Selbsttätige Fernsprechanlage. Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine selbsttätige Fernsprechanlage mit Koor- dinaten-,vählern mit kreuzweise zueinander beweglichen Sühalteinrichtungen, welche sich dadurch auszeichnen, dass die, in einer der beiden Richtungen beweglichen Schaltein richtungen als Schrittschaltwerk ausgebildet sind.
Auf beiliegender Zeichnung sind bei spielsweise und nur sofern es zum Verständ-- nis der Erfindung notwendig ist, zwei Aus führungsformen dargestellt, die erfindungs- 21 ,(1"emäss gebaut sind. Die Fig. <B>1</B> bis<B>7</B> betreffen Teile einer Anlage, welche für<B>30</B> Teilnehmer eingerichtet ist, und zwar so, dass sie drei <B><U>0</U></B> ichzeitige Gespräche abzuhalten gestattet.
Fachtechnisch. wird man also sagen, die- Anlage habe drei Verbindungsmöglielikeiten. Alle Figuren der Zeichnung sind schematisch gehalten.
Fig. <B>1</B> zeigt im Aufriss die allgemeine Aufstellung von drei Verbindungseinrieh- tungen, die<B>je</B> einem der Stromkreise einer Verbindungsmöglichkeit entsprechen. Die in der Figur horizontal gelagerten Teile sind <B>je</B> den einzelnen Teilnehmern zugeordnet und nachstehend als Teilnehmermechanismus be zeichnet. Dabei fehlen die den Teilnehmern mit den Rufnummern 14-38 zugeordneten Teile.
Die den Rufnummern der Teilnehmer entsprechend bezeichneten Kontaktsätze W\ bis W" und dazugehörige Magnete<B>N'</B> bis M", die den Teilnehmern zugeteilt sind, sind in dieser Figur auch dargestellt; Die Fig. 2 zeigt den eigentlichen Mecha nismus einer der drei Verbindungseinrich tungen, von der Seite links der Fig. <B>1</B> aus gesehen, wobei nur der Magnet M" darge stellt wurde;
Fig. 2a ist ein schematischer Grundriss einer Kontaktanordnung; Fig. <B>3</B> zeigt einen teilweisen Grundriss der drei Verbindungseinrichtungen; Die Fig. 4,<B>5</B> und<B>6</B> zeigen in grösserem Massstab als die Fig. <B>1,</B> 2 und<B>3</B> einige De tails der erwähnten Einrichtungen;
Die Fig. <B>7</B> zeigt den Vorderteil einer Stange einer dieser Verbindungseinrielltun- gen; Die Fig. # ist eine schematische Angabe des Stromverlaufes bei der Herstellung einer Verbindung bei einer Anlage<B>für</B> sieben Teil- nelimer.
Alle Teilnehmermechanismen der Anlage gemä,ss Fig. <B>1</B> bis<B>7</B> sind aufeinander ge stellt, dekadenweise gruppiert und den Ruf nummern entsprechend bezeichnet, also<B>11</B> bis <B>10,</B> 21 bis 20 und<B>31</B> bis<B>30</B> und alle gleiell gebaut, wobei die jedesmal in der Figur an gegebenen Zahlindexe von<B>10</B> bis<B>30</B> sich auf die Nummer des entsprechenden Abonnenten beziehen. Es wird in der Folge also nur einer davon beschrieben.
Die in den Figuren den Überweisungen M, An und w beigegebenen Begleitzeich-en. <B>11</B> bis<B>30</B> sollen nur die Zu gehörigkeit zu einem bestimmten Teilnehmer andeuten. Soll ein beliebiger dieser Teile an gedeutet werden, so ist überall das Bezugs zeichen weggelassen.
Jeder Teilnellmermec'ha- nismus weist einen Teilnehmermagnet M auf, dessen Anker An am Ende einer Zugstange Zu' (Fig. <B>3),</B> worauf Mitnelimerstücke Mi' festgeklemmt sind, fesisitzt. Für jeden Ver- bindungsmeelianismus weist jeder Teilneh- mermeelianismus <B>je</B> ein Mitnehmerstück Mi' auf der Zugstange Zu' auf. Am Ende dieser Stange ist noch ein Anschlag An' vorgesehen, der auf die Kontakte W wirkt.
Eine zweite Zugstange Zu' mit Mitneh- merstücken Mi2 ist in Gleitlagern parallel zu der Zugstange Zu' vorgesehen. Ihr umgebo genes Ende trägt den Anschlag Au2, der auf die Kontakte<B>p</B> des Satzes öffnend wirken kann.
Der Anker An ist in Ruhestellung durch Blattfedern<B>f</B> gehalten, die so gespannt sind, dass sie die an ihrem freien Ende befestigten untern Hebel He' und obern Hebel He2gegen die Mitnelimerstücke Mi' andrücken. In der Nähe dieser Hebel Hel und He' befinden sieh Kontakte du (Fig. <B>3</B> und<B>6),</B> die durch diese Hebel He' und He' geschlossen -werden kön nen. Alle nebeneinandergestellten, Hebel eines Teilnehmermechanismus sind gegen. ihr freies Ende zu sellmäler gehalten und beidseitig abgeschrägt.
Diese Enden können durch die Mitnehmer Mi' in den Wirkungsbereich von Stangen<I>St', St'</I> oder St' gebracht werden. Diese Stangen St, die je zu einem Verbin- dungsmechanismus gehören, weisen Ein schnitte auf mit daran sich anschliessen-den Lappen, die seitlich herausgebogen sind, wie es besonders in Fig. <B>7</B> angedeutet ist.
Werden die Hebel He' Und He2 eines Teilnehmermechanismus durch<U>die</U> Wirkung der Mitnehmer Mi' gegen die Stangen St zu bewegt, und wird zugleich eine der Stangen St aufwäxtsbewegt, so gleitet das schmälere Ende der an der Stange anliegenden Hebel in die Einkerbung hinein und wird bei der Auf wärtsbewegung der Stange durch den Lappen erfasst und auf die andere Seite der Stange gebracht. In Fig. <B>5</B> ist der Hebel He' so be wegt worden. Im folgenden wird man von einem solchen, in dieser,Stellung sich befin denden Hebel sagen, dass er "verstellt" sei.
Ein verstellter Hebel bleibt natürlich. in die ser Stellung unabhängig von der Lage des Mitnehmers Mi', solange er nicht durch das Hinunterfahren der Stange St Gelegenheit hat, durch die Kerbe, durch welche hindurch er verstellt worden ist, unter der Wirkung der Blattfeder<B>f</B> zurückzufahren.
Die Verstellung eines Hebels bewirkt die Schliessung der zugeordneten Kontakte<B>du</B> und die Betätigung der Zugstange Zu2 durch die Vermittlung de# Mitnelimers Mi' und dadurch das Öffnen der Kontakte<B>p.</B> Es ist zu bemerken, dass die sechs Kontakte du eines jeden Teilnehmermeelianismus paar weise übereinander angeordnet, paarweise pa rallel geschaltet und in drei Reihen, neben- einandergestellt sind, so dass es genügt, wenn die Stangen<I>St', St'</I> und St' bei jedem Teil nehmer nur den einen oder den andern der Hebel He',
bezw. He', die zu diesen Kon takten du gehören, verstellen, Die erwähnten, jedem Teilnehmer zuge ordneten Kontakte W und Kontakte P, die durch die Anschläge<B>Au'</B> oder Au' geselilos- sen, bezw. geöffnet werden, veranlassen die Erregung von verschiedenen Magneten und Relais, ähnlich wie anhand der Fig. <B>8</B> später näher angegeben werden soll.
Die drei Stangen<I>St', St'</I> und St' ste hen<B>je</B> unter dem Einfluss eines 8chrittschalt- werhes, bestehend aus einem Hubmagnet H, der auf eine in Fig. 2 dargestellte Klinke Kli' derart wirkt, dass bei jeder Erregung des, Magnetes, also pro Stromstoss, die Stange um einen der an ihrem untern Ende vorge sehenen Zähne gehoben wird. Die Klinke Kli' hält jeweilen die:Stange in der Stellung, in welche sie durch die Klinke Kli' gebracht worden ist.
Eine Feder<I>Fe</I> ist mit dieser Klinke Kli' <I>so</I> verbunden, dass nach Über schreiten eines toten Punktes die Klinke ver- anlasst wird, entweder gegen die Stange hin- oder von dieser Stange weg zu kippen. Auf der Stange sind Anschläge q' und q' vorge sehen, die<B>je</B> nach der Stellung der Stange die Klinke Kli' steuern zum Festhalten oder zur Freigabe dieser Stange.
Zu unterst an jeder Stange St sind Kon- iaktfedern <B>Kid</B> vorgesehen, von welchen in Fig. <B>3</B> nur eine dargestellt ist, die auf einem Kontaktfeld Kdy sich bewegen und<B>je</B> nach der Höhenstellung der Stange verschiedene, durch Linien angedeutete Kontakte mitein ander verbinden. Kontaktfeder und Kontakt feld werden in der Folge als Kontaktein richtung bezeichnet. Jede Stange<I>St', St'</I> und St' kann verschiedene Höhenstellungen ein nehmen.
Die Fig. <B>8</B> der Zeichnung zeigt, aber nur soweit es zum Verständnis der Erfindung not wendig ist, die Verbindungen zweier Teil nehmer bei einer Anlage mit sieben Teil nehmern und von deren Verbindungsmecha nismen nur einer dargestellt ist. Die Kon- takteinrielitungen dieser Anlage weisen zwei Schaltarme Sch<I>I</I> und<I>Sch</I> II mit<B>je</B> zwei Kontaktfedern I, II, bezw. III, IV auf. Bei dieser Anlage ist alles an Relais und<B>Ap-</B> parat weggelassen, was allgemein in jeder selbsttätigen Fernsprechanlage zu finden ist, unter anderem die Einrichtungen zur Abgabe vom Besetztzeichen.
In dieser Figur sind die gleichen Bezugszeichen gebraucht worden,<B>je-</B> doch ohne Indizes. Es ist noch zu bemerken, dass in der Ausgaugsstellung die Stange St der ersten freien Verbindungseinrichtung die Stellung 2 einnimmt, während die Stangen aller folgenden freien Verbindungseinrich- tungen normalerweise die Stellung<B>1</B> ein nehmen.
Beim Abheben. des Hörers des anrufenden Teilnehmers T' erhält der Magnet M des be treffenden Teilnehmermechanismus Strom über: Minus Pol, Wicklung M, Ruhekontakt <B><I>p, b</I></B> Leiter, Station, a Leiter, Ruhekontakt P, Relais<B>Ad,</B> plus Pol. Der Ankei An zieht die Zugstange Zu' an und bringt die Hebel He' und He' in den Bereich der Sehaltstange St.
Das Relais Ad zieht seinen Anker an, wo durch ein Stromkreis geschlossen wird über: Minus Pol, Relaiswicklung F, Ruheli-,ontakt des Hubmagnetes H, Kontaktfeder I des Selialtarmes <B><I>Sch</I></B><I> I</I> in Stellung 2 der Stange St, Leitung<B>1,</B> Leitung 2, Arbeitskontakt des Relais<B>Ad,</B> plus Pol.
Durch den Anzug des Relais F erhält der Hubmagnet H Strom über: Minus Pol, Wick lung H, Arbeitskontakti von F, plus Pol.
Durch den Anzug von H wird die Schaltstange um einen Schritt, also in Stel lung<B>3</B> gehoben. In Stellung<B>3</B> der Stange findet das Vorschalten der Stange St der nächstfolgenden freien Verbindungseinrich tung von Stellung<B>1</B> in Stellung 2 auf fol gende Weise statt: Es wird zuerst ein Strom kreis geschlossen, der wie folgt verläuft: Plus Pol, Kontaktfeder III der ersten, das heisst der eben belegten Verbindungsein- rielitung, Leitung nn und dann über fol gende Teile der zweiten Verbindungseinrich tung:
Leitung vv, Kontaktfeder I in Stel lung<B>1,</B> Kontakt h, Wicklung F; letztere legt den Anker J an und erregt dadurch den Hub- magnetein H, der die Stange St in Stellung 2 bringt. In dieser Stellung unterbricht die Feder I den Stromkreis des Relais F und schaltet den Hubmagneten H aus. Dadurch ist die zweite Verbindungseinrielitung in Stellung 2 gebracht worden und in dieser Stellung arretiert. Der Anker des Hubmag netes der ersten Verbindungseinrichtung schaltet bei Erregung des Magnetes das Re lais F wieder aus, welches seinerseits den Stromkreis des Hubmagnetes auch wieder unterbricht.
In Stellung<B>3</B> erhält das Relais F der besetzten Verbindungseinrichtung durch neuen Kontal-,tsc'hluss der Feder I wieder Strom. Der Schaltarm geht somit einen wei teren Schritt vorwärts, gelangt also in Stel lung<B>4.</B> Während diesen beiden Schritten wird der Hebel He' der anrufenden Station von der SchaUstange St durch den LappenNo erfasst und verstellt.
Dabei werden die Durch- schaltekontakte du des Hebels He' geschlos- sen und durch Einwirkung des Hebels He' auf den MitneUmer Ni2, eine Bewegung auf die Zugstange Zu' übertragen, welche die drei Ruhekontakte<B>p</B> öffnet. Der Magnet 111 wird dabei stromlos.
Die rufende Teilnehmerstation wird nun über das Speiserelais<B>A</B> gespeist. Dieses zieht seinen Anker an und öffnet seine beiden Kontakte 20 und 21. Beim Heben der Schaltstange von Stellung<B>3</B> auf Stellung4 schliessen sich die Kontakte<B>26</B> und<B>27.</B> Wird nun auf bekannte Weise mittelst der Wähl scheibe der Strom des Relais<B>A</B> impulsweise unterbrochen, so geht die Schaltstange ent sprechend den Unterbrechungen scl-irittweise aufwärts, und zwar folgendermassen: -Pei der ersten Aberregung von Relais A wird der Stromkreis des Relais V geschlos sen. Das Relais V zieht an und hält sich infolge seiner Verzögerung solange die Im pulsreihe läuft.
Bei jedem Abfall von<B>A</B> wird ferner der Magnet H erregt, welcher die Stange schrittweise hebt. Nach dem letzten Impuls fällt V ab, und es kommt nun fol gender Prüfstromkreis zustande: Plus Pd-Wichlung P<B>-</B> Wechselkontakt <B>2,8 -</B> Rullekontakt 22<B>-</B> Schaltarm 2 in der gewählten Stellung<B>-</B> Prüfkontakt <B>p</B> des gewählten Teilnehmers<B>-</B> Magnet M des ge wählten Teilnehmers.
Das Relais P zieht an und hält sieh über die Kontakte<B>26</B> und<B>28.</B> Mit seinem Ar- beitskontakt 23 wird das Relais F über den Schaltarm<B>1</B> der gewählten Stellung erregt. Auf bekannte Weise schaltet F den Magneten H ein, welcher mit seinem Kontakt F wieder ausschaltet. Die Schaltstange wird auf diese Weise.gehoben, bis sie auf der Stellung 12 zu stehen kommt. Der Magnet M des ge wählten Teilnehmers wurde mit dem Prüf- stromkreis erregt. Er hält sich nach seiner ersten Erregung über seinen Kontakt W, bis die Schaltstange den Hebel He' erfasst und über die Stange ZY,2 die Prüfkontakte öffnet.
Der Hebel Ile schliesst ferner seinen Kon takt du. Durch die Zugstange Zu' sind die drei Prüfkontakte<B>p</B> geöffnet worden, so dass beim Aufwählen einer zweiten Verbindung auf diesem Teilnehmer ein Prüfstromkreis nicht zustande kommen kann.
Der gewählte Teilnehmer muss nun mit- telst Wechselstrom gerufen werden. Der Langsamunterbreeher <B>U</B> bringt das Relais<B>B</B> in bestimmten Zeitintervallen zum Anzug. Mit seinem Wechselkontakt r schliesst dieser den Wechselstromkreis: <B>-</B> Minus Pol Ruf stromerzeuger <B>-</B> Wech selkontakt r Stellung 12<B>-</B> Schaltarm<B>Ö</B> <B>- b</B> Leiter Kontaktfeder du des ge wählten Teilnehmers<B>- b</B> Leiter<B>-</B> gewählte Teilnehmerstation<B>-</B> a Leiter<B>-</B> Kontakt du <B>-</B> a Leiter<B>-</B> Stellung 12<B>-</B> Schaltarm 4 <B>-</B> plus Pol.
Hebt nun der gerufene Teil nehmer seinen Hörer ab, so wird die Schalt stange um einen Schritt weiter geschaltet, indem das Relais F erregt wird über: Wicklung F<B>-</B> Wec'hselkontakt r<B>-</B> Schaltarm<B>3, -</B> in Stellung 12<B>b</B> Leiter<B>-</B> Kontaktfeder du<B>- b</B> Leitung Station - a Leitung<B>-</B> Kontaktfeder du<B>-</B> Schalt arm 4<B>-</B> in Stellung 12, plus Pol.
Die Stellung<B>13</B> ist die Sprechstellung. Hier wird der gerufene Teilnehmer nun durch das Relais Y gespeist.
Beim Auflegen des Hörers der wählenden Station fällt<B>A</B> ab. Der Magnet H erhält Strom und hebt die Stange um einen Schritt. In Stellung 14 wird der Stromkreis des Re lais A durch den Sc'haliarm 4 nochmals ge schlossen.<B>A</B> zieht somit an, der Magnet Il wird stromlos. Gleichzeitig wurde beim Übergang von Stellung<B>13</B> auf 14 die Halte klinke Kli' ausgeklinkt, und die Schalt- stauge fällt in ihre Ausgangsstellung zurück.
Hat man mit einer Anlage von mehr als zehn Anschlüssen zu tun, so wird die Kon- takteinrichtung mit entsprechenden Kon- takten versehen, um die Wahl mittelst geeig neten bekannten Relaiskombinationen und Wählern folgendermassen vor sieh gehen zu lassen: Zuerst wird beispielsweise eine De kade mit der ersten Wahlnummer und dann der einzelnen Teilnehmer mit der zweiten Walilnummer ausgesucht.