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Schaltungsanordnung für selbsttätige Fernsprechanlagen mit Koordinatenwählern
Der Gegenstand vorliegender Erfindung betrifft eine selbsttätige Fernsprechanlage,
bei welcher jedem Teilnehmer eine Verbindungsvorrichtung, im folgenden »Teilnehmersatz#,c
benannt, zugeteilt ist, welche Einrichtungen aufweist, die-sowohl beim Abheben des
Hörers durch den betreffenden Teilnehmer als nach erfolgter Wahl durch einen anderen
Teilnehmer in eine Vorbereitungsstellung gebracht werden, in welcher sie durch :eine:
die weitere Schaltung --durchführende Schalteinrichtung erfaßt werden können.
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Auf beiliegender Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform
einer Fernsprechanlage dargestellt, die erfindungsgemäß gebaut ist. Diese Anlage
ist für 3o Teilnehmer eingerichtet, und zwar so, daß sie drei gleichzeitige Gespräche
abzuhalten gestattet. Fachtechnisch wird man also sagen, die Anlage habe drei Verbindungsmöglichkeiten.
Alle Figuren der Zeichnung sind schematisch gehalten.
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Fig. i zeigt im 'Aufriß die allgemeine Aufstellung von drei Verbindungseinrichtungen,
die je einem der Stromkreise einer Verbindungsmöglichkeit entspricht. Die in der
Figur horizontal gelagerten Teile sind je dem einzelnen Teilnehmer zugeordnet. Dabei
fehlen diie den Teilnehmern von 14 bis 38 zugeordneten Teile. Die Kontaktsätze
W11 bis W-#1, p11 bis p39 und die dazugehörigen Magnete b111 bis M39, die den Teilnehmern
zugeteilt sind, sind in dieser Figur auch dargestellt.
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Die Fig. 2 zeigt eine der drei Verbindungseinrichtungen und die Kontaktsätze
von der Seite links der Fig. i gesehen, jedoch ist nur der Magnet M39 dargestellt.
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Fig. 3 zeigt einen teilweisen Grundriß einer dieser Verbindungseinrichtungen
und Teilnehmersätze.
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Die Fig. 4., 5 und 6 zeigen in größerem Maßstabe als die Fig. 1, a
und 3 einige: Einzelheiten der erwähnten Einrichtungen an dem Punkt, wo die Kontäktsätze
mit den Verbindungseinrichtungen. der Sprechmöglichkeiten zusammenarbeiten.
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Die Fig. 7 zeigt den Vorderteil einer Stange, die zur Verbindungseinrichtung
gehört.
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Im folgenden werden unter VerbIndungseinrichtung diejenigen, Teile
der Anlage verstanden, die zur Herstellung einer Verbindung in Wirkung treten, und
unter Teilnehmersatz ein Magnet, eine Apparatur und die Kontakte, die den einzelnen;
Teilnehmern zugeteilt sind.
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Alle Teilnehmersätze der Anlage sind angeordnet, dekaden:weise gruppiert,
also i i bis 10, 21 bis 2o und 31 bis 30, und alle gleichgebaut; die jedesmal in
der Figur angegebenen Kennziffern von io bis 3o beziehen
sich auf
die Nummer des entsprechenden Teilnehmers. Es wird in der Folge also nureiner davon
beschrieben. Der Teilnehmersatz weist einen Teilnehmermagneten, M auf mit drei voneinander
unabhängigen Wicklungen, wovon zwei unabhängig voneinander auf einen AnkerAn wirken,
können. Dieser Anker sitzt am Ende einer Zugstange Zu' (Fig. 3) fest, worauf Mitnehmerstücke
4efestgeklemmt sind. Es ist pro Verbindungseinnchtung je ein Mitnehmerstück Mil
auf der ZugstangeZttl vorgesehen. Am Ende dieser Stange ist noch ein. AnschlagAul
vorgesehen, -der auf die Kontakte W wirkt.
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Eine zweite Zugstange Zug mit Mitnehmerstücken Mit ist in Gleitlagern
parallel zu der ZugstangeZul vorgesehen. Ihr umgebogenes Ende trägt den Anschlag
Aue, der auf die Kontaktep des Satzes wirken kann.
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Der Anker An ist in Ruhestellung durch Blattfedern/ gehalten,
die so gespannt sind, daß sie die an ihrem freien Ende befestigtan Hebelesel und
Heg Segen die Mitnehmerstücke Mil andrücken. In der Nähe dieser Hebel Hel und Heg
befinden sich Kontakte* (Fig. 3 und 6), die durch diese Hebel Hel oder He? geschlossen
werden können. Alle neteneinandergestellten Hebel eines Satzes sind gegen ihr freies
Ende zu schmäler gehalten und beiderseitig abgeschrägt. Diese Enden können durch
die Mitnehmer Mil in den Wirkungsbereich von Stangen Stl, St' oder SP gebracht werden.
Diese Stangen St, die je zu einer Verbindungseinrichtung gehören, sind auf einem
Teil ihrer Länge eingeschnitten zur Bildung von LappenNo, die seitlich herausgeb:ogen
sind, wie es besonders in Fig. ? angedeutet ist, wo eine Stange St in Richtung
des Pfeiles in Fig. z gezeigt ist.
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Wird ein Hebelesel oder Hw2 durch die Wirkung des Mitnehmers Mil in
den Bereich I, eines solchen Lappens No gebracht und wird zugleich die entsprechende
StangeSt aufwärts bewegt, so gleitet das schmälere Ende des in Frage kommenden Hebels
in die Einkerbung hinein und wird bei der Aufwärtsbewe, gung der Stange durch den
Lappen erfaßt und auf die andere Seite der Stange gebracht. In Fig.5 ist der Hebelesel
so bewegt worden. Im folgenden wird man von einem solchen in dieser Stellung sich
befindendem Hebel sagen, daß er verstellt sei. Ein verstellter Hebel bleibt natürlich
in dieser Stellung unabhängig von der Lage des Mitnehmers Mil, solange er nicht
durch das Hinunterfahren. der Stange St Gelegenheit hat, durch die Kerbe, durch
welche er verstellt worden ist, unter der Wirkung der Blattfeder f zurückzufahren.
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Die Verstellung des Hebels bewirkt die Schließung der Kontakte
du und die Betätigung der Zugstange Zu2 durch die Vermittlung des Mitnehmers
Mit, also das Öffnen der Kontakte p. Es ist zu bemerken, daß die sechs Kontakte
dtt eines jeden Teilnehmersatzes parallel geschaltet und so in drei Reihen nebeneinandergestellt
sind, daß die Stangen St, St-' und S13 bei jedem Teilnehmer den einen
oder den anderen,der Hebel Hol Moder Heg, die zu diesen Kontakten du gehören,
verstellen können.
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Jedem Teilnehmersatz ist ferner eine Anzahl von Kontakten W und eine
weitere Anzahl von Kontakteng zugegeben, die auf nie vorherbeschriebene Weise durch
die Anschläge Aul @o.der Att' geschlossen werden zur Veranlassung der Erregung von
verschiede-. nen -Magneten und Relais, die später näher angegeben werden sollen.
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Die drei Stangen Stl, S12 und S13 stehen j e unter dem Einfluß eines
Hubmagneten H, der auf eine in Ei-. z dargestellte Klinke l<lil derart wirkt,
daß bei jeder Erregung des Magneten, also bei jedem .Stromstoß; die Stange um einen
der an ihrem unteren Ende vorgesehenen Zähne gehoben wird. Die Klinke gti-' hält
jeweils die Stange in der Stellung, in welche sie durch Klinke I<til gebracht
worden ist. Eine FederFe ist mit dieser Klinke Kti2 so verbunden, daß nach Überschreiten
eines toten Punktes die Klinke veranlaßt wird, entweder gegen die Stange hin- oder
vom dieser wegzukippen. Auf der Stange sind Anschläge gl und g2 vorgesehen, die
je nach der Stellung der Stange die Klinke Ktt2 steuern zum Festhalten oder zur
Freigabe dieser Stange.
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Zu unierst. an jeder Stange St ist eine Kontaktfeder Kid vorgesehen,
die sich auf .einem KontaktfeldIKdg bewegt und je nach der Höhenstellung der Stange
verschiedene durch Linien angedeutete Kontakte miteinander verbindet. Kontaktfeder
und Kontaktfeld werden in der Folge als Steuerschalter bezeichnet. Im vorliegenden
Fall kann jede Stange Stl, S12, S13 zwölf Höhenstellungen z bis i- einnehmen.
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o ist die Ruhestellung, i Vorbereitungsstellung, a Aufbringen der
Stange des folgenden Verbindungssatzes in Vorbereitungsstellung, 3 Haltestellung,
ein Hebel Hel ist verstellt. 4, 5, 6 sind Einschaltungen einier Teilnehmergruppe.
7 ist die Prüfstellung; in dieser 'Stellung bleibt die Stange, falls der gerufene
Teilnehmer besetzt ist. 8, 9; io- sind Durchgangsstellungen zum Verstellen eines
Hebels Heg. ii ist die Weiterrufstellung, 1z Sprechen der beiden Teilnehmer.
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Bei Anlagen mit größerer Teilnehmerzahl erhöht sich die Zahl der Einschaltstellungen
für die Gruppen und damit die Zahl,der Stellungen des Steuerschalters. So wird z.
B.
bei einer Anlage für 5o Teilnehmer der Steuerschalter die 5,
6, und 8 für die fünf Dekaden oder Gruppen und die Durchgangsstellungen 1o, 1i,
1z, 13
und 14, insgesamt also 16 Stellungen, erhalten.
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Zum besseren Verständnis der verschiedenen--Aufgaben der An;Iageteile
sei in großen Zügen das Zustandekommen einer Verbindung zweier Teilnehmer beschrieben:
Der rufende Teilnehmer, z. B. Teilnehmer 39, hebt seinen Hörer ab. Das hat das;
Anziehen des Ankers eines Teilnehmermagneten M33 und das Umlegen der ihm zugehörigen
Hebel Hel und He= in den Bereich der Lappen der Stangen Stl, St-' oder St-' zur
Folge. D er Hubmagnet des ersten frei stehenden Verbindungssatzes erhält sofort
Strom, und die betreffende Stange St fährt bis zur Stellung 3 des Steuerschalters
Kid , dann ist der betreffende He;belHel verstellt. Die Kontaktedu sind geschlossen,
und der rufende Teilnehmer ist mit dem Steuer- und Relaissatz der bietreffenden
Verbindungseinrichtung verbunden. Von dieser Stellung ab ist der Stromstoßgeber
des rufenden Teilnehmers unmittelbar mit dem Hubmagneten der betreffenden Steuerstange
verbunden. Dreht nunmehr der Teilnehmer die Wahlscheibe, so erfolgt die Zehnerwahl
in der Weise, daß jeder Stromstoß die Stange St einen Schritt höherschaltet. In
Stellung q. belegt der Steuerschalter hierbei diie Teilnehmer der ersten Dekade,
in Stellung 5 in der zweiten Dekade usw. In der Endstellung werden sämtliche Teilnehmermagnete
der gewählten Teilnehmergruppe, hier einer Dekade, besetzt, dadurch, daß idier Steuerschalter
sich entsprechend auf ;ein Feld gestellt hat. Der rufende Teilnehmer besorgt nun
die Einerwahl, und jeder Stromstoß erregt nacheinander die Teilnehmermagniete der
durch die Stellung der Stange St besetzt gehaltenen Dekade. Dies geschieht mittels
einer Relaiskette bekannter Art und so, daß bei jedem Stromstoß der durch den vorherigen
Stromstoß :erregte Teilnehmermagnet fallen gelassen wird. Nach dem letzten Stromstoß
bleibt,- wie bei solchen Relaisketten, nur der gewählte Teilnehmermagnet -erregt,
sein Anker ist angezogen, und seine Hebel He sind in den Bereich der Stangenlappen
gebracht worden. Die Lage des in Frage kommenden Lappens ist zwar derart, daß beim
angerufenen Teilnehmer zwar der Hebel Hel nicht mehr verstellt werden kann, dagegen,
wohl der Hebel He-'.
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Nach der Einerwahl ist die Stange selbsttätig weitergegangen, und
wird sie in Stellung 7 des Steuerschalters nicht angehalten, so wird der gerufene
Teilnehmer mit dem Steuer- und Speiserelaissatz der Verbindungseinrichtung verbunden.
Er wird angerufen, und im Moment, wo er seinen Hörer abhebt, wird die Stange-Si
in Stellung iz gehoben, und die Teilnehmer sind verbunden. Hängt der eine oder der
.andere der Teilnehmer seinen Hörer wieder .an, so fährt die Stange wieder herunter,
und der ganze Vorgang kann wieder von vorn. anfangen.
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In der Fi.g. i sind verschiedene Stellungen von Teilnehmersatz und
Hebestam,gen gezeigt. Der Teilnehmermagnet M33 hat seinen. Anker angezogen. Die
Hebestange Stl dies ersten Verbindungssatzes ist bereits um einen. Schritt gehoben
worden und ist im Begriffe, den Hebel Hel des Teilnehmersatzes 39 zu verstellen.
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Die Hebestange St2 der zweiten Verbindungseinrichtung hat den Hebel
Hel des Teilnehmers i i verstellt und steht bereit zur Entgegennahme derZehnerwahlstromstöße.
Nach der Wahl des gewünschten Teilnehmers wird dessen Satzmagnet M anziehen, so
daß die Hebestange St des mit dem rufenden Teilnehmer momentan arbeitenden Verb:indungssatzes
den entsprechenden Hebel Heg verstellen kann. Die beiden: verstellten Schalthebel
Hel und He= schließen ihre Durchschaltek @ontakte du und veranlassen so die
Verbindung der betreffenden Teilnehmer. Durch das Verstellen der Hebel H°1 und Heg
sind auch die Kontaktep der besetzten Teilnehmersätze geöffnet worden, wodurch verhindert
wird, daß eine weitere Verbindung auf diese Sprechstellen geschaltet wird.
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Auf diese Weise hat in Fig. i die dritte Verbindungseinrichtung die
Sprechstellen 13 und 3o durchgeschaltet.