlich, kost spielig, was Anschaffung und Unterhaltung anlangt und daher unwirtschaftlich. Der Gegenstand der vorliegenden Erfin dung wird den genannten Anforderungen zur Erzielung eines grossen Verzuges dadurch gerecht, da.ss der obere Druckzylinder aus einem derart stark nachgiebigen und voll kommen elastischen Material hergestellt ist, dass derselbe unter dem Einfluss des gering gehaltenen Eigengewichtes und nötigenfalls einer Zusatzbelastung sich derart zusammen drückt und den untern Zylinder auf einem verhältnismässig grossen Teil seines Umfan ges umfängt, d@ass die Klemmlinie mit dem einen Ende so nahe als möglich an den Klemmpunkt des ersten Walzenpaares ge führt wird. Zugleich wird hiermit erreicht, dass die Lunte auf eine verhältnismässig grosse Länge mit geringem Druck geklemmt wird; denn dank der Nachgiebigkeit und Elastizität des obern Zylinders wird nur ein kleiner Teil des Gesamtdruckes des obern Zylinders auf die Lunte übertragen. Auf der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform des Erfindungsgegen standes in zwei Figuren dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 eine schematische Ansicht der neuen Einrichtung, Fig. 2 die obere Walze, halb in Ansicht, halb in Schnitt. Zwischen den Speisewalzen A, und -A- und den Abzugswalzen B,. und BZ befinden sich der Riffelzylinder C und der obere Zy linder D. Der Abstand zwischen den Zylin dern C und D und den Abzugswalzen B, und BZ ist etwas geringer als die mittlere Länge der zu verarbeitenden Fasern. Der Zylinder D besteht aus einer metal lischen Achse a, die einen Mantel b von verhältnismässig grosser Dicke und sehr gro sser Elastizität trägt. Die Beschaffenheit dieses Mantels b mit seinen besonderen Eigen schaften: grosse Nachgiebigkeit in Verbin dung mit vollkommenerElastizität, ist das we sentliche Kennzeichen des Erfindungsgegen standes. Derselbe besteht beispielsweise aus Schwiammgummi oder Zellengummi oder Röh rengummi, der, soweit erforderlich, mit einer dünnen, äusserst nachgiebigen Haut aus Gummi oder Leder ' bezogen ist; die in den Hohlräumen oder Zellen eingeschlossene Luft hat atmosphärischen Druck. An Stelle des Überzugsgummis kann auch ein stark elastisches Gewebe, zum Beispiel Filz, tre ten. Unter dem Einfluss des Eigengewichtes und nötigenfalls eines zusätzlichen Gewich= tes c, das an dem Haken d hängt, wird der Mantel b stark zusammengedrückt und um fängt den untern Zylinder auf einem ver hältnismässig grossen Teile seines Umfanges (Fig. 1). Der Druck des elastischen Zylinders D auf die Lunte E kann durch Veränderung des Gewichtes c geändert weiden. Es kann die Einrichtung getroffen wer den, d.ass ,der Bund e der Achse a einen ganz bestimmten Durchmesser erhält, der einem grössten Druck des Zylinders auf die Lunte entspricht; es wird nämlich durch Vergrö- sserung des Gewichtes c der Druck des<B>Zy-</B> linders D auf die Lunte nur so lange eine Zunahme erfahren als bis der Bund e mit dem untern Zylinder C in Berührung kommt. Trifft dies zu, so wird der Druck auf die Lunte nur insofern noch höher, ads die Dicke der Lunte zunimmt. In einer andern, in der Zeichnung nicht dargestellten Ausführungsform kann zum Beispiel der Mantel des Zylinders D aus einem Muff ohne innern Kern gebildet und zwischen zwei Endscheiben geführt werden. Diese Endscheiben überstülpen teilweise den Mantel, der aus elastischem Material, wie Leder, Gummi, beide mit Längsversteifun gen, oder aus dünnem Stahlblech oder elasti schem Drahtgewebe mit Überzug besteht, und übertragen auf den Mantel dadurch den Druck des ganzen Zylinders mit dem An hängegewicht. Es kann auch auf den Man tel .auf andere Weise ein Druck ausgeübt werden, beispielsweise durch Auflegen einer oder mehrerer Druckwalzen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung an Zylinderstreckwerken von Spinnereimaschinen zur Erzielung von gro ssem Verzug, dadurch gekennzeichnet, class der obere der Zwischenzylinder mit einem über die metallische Zy linderachse geschobe nen Mantel bekleidet ist, der sich durch grösste Nachgiebigkeit in Verbindung mit vollkommener Elastizität auszeichnet, derart, dass unter dem Einfluss des von der -#Ä'alze ausgeübten Druckes der Mantel sich derart zusammendrückt, dass er den untern Zylinder auf einem- verhältnismässig grossen Teil sei nes Umfanges umfängt. UNTERANSPRÜCHE: 1.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwecks Er reichung der erforderlichen grössten Nachgiebigkeit und vollkommenen Ela stizität des Mantels dieser dick aus geführt ist und aus Schwammgummi be steht. :.'. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwecks Er- reichung der erforderlichen grössten Nachgiebigkeit und vollkommenen Ela stizität des Mantels dieser dich aus geführt ist und aus Zellengummi be steht. '.,.Einrichtung nach Pa.tentansprueli, da durch gekennzeichnet, dass zwecks Er reichung der erforderlichen grössten Nachgiebigkeit und vollkommenen Ela stizität des Mantels dieser dick aus geführt ist ünd aus Röhrengummi be steht. 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwecks Er reichung der erforderlichen grössten Nachgiebigkeit und vollkommenen Ela- ,ität des Mantels dieser dick aus- --ti7 geführt ist und aus einem besonders nachgiebigen und elastischen Filz be stellt. i.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass der dicke, nachgiebige und elastische Mantel einen Überzug aus dünner, nachgiebiger Haut aus Leder aufweist. I.. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass der dicke, nachgiebige und ela- >:tische Mantel einen Überzug aus dün ner, nachgiebiger Haut aus Gummi auf weist. i.Einrichtung nach Patentanspruch, da- dnrch. gekennzeichnet, dass an der me- tallischen Achse Bunde vorgesehen sind, die einen Durchmesser von bestimmter Grösse erhalten, um dadurch die Pressung auf die Lunte unabhängig von der Grösse des Belastungsgewichtes auf einen Höchstwert zu beschränken. B. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwecks Ver grösserung des auf die Walze ausgeübten Druckes ein zusätzliches Gewicht an die Walzenachse gehängt wird. 9.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Mantel aus einer zwischen übergreifenden Stirn scheiben gehaltenen Muffe aus elasti- . sehem Material ohne innern Kern be steht. 10. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass' der Muff aus dünnem Stahl blech besteht. 11. Einrichtung nach Patentanspruch 'und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass der Muff aus Leder mit Längs versteifungen besteht. 12. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass der Muff .aus Gummi mit Längs versteifungen besteht. 18.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass der Muff aus elastischem Draht gewebe mit Überzug besteht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR125687X | 1926-02-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH125687A true CH125687A (de) | 1928-05-01 |
Family
ID=8873540
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH125687D CH125687A (de) | 1926-02-17 | 1927-01-29 | Einrichtung an Zylinderstreckwerken von Spinnereimaschinen zur Erzielung von grossem Verzug. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH125687A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE884925C (de) * | 1949-06-29 | 1953-07-30 | Ambler Superdraft Ltd | Verfahren und Streckwerk zum Verziehen von Lunten in einer einzigen Hochverzugstufe |
-
1927
- 1927-01-29 CH CH125687D patent/CH125687A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE884925C (de) * | 1949-06-29 | 1953-07-30 | Ambler Superdraft Ltd | Verfahren und Streckwerk zum Verziehen von Lunten in einer einzigen Hochverzugstufe |
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